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Veröffentlicht am 09.06.2021

Utopisch scheinende Zukunftsvision trifft auf Endzeit-Feeling

New Worlds
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Cover:

Die Farben des Covers sind zart und geben ihm einen magischen Touch, schaffen ein gutes und gemütliches Gefühl bereits beim ersten Ansehen, das perfekt zum Inhalt passt. Die verschiedenen Elemente, ...

Cover:

Die Farben des Covers sind zart und geben ihm einen magischen Touch, schaffen ein gutes und gemütliches Gefühl bereits beim ersten Ansehen, das perfekt zum Inhalt passt. Die verschiedenen Elemente, die zu sehen sind, gefallen mir ebenfalls sehr, allerdings hätte ich mir den Eindruck einer stärkeren Verbindung zueinander gewünscht, denn während der untere Teil des Covers sehr schön anzusehen ist und fließende Übergänge besitzt, so wirken die Vögel und der Luchs doch eher willkürlicher in das Gesamtbild platziert. Außerdem fasst das Cover zwar die filigrane, zarte Seite der neuen Welt auf, ihm fehlt jedoch ein wenig das Robuste der Alten Welt und allgemein wirkt es auf mich für ein jüngeres Leserpublikum ansprechend, als das Buch dann letztlich bedient. Es ist nämlich keinesfalls nur ein einfaches Jugendbuch, wie man vermuten könnte, sondern in meinen Augen für alle Altersgruppen ansprechend.


Meine Meinung:

Als großer Fan von Utopien/Dystopien und Zukunftsromanen, sowie technischen Entwicklungen, stand für mich nach Lesen des Klappentextes schnell fest, dass ich New World entdecken wollte. Ausschlaggebend war dann jedoch dieser Trailer , dessen Musik und Atmosphäre mich so begeistern konnten, dass ich das Kennenlernen der Neuen Welt gar nicht mehr abwarten konnte. Ein riesiges Lob an dieser Stelle! Umso größer war die Freude als das Schätzchen dann endlich bei mir einzog und ich machte mich zugleich ans Lesen.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht, denn der Schreibstil sprach mich sofort an. Die kurze Verwunderung über die ungewöhnliche Formatierung und den Buchsatz verschwanden schnell und ich war bereit, mich auf die Geschichte und Charaktere einzulassen - und sofort wurde ich in eine Welt gesogen, die mich beim Lesen völlig vereinnahmte und faszinierte.

Ich habe mich teils beinahe wie ein Kind im Spielzeugladen gefühlt, während ich durch die Seiten flog und dabei den Beschreibungen der neuen Welt und deren Setting, wie beispielsweise die des Parks recht zu Beginn, folgte. Sie fühlten sich magisch und bezaubernd an und ließen wunderschöne Bilder in meinem Kopf zum Leben erwachen, die mich mit Erstaunen und Freude füllten.

Mehrmals habe ich mich dabei ertappt, wie ich mir sehnsüchtig eine solche Welt gewünscht habe- und dann zugleich auch wieder nicht. Eine Apparatur zur Herstellung von Klamotten und dem Ändern der eigenen Frisur binnen Sekunden ganz nach eigenen Vorstellungen nehme ich aber gerne ;)

Kurze Kapitel, wie sie auch "New Worlds" besitzt, tragen für mich immer zur "Ach, nur noch schnell ein Kapitel"- Mentalität bei und genau dies ist mir auch hier passiert. Ruck zuck flog ich durch die Seiten und wurde Stück für Stück, Seite für Seite, Teil der neuen Welt.

Recht früh kommen hierbei einige Fragen auf, deren Antworten das Buch lange schuldig bleibt. Dies ist besonders gelungen, da ich, obwohl nach Beginn vorerst nicht weiter thematisiert, nicht von ihnen loskam und deshalb stets weiterlesen wollte, um doch noch mehr zu erfahren und einer möglichen Aufklärung näher zu kommen.

Doch nicht nur die neue Welt spielt eine große Rolle. Schon bald kommt es zum Kennenlernen der Alten Welt, wobei hier unsere ursprüngliche Welt im krassen Kontrast zu der der Neuweltler steht und Lika in ihr langsam beginnt, genauer über ihre Welt und das System nachzudenken.

Die alte Welt säht nicht nur Zweifel in der Neuweltlerin, sie zeigt auch auf erschreckende Weise die bisherigen Auswirkungen des menschlichen Handels auf unsere Erde auf - sowie auch zukünftige, die Bewusstsein dafür schaffen, wie weit es niemals kommen sollte, doch auf welchem Weg wir uns leider eben doch gerade befinden. Klimawandel, Umweltkatastrophen, Vermüllung, Artensterben- Gesellschaftskritik an einem verschwenderischen Menschen, der besonders sein Potenzial zu handeln verschwendet und sich somit langsam aber sicher selbst an sein Ende bringt.

Zudem werden auch andere wichtige Thematiken und Werte in dem Roman aufgegriffen und dem Leser auf sanfte, aber dennoch eindringliche Weise näher gebracht, ohne dabei jedoch belehrend zu wirken. Nein, all das Bedeutsame wurde so in die Geschichte verwoben, dass man beim Lesen für sich selbst ganz unbewusst neue Denkanstöße finden kann und wird.

In der alten Welt lernen wir nun einige neue Charaktere kennen, von denen mir manche schnell, andere erst mit der Zeit, ans Herz wuchsen und sehr sympathisch wurden. Der Fokus liegt jedoch stets auf Lika und dem Altweltler Milo, die Nebencharaktere haben zum Großteil nur kurze Auftritte. Dennoch blieben sie nicht zu blass und ich erhoffe mir, den/ eine/n noch einmal im nächsten Band wiederzusehen. Auch die Charakterentwicklungen der Hauptprotagonisten gefielen mir sehr. Näher darauf eingehen, möchte ich aufgrund von Spoilern allerdings nicht.


Kritik zu finden, fällt mir tatsächlich zum ersten Mal seit langem schwer. Für mich war die Geschichte rund und durchweg unterhaltsam, dabei trotz der für das Genre charakteristischen Elemente neu und innovativ. Einziger Aspekt, der mir gar nicht gefiel- der fiese Cliffhanger am Ende, den ich so schnell nicht verzeihen werde! (Nun ja, eben bis bald der nächste Band erscheint...)

Außerdem hatte ich das Gefühl, die Autorin sei stärker in ihren Beschreibungen als mit Dialogen, zumindest was so einige Aussagen Likas im Umgang mit Milo anging, die ich als ein wenig naiv und/oder nicht sehr rund empfand. Diese Stellen waren allerdings nur kurz und abgesehen davon war ich rund um glücklich.


Fazit:

Utopisch scheinende Zukunftsvision trifft auf Endzeit-Feeling in einem genial verwobenen Mix aus Spannung und Gefühlen, Lehren und Mahnungen, Schönheit und Abschreckung.

Ich vergebe 4,5/5 Sterne für einen wirklich sehr gelungenen Debütroman und kann es kaum erwarten, den zweiten und finalen Band der Dilogie in meinem Händen zu halten, um Lika und Co. weiter zu begleiten und noch einmal in die beiden Welten eintauchen zu dürfen. Dies kann ich jedem nur von ganzem Herzen empfehlen, doch Achtung- man kommt nur verwandelt wieder hinaus...

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.04.2021

Gesundheit - um welchen Preis?

Corpus Delicti
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Meine Meinung:

Gesundheit als oberste Priorität des Lebens. Unser aller Ziel ist es doch schließlich möglichst lange zu leben, nicht wahr? Doch wie weit sind wir bereit für diesen Wunsch zu gehen? Welchen ...

Meine Meinung:

Gesundheit als oberste Priorität des Lebens. Unser aller Ziel ist es doch schließlich möglichst lange zu leben, nicht wahr? Doch wie weit sind wir bereit für diesen Wunsch zu gehen? Welchen Preis sind wir bereit für ihn zu zahlen? Eine perfekte Welt ohne Krankheiten, ohne Leid und gesundheitliche Probleme. Ein unfehlbares System, dass genau dies möglich macht.

Eine Frage: Was wäre wenn...?

Corpus Delicti habe ich im Rahmen meines Deutschunterrichts lesen müssen, davor jedoch bereits oft auf Bookstagram davon gehört. Als großer Fan von Dystopien war ich sehr angenehm überrascht als ich das Buch auf der Lektürenliste gesehen und mir den Inhalt dazu durchgelesen habe. Sofort war ich neugierig geworden, schließlich verspricht der Klappentext einige interessante Elemente. Das Stigma "Schullektüren sind schlecht" und die sich gerade auch wieder mit "To kill a Mockingbird" bewahrheiteten Vorurteile blieben dennoch im Hinterkopf bestehen.

Einmal aufgeschlagen und hineingelesen, schoss ich diese Zweifel jedoch sehr schnell in den Wind - sie waren völlig unbegründet gewesen.

Bereits der Schreibstil konnte auf ganzer Linie bei mir punkten. So ist das Buch sehr flüssig und leicht zu lesen, dabei jedoch stellenweise poetisch und gespickt mit einigen wundervollen Zitaten, die ich mir beim Lesen markiert habe und die zum Nachdenken und Verweilen anregen.
Zudem überzeugt Corpus Delicti mit einer ganz besonderen Erzähltechnik. Durchgehend in der Er-/Sie-Form erzählt, ist es die wechselnde Erzählperspektive, die dem Leser zum Roman sowohl Nähe als auch Distanz zugleich verleiht. Die Nähe durch personal erzählte Szenen ermöglicht es hierbei mit Figuren und der Handlung mitzufühlen und sich gegebenenfalls sogar mit ihnen zu identifizieren. Daneben ermöglicht die gewisse Distanz, die auktoriale Passagen erzeugen jedoch zugleich auch ein rationales Auseinandersetzen mit dem Inhalt, bei dem man selbst nachdenken und abwägen kann. Eine geniale Kombination für ein Werk wie dieses, das letztlich ja genau darauf ausgelegt ist- Menschen zum Denken anzuregen und sie mitzunehmen. Unterstützt wird das ganze außerdem durch einen Erzähler, der den Leser an der Hand nimmt und durch das Buch führt, wobei er kommentiert und somit stets präsent ist. Die direkte Leseransprache gefällt mir ja grundsätzlich immer sehr gut, so unterbricht sie die Illusion der Realität gerade weit genug, um uns der Fiktivität der Geschichte bewusst zu bleiben, erlaubt dem Leser jedoch dennoch Parallelen zu sich zu ziehen und weckt ihn hierbei häufig auf, da die Einschübe zu mehr Aufmerksamkeit und einem gewissen „Aufhorchen“ führen - so wie wenn plötzlich beim Tagträumen der Lehrer „Hey hallo, bist du auch noch anwesend?“ , ruft…
Des Weiteren sind auch die geschaffenen Charaktere ziemlich interessant, hierbei stechen besonders eine gute Ausarbeitungen eben dieser, gepaart mit differenzierten Ansichten und Handlungsmotiven, hervor, gerade was unsere Hauptprotagonistin Mia und den Antagonisten Kramer betrifft. So sind die beiden nämlich nicht stereotypisch völlig widersprüchlich, sondern lassen zugleich zarte Bänder erkennen, die sie trotz ihrer polaren Gegensätzlichkeit verbinden.
Nicht nur die widersprüchliche Nähe und Gegensätzlichkeit der Protagonisten, sondern auch der Zwiespalt von Rationalität und Emotionen, den wohl jeder auch aus seinem eigenen Leben im ein oder anderen Moment kennt, wird in diesem Roman thematisiert. Gerade dieser Aspekt macht das Buch für mich zu etwas ganz besonderem, denn der alltägliche Kampf von Kopf gegen Bauchgefühl spielt auch in meinem Leben (wie bereits in meinem Mental Health Beitrag, den ihr hier finden könnt, erwähnt) beständig eine große Rolle. Somit konnte ich mich zumindest ein Stück weit mit Mia und ihrer zunehmenden Zerrissenheit identifizieren, habe jedoch auch einige Komponenten meiner selbst in ihrem Bruder Moritz und seiner Liebe zum Leben, der Poesie und der Freiheit wiederfinden können. Ich spreche oft von mir selbst als ein zweigeteilter Charakter - die beiden Geschwister spiegeln genau diese beiden Seiten, die ich dabei sehe, wieder. Sicherlich bin ich damit nicht die einzige.
Doch nicht nur das eigene Handeln kann während des Lesens hinterfragt und reflektiert werden. Auch die Entwicklungen der Protagonisten sind deutlich erkennbar, der Untertitel, ein Prozess, bezieht sich so sehr raffiniert nämlich nicht nur rein auf die im Klappentext angesprochenen gerichtlichen Begebenheiten, sondern steht vielmehr für Erkenntnisprozesse und Wandlungen der Figuren, die der Leser miterleben und vielleicht auch für und an sich selbst entdecken darf. Näher darauf eingehen möchte ich aufgrund möglicher Spoiler an dieser Stelle nicht.
Trotz meinem Lob fehlt es den Figuren für meinen Geschmack jedoch ein wenig an Tiefe und obwohl ihre grundlegenden Charakterzüge gut zur Geltung kommen, fehlt mir dennoch ein wenig der Feinschliff, der sie zu eigenständigen, einzigartigen Figuren macht und sie nicht nur als simple Mittel zum Zweck der Handlungsübermittlung wirken lässt. Hierbei geht es mir nicht primär um Sympathie, nein, eine gute Lektüre kommt in meinen Augen auch ohne aus, was einige, auf Antagonisten setzende, Romane für mich schon bewiesen haben - dennoch fehlt etwas. So sollen manche der Figuren zwar kühl und eher unnahbar scheinen, aber dennoch kann auch solchen Charakteren normalerweise ein gewisser Hauch von Leben und Eigenständigkeit eingehaucht werden, seien es nur kleine typische Charakteristika oder Macken, die sie besitzen. Betrachten wir so beispielsweise einmal intelligente Antihelden der Literaturgeschichte, wie etwa Thomas Harris' Hannibal Lecter oder Stephen Kings' Annie Wilkes, so wird wohl schnell deutlich, dass gerade unliebsame Figuren oftmals der Geschichte genau das gewisse Etwas geben. Leider gibt es solch eindringliche Charaktere, die lange im Gedächtnis bleiben, bei Corpus Delicti nicht.
Nichtsdestotrotz besitzt der Roman mit seiner einzigartigen Handlung an sich einen interessanten Spannungsbogen, der wenn auch ein wenig flach für meinen Geschmack, dennoch durch einige Wendungen aufrecht erhalten wird.
Auf ganzer Linie überzeugen konnte mich hingegen die Realitätsnähe, die der Roman besitzt, auch wenn gerade diese ein wenig erschreckend ist und ich mir mehr als nur einmal "ach du meine Güte, bloß nicht" dachte. So spielt Corpus Delicti nicht wie manch andere Dystopien sehr weit in der Zukunft, sondern gerade einmal so weit von der Gegenwart entfernt, dass unser jetziges Handeln sich auf spätere Generationen und deren Lebensstil ausgewirkt hat. Sie haben erlebt, gelernt und reagiert. Das Setting bleibt hierbei recht nah bei unserer jetzigen Welt, wodurch es wenig abstrakt wirkt und sich beinahe schon auf unsere heutige Zeit übertragen lässt.
Weitere Vergleiche werden außerdem zwischen Juli Zeh und ihrem Werk, sowie George Orwell gezogen, dessen Roman 1984 wohl eine der bekanntesten, wenn nicht gerade die bekannteste Dystopie aller Zeiten ist. Natürlich lassen sich beim Lesen gewisse Parallelen ziehen, begonnen bei dem System der Methode, dass definitiv ähnlich stark diktatorische Züge aufweist, wie dass des Großen Bruders in 1984 und auch auf totale Überwachung setzt. Ich persönlich rate ja allerdings von solchen Vergleichen meist ab und entferne mich ein wenig von ihnen, letztlich ist ja doch jeder Schriftsteller und jedes Werk auf seine Weise einzigartig und eigenständig, doch zumindest in einem Punkt möchte auch ich die Überschneidungen hervorheben. Corpus Delicti ist eindringlich und bleibt im Gedächtnis. Wie bereits Orwell versteht die Autorin es gut, den Leser zu fesseln und ihm zugleich eine gute Grundlage zum eigenen Nachdenken zu bieten.
Dies ist gerade bei Romanen mit politischen Noten und gesellschaftskritischen Aspekten, Elemente die essentiell für jede Dystopie sind, in meinen Augen sehr wichtig. So können auch an der rein fachlichen Thematik uninteressierte Leser damit erreicht und dafür begeistert werden, da ein Roman es auf ganz besondere Art und Weise schafft, seine Botschaften zu vermitteln und hierbei auf emotionaler Ebene viel eindringlicher ist als jeder Sachtext. Was gibt unserem Leben seinen Sinn? Wo liegen unsere Prioritäten und ist es überhaupt möglich ein Allgemeinwohl zu schaffen, dass jedes Individuum glücklich macht?
Diese und viele weitere philosophische Ansätze beschäftigten mich während des Lesens und ließen mich lange über meine individuellen Antworten, aber auch mögliche allgemeingültige nachdenken. Gibt es überhaupt Normalität? Gibt es Unfehlbarkeit? Perfektion? Fragen über Fragen, die das Leseerlebniss weit über die eigentliche Handlung und dem Erfassen eben dieser hinausgehen lassen und die das Buch zu etwas ganz besonderem machen, das noch lange in seinen Lesern nachhallt. Zumindest wird es das von nun an wohl ein Stück weit in mir.
Für jüngere Leser mag es dadurch auf den ersten Blick vielleicht eher ungeeignet erscheinen, da es möglicherweise schwierig sein könnte die Tiefe und Bedeutungen des Buches bereits in ihrer Gänze zu verstehen, doch das kommt letztlich ganz auf den eigenen Lesetypus an, schließlich habe auch ich wohl eher untypisch für das Alter damals mit 11 Jahren meine Liebe zu Stephen King und Thrillern/Horrorromanen entdeckt. Somit ist es also wohl einzig und alleine von der eigenen Einschätzung bezüglich der Reife beim Lesen bedingt, ob sich die Lektüre eignet oder nicht.


Fazit:

Abschließend kann ich nun also eine recht eindeutige, uneingeschränkte Leseempfehlung aussprechen. Corpus Delicti passt besonders gut in unser jetziges Klima und ist wohl im Anbetracht der Corona Pandemie und aktuell vorherrschenden Zuständen und Regelungen aktueller denn je. Definitiv eine der besten Schullektüren, die ich bisher lesen durfte und die eindeutig nicht nur als solche angesehen werden sollte. Ich vergebe nach kleinen Abzügen 4/5 Sterne und appelliere hierbei besonders an alle Fans von Dystopien dem Buch eine Chance zu geben

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.10.2020

Sehr gelungen

Golden Black
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Cover:

Ich liebe das Cover. Die Farbkombination, die Schriftarten, die Silhouetten mit der Skyline davor... Es ist einfach wunderschön anzusehen.

Einzig und alleine die Beschichtung ist etwas, von dem ...

Cover:

Ich liebe das Cover. Die Farbkombination, die Schriftarten, die Silhouetten mit der Skyline davor... Es ist einfach wunderschön anzusehen.

Einzig und alleine die Beschichtung ist etwas, von dem ich kein großer Fan bin, da man so schnell Fingerabdrücke darauf hinterlässt.


Meine Meinung:

Nach Amerika auswandern- schon seit Jahren ein kleines Träumchen von mir. Umso mehr habe ich mich auf das Buch gefreut und tatsächlich, bereits auf den ersten Seiten kam ich ins Schwärmen und das eigene Fernweh setzte ein. Als wäre das Land an sich noch nicht genug, ging es für die Protagonistin Anna-Marie, auch Annie genannt, zuerst in eine Bar, in der was lief? Genau, Rockmusik. Seufz, genau mein Ding. Die Grundbausteine waren also schon einmal auf den ersten Seiten gelegt, gefielen mir doch immerhin das Setting und die Atmosphäre direkt zu Beginn, sowie der erste kurze Eindruck der Hauptprotagonistin.

Was den Schreibstil betrifft, musste ich mich erst ein wenig einfinden. So sind die Sätze hauptsächlich kurz und präzise formuliert. Anfangs ließ mich dies ein wenig holprig lesen, doch nach den ersten Seiten hatte ich mich dann recht schnell daran gewöhnt und fand es sehr angenehm keine langweilen, ellenlangen Beschreibungen unwichtiger Dinge zu haben (das darf ja bei mir uneingeschränkt nur King) , sondern eine knackige Geschichte, die auf das wesentliche reduziert ist. Nach nur wenigen Kapiteln hatte ich meine Meinung zum Schreibstil vollends geändert und fand ihn genau passend zur Story.

Einmal mehr wurde mir nicht nur in diesem Punkt bewusst, dass Vorurteile nach wenigen Seiten absolut nichts aussagen. So erinnerte Mr.Black mich ja nicht nur vom Namen an Mr. Grey und ich war etwas skeptisch, ob es nicht doch wieder ein Liebesroman von vielen sein würde oder möglicherweise nur ein Abklatsch von Shades of Grey- von denen es ja wahrlich einige gibt- allerdings wurde ich nach dieser anfänglichen Skepsis schnell eines besseren belehrt. Natürlich gab es aufgrund gleicher Grundlagen einige Ähnlichkeiten, doch immer wenn ich dachte "Ha, das wird nun wirklich genau gleich", ging es plötzlich wieder in eine andere Richtung und überraschte mich dadurch Mal für Mal aufs neue.

Die Geschichte traf genau meinen Geschmack, war nicht zu kitschig, aber dennoch romantisch und prickelnd, sowie an einigen Stellen sehr humorvoll. Eine perfekte Mischung!

Besonders die Protagonisten trugen zu meinem Gefallen bei. Sie waren allesamt große klasse.

Besonders Marten und Logan waren mir von Anfang an sympathisch, aber auch Annie wuchs mir sehr schnell ans Herz. Und Mr.Black/Hayden erst... hach, ihr wisst ja mittlerweile, dass ich eine kleine Schwäche für die düsteren männlichen Wesen in Büchern habe und so natürlich auch hier für den unglaublich attraktiven, etwas rauen, aber dennoch sympathischen Hayden.

Die Geschichte wird abwechselt aus Annies und seiner Perspektive erzählt, wobei ich hier besonders letztere wirklich richtig gerne mochte, da ich seine Gedankengänge und Gefühle als besonders interessant empfand.

Was ich außerdem sehr amüsant fand war, dass sich das Buch an der ein oder anderen Stelle selbst nicht ganz ernst nimmt, genau wie die eingestreuten Klischees, die bedient wurde, wenn es um die zickigen Frauen unter den Reichen ging und deren Charaktere dadurch nur noch deutlicher wurden.

So folgte ich der Geschichte also mit großer Freude und wurde immer mehr in deren Sog gezogen, las schließlich nach Seite 100 den Rest an einem Stück, da ich unbedingt wissen wollte, wie es denn nun zwischen ihnen allen weitergehen würde und auch hierbei wieder mehrmals von tollen Szenen überrascht- und dann war es plötzlich auch schon vorbei...

Das Ende traf mich letztlich wie ein Paukenschlag. So hat das Buch zwar regulär 315 Seiten, nach 266 ist allerdings Schluss mit der Story von Band eins und der Rest besteht aus einer kurzen Danksagung und Leseprobe zu Band zwei. Ich habe mich somit nach umblättern der letzten regulären Seite ein wenig ins kalte Wasser geworfen gefühlt, denn ich hatte doch noch so viel mehr Unterhaltung erwartet. Jetzt heißt es aber erst mal warten, arghh... das fällt wirklich schwer, aber ich bin so froh, bald noch mehr in das Leben der Jungs und Annie eintauchen zu dürfen.

Fazit:

Eine unterhaltsame Mischung aus tollen Protagonisten, Humor und Romantik. Was will man mehr?

Ich vergebe 4,5/5 Sterne und freue mich bereits sehr auf den Folgeband- auf den ich ja gar nicht mehr allzu lange zu warten habe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.10.2020

Unterhaltsam mit kleinen Abzügen

Hate Notes
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Cover:

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie mich dieses Cover erfreut. Nicht weil ich es besonders toll finde, sondern weil es ein Buch aus dem Lyx Verlag ist und es- Achtung haltet euch fest- nicht ...

Cover:

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie mich dieses Cover erfreut. Nicht weil ich es besonders toll finde, sondern weil es ein Buch aus dem Lyx Verlag ist und es- Achtung haltet euch fest- nicht pastell mit Sprenkeln, Wolken oder Schnörkeln ist!! Es ist in dunklen Blautönen gehalten und passt damit gut in mein eher dunkler angesiedeltes Regal, nur der Mann auf dem Cover passt nicht ganz zu dem Bild von Reed in meinem Kopf, weshalb ich die ganzen Gesichter von Menschen auf Covern grundsätzlich eher weniger mag.

Meine Meinung:
New Adult ist bei mir ja immer wieder eine so eine Sache- entweder ich bin super happy mit dem Buch oder aber ich finde es ganz ganz schrecklich (Grüße gehen an dieser Stelle an Anna Todd, auch wenn ich dafür jetzt vielleicht wieder von einigen gesteinigt werde). Etwas zwischen drin hatte ich bei diesem Genre tatsächlich noch nie und auch dieses Buch stellte keine Ausnahme dabei dar. Glücklicherweise gehört es zur ersteren Kategorie, wie ich bereits schnell festgestellt habe.
Von Beginn an fand ich die Protagonisten, besonders Charlotte unglaublich sympathisch. Ja, es werden wie so oft einige Klischees bedient, wie beispielsweise Reeds raue Fassade, allerdings nicht dieses typische "super schüchternes Mädchen und absoluter Bad Boy" Klischee, das mich meist so sehr nervt. Im Gegenteil, Charlotte ist sehr offen, witzig, ein wenig verrückt und tollpatschig und genau das liebte ich beim Lesen so sehr. Sie ist quirlig und einfach nur liebenswert, erinnerte mich beim Lesen ein wenig an Lou aus "Ein ganzes halbes Jahr", die ich ja auch absolut vergöttere. Auch Reed wurde mir recht schnell sympathisch, da hier das raue Äußere nur von kurzer Dauer ist und der Leser durch wechselnde Perspektiven stets auch Einblicke in seine Gefühls- und Gedankenwelt bekommt. Ein paar Andeutungen hier und da, die offen bleiben und sich erst im Verlaufe des Lesens klären, machen die Protagonisten noch ein wenig interessanter. Selbst die Nebencharaktere wie z.B Reeds Bruder, Oma und Ex-Verlobte sind so ausgearbeitet, dass sie beinahe genauso greifbar werden, wie die Hauptprotagonisten. Seine Oma fand ich ganz besonders genial und unglaublich sympathisch!
Die Story an sich war unterhaltsam und kurzweilig, schien zu Beginn nichts großartig neues zu werden, jedoch fand ich das nicht weiter schlimm, da es mir primär wirklich um die geschaffenen Charaktere und das Mitfiebern mit eben diesen ging. Allerdings wird man auch hier im Laufe des Buches durch emotionale Twists überrascht, auf die ich wegen Spoilern allerdings nicht weiter eingehen möchte. So viel sei nur gesagt- ich habe nicht damit gerechnet und es konnte mich völlig abholen, hat mir die Geschichte noch näher gebracht und mich mehr mitfühlen lassen. Die "Scheiß-Drauf-Liste" von Charlotte und deren Abarbeitung fand ich außerdem unter anderem in der gesamten Story besonders amüsant. Durchgehend zog sich ein sehr humorvoller Ton durch das Buch, der den Spaß am Lesen stets hoch hielt, getragen von einem locker-leichten Schreibstil.
Ebenfalls toll fand ich den Moment, an dem der Titel verständlich wurde- das freut mich wirklich jedes Mal beim Lesen, genau wie hier auch.
Einziger wirklicher Kritikpunkt betrifft die Erotikszenen, beziehungsweise Reeds sexuelle Gedanken. Grundsätzlich habe ich nichts gegen solche, besonders nicht bei New Adult Büchern, auch wenn ich hier Dark Romance doch ein wenig bevorzuge, aber leider war hier der Schreibstil und die Art wie sich Reed in seinen Gedanken ausdrückte so gar nicht meins. Erotische Stellen, die gut geschrieben sind, gerne, doch Sätze wie beispielsweise "Spring für mich auf und ab Charlotte, ich will sie hüpfen sehen." , entlockten mir dann doch nur ein etwas ungläubigen 'Ernsthaft jetzt?'- Blick, gefolgt von einem Kopfschütteln. Zu viel gab es hiervon allerdings glücklicherweise nicht, davon allerdings ein wenig zu viel Kitsch am Ende für meinen Geschmack.

Fazit:
Eine wirklich schöne New Adult Geschichte mit sehr sympathischen Protagonisten und einem humorvollen Ton. Das Buch bekommt von mir 4/5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die genug von den Standartklischees haben, ein paar kleine jedoch in Kauf nehmen. Kleine Abzüge in der B-Note.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.09.2020

Eine grandiose Sammlunng, wundervoller Geschichten

Absorption
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Cover:
Ich bin eindeutig verliebt in dieses Cover, anders kann man es nicht sagen. Ich liebe die verspielte Schlichtheit und besonders die Schriftart des Titels hat es mir angetan. Ein wahrer Blickfang, ...

Cover:
Ich bin eindeutig verliebt in dieses Cover, anders kann man es nicht sagen. Ich liebe die verspielte Schlichtheit und besonders die Schriftart des Titels hat es mir angetan. Ein wahrer Blickfang, der zum Betrachten und Nachdenken einlädt und meiner Meinung nach auch perfekt zum Inhalt passt.

Meine Meinung:
Wie immer ist es mir auch bei dieser Kurzgeschichtensammlung nicht möglich, alle Geschichten gemeinsam zu bewerten- und das möchte ich auch gar nicht, denn jede von ihnen verdient es von mir erwähnt zu werden und ich mich möchte mit euch teilen, was ich bei jeder einzelnen empfunden habe.
Fangen wir also an, ohne dabei näher auf die Inhalte einzugehen, um nicht zu spoilern, bevor wir uns am Ende der Gänze des Werkes widmen:

1.) Kein. Traum.
Diese Geschichte hat mich zutiefst berührt und am Ende doch sogar ein Tränchen verdrücken lassen. Mit meinem Lieblingslied Iris im Hintergrund gelesen und zuletzt mit kleinem Lächeln und glasigen Augen beendet. Eine Erinnerung an den Wert der Zeit und was wir daraus machen.
Ein grandioser Einstieg, der mir sofort Lust auf mehr bereitete.

2.) Das Königreich
Zuerst war ich mir nicht sicher, wohin diese Geschichte führen würde, doch letztlich wurde die Message deutlich und ging mir persönlich sehr nahe, da es etwas ist, an das ich mich selbst des öfteren erinnern muss. Eine wichtige Message, die sehr interessant und nicht zu offensichtlich/aufdringlich verpackt wurde.

3.) Prosit Neujahr!
Eine nicht unbedingt besondere Geschichte, die aber für mich durch einen auf untypische Art und Weise sehr sympathischen Charakter bestach.

4.) Jenseits der Purpurnacht
Eine geniale Erzählerstimme in dieser Story, die mich mit ihren Randbemerkungen neben der eigentlichen Handlung mehrmals zum Schmunzeln brachte.

5.) Eine Laune der Natur
Coole Charaktere- wie oft erlebt man schon die kultigsten Monster der Gruselgeschichte beim Kartenspielen oder auf Halloween Ausflug, die bis zur letzten Seite sehr locker und unterhaltsam war, mich dann jedoch kurz vor Schluss auch noch in ihrer Message berührte und mich nun gänzlich von sich überzeugen konnte. Anderssein ist cool und du bist nie alleine- hell yeah!

6.) Beste Zeit
Beginnt sehr unterhaltsam mit ultra coolem Protagonisten und endet in einer Auflösung, die mich überraschte, sehr berührte und in ihrer Tragik vielleicht auch ein wenig Hoffnung gibt.

7.) Versteckspiel
Eine sehr süße, für meinen Geschmack nur etwas zu kitschige Geschichte über Seelenverwandtschaft, die mir etwas weniger zugesagt hat, als die vorherigen.

8.) Gesichter in der Menge
Keine richtige Geschichte, sondern ein kurzer Essay zu einem mir extrem wichtigen Thema- Vorurteilen und dem Wert eines jeden Menschen. Ich kann mich jedem Wort nur anschließen.

9.) Man erntet, was man sät
SYMPATHISCH, sympathisch, so verdammt sympathisch und genial finde ich Hank als Protagonisten. Er sagt was er denkt, flucht bis zum Umfallen und teilt genau meine Ansichten. Ein Volltreffer diese kurze politische Geschichte.

10.) Home Invasion
Da musste ich am Ende dann doch mal gut lachen. Super kurz, trotzdem funny, gerade für mich als bekennenden Horrorfilm Junkie.

11.) Zuckerperlen
Dem Titel nach ging ich von einer weiteren Liebesgeschichte aus, wurde jedoch von einer Geschichte zum Thema Glück und Glücklich sein überrascht, die mich sehr nachdenklich stimmte und so viel wahres in sich trägt und vermittelt.

12.) Leere
Keine Kurzgeschichte sondern eine Art kurzer Poetry Slam. Ein recht guter, der zu "Zuckerperlen" passt.

13.) Der Spuk
Die letzte und längste Geschichte der Sammlung- über realen Monster dieser Welt...
Spannend, düster und etwas gruselig, genau wie ich es mag. Stoff aus dem sich auch ein ganzes Buch hätte schreiben lassen, kurz und knackig verpackt. Ein wahrlich gelungener Abschluss!


Der Klappentext hält, was er verspricht. Es handelt sich um eine insgesamt sehr vielfältige Sammlung mit Geschichten zu allen erdenklichen Themen, von denen einige einfach sehr unterhaltsam, andere unglaublich lehrreich und emotional sind. Von Tod, dem Wert der Zeit, den inneren Konflikten, Angst, Liebe, der Psyche - es ist von allem etwas dabei, von allen Aspekten unseres Lebens und allem, dass es lebenswert und uns Menschen menschlich macht.
Es befinden sich kleine, wunderschöne Illustrationen zu Beginn einer jeden Geschichte, die auf eben diese einstimmen und nach dem Ende jeder Kurzgeschichte findet sich darüber hinaus eine kurzes Nachwort des Autors, in dem er erzählt wann und weshalb sie geschrieben wurde, was das ganze in meinen Augen angenehm abrundet, bevor man zur nächsten übergeht. Beides gibt den Geschichten einen gewissen Rahmen, der sie hervorhebt und trägt.
Der Schreibstil trifft außerdem durchweg genau meinen Geschmack, war locker-leicht zu lesen, aber hatte dennoch eine zarte poetische Note. Dies gilt für mich auch für die Protagonisten der einzelnen Geschichten. Oftmals fehlt mir bei Kurzgeschichten zu ihnen der nähere Bezug und ich verliere dadurch schnell mein Interesse, allerdings war das hier ganz und gar nicht der Fall, da Cushing es schafft, jeder Figur eine ganz eigene, besondere Note zu geben und dies auch auf nur wenigen Seiten.
Ich hätte das Buch am liebsten in einem Rutsch nach dem Beginnen am Abend weggelesen, allerdings wollte ich mir die Zeit nehmen, jede der Stories auch wirklich auf mich wirken zu lassen- denn das tun sie. Sie wirken nach, manche vielleicht nur für wenige Momente, doch andere haben sich beim Lesen der Zeilen langsam in meinen Kopf und mein Herz geschlichen, wurden von mir absorbiert und werden wohl noch lange in mir nachwirken.



Fazit:

Ich lege das Buch mit gemischten Gefühlen zur Seite. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Freude darüber, es endlich gelesen zu haben und ein wenig Traurigkeit- da ich es nun bereits gelesen habe. Das gesamte Buch glich für mich einem früheren Besuch auf dem Rummel. Das Essen von süßer Zuckerwatte und das sanfte Schweben auf einem Kettenkarussell, während man sich der eigenen Größe in der Weite der Welt bewusst wird, aber auch die wehenden Haare und himmelhohes Jauchzen auf der Achterbahn, bis hin zum Hinfallen und sich das Knie aufschürfen, aber daraus eine Lehre fürs nächste Mal ziehen. Es war das kleine Lächeln, das bei der Erinnerung an den Tag um die eigenen Mundwinkel zuckt, aber auch die Melancholie über die vergangene Zeit, die so einzigartig und besonders war und niemals mehr genau gleich empfunden werden kann. Es war in die unbekannte Ferne reisen und Zuhause ankommen zugleich. Es hat mich erinnert und belehrt. Genau an die richtigen Dinge. Die wichtigen Dinge. Das Leben und daran, es zu leben. Mit allem was dazugehört.

Wie man vielleicht merkt- ich bin begeistert und ich kann jedem diese tollen Lesestunden, die ich mit Absorption erlebt habe nur ans Herz legen. Ein wahres 5/5 Sterne Buch.
Meine Lieblingsgeschichten waren übrigens "Kein.Traum", "Beste Zeit", " Man erntet, was man sät" und "Der Spuk".
Vielen Dank für die schöne Zeit. Ein perfekter Beweis dafür, dass es keinen Verlag bedarf, um Bücher von inhaltlicher und auch materieller Qualität herauszubringen. Ein Hoch auf Selfpublisher!
Mein erstes, jedoch definitiv nicht letztes Buch des Autors, der übrigens auch super sympathisch ist :)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere