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Veröffentlicht am 26.09.2021

In meinen Augen ein perfektes Finale,das mit gezielten Twists zu punkten weiß.

VANITAS - Rot wie Feuer
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Nachdem mich der zweite Band der Vanitas Reihe eher enttäuscht, als begeistert hat. War ich dennoch unglaublich gespannt auf das Finale, wenn ich auch etwas vorsichtig dem Ganzen entgegengesehen habe.
Völlig ...

Nachdem mich der zweite Band der Vanitas Reihe eher enttäuscht, als begeistert hat. War ich dennoch unglaublich gespannt auf das Finale, wenn ich auch etwas vorsichtig dem Ganzen entgegengesehen habe.
Völlig unbegründet. Denn hier stellt Ursula Poznanski wieder auf ganzer Linie ihr Können unter Beweis.

Ihr Schreibstil ist nach wie vor sehr fesselnd und einnehmend, so das ich die Seiten nur so inhaliert habe.
Im Fokus steht nach wie vor Carolin. Und hier konnte sie mich wieder richtig begeistern und von ihrer Finesse überzeugen.
Diese Frau überrascht mich immer wieder. Weil sie auf der einen Seite etwas harmlos und unscheinbar daherkommt, aber auf der Seite so gezielt austeilt, dass man einfach nur sprachlos ist.
Daneben kommen noch weitere Charaktere zum Zuge, die definitiv mit ihrer Art überzeugen.
Es gibt aber auch Protagonisten, die mir absolute Rätsel aufgegeben haben und gerade dadurch für ordentlich Spannung und Nervenkitzel gesorgt haben.
Man trifft einige Charaktere aus den Vorgängern wieder, was das Ganze sehr viel vertrauter gemacht hat. Was einfach ein wundervolles Gefühl verschafft.

Auch hier erfährt man wieder die Perspektive von Carolin, daneben bekommt man noch einige mysteriöse Notizen geliefert, die erstmal für Ratlosigkeit sorgen. Ein gelungener Schachzug der Autorin, denn man rätselt eigentlich ununterbrochen wer dahintersteckt.

Der Einstieg verlief völlig problemlos, man hatte sogar fast das Gefühl nach Hause zu kommen.
Es ging sofort spannend und tiefgründig los und flaute dabei zu keiner Zeit ab.
Atempausen gab es schlichtweg nicht, weil ständig irgendetwas passiert ist.
Carolin hat mich definitiv auf ganzer Linie überrascht mit ihrer herausragenden Art ,Manipulationen gezielt einzusetzen und zu perfektionieren.
Dabei taucht sie tief in den Untergrund ein und arbeitet sich immer weiter nach vorn.
Sie sticht in ein wahres Wespennest, das so einige Unzulänglichkeiten ans Licht bringt.
Auch die Bösen haben ein Gewissen und Schwachstellen und diese hebelt Carolin gekonnt aus.
Das hat mir richtiggehend Respekt abgezollt.
Carolin macht das Ganze ohne mit der Wimper zu zucken ,was fast schon tollkühn ist.
Sie lebt verdammt gefährlich und jeder Moment könnte der letzte sein. Was für ein Adrenalinkick.
Doch daneben bringt Ursula Poznanski weitere Aspekte der Unterwelt ans Licht, die absolut beängstigend sind.
Sie macht nicht Halt vor detailreichen Beschreibungen, was das Ganze noch intensiver macht und die Spannung damit immens steigerte.
Es gibt einige Überraschungen, die ich definitiv nicht kommen sehen habe und die in meinen Augen einfach perfekt positioniert waren.
Auch auf die losen Enden aus dem Vorgänger wurde sehr gut eingegangen und mit einer Auflösung versehen.
Auch wenn dieser Band extrem actionreich und nervenaufreibend ist, so legt die Autorin auch sehr viel Feingefühl auf die zwischenmenschlicher Ebene. Wodurch man einfach merkt, dass das Ganze keinesfalls einfach ist. Und viel Angst, Verzweiflung und Trauer dahinter steckt, was es zugleich auch sehr emotional macht und tragende Momente hervorbringt.
Ich bin wirklich absolut begeistert, dieser Band fühlte sich einfach wieder so richtig und perfekt an, wie es besser nicht hätte sein können.
Keine stumpfen Gewalttaten, sondern mit viel Präzision und Empathie dahinter. Was schlussendlich in einem gelungenen Showdown endet.
Am Ende bleibt nichts mehr offen und ich fühle tatsächlich etwas Wehmütigkeit, weil die Vanitas Reihe jetzt vorbei ist.
Aber genau so ein Ende muss es sein.

Fazit:
Band 1 ein Highlight, Band 2 schwächelte zusehends. Oh oh, ich hatte so Angst vor dem Finale und wollte es dennoch mehr als alles andere.
Und Wow, dieses Mal hat mich Ursula Poznanski wieder absolut überrascht und begeistert.
Eine nervenaufreibende und actionreiche Achterbahnfahrt, die tragender ,emotionaler und intensiver nicht hätte sein können.
Ein gezielter Schachzug nach dem nächsten und ich bin einfach nur im Himmel.
In meinen Augen ein perfektes Finale,das mit gezielten Twists zu punkten weiß.
Und jetzt bin ich etwas wehmütig, weil es vorbei ist.
Obwohl der zweite Band wirklich schwächelte, kann ich diese Trilogie nur jedem ans Herz legen, weil das Gesamtpaket einfach absolut faszinierend , herzzerreißend und so unglaublich gewaltig ist.

Veröffentlicht am 26.09.2021

Leider sehr viel schwächer, als der Vorgänger

VANITAS - Grau wie Asche
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Band 1 der Vanitas Reihe von Ursula Poznanski hat mich ja damals total begeistert, was besonders an dem Ende lag, dass mich mehr als überrascht hat. Umso gespannter war ich auf den zweiten Band und worum ...

Band 1 der Vanitas Reihe von Ursula Poznanski hat mich ja damals total begeistert, was besonders an dem Ende lag, dass mich mehr als überrascht hat. Umso gespannter war ich auf den zweiten Band und worum es sich dabei dreht.

Der Schreibstil der Autorin ist auch hier sehr leicht verständlich und einnehmend.
Die Charakterzeichnung sehr definiert, wenn auch einigen Charakteren mehr Feinschliff gut getan hätte.
Im Fokus steht auch hier wieder unsere Blumenverkäuferin Carolin. Und was tut sie hier? Natürlich, sie verkauft Blumen. Nur eben diesmal an einem anderen Ort und zwar in Wien.
Carolin ist definitiv kein Sympathieträger, denn hier passierte auf emotionaler Ebene leider gar nichts bei mir.
Was aber nicht unbedingt schlimm ist, wenn man dafür an anderer Stelle mitzureißen vermag. Und das lag hier definitiv bei den Hintergrunddetails, die mich absolut begeistert haben.
Denn es haftet sehr Unschuld, Zerbrochenheit und Zerstörung daran, was mich auch emotional sehr mitgenommen hat. Weil es definitiv nichts ist, was leicht zu verdauen wäre.
Zurück zu Carolin, deren Perspektive wir auch wieder erfahren.
Carolin ist ein Mensch, der zwar glaubhaft daherkommt ,mit ihrer Paranoia aber mitunter zum Augenrollen verleitet.
Sie handelt sehr planlos und unkoordiniert. Oft hatte ich keinen rechten Schimmer, warum sie dies oder jenes tut und trotzdem wollte ich wissen, ob da noch mehr kommt.
Auch weitere interessante Charaktere kommen hier zum Zuge. Leider wurden Ihnen jedoch nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt, wie erhofft. Besonders Biber und Alex haben mir gut gefallen, ebenso wie der Kommissar.
Dennoch verstehen sie mit ihrem Hintergrund mitzureißen.
Dabei legt Poznanski den Blick darauf, dass sie nicht allzu eindimensional wirken.
Was ihr recht gut gelungen ist.

In die Story hab ich sofort sehr gut hineingefunden. Die Handlung ist anfangs sehr unspektakulär und etwas unkoordiniert. Was vor allem an Carolin liegt, die mal wieder ihre Nase zu tief in Angelegenheiten steckt, die eine Nummer zu groß für sie erscheinen.
Derweil wird die Handlung sehr vielschichtig.
Beschäftigt sich aber hauptsächlich mit Carolins Paranoia.
Ab Mitte des Buches wird mächtig Fahrt aufgenommen und mit dieser Thematik die hier zum Zuge kam, hatte mich die Autorin definitiv. Da es nicht nur sehr brisant und ernst war, sondern auch definitiv meinen Geschmack traf.
Dazu bringt sie noch einige andere Dinge ans Licht ,die für noch mehr Biss sorgen.
Was definitiv gelungen ist.
Das Ende ist noch relativ offen und somit werden die Fragen in meinem Kopf auch immer mehr. Ich hoffe sehr, diese werden im Abschlussband beantwortet.

Schlussendlich ein mittelmäßiger Folgeband, der leider nicht an den Vorgänger anschließen kann.
Es wird zu sehr von Carolins Art ausgebremst, weil dadurch mitunter Längen entstehen. Dennoch kriegt die Autorin mit ernsten Themen die Kurve.
Ich bin gespannt, was das Finale zu bieten hat.

Fazit:
Mit “Vanitas: Grau wie Asche” geht es für unsere Blumenverkäuferin Carolin in die zweite Runde.
Nachdem Band 1 absolut genial war, schwächelt dieser leider an einigen Stellen .
Die Handlung wird oft durch Carolins Art ausgebremst. Auch bot dieser Band für mich keinen Wow Effekt, es fehlte einfach der Flow und Nervenkitzel.
Ein zweiter Band ,der sich gut lesen lässt, sehr ernste und brisante Themen beinhaltet und somit für Spannungsmomente sorgt.
Dem aber leider die Emotionalität fast völlig fehlt.
Ich hoffe sehr, dass Finale wird mich wieder mehr begeistern.

Veröffentlicht am 21.09.2021

Ein kurzer und knackiger Thriller, der vor Augen führt, wo die wahre Abgründigkeit zu finden ist

Revenge – Du bist niemals sicher
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Ich liebe die Bücher von Lisa Jackson und daher war dieser Short Thriller ein absolutes Muss für mich.
Und tatsächlich hat die Autorin hier wieder auf ganzer Linie ihr ganzes Können gezeigt.

Ich liebe ...

Ich liebe die Bücher von Lisa Jackson und daher war dieser Short Thriller ein absolutes Muss für mich.
Und tatsächlich hat die Autorin hier wieder auf ganzer Linie ihr ganzes Können gezeigt.

Ich liebe ihren Schreibstil. Einnehmend, fesselnd und unglaublich atmosphärisch.
Ich mag ihre feine und dennoch sehr detaillierte Charakterzeichnung wahnsinnig gern. Was sie hier auch wieder sehr gut unter Beweis stellt.
Im Fokus stehen Ryan und Lucy, die beiden ziehen sofort mit ihrer Art in den Bann.
Lisa Jackson gelingt es sehr gut, ihre Charakterisierung sehr gut vor Augen zu führen. Sie kehrt praktisch ihr Innerstes nach Außen und doch weiß man nicht recht, ob man das glauben kann, was man sieht.
In meinen Augen sehr authentisch und greifbar.

Die Story hat mich sofort in den Bann gezogen und es gab kein wegkommen mehr.
Sofort unglaublich spannend und beklemmend, so dass die Seiten nur so an mir vorbeigezogen sind.
Es hat mich unglaublich überrascht wie vielschichtig diese Story mit ihren 110 Seiten doch ist.
Zudem lässt uns die Autorin immer abwechselnd zwischen Vergangenheit und Gegenwart wechseln.
Wodurch vieles verständlicher wird und sich die Wahrheit immer mehr herauskristallisiert.
Das ist äußerst beklemmend, weil dem Ganzen eine gewisse Wahnhaftigkeit zugrunde liegt.
Besonders mit Ray hab ich unglaublich mitgefühlt und mitgelitten. Seine Verzweiflung übertrug sich fast auf mich, so zum greifen nah und intensiv.
Ich bin absolut begeistert, was für geniale Twists Jackson liefert. Wodurch sich die Geschehnisse immer wieder wandeln und man schlussendlich gar nicht mehr weiß, wem man überhaupt noch trauen kann.
Das Ende hat mich wirklich sprachlos gemacht, denn damit hab ich nie gerechnet.
Ein kurzer und knackiger Thriller, der vor Augen führt, wo die wahre Abgründigkeit zu finden ist.

Fazit:
Rache oder blutiger Wahn.
Als riesengroßer Fan von Lisa Jackson, kam ich an “Revenge” nicht vorbei.
Was definitiv gut ist, weil mich dieser Short Thriller absolut begeistert und geflasht hat.
Aufgrund der 110 Seiten gelingt ihr eine sehr feine Charakterzeichnung und eine Vielschichtigkeit, die ich so nie erwartet hätte.
Beklemmend und abgründig.
Ein Short Thriller, der nicht nur sehr nervenaufreibend ist, sondern der auch auf der emotionalen Ebene sehr gut ausgearbeitet ist.
Ein Thriller, den man gelesen haben muss.

Veröffentlicht am 21.09.2021

Kurz, knackig, gehaltvoll

Blutkristalle
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Zum 175jährigen Jubiläum hat sich der Knaur Verlag etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Eiskalte Thriller ,namenhafter Autoren, die dich das fürchten lehren. “Blutkristalle ” von Ursula Poznanski ist ...

Zum 175jährigen Jubiläum hat sich der Knaur Verlag etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Eiskalte Thriller ,namenhafter Autoren, die dich das fürchten lehren. “Blutkristalle ” von Ursula Poznanski ist das zweite Buch aus dieser Reihe. Mit 80 Seiten ein recht schlankes Kerlchen und perfekt für den Kaffee zwischendurch.

Der Schreibstil ist recht einfach gehalten. Aber sehr fesselnd, humorvoll und spritzig.
Im Fokus dieses Thrillers steht Wolfram, dessen Perspektive wir auch erfahren.
Wolfram ist eigentlich ein Antagonist, aber irgendwie kann man ihn nicht als das sehen.
Sehr unbeholfen und etwas schräg lebt er in seiner eigenen kleinen Welt ,in der er seinem Glück mit Ella auf die Sprünge helfen will.
Zu Ella konnte ich gar kein Bezug aufbauen, was vielleicht auch an der Kürze des Buches liegt.
Dennoch verstehen die Charaktere zu begeistern, auch wenn sie etwas flach und eindimensional gehalten sind. Bisschen mehr Ecken und Kanten hätten dem Ganzen noch mehr Auftrieb gegeben.

In die Story kam ich sehr gut hinein. Sie liest sich auch in einem Rutsch weg, weil man so viel Spaß hat, Wolfram zu begleiten.
Wenn es nicht so ernst und verstörend wäre, könnte man fast darüber lachen.
Denn Wolfram ist als Stalker unfreiwillig komisch. Zumal die Autorin mit Wortwitz und den Dialogen definitiv für sehr gute Unterhaltung sorgt.
Ich hatte definitiv meinen Spaß und musste viel Schmunzeln.
Dennoch trägt das Ganze noch eine geheimnisvolle Note, denn Wolfram hört eine Stimme in seinem Kopf, was die unterschiedlichsten Assoziationen auslöst.
Aber das, was dem Ganzen tatsächlich zugrunde liegt, hätte ich niemals erwartet, womit die Autorin eine absolut gelungene Überraschung liefert.
Ebenso hat mir das kalte Setting gefallen, es hat einfach wunderbar mit der Geschichte harmoniert.
Die Thematik war mir allerdings nicht Ernst genug, auch wenn genug Dramatik und Tragik entsteht. Da haben mir einfach noch mehr Hintergrundwissen und Details gefehlt.
Dennoch für einen Kurz Thriller absolut gelungen.
Spannung ist nonstop vorhanden und es kommt zu keiner Zeit Langeweile auf.

Fazit:
"Blutkristalle” von Ursula Poznanski ist der zweite Thriller aus der Kurz-Thriller Reihe aus dem Knaur Verlag.
Kurz, knackig, gehaltvoll.
Es ließ mir nicht die Adern im Blut gefrieren, da unser Antagonist einfach viel zu unbeholfen und unfreiwillig komisch erschien.
Geniale Dialoge mit viel Wortwitz haben es definitiv zu einem absoluten Lesevergnügen gemacht.
Dennoch hat mir ein bisschen die Brisanz bei der Thematik gefehlt.
Ein Kurzthriller der recht einfach gehalten ist und zum schmunzeln bringt, mehr aber leider auch nicht.

Veröffentlicht am 21.09.2021

Der Auftakt der King of Scars Dilogie ist unglaublich herzzerreißend und zerstörerisch

King of Scars
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“King of Scars” ist der erste Band der King of Scars Dilogie. Aber bereits der sechste Band aus dem Grishaverse Universum von Leigh Bardugo.
Diesmal besonders interessant, weil man zum einen auf Nikolai ...

“King of Scars” ist der erste Band der King of Scars Dilogie. Aber bereits der sechste Band aus dem Grishaverse Universum von Leigh Bardugo.
Diesmal besonders interessant, weil man zum einen auf Nikolai Landsov aus der Grisha Trilogie trifft und zum anderen auf Nina Zenik, aus der Krähen Dilogie.
Besonders Nina hatte es mir hier besonders angetan. Was mit daran liegt, dass die Krähen Dilogie noch gar nicht so lange zurückliegt.

Ich liebe einfach den Schreibstil der Autorin.
Sie schreibt so fesselnd, gigantisch und so atmosphärisch, das die Welt in tausend Farben explodiert.
Sie schafft nicht nur ein unglaubliches Setting, was ich mehr als alles andere bei ihr liebe.
Sie schafft eine Atmosphäre, die düster, gefährlich und gleichzeitig so herzzerreißend ist.
Und dann sind da die Charaktere, die einfach so vielschichtig dargeboten werden und man selbst die Antagonisten nicht einfach verurteilen kann. Denn immer ist es ein zweischneidiges Schwert und man versteht einfach.
Nina und Nikolai mochte ich besonders gern.
Nina hat mich schon in der Krähen Dilogie so unglaublich begeistert. Und hier zeigt sie einfach, wie gebrochen und verloren sie ist.
Sie hat mich damit mitten ins Herz getroffen, weil ich so tief mit ihr fühlen und leiden konnte. Weil ich sie verstand, weil ich ihren Schmerz und ihre Einsamkeit spürte.
Und daneben haben wir Nikolai.
Nikolai war mir bis dato fremd. Aber er hat sich sofort mit seiner Art in mein Herz geschlichen. Wie auch nicht?
Er bringt so viel Charme, Schmerz und zugleich eine Faszination mit, die mich einfach begeistert hat.
Und daneben hat er so viel Stürme zu umschiffen, Dunkelheit abzuwehren und irgendwann steht die Frage nach dem eigenen Ich im Raum.
Bei beiden wird förmlich das Innerste nach Außen gekehrt und bringt dabei so unglaublich viel hervor, was man niemals erwarten würde.
Daneben lernen wir noch weitere Charaktere kennen, die durch ihre Authentizität punkten, greifbar sind und vor allem durch Ecken und Kanten hervorstechen, dass man sich unglaublich gut in sie hineinversetzen und ihr Handeln sowie ihre Gedankengänge nachvollziehen kann.
Leigh Bardugo zeigt hier ganz klar, dass nichts schwarz oder weiß ist. Das die Schatten dahinter oft viel verhängnisvoller sind, als man je ermessen könnte.

Der Einstieg gelang mir sofort sehr gut.
Im ersten Teil liegt der Fokus stark auf der Vergangenheit und wie man damit umgeht.
Was vor allem im emotionalen Bereich sehr stark herausbricht.
Mir hat das unglaublich gut gefallen. Weil mir Nina und Nikolai dabei unglaublich nahe gegangen sind.
Es war tragend, traumatisch und einfach so herzzerreißend und zerstörerisch.
Mir ist das Herz im Sekundentakt auseinandergebrochen. So tief und intensiv hab ich gefühlt.
Die beiden unterlaufen die unterschiedlichsten Stadien der Entwicklung, was keinesfalls einfach, aber unglaublich wichtig ist, damit sie bereit für den nächsten Akt sind.
Und dieser hat es definitiv in sich.
Die Handlung bewegt sich vorwärts.
Es wird auf eine andere Art und Weise spannend als zuvor und mein Herz kam gar nicht mehr zur Ruhe.
Es passiert einiges womit man definitiv niemals rechnen würde. Was zugleich den eigenen Fokus auf das ganze intensiviert.
Man muss umdenken, weil sich die Blickwinkel immer mehr verschieben.
Fakt ist. Leigh Bardugo hat hier einen gigantischen Dilogie Auftakt erschaffen, der mich fast noch mehr begeistert und bewegt hat, als die Krähen Dilogie.
Diesmal gibt es keinen allzu großen Cliffhanger. Dennoch werde ich sofort weiterlesen, weil ich wissen muss, wie es weitergeht.

Fazit:
Im Grishaverse Universum geht es mit “King of Scars” von Leigh Bardugo in die sechste Runde.
Ich liebe diese Welt, das Setting und die unglaubliche Atmosphäre.
So gigantisch, vielfältig und faszinierend.
Der Auftakt der King of Scars Dilogie ist unglaublich herzzerreißend und zerstörerisch.
Weil er von so viel Tragik, Schmerz und Verlorenheit durchzogen ist und mich damit fast zum weinen gebracht hat.
Nervenaufreibend, gefährlich und so vielseitig.
Ich bin absolut begeistert, es gefällt mir sogar noch besser als die Krähen Dilogie.
Kein allzu großer Cliffhanger, dennoch werde ich direkt weiterlesen, weil ich wissen muss, wie es weitergeht.
Grisha Fans werden es lieben.