„Aurora Erleuchtet“ ist definitiv ein komplexer, epischer und der Reihe würdiger Abschluss, der mich beim Lesen eine ganze Palette an Emotionen fühlen lässt. Mit der Handlungsentwicklung und den damit ...
„Aurora Erleuchtet“ ist definitiv ein komplexer, epischer und der Reihe würdiger Abschluss, der mich beim Lesen eine ganze Palette an Emotionen fühlen lässt. Mit der Handlungsentwicklung und den damit einhergehenden Plottwists habe ich gar nicht gerechnet und bin deshalb nur so durch die Seiten geflogen. In diesem Teil haben viele Charaktere ihre eigenen Handlungsstränge, die aber auch zum Aufbau dieses grandiosen Finales essenziell sind. Alle Charaktere des Squad 312 sind mir unglaublich ans Herz gewachsen, und ich werde noch meine Zeit brauchen, um von dieser Geschichte loslassen zu können.
In „Mile High“ trifft der Hockey-Playboy Zanders auf die Flugbegleiterin Stevie, die sich von seiner arroganten Art nicht einschüchtern lässt und zwischen den beiden fliegen nur so die Funken. Doch für ...
In „Mile High“ trifft der Hockey-Playboy Zanders auf die Flugbegleiterin Stevie, die sich von seiner arroganten Art nicht einschüchtern lässt und zwischen den beiden fliegen nur so die Funken. Doch für die Flugbegleiter des Privatjets der Eishockey-Mannschaft gilt die Regel, die Finger von den gutaussehenden Eishockey-Spielern zu lassen, was gar nicht mal so einfach ist😮💨
Zanders und Stevie sind Protagonisten, die von der Autorin sehr detailliert ausgearbeitet wurden, und ich habe die Chemie zwischen den beiden und das Sprühen von Funken während ihrer Wortgefechten sehr geliebt. Womit ich in erster Linie aber nicht in diesem Buch gerechnet habe, aber umso mehr positiv überrascht wurde, ist, dass jeder sein eigenes Päckchen mit sich trägt, was der Geschichte eine emotionale Tiefe verleiht. Stevie hat Tage, an denen sie sich in ihren Kurven sehr wohl fühlt. An anderen Tagen hat sie mit ihrem Wohlbefinden in Ihrem Körper zu kämpfen. Zanders, der nach außen hin den Playboy verkörpert, der nach jedem Eishockeyspiel das Stadium mit einer anderen Frau verlässt, hat an vielen Tagen mit seiner mentalen Gesundheit und Panikattacken zu kämpfen. Was beide Charaktere miteinander verbindet, ist, dass sie nach außen hin sehr stark wirken, aber bei dem jeweils anderen hinter die Fassade blicken können. Die Aufarbeitung der Themen Body Image und Mental Health bei Männern ist äußerst gelungen und hat dem Buch eine unerwartete Tiefe verliehen. Der Schreibstil von Liz Tomforde hat ein lebhaftes Bild der Geschichte erschaffen. An einigen Stellen fand ich die von ihr benutzte Wortwahl so schön, dass ich mir zum ersten Mal in einem meiner Bücher etwas markiert habe. „Mile High“ ist eine Geschichte, die ich gerne weiterempfehle. Meine einzigen kleinen Kritikpunkte sind, dass die Geschichte zum Ende hin teilweise ihre Längen hatte und es für mich persönlich zum Schluss hin zu viel Drama gab.
Mit „Das Ende von gestern ist der Anfang von morgen“ hat Kathinka Engel sprachlich sowie inhaltlich ein grandioses Werk geschaffen und konnte mir als Leser zeigen, dass sie nicht nur pakettsicher im New ...
Mit „Das Ende von gestern ist der Anfang von morgen“ hat Kathinka Engel sprachlich sowie inhaltlich ein grandioses Werk geschaffen und konnte mir als Leser zeigen, dass sie nicht nur pakettsicher im New Adult-Bereich unterwegs ist, sondern auch mit diesem Buch im Adult-Bereich/in der Gegenwartsliteratur eine großgefächerte Zielgruppe ansprechen kann. Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen (1974 und Gegenwart), die sich über den Handlungsverlauf aufeinander zubewegen und einem als Leser das Gesamtbild offenbaren, inwiefern die beiden Zeitebenen Berührungspunkte haben. Was beide Zeitebenen schon mal gemeinsam haben, sind selbstbestimmte Frauen, die sich gegen die Normen der Gesellschaft und dem erwarteten Bild von Frauen wehren sowie lernen, eine Beziehung auf Augenhöhe zu führen und aufrichtige Liebe zu erfahren. Kathinka Engel ist gelungen, beide Zeitebenen authentisch und realitätsgetreu zu kreieren. Die Charaktere sind auf den jeweiligen Zeitgeist perfekt zugeschnitten, das Bild der Gesellschaft ist gut getroffen und sprachlich sind individuelle Anpassungen auf die jeweiligen Zeitebenen vorgenommen worden. Das Buch regt vielerlei Emotionen des Lesers an. Besonders auf der emotionalen Ebene kann die Tragik der Geschichte einen zum Weinen bringen. „Das Ende von Gestern ist der Anfang von Morgen“ ist definitiv ein Buch außerhalb meiner Comfortzone gewesen, welches ich nicht missen möchte, gelesen zu haben, denn ich habe inhaltlich viele spannende Einblicke in politische Themen, die Rolle der Frau und in die frühe Punkszene erhalten, worüber ich so in der Kombination noch nie was gelesen habe.
Objektiv betrachtet ist das Buch inhaltlich und sprachlich gesehen definitiv ein Meisterwerk, das es sich lohnt zu lesen. Besonders Fans von Taylor Jenkins Reid können großen Gefallen an der Geschichte finden, und ich kann gutem Gewissens eine Leseempfehlung aussprechen. Für mich persönlich hat es aber leider nicht für die vollen 5 Sterne gereicht, weil ich durch den Wechsel der Zeitebenen, welcher ca. alle 3-4 Kapitel stattfindet, nie ganz in die Geschichte hereingefunden habe und für mich deshalb bei meiner persönlichen Leseerfahrung die emotionale Verbundenheit an manchen Stellen ausgeblieben ist.
Als Zoey den Tod eines Mitschülers voraussagt, wird ihr Leben völlig auf den Kopf gestellt, denn statt der Gabe des Heilens, die sie von ihrer berühmten Mutter erben sollte, ist sie eine Banshee geworden, ...
Als Zoey den Tod eines Mitschülers voraussagt, wird ihr Leben völlig auf den Kopf gestellt, denn statt der Gabe des Heilens, die sie von ihrer berühmten Mutter erben sollte, ist sie eine Banshee geworden, die Todesmagie besitzt. An der Everfall Academy muss sie nun den Lehrzweig wechseln und ihre Freunde wenden sich auch von ihr ab. Dylan, ein Reaper, der die Fähigkeit hat, anderen die Seele zu entreißen, wird ihr als Mentor zugeteilt und soll ihr helfen, mit ihrer neuen Magie umzugehen. Doch der Tod des Mitschülers erscheint Zoey als sehr mysteriös und sie beginnt zu recherchieren, was es damit auf sich hat.
Band 1 der Everfall Academy lag sehr lange auf meinem SuB, da man auf Bookstagram eher geteilte Meinungen zu dem Buch gehört hat, doch mich konnte das Buch direkt fesseln und in seinen Bann ziehen. Nach einem starken und spannenden Einstieg wird man in die Everfall Academy eingeführt, erfährt mehr über die magischen Fähigkeiten der anderen Mitschüler, die Aufklärung des Mordfalles und die damit einhergehenden Intrigen haben das Spannungslevel konstant hochgehalten. Es erwartet einen, wie man es von Mona Kasten kennt, ein toller und einnehmender Schreibstil. Und da dies mein erstes Fantasybuch von ihr war, konnte sie mich auch hier positiv von ihrem Worldbuilding überraschen und ich hatte wieder einmal ein Buch für mich gefunden, das ich nicht mehr aus der Hand legen wollte. Zoey habe ich als sehr sympathische Protagonistin empfunden, die eine gut nachvollziehbare Charakterentwicklung durchläuft – von dem Beliebtesten Mädchen der Schule zu einer Außenseiterin, die lernt zu reflektieren und hinter die Fassaden zu blicken. Dylan, der als möglicher Loveinterest eingeführt wird, ist zum Teil ein mysteriöser und zwielichtiger Junge, der anfangs Zoey gegenüber eher grumpy war, aber mit der Zeit auftaut. Ich wünsche mir, dass wir in Band 2 noch mehr zu ihm und seiner Hintergrundgeschichte erfahren. Auch wenn die Geschichte in dem Mittelteil seine Längen hatte, denke ich, dass diese gebraucht wurden, um die Handlung adäquat erzählen zu können, und das Ende konnte einen dann wieder einholen. Insgesamt mochte ich „Fallen Princess“ von Mona Kasten sehr gerne, auch wenn es nicht perfekt war, aber dennoch hat es mir eine schöne Lesezeit beschert und ich will wissen, wie es weitergeht.
„Divine Rivals“ von Rebecca Ross handelt von einer Welt, in der ein schrecklicher Krieg zwischen den Göttern herrscht. Iris Winnow versucht, ihre Familie über Wasser zu halten, indem sie einen Job bei ...
„Divine Rivals“ von Rebecca Ross handelt von einer Welt, in der ein schrecklicher Krieg zwischen den Göttern herrscht. Iris Winnow versucht, ihre Familie über Wasser zu halten, indem sie einen Job bei der Zeitung Oath Gazette annimmt. Auf der Arbeit wettstreiten sie und ihr arroganter Kollege Roman Kitt um eine Beförderung zum Kolumnisten, und auch wenn sie Roman nicht ausstehen kann, fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Was Iris aber nicht weiß, ist, dass dieser ihr mysteriöser Brieffreund ist, mit dem sie schon seit längerer Zeit durch eine magische Verbindung ihrer beiden Schreibmaschinen schreibt.
Zunächst einmal finde ich die optische Gestaltung des Covers der deutschen Ausgabe wunderschön, die Farben harmonieren perfekt miteinander und das Buch zählt von der Optik her zu den schönsten Neuerscheinungen in diesem Jahr.
Rebecca Ross schafft es mit ihren Worten, eine magische Welt zu kreieren, die mystisch, träumerisch und von einer melancholischen Traurigkeit geprägt ist. Von der ersten Seite an habe ich leicht in die Welt und in die Handlung hineinfinden können und habe mich beim Lesen schnell darin verloren.
Die Handlung der Geschichte baut sich langsam auf und ist perfekt für alle Slow-Burn-Liebhaber geeignet. Da die Handlung langsam aufgebaut wird, entsteht beim Lesen direkt eine Sogwirkung, da man unbedingt wissen will, was es mit dieser fiktiven Welt auf sich hat, weshalb dort ein Krieg zwischen den Göttern herrscht, und ob Iris noch herausfinden wird, dass Roman ihr geheimer Brieffreund ist. In Band 1 der Dilogie wird man in die Welt hineingeführt, und es werden viele Fragen für den Leser in den Raum geworfen, welche eine Handlungsantreibende Rolle übernehmen. Da viele meinerseits offene Fragen in Band 1 nur grobe Lösungsansätze erhalten haben, erhoffe ich mir sehr, in Band 2 Genaueres dazu zu erfahren.
Die Protagonisten Roman und Iris sind sehr gut ausgearbeitet und sind beiden auf ihre individuelle Art einzigartig und für den Leser sehr gut greifbar. Da die beiden im Fokus der Handlung stehen, gibt es zwar noch ein paar weitere Nebencharaktere, die in Band 1 zwar eingeführt wurden, aber nicht im primären Fokus stehen.
Mein einziger persönlicher Kritikpunkt ist, dass ich mir im Spannungsaufbau des Buches einen Punkt gewünscht hätte, bei dem die Handlung an Dynamik und Spannung zunimmt, da ich normalerweise eher zu actiongeladenen Fantasybüchern greife. Nichtsdestotrotz kann es natürlich auch sein, dass dieser Punkt erst im zweiten Band erreicht wird.
Insgesamt kann ich „Divine Rivals“ allen Fans von Slow-Burn und mystischen (Fantasy-)Welten empfehlen. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und freue mich schon sehr darauf, wenn der zweite Band im Sommer dieses Jahres auf Deutsch erscheint.