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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.10.2020

Sehr gelungen

Golden Black
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Cover:

Ich liebe das Cover. Die Farbkombination, die Schriftarten, die Silhouetten mit der Skyline davor... Es ist einfach wunderschön anzusehen.

Einzig und alleine die Beschichtung ist etwas, von dem ...

Cover:

Ich liebe das Cover. Die Farbkombination, die Schriftarten, die Silhouetten mit der Skyline davor... Es ist einfach wunderschön anzusehen.

Einzig und alleine die Beschichtung ist etwas, von dem ich kein großer Fan bin, da man so schnell Fingerabdrücke darauf hinterlässt.


Meine Meinung:

Nach Amerika auswandern- schon seit Jahren ein kleines Träumchen von mir. Umso mehr habe ich mich auf das Buch gefreut und tatsächlich, bereits auf den ersten Seiten kam ich ins Schwärmen und das eigene Fernweh setzte ein. Als wäre das Land an sich noch nicht genug, ging es für die Protagonistin Anna-Marie, auch Annie genannt, zuerst in eine Bar, in der was lief? Genau, Rockmusik. Seufz, genau mein Ding. Die Grundbausteine waren also schon einmal auf den ersten Seiten gelegt, gefielen mir doch immerhin das Setting und die Atmosphäre direkt zu Beginn, sowie der erste kurze Eindruck der Hauptprotagonistin.

Was den Schreibstil betrifft, musste ich mich erst ein wenig einfinden. So sind die Sätze hauptsächlich kurz und präzise formuliert. Anfangs ließ mich dies ein wenig holprig lesen, doch nach den ersten Seiten hatte ich mich dann recht schnell daran gewöhnt und fand es sehr angenehm keine langweilen, ellenlangen Beschreibungen unwichtiger Dinge zu haben (das darf ja bei mir uneingeschränkt nur King) , sondern eine knackige Geschichte, die auf das wesentliche reduziert ist. Nach nur wenigen Kapiteln hatte ich meine Meinung zum Schreibstil vollends geändert und fand ihn genau passend zur Story.

Einmal mehr wurde mir nicht nur in diesem Punkt bewusst, dass Vorurteile nach wenigen Seiten absolut nichts aussagen. So erinnerte Mr.Black mich ja nicht nur vom Namen an Mr. Grey und ich war etwas skeptisch, ob es nicht doch wieder ein Liebesroman von vielen sein würde oder möglicherweise nur ein Abklatsch von Shades of Grey- von denen es ja wahrlich einige gibt- allerdings wurde ich nach dieser anfänglichen Skepsis schnell eines besseren belehrt. Natürlich gab es aufgrund gleicher Grundlagen einige Ähnlichkeiten, doch immer wenn ich dachte "Ha, das wird nun wirklich genau gleich", ging es plötzlich wieder in eine andere Richtung und überraschte mich dadurch Mal für Mal aufs neue.

Die Geschichte traf genau meinen Geschmack, war nicht zu kitschig, aber dennoch romantisch und prickelnd, sowie an einigen Stellen sehr humorvoll. Eine perfekte Mischung!

Besonders die Protagonisten trugen zu meinem Gefallen bei. Sie waren allesamt große klasse.

Besonders Marten und Logan waren mir von Anfang an sympathisch, aber auch Annie wuchs mir sehr schnell ans Herz. Und Mr.Black/Hayden erst... hach, ihr wisst ja mittlerweile, dass ich eine kleine Schwäche für die düsteren männlichen Wesen in Büchern habe und so natürlich auch hier für den unglaublich attraktiven, etwas rauen, aber dennoch sympathischen Hayden.

Die Geschichte wird abwechselt aus Annies und seiner Perspektive erzählt, wobei ich hier besonders letztere wirklich richtig gerne mochte, da ich seine Gedankengänge und Gefühle als besonders interessant empfand.

Was ich außerdem sehr amüsant fand war, dass sich das Buch an der ein oder anderen Stelle selbst nicht ganz ernst nimmt, genau wie die eingestreuten Klischees, die bedient wurde, wenn es um die zickigen Frauen unter den Reichen ging und deren Charaktere dadurch nur noch deutlicher wurden.

So folgte ich der Geschichte also mit großer Freude und wurde immer mehr in deren Sog gezogen, las schließlich nach Seite 100 den Rest an einem Stück, da ich unbedingt wissen wollte, wie es denn nun zwischen ihnen allen weitergehen würde und auch hierbei wieder mehrmals von tollen Szenen überrascht- und dann war es plötzlich auch schon vorbei...

Das Ende traf mich letztlich wie ein Paukenschlag. So hat das Buch zwar regulär 315 Seiten, nach 266 ist allerdings Schluss mit der Story von Band eins und der Rest besteht aus einer kurzen Danksagung und Leseprobe zu Band zwei. Ich habe mich somit nach umblättern der letzten regulären Seite ein wenig ins kalte Wasser geworfen gefühlt, denn ich hatte doch noch so viel mehr Unterhaltung erwartet. Jetzt heißt es aber erst mal warten, arghh... das fällt wirklich schwer, aber ich bin so froh, bald noch mehr in das Leben der Jungs und Annie eintauchen zu dürfen.

Fazit:

Eine unterhaltsame Mischung aus tollen Protagonisten, Humor und Romantik. Was will man mehr?

Ich vergebe 4,5/5 Sterne und freue mich bereits sehr auf den Folgeband- auf den ich ja gar nicht mehr allzu lange zu warten habe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.10.2020

Unterhaltsam mit kleinen Abzügen

Hate Notes
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Cover:

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie mich dieses Cover erfreut. Nicht weil ich es besonders toll finde, sondern weil es ein Buch aus dem Lyx Verlag ist und es- Achtung haltet euch fest- nicht ...

Cover:

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie mich dieses Cover erfreut. Nicht weil ich es besonders toll finde, sondern weil es ein Buch aus dem Lyx Verlag ist und es- Achtung haltet euch fest- nicht pastell mit Sprenkeln, Wolken oder Schnörkeln ist!! Es ist in dunklen Blautönen gehalten und passt damit gut in mein eher dunkler angesiedeltes Regal, nur der Mann auf dem Cover passt nicht ganz zu dem Bild von Reed in meinem Kopf, weshalb ich die ganzen Gesichter von Menschen auf Covern grundsätzlich eher weniger mag.

Meine Meinung:
New Adult ist bei mir ja immer wieder eine so eine Sache- entweder ich bin super happy mit dem Buch oder aber ich finde es ganz ganz schrecklich (Grüße gehen an dieser Stelle an Anna Todd, auch wenn ich dafür jetzt vielleicht wieder von einigen gesteinigt werde). Etwas zwischen drin hatte ich bei diesem Genre tatsächlich noch nie und auch dieses Buch stellte keine Ausnahme dabei dar. Glücklicherweise gehört es zur ersteren Kategorie, wie ich bereits schnell festgestellt habe.
Von Beginn an fand ich die Protagonisten, besonders Charlotte unglaublich sympathisch. Ja, es werden wie so oft einige Klischees bedient, wie beispielsweise Reeds raue Fassade, allerdings nicht dieses typische "super schüchternes Mädchen und absoluter Bad Boy" Klischee, das mich meist so sehr nervt. Im Gegenteil, Charlotte ist sehr offen, witzig, ein wenig verrückt und tollpatschig und genau das liebte ich beim Lesen so sehr. Sie ist quirlig und einfach nur liebenswert, erinnerte mich beim Lesen ein wenig an Lou aus "Ein ganzes halbes Jahr", die ich ja auch absolut vergöttere. Auch Reed wurde mir recht schnell sympathisch, da hier das raue Äußere nur von kurzer Dauer ist und der Leser durch wechselnde Perspektiven stets auch Einblicke in seine Gefühls- und Gedankenwelt bekommt. Ein paar Andeutungen hier und da, die offen bleiben und sich erst im Verlaufe des Lesens klären, machen die Protagonisten noch ein wenig interessanter. Selbst die Nebencharaktere wie z.B Reeds Bruder, Oma und Ex-Verlobte sind so ausgearbeitet, dass sie beinahe genauso greifbar werden, wie die Hauptprotagonisten. Seine Oma fand ich ganz besonders genial und unglaublich sympathisch!
Die Story an sich war unterhaltsam und kurzweilig, schien zu Beginn nichts großartig neues zu werden, jedoch fand ich das nicht weiter schlimm, da es mir primär wirklich um die geschaffenen Charaktere und das Mitfiebern mit eben diesen ging. Allerdings wird man auch hier im Laufe des Buches durch emotionale Twists überrascht, auf die ich wegen Spoilern allerdings nicht weiter eingehen möchte. So viel sei nur gesagt- ich habe nicht damit gerechnet und es konnte mich völlig abholen, hat mir die Geschichte noch näher gebracht und mich mehr mitfühlen lassen. Die "Scheiß-Drauf-Liste" von Charlotte und deren Abarbeitung fand ich außerdem unter anderem in der gesamten Story besonders amüsant. Durchgehend zog sich ein sehr humorvoller Ton durch das Buch, der den Spaß am Lesen stets hoch hielt, getragen von einem locker-leichten Schreibstil.
Ebenfalls toll fand ich den Moment, an dem der Titel verständlich wurde- das freut mich wirklich jedes Mal beim Lesen, genau wie hier auch.
Einziger wirklicher Kritikpunkt betrifft die Erotikszenen, beziehungsweise Reeds sexuelle Gedanken. Grundsätzlich habe ich nichts gegen solche, besonders nicht bei New Adult Büchern, auch wenn ich hier Dark Romance doch ein wenig bevorzuge, aber leider war hier der Schreibstil und die Art wie sich Reed in seinen Gedanken ausdrückte so gar nicht meins. Erotische Stellen, die gut geschrieben sind, gerne, doch Sätze wie beispielsweise "Spring für mich auf und ab Charlotte, ich will sie hüpfen sehen." , entlockten mir dann doch nur ein etwas ungläubigen 'Ernsthaft jetzt?'- Blick, gefolgt von einem Kopfschütteln. Zu viel gab es hiervon allerdings glücklicherweise nicht, davon allerdings ein wenig zu viel Kitsch am Ende für meinen Geschmack.

Fazit:
Eine wirklich schöne New Adult Geschichte mit sehr sympathischen Protagonisten und einem humorvollen Ton. Das Buch bekommt von mir 4/5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die genug von den Standartklischees haben, ein paar kleine jedoch in Kauf nehmen. Kleine Abzüge in der B-Note.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.09.2020

Eine grandiose Sammlunng, wundervoller Geschichten

Absorption
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Cover:
Ich bin eindeutig verliebt in dieses Cover, anders kann man es nicht sagen. Ich liebe die verspielte Schlichtheit und besonders die Schriftart des Titels hat es mir angetan. Ein wahrer Blickfang, ...

Cover:
Ich bin eindeutig verliebt in dieses Cover, anders kann man es nicht sagen. Ich liebe die verspielte Schlichtheit und besonders die Schriftart des Titels hat es mir angetan. Ein wahrer Blickfang, der zum Betrachten und Nachdenken einlädt und meiner Meinung nach auch perfekt zum Inhalt passt.

Meine Meinung:
Wie immer ist es mir auch bei dieser Kurzgeschichtensammlung nicht möglich, alle Geschichten gemeinsam zu bewerten- und das möchte ich auch gar nicht, denn jede von ihnen verdient es von mir erwähnt zu werden und ich mich möchte mit euch teilen, was ich bei jeder einzelnen empfunden habe.
Fangen wir also an, ohne dabei näher auf die Inhalte einzugehen, um nicht zu spoilern, bevor wir uns am Ende der Gänze des Werkes widmen:

1.) Kein. Traum.
Diese Geschichte hat mich zutiefst berührt und am Ende doch sogar ein Tränchen verdrücken lassen. Mit meinem Lieblingslied Iris im Hintergrund gelesen und zuletzt mit kleinem Lächeln und glasigen Augen beendet. Eine Erinnerung an den Wert der Zeit und was wir daraus machen.
Ein grandioser Einstieg, der mir sofort Lust auf mehr bereitete.

2.) Das Königreich
Zuerst war ich mir nicht sicher, wohin diese Geschichte führen würde, doch letztlich wurde die Message deutlich und ging mir persönlich sehr nahe, da es etwas ist, an das ich mich selbst des öfteren erinnern muss. Eine wichtige Message, die sehr interessant und nicht zu offensichtlich/aufdringlich verpackt wurde.

3.) Prosit Neujahr!
Eine nicht unbedingt besondere Geschichte, die aber für mich durch einen auf untypische Art und Weise sehr sympathischen Charakter bestach.

4.) Jenseits der Purpurnacht
Eine geniale Erzählerstimme in dieser Story, die mich mit ihren Randbemerkungen neben der eigentlichen Handlung mehrmals zum Schmunzeln brachte.

5.) Eine Laune der Natur
Coole Charaktere- wie oft erlebt man schon die kultigsten Monster der Gruselgeschichte beim Kartenspielen oder auf Halloween Ausflug, die bis zur letzten Seite sehr locker und unterhaltsam war, mich dann jedoch kurz vor Schluss auch noch in ihrer Message berührte und mich nun gänzlich von sich überzeugen konnte. Anderssein ist cool und du bist nie alleine- hell yeah!

6.) Beste Zeit
Beginnt sehr unterhaltsam mit ultra coolem Protagonisten und endet in einer Auflösung, die mich überraschte, sehr berührte und in ihrer Tragik vielleicht auch ein wenig Hoffnung gibt.

7.) Versteckspiel
Eine sehr süße, für meinen Geschmack nur etwas zu kitschige Geschichte über Seelenverwandtschaft, die mir etwas weniger zugesagt hat, als die vorherigen.

8.) Gesichter in der Menge
Keine richtige Geschichte, sondern ein kurzer Essay zu einem mir extrem wichtigen Thema- Vorurteilen und dem Wert eines jeden Menschen. Ich kann mich jedem Wort nur anschließen.

9.) Man erntet, was man sät
SYMPATHISCH, sympathisch, so verdammt sympathisch und genial finde ich Hank als Protagonisten. Er sagt was er denkt, flucht bis zum Umfallen und teilt genau meine Ansichten. Ein Volltreffer diese kurze politische Geschichte.

10.) Home Invasion
Da musste ich am Ende dann doch mal gut lachen. Super kurz, trotzdem funny, gerade für mich als bekennenden Horrorfilm Junkie.

11.) Zuckerperlen
Dem Titel nach ging ich von einer weiteren Liebesgeschichte aus, wurde jedoch von einer Geschichte zum Thema Glück und Glücklich sein überrascht, die mich sehr nachdenklich stimmte und so viel wahres in sich trägt und vermittelt.

12.) Leere
Keine Kurzgeschichte sondern eine Art kurzer Poetry Slam. Ein recht guter, der zu "Zuckerperlen" passt.

13.) Der Spuk
Die letzte und längste Geschichte der Sammlung- über realen Monster dieser Welt...
Spannend, düster und etwas gruselig, genau wie ich es mag. Stoff aus dem sich auch ein ganzes Buch hätte schreiben lassen, kurz und knackig verpackt. Ein wahrlich gelungener Abschluss!


Der Klappentext hält, was er verspricht. Es handelt sich um eine insgesamt sehr vielfältige Sammlung mit Geschichten zu allen erdenklichen Themen, von denen einige einfach sehr unterhaltsam, andere unglaublich lehrreich und emotional sind. Von Tod, dem Wert der Zeit, den inneren Konflikten, Angst, Liebe, der Psyche - es ist von allem etwas dabei, von allen Aspekten unseres Lebens und allem, dass es lebenswert und uns Menschen menschlich macht.
Es befinden sich kleine, wunderschöne Illustrationen zu Beginn einer jeden Geschichte, die auf eben diese einstimmen und nach dem Ende jeder Kurzgeschichte findet sich darüber hinaus eine kurzes Nachwort des Autors, in dem er erzählt wann und weshalb sie geschrieben wurde, was das ganze in meinen Augen angenehm abrundet, bevor man zur nächsten übergeht. Beides gibt den Geschichten einen gewissen Rahmen, der sie hervorhebt und trägt.
Der Schreibstil trifft außerdem durchweg genau meinen Geschmack, war locker-leicht zu lesen, aber hatte dennoch eine zarte poetische Note. Dies gilt für mich auch für die Protagonisten der einzelnen Geschichten. Oftmals fehlt mir bei Kurzgeschichten zu ihnen der nähere Bezug und ich verliere dadurch schnell mein Interesse, allerdings war das hier ganz und gar nicht der Fall, da Cushing es schafft, jeder Figur eine ganz eigene, besondere Note zu geben und dies auch auf nur wenigen Seiten.
Ich hätte das Buch am liebsten in einem Rutsch nach dem Beginnen am Abend weggelesen, allerdings wollte ich mir die Zeit nehmen, jede der Stories auch wirklich auf mich wirken zu lassen- denn das tun sie. Sie wirken nach, manche vielleicht nur für wenige Momente, doch andere haben sich beim Lesen der Zeilen langsam in meinen Kopf und mein Herz geschlichen, wurden von mir absorbiert und werden wohl noch lange in mir nachwirken.



Fazit:

Ich lege das Buch mit gemischten Gefühlen zur Seite. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Freude darüber, es endlich gelesen zu haben und ein wenig Traurigkeit- da ich es nun bereits gelesen habe. Das gesamte Buch glich für mich einem früheren Besuch auf dem Rummel. Das Essen von süßer Zuckerwatte und das sanfte Schweben auf einem Kettenkarussell, während man sich der eigenen Größe in der Weite der Welt bewusst wird, aber auch die wehenden Haare und himmelhohes Jauchzen auf der Achterbahn, bis hin zum Hinfallen und sich das Knie aufschürfen, aber daraus eine Lehre fürs nächste Mal ziehen. Es war das kleine Lächeln, das bei der Erinnerung an den Tag um die eigenen Mundwinkel zuckt, aber auch die Melancholie über die vergangene Zeit, die so einzigartig und besonders war und niemals mehr genau gleich empfunden werden kann. Es war in die unbekannte Ferne reisen und Zuhause ankommen zugleich. Es hat mich erinnert und belehrt. Genau an die richtigen Dinge. Die wichtigen Dinge. Das Leben und daran, es zu leben. Mit allem was dazugehört.

Wie man vielleicht merkt- ich bin begeistert und ich kann jedem diese tollen Lesestunden, die ich mit Absorption erlebt habe nur ans Herz legen. Ein wahres 5/5 Sterne Buch.
Meine Lieblingsgeschichten waren übrigens "Kein.Traum", "Beste Zeit", " Man erntet, was man sät" und "Der Spuk".
Vielen Dank für die schöne Zeit. Ein perfekter Beweis dafür, dass es keinen Verlag bedarf, um Bücher von inhaltlicher und auch materieller Qualität herauszubringen. Ein Hoch auf Selfpublisher!
Mein erstes, jedoch definitiv nicht letztes Buch des Autors, der übrigens auch super sympathisch ist :)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.08.2020

Lebt von seinen Protagonisten...

Jigsaw Man - Im Zeichen des Killers
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Cover:
Ein geniales Cover! Im Grunde sehr schlicht, jedoch gibt der Hintergrund eine faszinierende 3D Illusion ab, die mich wirklich begeistert und meinen Blick des öfteren gefangen hielt.

Meine Meinung:
Zu ...

Cover:
Ein geniales Cover! Im Grunde sehr schlicht, jedoch gibt der Hintergrund eine faszinierende 3D Illusion ab, die mich wirklich begeistert und meinen Blick des öfteren gefangen hielt.

Meine Meinung:
Zu Beginn des Buches war ich erstmal ein wenig überfordert. Ich kam mit den Charakteren schnell durcheinander, da man so viele Namen zugleich kennengelernt hat und hierbei teils Vor-, teils Nachnamen der gleichen Personen bei der Ansprache von unterschiedlichen Personen benutzt wurden. So dauerte es etwas, bis das Lesen ganz flüssig funktionierte, ohne dass ich angestrengt darüber nachdenken müsste, wer genau die Person denn jetzt nochmal war. Nach einigen Kapiteln legte sich dies allerdings.

Sobald ich nun damit zurecht kam, floss die Story endlich und die sehr kurzen Kapitel machten es mir leicht, mich stets noch zu "einem" weiteren Kapitel zu entschließen. Auch der Schreibstil des Buches sagt mir sehr zu, er ist angenehm zu lesen und trifft einen angemessen Ton für die Geschichte.

Ein kleiner positiver Aspekt der mir ebenfalls zu Beginn aufgefallen ist, ist der der leichten Polizeikritik, was dunkelhäutige und deren Behandlung angeht im Bezug auf eines der Opfer und fehlendem Interesse an deren Verschwinden und dem anderer- ein sehr aktuelles Thema, das von hoher Wichtigkeit ist.

Die Charaktere in der Geschichte sind sehr unterschiedlich, wobei in meinen Augen jeder auf seine eigene Art sympathisch ist. Jeder von ihnen trägt ein Päckchen mit sich herum, was die Protagonisten menschlicher macht und sie sich vom Leser leichter ins Herz schließen lassen. Henley war mir hierbei trotz ihrer kühlen Distanziertheit am sympathischsten, doch auch den frischeren Ramatour mochte ich, genau wie auch Stephen.
Henleys Mann hingegen empfand ich als absolut unausstehlich- die Charakterzüge der Figuren waren alle stark ausgeprägt, sodass niemand von ihnen blass und unbedeutend blieb.

Auch die Beziehungen zwischen den Figuren untereinander waren sehr interessant, doch darauf möchte ich nicht näher eingehen, um Spoiler zu vermeiden.

Genau hiervon lebte der Thriller auch. Ja, er war spannend und recht unvorhersehbar, jedoch hätten 100 Seiten weniger für die Story auch locker gereicht. Allerdings lag viel Fokus darauf die Protagonisten kennenzulernen, um sie dem Leser eben so lebhaft erscheinen zu lassen, wie sie es für mich auch taten. Dennoch zog sich das Buch an der einen oder anderen Stelle ein wenig und gerade im letzten Drittel wollte ich dann einfach nur noch wissen, wie sich alles denn nun auflösen würde, um etwas anderes zu lesen. Ingesamt hat mich dieser Thriller jedoch durchaus gut unterhalten, allerdings hatte er nichts neues und es fühlte sich beim Lesen oftmals für mich so an, als würde ich vieles schon von anderen Büchern kennen. Es fehlte an etwas originellem, einzigartigen, das leider auch die Charaktere dem Buch nicht wirklich geben konnten.

Fazit:

Dieses Buch durfte ich im Rahmen einer Leserunde bei der Lesejury lesen und ich bedanke nochmals herzlich für das zur Verfügung stellen, des Rezensionsexemplars. Ein gelungener Debüt-Thriller, der hauptsächlich von seinen Ermittlern lebt, jedoch nichts, dass man nicht so oder so ähnlich bereits einmal gelesen hätte. Das Buch bekommt von mir 3,5/5 Sterne. Ich möchte jedoch mehr von den Protagonisten in ihren Leben erfahren- und freue mich alleine deshalb auf Band zwei.

  • Cover
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Handlung
Veröffentlicht am 03.08.2020

Und man kann nicht wegsehen..

Snuff Killers
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Cover: Ich sage es wieder und wieder, aber ich liebe die Coverauswahl des Festa Verlages einfach. Dieses Cover ist im Grunde sehr schlicht, so zeigt es ja 'nur' ein Auge, allerdings gibt es dem Buch damit ...

Cover: Ich sage es wieder und wieder, aber ich liebe die Coverauswahl des Festa Verlages einfach. Dieses Cover ist im Grunde sehr schlicht, so zeigt es ja 'nur' ein Auge, allerdings gibt es dem Buch damit schon einen gewissen Charakter und passt zu dem düsteren Inhalt. Außerdem finde ich es genial ein offensichtlich gerötetes, strapaziertes Auge in Mitten totenblasser Haut für das Cover eines Buches zu verwenden, in dem es ja quasi genau darum geht: Menschen, die andere Menschen leiden sehen wollen.

Für mich absolut passend.

Meine Meinung:

Wer mich kennt, weiß dass ich mich für alles düstere interessiere und so war mir der Begriff Snuff bereits bevor ich auf das Buch aufmerksam wurde natürlich kein Neuland. Umso interessanter machte es das Buch dadurch allerdings für mich, sobald ich den Titel und den Klappentext las, da ich zwar die groben Züge der Snuff Welt kannte, jedoch gerne mehr darüber erfahren wollte. Natürlich erwartete ich keine Informationen, wie man sie in Sachbüchern finden würde, allerdings versprach ich mir eine sehr spannende und grausame Geschichte, in deren Verlauf man mehr über die gesamte Szene erfahren würde. Was die Spannung und das Eintauchen in das Thema anging, wurde ich keinesfalls enttäuscht.

Obwohl das Buch mit seinen knapp 500 Seiten ja doch eher zu den längeren, der in letzter Zeit von mir gelesenen Lektüren zählt, habe ich es in 2 Tagen durchgelesen- und dies in nur zwei Sitzungen.

Sobald ich das Buch geöffnet habe, hat mich die Geschichte und der Schreibstil sofort gefesselt. So wollte ich stets wissen, was denn nun als nächstes passiert, wie es mit Sache xy weitergeht und was es denn nun mit gewissen Aspekten auf sich hat. Hierbei war der Schreibstil sehr flüssig, die Kapitellänge genau richtig und auch die kleinen humorvollen Momente ab und an genau richtig (auch wenn dieser Humor vermutlich nicht bei jedem als solcher ankommt, da er dann doch eher düster/makaber ist).

Rein darauf bezogen, für mich ein perfektes Buch. Auch die Protagonisten fand ich von Beginn an genial, die guten, sowie die bösen, da sie allesamt stark ausgeprägte Charaktere und somit jeder seine eigene wiedererkennbare Note bei seinen Handlungen und Aussagen hatte. Leider, leider findet sich hier jedoch auch der Aspekt wieder, der mir weniger gefallen hat. Die Charakterentwicklung. Ein so wichtiger Teil einer Geschichte, der mich hier im Bezug auf die weibliche Hauptprotagonistin Lisa sehr enttäuscht hat. Empfand ich sie anfangs noch als interessante und toughe Protagonistin, so ging sie mir irgendwann nur noch auf die Nerven und ich ertappte mich oft beim genervt Schnauben oder Augenrollen. Möglicherweise liegt das an meiner eigenen ,sehr deutlich gegensätzlichen Einstellung zu einem Aspekt der Änderung, den ich aus Spoiler Gründen nicht nennen möchte, aber ich glaube auch abgesehen davon, war es einfach ein wenig too much. Wenigstens die restlichen Protagonisten fand ich durchgehend sympathisch/interessant, wie immer natürlich besonders die bösen...

Ein weiterer kleiner Kritikpunkt für mich ist, dass die Geschichte insgesamt in eine andere Richtung ging, als ich nach dem Klappentext zu urteilen, erwartet hätte. So ist es beispielsweise wirklich kaum detailliert oder brutal geschrieben, denn das meiste wird der eigenen Fantasie überlassen. Nicht schlimm, aber für Fans der Extreme wie mich, ein wenig Schade. Auch 'die grausamen Dinge, die sie tun wird' existierten dann doch nicht wirklich... der Klappentext leitet hier ein wenig fehl, doch versteift man sich nicht auf dessen Versprechungen, ist es immer noch ein sehr gelungenes Buch.

Zuletzt hat mir allerdings der Epilog wirklich sehr missfallen, so schloss er in meinen Augen ein so tolles Buch wie dieses absolut nicht würdig ab, sondern hinterließ einen extrem langweiligen, faden Nachgeschmack.



Fazit: Das Buch war etwas anders als dem Klappentext nach erwartet, jedoch trotzdem alles in allem wirklich gelungen. Nach kleinen Abzügen bekommt es von mir 4/5 Sterne und eine Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere