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Veröffentlicht am 05.10.2020

Winterlicher Wohlfühlroman :-)

Alaska Love - Weihnachten in Wild River
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Erika ist erfolgreiche Chirurgin und ein richtiger Workaholic – Entspannung und Freizeit sind daher Fremdwörter für sie. Doch als sie zwangsweise in der Vorweihnachtszeit in den Urlaub geschickt wird, ...

Erika ist erfolgreiche Chirurgin und ein richtiger Workaholic – Entspannung und Freizeit sind daher Fremdwörter für sie. Doch als sie zwangsweise in der Vorweihnachtszeit in den Urlaub geschickt wird, beschließt sie, diesen in ihren Heimatort Wild River zu verbringen. Bei ihrer ehemals besten Freundin Cassie, die in dem kleinen Städtchen ein Outdoor-Unternehmen führt, will sie die Tage mit Skifahren und Schneetouren verbringen. Dabei hat sie jedoch nicht mit Cassies attraktiven Bruder Reed gerechnet, der Teil des Search and Rescue Teams ist und in der örtlichen Bar arbeitet. Schon bald findet Erika sich nicht nur bei den Rettungseinsätzen des Search and Rescue Teams wieder, sondern auch in Reeds Armen.

Aufgrund der Inhaltsangabe und meiner großen Vorliebe für die Weihnachtszeit fühlte ich mich von diesem Buch sofort angesprochen. Besonders gefallen hat mir die Kleinstadtatmosphäre und das winterliche Setting in Wild River. Man fühlt sich im kleinen Ort sofort heimisch und willkommen. Für mich hätte die ganze Geschichte aber aufgrund des Titels noch etwas weihnachtlicher sein können. Sehr interessant und aufregend fand ich die Erzählungen rund um das Search and Rescue Team, bei deren Einsätzen ich regelrecht mitgefiebert habe, ob alles gut verläuft. Auch gegen Ende hin wurde es nochmal richtig spannend diesbezüglich und ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil war dabei durchgehend sehr angenehm zum Lesen und macht auch Lust auf einen weiteren Band, da auch die Nebencharaktere des Buches sehr interessant waren.

Erika kommt am Anfang der Geschichte aus meiner Sicht nicht gut weg, sie wirkt überheblich und arrogant – selbst ihrer besten Freundin Cassie gegenüber. Im Laufe der Geschichte merkt man jedoch, dass dies nur ihre äußere Fassade ist und Erika aufgrund des Todes ihrer Mutter und ihrem distanzierten Vater sehr unsicher im Umgang mit engeren Beziehungen zu anderen Menschen ist. Reed hingegen war mir von Anfang an sympathisch. Er ist naturverbunden, bodenständig und sprüht geradezu vor Charme. Die romantische Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich aus meiner Sicht ziemlich schnell, andererseits kennen sich beide ja bereits seit sie Kinder sind, weswegen die rasche Verliebtheit nachvollziehbarer ist. Vor allem zu Beginn sprühen die Dialoge der beiden vor Humor und die gegenseitigen Neckereien haben mich mehr als einmal zum Lachen gebracht.

Alles in allem hat mir die Geschichte sehr gut gefallen und ist perfekt für einen kalten Herbst- oder Wintertag, um es sich gemütlich zu machen – am besten mit einer Tasse Tee und Keksen auf der Couch liegend. Durch das Setting fühlt man sich richtig wohl beim Lesen und dank der Einsätze des Search and Rescue Teams kam auch die Spannung nicht zu kurz. Lediglich die für meinen Geschmack etwas zu häufig vorkommenden Liebesbekundungen zwischen Reed und Erika und die „fehlende“ Weihnachtsstimmung, die der Titel eigentlich suggerieren würde, führen zu einem Punkt Abzug. Es gibt daher 4/5 Sterne für diesen winterlichen Liebesroman!

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 17.08.2020

Ein toller Mutter-Tochter-Reisebericht!

Let's go Himalaya!
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Katja hat als Ärztin immer viel zu tun und die Familie und ihren Beruf unter einem Hut zu bringen, fällt da nicht immer leicht. Daher beschließt sie eine Auszeit aus ihrem Alltag zu nehmen und startet ...

Katja hat als Ärztin immer viel zu tun und die Familie und ihren Beruf unter einem Hut zu bringen, fällt da nicht immer leicht. Daher beschließt sie eine Auszeit aus ihrem Alltag zu nehmen und startet eine dreiwöchige Reise mit ihrer elfjährigen Tochter Julia, welche sie nach Tibet in den Himalaya führt. Katja hofft dabei einen kraftspendenden Sehnsuchtsort, ihr Shangri-La, im Himalaya zu finden, um gestärkt und voller neuer Erfahrungen in den Alltag zurückkehren zu können.

Das Buch beschreibt sehr bildlich und authentisch die Reise der beiden, welche in der Stadt Lhasa beginnt und sie dann weiterführt zu einer Trekkingtour zum Basislager des Himalaya. Dabei besuchen sie nicht nur Tempelanlagen, sondern auch Krankenhäuser und Schulen, um sich ein umfassendes Bild des Landes machen zu können. Begleitet werden sie stets von ihrem persönlichen Reiseführer und eigenem Fahrer.

Aufgrund des Inhalts und des Covers hat mich das Buch sofort angesprochen, da ich im Allgemeinen sehr gerne Reiseberichte lese und in fremde Kulturen eintauche. Der Schreibstil des Buches war sehr angenehm zu lesen und besonderns gefallen hat mir, dass man unglaublich viel Wissen über die Kultur, Politik und Religion Tibets erfährt, ohne dass sich das Buch dabei wie ein "langweiliges" Sachbuch über Tibet liest.

Neben den vielen Sachinformationen beschreibt Katja aber natürlich auch immer ihre persönlichen Erfahrungen und Eindrücke die sie und ihre Tochter im Laufe der Reise machen. Auch die dargestellten kurzen Tagebucheinträge der Tochter Julia lassen das Buch nochmals sehr authentisch wirken. Durch diese Einträge wird im Laufe des Buchs auch immer wieder ersichtlich, dass Kinder die Welt oft mit ganz anderen Augen wahrnehmen als Erwachsene.

Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen und man bekommt einen guten Einblick in das alltägliche Leben in Tibet. Teilweise regt einen das Buch auch zum Nachdenken an, denn es wird nichts beschönigt und auch die anstrengenden Momente der Reise werden nicht ausgelassen. Das Buch ist daher jedenfalls eine große Empfehlung für alle Leser die gerne in fremde Kulturen eintauchen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.04.2020

Krimi in Frankfurt!

Frankfurt am Mord
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In Frankfurts Rotlichtviertel wird eine Leiche gefunden und das auch noch direkt vor einem Bordell. Doch hängt der Mord wirklich mit dem Rotlichtmilieu zusammen oder steckt jemand anderes dahinter. Diese ...

In Frankfurts Rotlichtviertel wird eine Leiche gefunden und das auch noch direkt vor einem Bordell. Doch hängt der Mord wirklich mit dem Rotlichtmilieu zusammen oder steckt jemand anderes dahinter. Diese Fragen muss die Kommissarin Karola Bartsch klären und ist dabei auch auf die Hilfe ihres Bruders Karsten (auch ein ehemaliger Polizist) angewiesen.
Da ich selbst letzten Herbst in Frankfurt war, war ich sehr gespannt auf das Buch und hoffte auch einige Orte wieder zu erkennen. Die erste Hälfte des Buches hat sich für mich allerdings etwas gezogen und auch mit den Hauptcharakteren konnte ich irgendwie nicht ganz warm werden. Erst die zweite Hälfte fand ich dann spannend und auch die Entwicklung des Mordfalls konnte mich dann doch noch überzeugen. Trotzdem sind mir auch bis ans Ende die Charaktere nicht wirklich ans Herz gewachsen, weil ich mich nicht wiederfinden konnte in ihnen. Einzig die Lotte, ebenfalls eine Ermittlerin, fand ich sehr sympathisch. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass dies bereits der zweite Band ist und die Charaktere ja deswegen schon bekannt sein sollten. Ich habe aber den ersten Fall nicht gelesen.
Insgesamt fand ich das Buch daher ganz okay, aber leider konnte es mich nicht gänzlich überzeugen, deswegen 2.5/5 🌟

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2020

Sommerferien in der Natur!

Irmelina Geisterkind - Das Geheimnis der Dorfeiche
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„Irmelina Geisterkind - Das Geheimnis der Dorfeiche“ ist der erste Band über Irmelina, die als Naturgeist eine alte Eiche beschützen muss.

Alle Naturgeister bekommen zu ihrem zehnten Geburtstag ihr eigenes ...

„Irmelina Geisterkind - Das Geheimnis der Dorfeiche“ ist der erste Band über Irmelina, die als Naturgeist eine alte Eiche beschützen muss.

Alle Naturgeister bekommen zu ihrem zehnten Geburtstag ihr eigenes Geisterreich zugewiesen. Bei Irmelina fällt die Wahl sehr zu ihrem Ärger auf die alte Dorfeiche in Hügelhausen. Weil ihr die Eiche so langweilig erscheint, schleicht sie sich verbotenerweise tagtäglich von ihrem Geisterreich der Eiche weg und erkundigt die Umgebung. Dabei trifft sie auf die neunjährige Juna, für die gerade die Sommerferien begonnen haben und die deswegen ebenso auf Abenteuersuche ist. Obwohl es Naturgeistern eigentlich verboten ist, sich Menschen zu zeigen, freunden sich Juna und Irmelina an, womit das Abenteuer erst beginnt.

Am Cover des Buches sieht man Irmelina in ihrer Eiche sitzen und auch im Buch finden sich ein paar schwarz-weiß Illustrationen der Natur und der Hauptfiguren der Geschichte. Das Buch wird für Kinder ab 8 Jahren empfohlen, was meines Erachtens aufgrund des gut lesbaren Schreibstils und der wenigen Bilder angemessen ist. Ich denke auch, dass sich viele junge Leser in die Hauptfiguren gut hineinversetzen können, da diese mit den Verboten bzw Entscheidungen ihrer Eltern zu kämpfen haben und ihnen aufgrund dieser oft langweilig ist.

Das Buch ist im großen und ganzen zwar unaufgeregt und erst am Ende kommt etwas Spannung rein, Spaß hatte ich beim Lesen aber trotzdem. Beim Lesen ist bei mir ein richtiges Sommergefühl aufgekommen, ich konnte die Sonne auf der Haut förmlich spüren. Vor allem hat mir aber die Verbundenheit zur Natur gefallen - das Buch vermittelt eine starke Wertschätzung gegenüber der Natur und die Haltung, dass man diese auch schützen muss (selbst wenn es auf den ersten Blick nur eine langweilige Eiche ist). Auch die Illustrationen zu den Baumarten am Ende und die Basteltipps haben mir sehr gut gefallen.

Ich bin gespannt, ob es noch weiter Bücher von Irmelina und Juna gibt, da ich mehr sehr gut weitere Abenteuer der beiden vorstellen kann und diese Geschichte für weitere Bände ein gelungener Auftakt war!

  • Spaß
Veröffentlicht am 27.03.2020

Tolles Abenteuer mit Max und Mux!

Max und Mux und der Riesenwunschpilz
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Max und Mux sind die allerbesten Freunde und Nachbarn noch dazu, denn sie leben beide am Rande des Fabelwaldes in Baumhäusern. Eines Tages findet Max ein riesiges Pilzbuch, welches er gemeinsam mit Mux ...

Max und Mux sind die allerbesten Freunde und Nachbarn noch dazu, denn sie leben beide am Rande des Fabelwaldes in Baumhäusern. Eines Tages findet Max ein riesiges Pilzbuch, welches er gemeinsam mit Mux durchblättert. Als sie im Buch auf den Riesenwunschpilz stoßen, ist ihnen sofort klar, dass sie diesen finden müssen. Daher packen sie ihre Sachen und ziehen los in ihr großes Abenteuer.

Besonders toll an diesem Buch sind meiner Meinung nach die Illustrationen. Diese sind sehr farbenfroh gestaltet und man kann sich gar nicht satt sehen, da es so viele kleine Details zu entdecken gibt. Ich denke, man wird auch beim zehnten Mal (Vor)Lesen noch neue Details im Buch entdecken können. Vor allem auch die zwei Hauptakteure Max und Mux sind sehr süß dargestellt und man kann sie auf den Bildern gut auseinander halten.

Der Inhalt und die Sprache des Buchs sind sehr klar und gut verständlich. Selbst die Schrift passt gut zu den Illustrationen. Für Kinder ist die Geschichte sehr spannend und für manche vielleicht auch etwas gruselig aufgrund der Riesen, vor denen sich auch Max und Mux fürchten. Die Riesen werden aber als friedlich dargestellt und stellen keine Gefahr für Max und Mux dar. Sie sind auch nicht furchteinflößend gezeichnet. Für kleinere Kinder könnte das Buch eventuell etwas zu lange sein, um es in einem Rutsch durchzulesen. Die Geschichte ist aber in Kapitel eingeteilt, weswegen man sie auch gut aufteilen kann. Besonders gut gefällt mir auch die Karte am Anfang und am Ende des Buchs, da man sich die Reisestrecke von Max und Mux so noch besser vorstellen kann.

Das Buch hat mir in jedenfalls sehr gut gefallen und bekommt vor allem wegen der tollen Illustrationen 4,5 Sterne. Ich werde auch sicher die nächste Geschichte, die am Ende des Buchs ja angedeutet wird, kaufen und gemeinsam mit meinem Neffen lesen.

  • Spaß