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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.07.2017

High und Lo

Wie das Feuer zwischen uns
4 0

Es gibt Bücher, die liebt man von der ersten Seite an – das hier ist eins davon. Bereits im Prolog stiegen mir die Tränen auf, nur um kurz darauf von einem Lachanfall abgelöst zu werden.

Die Handlung ...

Es gibt Bücher, die liebt man von der ersten Seite an – das hier ist eins davon. Bereits im Prolog stiegen mir die Tränen auf, nur um kurz darauf von einem Lachanfall abgelöst zu werden.

Die Handlung wird abwechselnd aus Alyssas und Logans Sicht erzählt und zieht sich insgesamt über fünf Jahre.

Es gab hier so viele zu Herzen gehende Szenen, ich konnte jeden Gedanken, jede Handlung von den beiden nachvollziehen. Sie müssen vieles durchmachen, doch solange sie sich haben, kann sie nichts erschüttern, sie geben sich gegenseitig Halt, verstehen einander auch ohne Worte.

Die Autorin hat einen unglaublich fesselnden und zu Herzen gehenden Schreibstil, ich habe mich mit und für die beiden über ihre enge Freundschaft gefreut, die nichts so leicht erschüttern kann, und hatte Tränen in den Augen, als sie sich ihre Gefühle gestehen.

Ich musste lachen, weinen, schmunzeln, habe die Luft angehalten – kurz, ich ging alle Emotionen durch.

Fazit: "Wie das Feuer zwischen uns" ist eine unglaublich emotionale Liebesgeschichte mit zwei Protagonisten, die einiges durchmachen müssen, um ihr Glück zu finden. Manchmal hatte ich den Eindruck, die Autorin lässt ihre Charaktere gerne leiden, aber trotzdem und gerade deshalb ist mir das Buch unheimlich zu Herzen gegangen.

Ich danke dem Verlag und der Lesejury für die Gelegenheit, das Buch im Rahmen einer Leserunde zu lesen und vergebe gern eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 10.07.2017

Zoe & Jack

Wildblumensommer
3 0

Ich mag die Bücher von Kathryn Taylor sehr gerne und habe mich deshalb sehr gefreut, als ich dieses hier im Rahmen einer Leserunde bei der Lesejury mitlesen durfte.

Den Schreibstil finde ich ganz toll, ...

Ich mag die Bücher von Kathryn Taylor sehr gerne und habe mich deshalb sehr gefreut, als ich dieses hier im Rahmen einer Leserunde bei der Lesejury mitlesen durfte.

Den Schreibstil finde ich ganz toll, die Autorin hat die richtige Waage zwischen direkten Reden und Erzählungen geschafft. Die Beschreibungen von den Orten sind sehr bildhaft und es ist mir wirklich leicht gefallen, mir alles vorzustellen und es hat mich auch wieder in meinem Vorhaben bestärkt, irgendwann mal Urlaub in Cornwall zu machen.

Sehr schön fand ich, dass hier nicht nur aus Zoes Sicht erzählt wird, sondern auch aus der anderer Personen. So lief unter anderem als zweiter Erzählstrang die Geschichte von Zoes Freundin Rose mit, und als Leser wurde man abwechselnd über die gleichzeitige Entwicklung der Charaktere informiert. Diese abwechselnde Erzählsicht hat sehr viel dazu beigetragen, dass ich mich in die einzelnen Personen gut einfühlen konnte.

An Zoe gefällt mir, dass sie vor ihrer OP versuchte, noch alles in Reine zu bringen – ich kann das gut nachvollziehen angesichts des Risikos, das sie mit der OP einging. Und ich fand sie auch sehr mutig, dass sie sich ihrer Vergangenheit stellt, ich mochte ihren Charakter gerne.

Auch Jack mochte ich sehr gerne. An ihm gefiel mir sehr, wie er zu Zoe steht und wie er darum kämpft, dass sie glücklich werden können.

Der Handlungsverlauf war zügig, es gab keine Stellen, an denen sie sich gezogen hätte - im Gegenteil, im letzten Drittel kam die Geschichte nochmal so richtig in Fahrt und endete dann in einem Luftanhalte-Finale, bei dem auch meine Fingernägel ein wenig dran glauben mussten

Fazit: Es war im gesamten ein sehr schönes Buch, emotional, es hat mich mitgenommen, abgeholt und erst wieder losgelassen, als ich fertig war. Es hatte mehr Tiefe, als man anhand des Klappentextes und des Covers vermuten könnte, und ist bisher sicherlich eins meiner Lesehighlights 2017. Ich vergebe gern eine Leseempfehlung.

Ich danke dem Verlag Bastei-Lübbe und der Lesejury für die Möglichkeit, dieses Buch im Rahmen der Leserunde zu lesen.

Veröffentlicht am 17.09.2018

eine schöne Liebesgeschichte

American Royals - Wer wir auch sind
2 0

Bereits die Leseprobe, die den Leser mitten ins Geschehen wirft, konnte mich überzeugen.

Der Schreibstil ist unheimlich flüssig, und durch die Schilderung aus Sicht von Jake und Maddie konnte ich mich ...

Bereits die Leseprobe, die den Leser mitten ins Geschehen wirft, konnte mich überzeugen.

Der Schreibstil ist unheimlich flüssig, und durch die Schilderung aus Sicht von Jake und Maddie konnte ich mich sehr gut in die beiden hineinversetzen.

Die beiden kennen sich von Kindheit an und haben gegenseitige Vorurteile gegeneinander. Mir hat sehr gut gefallen, dass sowohl Maddie als auch Jake diese Vorurteile nicht belassen, sondern bereit sind, aneinander zu arbeiten.

Sowohl Jake als auch Maddie waren mir sehr sympathisch.

Maddie will die Welt verändern, und sie muss erkennen, dass es manchmal besser ist, nicht immer mit dem Kopf durch die Wand zu wollen. Vor allem sie macht einen großen Schritt in Richtung Erwachsensein, was mir sehr gut gefallen hat. Doch auch Jake entwickelt sich sehr weiter, was sich vor allem im letzten Drittel des Buches zeigt.

Sehr gut gefallen hat mir, dass sich die Liebesgeschichte eher langsam entwickelt, obwohl es von Beginn an gewaltig zwischen den beiden knistert; und die Protagonisten sehr authentisch handeln. Man kann sich vorstellen, dass diese in der Realität ebenso reagieren und fühlen, wie es beschrieben wird.

Doch nicht nur die Hauptcharaktere sind gut ausgearbeitet, auch die Nebencharaktere bekommen genug Platz, um sich in die Geschichte einzufügen, manche davon sicherlich auch in Vorbereitung auf den Folgeband, wo es um Jakes Schwester gehen wird.

Die Autorin hat in diesem Buch das Thema von Krieg und Kriegsveteranen und deren Leben "danach" angesprochen, und sie hat es geschafft, den Leser zum Nachdenken zu bringen, und vor allem näherzubringen, dass mit dem Ende eines Krieges mit der Heimkehr des Soldaten nicht alles wieder Friede-Freude-Eierkuchen ist. Mir hat dies sehr gut gefallen, weil es - gerade für einen Liebesroman - mal ein anderer Handlungsansatz ist.

Es gibt romantische und süße Momente, aber auch welche, bei denen mir die Tränen in die Augen stiegen. Die Autorin hat es geschafft, mit Twists im Plot Überraschungen zu schaffen, mit denen man nicht gerechnt hat, was mir sehr gut gefallen hat, weil so die Geschichte nicht ganz vorhersehbar war.

Die erotischen Szenen fand ich gut beschrieben, allerdings hätte es die absolut nicht gebraucht bzw. in geringerer Anzahl, mir persönlich waren sie zu viel.

Warum das Buch, das ich über mehr als die Hälfte gedanklich bereits in die 5 Sterne-Kategorie eingereiht hatte, jedoch einen Stern Abzug bekommt, ist das letzte Drittel. Hier hatte ich das Gefühl, die Autorin wolle schnell zu einem Ende kommen, das für alle passt. Rasend schnell wurden Konflikte gelöst, alles war zu glatt und zu komplikationslos.
Mir hatte an diesem Buch eben so gut gefallen, dass sich alles langsamer entwickelt, und dass man als Leser die Vorkommnisse gut nachvollziehen konnte. Dies wurde leider mit den letzten 100 Seiten zerstört, was ich sehr schade finde.

Fazit: "American Royals - wer wir auch sind" ist der in sich abgeschlossene erste Band einer Dilogie, der mir sehr gut gefallen hat. Ein angenehm flüssiger und fesselnder Schreibstil, eine Handlung, die nicht 08/15 verläuft, und liebenswerte Charaktere haben das Buch zu einem gemacht, das man ungern aus der Hand legt. Lediglich das letzte Drittel war mir zu schnell heruntergehaspelt und zu perfekt gelöst. Trotzdem vergebe ich gern eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 06.11.2017

Lesehighlight

Der letzte erste Kuss
2 0

Dieses Buch hat mir noch besser gefallen als Band 1 - und das war schon ein Lesehighlight für mich. Elle und Luke sind so toll miteinander, beste Freunde, verstehen sich blind, sind immer füreinander da ...

Dieses Buch hat mir noch besser gefallen als Band 1 - und das war schon ein Lesehighlight für mich. Elle und Luke sind so toll miteinander, beste Freunde, verstehen sich blind, sind immer füreinander da und unterstützen sich. Diese enge Freundschaft hat die Autorin wirklich toll vermittelt, man spürte das Band, das die beiden verband, ganz deutlich beim Lesen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Elles und Lukes Sicht erzählt. Man erfährt sehr viel über ihre Gedanken und dadurch über ihre Vergangenheit. Die beiden ärgern sich gegenseitig, spielen sich Streiche, aber trotzdem spürt man immer ihre enge Verbundenheit. Die beiden waren mir unheimlich sympathisch und ich konnte mich sehr gut in die beiden hineinfühlen.

Lukes und Elles Zuneigung ändert sich langsam und von ihnen anfangs unbemerkt, und auch das konnte die Autorin sehr gut vermitteln - die Anziehungskraft, die über Freundschaft hinausgeht, das Knistern und Prickeln zwischen den beiden, und auch die Angst, die beide davor haben, durch ein "Mehr" die Freundschaft zu zerstören.

Obwohl der Schreibstil locker-leicht ist und vor allem die Dialoge zwischen den beiden witzig und schlagfertig sind, wurden in dem Buch auch so einige ernste Themen untergebracht, die es tiefgründiger gemacht haben, als man anhand des Klappentextes glauben könnte. Es gab Szenen, die mich sehr berührt haben, wo ich Taschentücher brauchte, wo ich mich geärgert habe, wo ich gerührt war oder einfach laut herauslachen musste. Garniert wurde dies von ein paar prickelnd-erotischen Szenen, die die Handlung perfekt abgerundet haben.

Fazit: "der letzte erste Kuss" ist für mich eins meiner Lesehighlights 2017. Lebensechte, sympathische Charaktere, spritzig-witzige Dialoge, eine tiefe Freundschaft und so einige emotionale Szenen machen das Lesen zu einer wahren Freude. Ich vergebe eine klare Leseempfehlung.

Ich danke der Lesejury und dem Lyx-Verlag für das Leseexemplar und dass ich an der Leserunde teilnehmen durfte.

Veröffentlicht am 03.12.2018

etwas brutaler, aber lesenswert

King - Er wird dich besitzen
1 0

Mir hatte die Leseprobe bereits recht gut gefallen und sie hatte mich sehr neugierig auf das Buch gemacht.

Auch das Cover finde ich sehr passend zur Handlung ausgewählt.

Die Handlung wird in Ich-Form ...

Mir hatte die Leseprobe bereits recht gut gefallen und sie hatte mich sehr neugierig auf das Buch gemacht.

Auch das Cover finde ich sehr passend zur Handlung ausgewählt.

Die Handlung wird in Ich-Form abwechselnd aus der Sicht von King und Doe erzählt, und die Geschichte startet damit, dass sich Doe, um zu überleben und Essen zu bekommen - mit ihrer Freundin in einem Bikerclub King anbietet, um unter seinen Schutz gestellt zu werden.

Der Schreibstil ist flüssig und ich war binnen kürzester Zeit in der Geschichte gefangen und konnte nicht aufhören zu lesen, da die Autorin es perfekt geschafft hat, den Spannungsbogen konsequent hochzuhalten.

Es ist ein Buch, das zum Teil sehr brutal ist, sowohl in Handlung, als auch Sprache. Das muss man sich vor Augen halten, bevor man dieses Buch liest, wenn man das nicht mag, dann wird man keine Freude damit haben. Wenn man allerdings kein Problem mit diversen Schimpfworten und deftigen Sexszenen hat (die allerdings nicht so oft vorkommen als ich anfangs erwartet hätte), der wird mit einer Geschichte überrascht, die tiefer geht.

Die Charaktere von Doe und King fand ich wirklich gut beschrieben, vor allem bei Doe musste ich oft schmunzeln, denn dass sie nicht wusste, wer sie war, hieß noch lange nicht, dass sie sich alles vorschreiben ließ - sie ist starrsinnig und hitzköpfig, trotzdem mochte ich sie gerne. Auch King, der eigentlich ein weiches Herz hat, sich um "seine" Leute kümmert und sich wünschen würde, dass er ein normales Leben abseits von Bandenkriminalität führen könnte, mochte ich gerne. Es hat wirklich Spaß gemacht, die Entwicklung der Beziehung der beiden zu beobachten, wie sie umeinander herumschleichen. Und auch Prep, den besten Freund von King, den mochte ich gerne, ich konnte ihn so richtig vor mir sehen, den Mann, der als einziger King seine Meinung sagen durfte, ohne Angst zu haben, den Kopf abgerissen zu bekommen.

Trotz der Brutalität mancher Szenen stand für mich doch die Entwicklung der Liebesgeschichte zwischen Doe und King im Vordergrund, die gut herausgearbeitet wurde.

Mein einziger Kritikpunkt betrifft nicht die Handlung an sich, sondern, dass das Buch mit einem Cliffhanger endet - in der englischen Originalversion gibt es vier Bände. Es ist für mich ein absolutes No Go, wenn ein Buchklappentext mit keinem Wort erwähnt, dass es sich um eine Fortsetzungsgeschichte handelt. Es wäre toll, wenn der Verlag in Zukunft das irgendwo dazuschreiben könnte.

Also alles in allem vergebe ich für dieses Buch gerne eine Leseempfehlung, wenn man sich nicht an Geschichten stört, die brutaler sind und eine "Straßensprache" haben.