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Veröffentlicht am 10.05.2021

Herz oder Kopf?

Die Rebellinnen von Oxford - Verwegen
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„Rebellinnen von Oxford - Verwegen“ ist der erste Band der Rebellinnen von Oxford-Reihe von Evie Dunmore, der von der Protagonistin Annabelle handelt. Annabelle kann als eine der ersten Frauen überhaupt ...

„Rebellinnen von Oxford - Verwegen“ ist der erste Band der Rebellinnen von Oxford-Reihe von Evie Dunmore, der von der Protagonistin Annabelle handelt. Annabelle kann als eine der ersten Frauen überhaupt an der Universität in Oxford studieren, wodurch ihr größter Traum endlich wahr wird. Da sie sich das Studium aber nicht leisten kann, ist sie auf ein Stipendium der Organisation der Frauenbewegung angewiesen, welche sie in Folge auch unterstützen soll. Um die Rechte der Frauen zu stärken, soll sie den politisch aktiven Herzog Sebastian Deveroux überzeugen, sich für ihre Sache stark zu machen. Doch je mehr Zeit Annabelle mit Sebastian verbringt, desto stärker wird die Anziehung zwischen den beiden und Annabelle muss sich entscheiden, ob sie für einen Mann all ihre Träume aufgeben würde.

Die Rebellinnen von Oxford ist mein erster Roman der Autorin und hat mich sehr gut unterhalten. Auch das Cover finde ich sehr ansprechend und passt super zur Geschichte. Der Schreibstil der Autorin passt perfekt zum historischen Setting des Romans, ist aber auch nicht zu altertümlich als dass man der Geschichte nur schwer folgend könnte. Der Aufbau der Geschichte ist sehr angenehm und für mich war bis am Ende nicht klar, wie die Probleme zwischen Sebastian und Annabelle gelöst werden können – umso mehr konnte mich das Ende überzeugen.

Besonders hat mir Annabelle gefallen, die vor allem für damalige Zeiten sehr selbstbewusst und willensstark auftritt. Sie geht ganz alleine nach Oxford, um sich ihren Traum vom Studium erfüllen zu können. Mit ihrer Scharfsinnigkeit und Intelligenz fand ich sie wirklich sehr sympathisch und liebenswert. Auch die Freundschaft die zwischen Annabelle und ihren Kolleginnen der Frauenbewegung entsteht, finde ich sehr wichtig für die Entwicklung der Geschichte und zeigt, dass man mit Zusammenhalt viel bewegen kann und man auch schwerere Zeiten mit Hilfe von Freundinnen besser überstehen kann. Sebastian hingegen wirkt zu Beginn etwas schroff und abweisend, konnte sich jedoch im Laufe der Zeit in mein Herz schleichen. Vor allem gefällt mir seine Loyalität, Ernsthaftigkeit und sein respektvoller Umgang mit Annabelle und Frauen im Allgemeinen.

Etwas schade fand ich, dass man nicht sehr viel von Annabelles Studienalltag mitbekommen hat – der Fokus lag eher auf der Frauenbewegung und natürlich auch auf der Beziehung zwischen Annabelle und Sebastian. Ich hätte es jedoch sehr interessant gefunden, wie der Alltag in Oxford für die ersten weiblichen Studentinnen war. Auch die Anziehung zwischen Sebastian und Annabelle hat sich für mich etwas zu schnell entwickelt – das Ende hat hier aber wieder vieles gut gemacht für mich.

Trotz der Kritikpunkte hat mir das Buch aber im Großen und Ganzen gut gefallen und hat sich sehr schnell lesen lassen. Ich kann es an alle LeserInnen weiterempfehlen, die gerne historische Liebesromane verschlingen und sich für Frauenrechte interessieren.

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Veröffentlicht am 15.03.2021

Absolute Leseempfehlung!

Blutroter Schatten
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Im Thriller „Blutroter Schatten“ von Patricia Walter passieren innerhalb weniger Tage mehrere Morde nach dem gleichen Schema. Besonders auffallend dabei ist, dass neben den Leichen jeweils ein Zettel mit ...

Im Thriller „Blutroter Schatten“ von Patricia Walter passieren innerhalb weniger Tage mehrere Morde nach dem gleichen Schema. Besonders auffallend dabei ist, dass neben den Leichen jeweils ein Zettel mit folgenden Inhalt gefunden wird: "Mit den besten Empfehlungen von Thomas Rohde." Thomas Rohde ist ein verurteilter Serienmörder, welcher bereits seit Jahren im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie sitzt. Wie kann es also sein, dass sein Name im Zusammenhang mit der neusten Mordserie steht. Da die Polizei nicht mehr weiterweiß, wendet sie sich an Rohde und hofft, dass ihnen der verurteilte Serienmörder weiterhelfen kann. Dieser willigt ein, der Polizei zu helfen und ihr den Täter zu verraten, aber nur unter der Bedingung, dass er mit seiner Tochter Sam über alles sprechen kann. Sam hat nach der Verurteilung ihres Vaters den Kontakt zu ihm abgebrochen, willigt aber ein, der Polizei zu helfen.

Bereits von den ersten Seiten an gewinnt das Buch derart an Spannung, dass man es kaum mehr aus der Hand legen kann. Ich habe bereits einige Thriller gelesen, aber die Handlung dieses Buches hat sich für mich in keiner Weise vorhersehen lassen, weswegen ich eine absolute Leseempfehlung aussprechen muss. Mit jedem Kapitel und Gespräch zwischen Rohde und seiner Tochter Sam wurde ich nervöser, ob man nun endlich herausfinden würde, wer der Serienmörder ist und man ihn noch rechtzeitig stoppen kann, um weitere Morde zu verhindern.

Auch die Hauptcharaktere und hier vor allem Sam fand ich äußerst sympathisch und konnte ihre Handlungen sehr gut nachvollziehen, auch wenn es unvorstellbar ist, dass der eigene Vater als Serienmörder in der Psychiatrie sitzt. Dass sie der Polizei hilft, obwohl sie sich damit ihrer Vergangenheit stellen muss und auch selbst in Gefahr gerät, finde ich sehr mutig.

Zusammenfassend also eine absolute Leseempfehlung für alle Thriller-Fans mit starken Nerven. Bei diesem Buch lohnt es sich sogar die Danksagung am Ende zu lesen, da diese sehr originell ist

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Veröffentlicht am 14.12.2020

Spannender Thriller mit unerwartetem Ende!

Hexenjäger
4

Als mehrere Morde begangen werden und dabei schnell klar wird, dass der Täter diese nach einer bekannten Bestseller-Trilogie vornimmt, müssen Kommissarin Jessica Niemi und ihr Team auf Hochtouren ermitteln. ...

Als mehrere Morde begangen werden und dabei schnell klar wird, dass der Täter diese nach einer bekannten Bestseller-Trilogie vornimmt, müssen Kommissarin Jessica Niemi und ihr Team auf Hochtouren ermitteln. Die Opfer wurden dabei äußerst brutal ermordet und die Inszenierung der Leichen erinnert an mittelalterliche Foltermethoden. Wie ein Puzzle ordnen sich die Teile nach und nach, doch der Mörder scheint immer einen Schritt voraus zu sein – können weitere Morde verhindert werden?

Bereits das sehr düstere Cover hat mich neugierig auf diesen gruseligen Thriller gemacht. Vor allem die Geschichte rund um Inszenierung der Morde, dass diese den Morden aus einer Besteller-Reihe nachempfunden sind, hat mich von Anfang an gepackt. Gerade zu Beginn gewinnt das Buch daher viel an Spannung, da man unbedingt wissen möchte, ob weitere Morde verhindert werden können oder ob noch weitere grauenvolle Vorfälle geschehen müssen. Man wird angeregt, selbst mit zu rätseln, wie die einzelnen Informationen zusammenhängen und wer der Mörder sein könnte. Eine wirklich greifbare Lösung konnte ich mir jedoch bis zum Ende hin nicht vorstellen und auf die tatsächliche Auflösung des Falls wäre ich im Leben nicht gekommen.

Etwas verwirrend fand ich die Zeitsprünge, die es zum Teil in den Kapiteln gab. Ein Erzählstrang beschäftigt sich mit der Vergangenheit von Kommissarin Jessica Niemi, dies ist jedoch nicht ausdrücklich gekennzeichnet, weswegen ich lange nicht verstand, was diese Geschichte zur Haupterzählung beiträgt. Jessica war mir insgesamt sympathisch, doch muss ich gestehen, dass ich (ohne zu viel verraten zu wollen) ihre Hintergrundgeschichte etwas übertrieben und unrealistisch finde.

Das Ende des Buchs kam überraschend schnell – für meinen Geschmack fast zu schnell. Ich denke, man hätte sich mit der Aufklärung des Falls etwas mehr Zeit und den Leser mehr teilhaben lassen können. Auch die letzten Kapitel kann ich mir nicht ganz zusammenreimen, weswegen mich das Buch etwas verwirrt zurückgelassen hat.

Fazit: Für mich ist das Buch gelungen und spannend, wie es sich für einen Thriller gehört. Doch leider hat es vor allem gegen Ende hin für mich einige Schwächen, die das Lesevergnügen insgesamt etwas trüben. Trotzdem ist der Hexenjäger von Max Seeck eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 05.10.2020

Winterlicher Wohlfühlroman :-)

Alaska Love - Winter in Wild River
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Erika ist erfolgreiche Chirurgin und ein richtiger Workaholic – Entspannung und Freizeit sind daher Fremdwörter für sie. Doch als sie zwangsweise in der Vorweihnachtszeit in den Urlaub geschickt wird, ...

Erika ist erfolgreiche Chirurgin und ein richtiger Workaholic – Entspannung und Freizeit sind daher Fremdwörter für sie. Doch als sie zwangsweise in der Vorweihnachtszeit in den Urlaub geschickt wird, beschließt sie, diesen in ihren Heimatort Wild River zu verbringen. Bei ihrer ehemals besten Freundin Cassie, die in dem kleinen Städtchen ein Outdoor-Unternehmen führt, will sie die Tage mit Skifahren und Schneetouren verbringen. Dabei hat sie jedoch nicht mit Cassies attraktiven Bruder Reed gerechnet, der Teil des Search and Rescue Teams ist und in der örtlichen Bar arbeitet. Schon bald findet Erika sich nicht nur bei den Rettungseinsätzen des Search and Rescue Teams wieder, sondern auch in Reeds Armen.

Aufgrund der Inhaltsangabe und meiner großen Vorliebe für die Weihnachtszeit fühlte ich mich von diesem Buch sofort angesprochen. Besonders gefallen hat mir die Kleinstadtatmosphäre und das winterliche Setting in Wild River. Man fühlt sich im kleinen Ort sofort heimisch und willkommen. Für mich hätte die ganze Geschichte aber aufgrund des Titels noch etwas weihnachtlicher sein können. Sehr interessant und aufregend fand ich die Erzählungen rund um das Search and Rescue Team, bei deren Einsätzen ich regelrecht mitgefiebert habe, ob alles gut verläuft. Auch gegen Ende hin wurde es nochmal richtig spannend diesbezüglich und ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil war dabei durchgehend sehr angenehm zum Lesen und macht auch Lust auf einen weiteren Band, da auch die Nebencharaktere des Buches sehr interessant waren.

Erika kommt am Anfang der Geschichte aus meiner Sicht nicht gut weg, sie wirkt überheblich und arrogant – selbst ihrer besten Freundin Cassie gegenüber. Im Laufe der Geschichte merkt man jedoch, dass dies nur ihre äußere Fassade ist und Erika aufgrund des Todes ihrer Mutter und ihrem distanzierten Vater sehr unsicher im Umgang mit engeren Beziehungen zu anderen Menschen ist. Reed hingegen war mir von Anfang an sympathisch. Er ist naturverbunden, bodenständig und sprüht geradezu vor Charme. Die romantische Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich aus meiner Sicht ziemlich schnell, andererseits kennen sich beide ja bereits seit sie Kinder sind, weswegen die rasche Verliebtheit nachvollziehbarer ist. Vor allem zu Beginn sprühen die Dialoge der beiden vor Humor und die gegenseitigen Neckereien haben mich mehr als einmal zum Lachen gebracht.

Alles in allem hat mir die Geschichte sehr gut gefallen und ist perfekt für einen kalten Herbst- oder Wintertag, um es sich gemütlich zu machen – am besten mit einer Tasse Tee und Keksen auf der Couch liegend. Durch das Setting fühlt man sich richtig wohl beim Lesen und dank der Einsätze des Search and Rescue Teams kam auch die Spannung nicht zu kurz. Lediglich die für meinen Geschmack etwas zu häufig vorkommenden Liebesbekundungen zwischen Reed und Erika und die „fehlende“ Weihnachtsstimmung, die der Titel eigentlich suggerieren würde, führen zu einem Punkt Abzug. Es gibt daher 4/5 Sterne für diesen winterlichen Liebesroman!

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Veröffentlicht am 17.08.2020

Ein toller Mutter-Tochter-Reisebericht!

Let's go Himalaya!
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Katja hat als Ärztin immer viel zu tun und die Familie und ihren Beruf unter einem Hut zu bringen, fällt da nicht immer leicht. Daher beschließt sie eine Auszeit aus ihrem Alltag zu nehmen und startet ...

Katja hat als Ärztin immer viel zu tun und die Familie und ihren Beruf unter einem Hut zu bringen, fällt da nicht immer leicht. Daher beschließt sie eine Auszeit aus ihrem Alltag zu nehmen und startet eine dreiwöchige Reise mit ihrer elfjährigen Tochter Julia, welche sie nach Tibet in den Himalaya führt. Katja hofft dabei einen kraftspendenden Sehnsuchtsort, ihr Shangri-La, im Himalaya zu finden, um gestärkt und voller neuer Erfahrungen in den Alltag zurückkehren zu können.

Das Buch beschreibt sehr bildlich und authentisch die Reise der beiden, welche in der Stadt Lhasa beginnt und sie dann weiterführt zu einer Trekkingtour zum Basislager des Himalaya. Dabei besuchen sie nicht nur Tempelanlagen, sondern auch Krankenhäuser und Schulen, um sich ein umfassendes Bild des Landes machen zu können. Begleitet werden sie stets von ihrem persönlichen Reiseführer und eigenem Fahrer.

Aufgrund des Inhalts und des Covers hat mich das Buch sofort angesprochen, da ich im Allgemeinen sehr gerne Reiseberichte lese und in fremde Kulturen eintauche. Der Schreibstil des Buches war sehr angenehm zu lesen und besonderns gefallen hat mir, dass man unglaublich viel Wissen über die Kultur, Politik und Religion Tibets erfährt, ohne dass sich das Buch dabei wie ein "langweiliges" Sachbuch über Tibet liest.

Neben den vielen Sachinformationen beschreibt Katja aber natürlich auch immer ihre persönlichen Erfahrungen und Eindrücke die sie und ihre Tochter im Laufe der Reise machen. Auch die dargestellten kurzen Tagebucheinträge der Tochter Julia lassen das Buch nochmals sehr authentisch wirken. Durch diese Einträge wird im Laufe des Buchs auch immer wieder ersichtlich, dass Kinder die Welt oft mit ganz anderen Augen wahrnehmen als Erwachsene.

Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen und man bekommt einen guten Einblick in das alltägliche Leben in Tibet. Teilweise regt einen das Buch auch zum Nachdenken an, denn es wird nichts beschönigt und auch die anstrengenden Momente der Reise werden nicht ausgelassen. Das Buch ist daher jedenfalls eine große Empfehlung für alle Leser die gerne in fremde Kulturen eintauchen!

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