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Veröffentlicht am 11.07.2021

geht unter die Haut

What if we Trust
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Für mich war dies das erste Buch der Reihe. Das stört jedoch absolut nicht, weil jeder Band andere Hauptdarsteller hat; ich hatte nicht das Gefühl, etwas versäumt zu haben. Die gesamte Handlung wird aus ...

Für mich war dies das erste Buch der Reihe. Das stört jedoch absolut nicht, weil jeder Band andere Hauptdarsteller hat; ich hatte nicht das Gefühl, etwas versäumt zu haben. Die gesamte Handlung wird aus Hopes Sicht erzählt, aufgelockert wird sie durch einzelne Abschnitte aus der Fan-Fiction.

Die Autorin hat Hope und Scott sehr authentisch gestaltet, es gibt keine unnötigen Dramen in der Handlung, sondern immer nachvollziehbare Reaktionen und damit wurden die beiden sehr lebensecht. Ich konnte Hopes Bedenken, das Buch tatsächlich zu veröffentlichen, als sie erkennt, dass sie mit ihrer Geschichte sehr nahe an Scotts tatsächliches Leben kommt, sehr gut nachvollziehen. Gerade sie hat eine tolle Entwicklung durchgemacht. Obwohl sie anfangs, als sie Scott kennenlernt, sehr fangirlmäßig reagiert, so sagt sie ihm, als er - im Gegensatz zum unechten Scott - sehr unfreundlich zu ihr ist, sehr schnell ihre Meinung und lässt sich sein Verhalten nicht gefallen, vor allem sieht sie sehr schnell den Menschen hinter der Maske.

Als man Scott näher kennenlernt, erkennt man sehr rasch, warum er so abwehrend auf Personen reagiert, die erkennen, dass er der Star ist. Auch Scott entwickelt sich im Laufe weiter, er erkennt, dass er Hope vertrauen kann, und vertraut sich ihr immer mehr an.

Ich muss allerdings auch sagen, dass ich eine Zeit gebraucht habe, bis ich tatsächlich im Buch angekommen bin. Ich kann auch gar nicht den Finger drauf legen, warum das so ist. Doch dann haben es Hope und Scott geschafft, sich in mein Herz zu schleichen und haben mich mit einer intensiven und emotionalen Geschichte überrascht; einer Geschichte über Hoffnungen und Träume, über Freundschaft, Vertrauen und natürlich Liebe. Es ist ein Buch, bei dem die Triggerwarnung unbedingt beachtet werden sollte, denn es ist keine einfache Geschichte, sondern eine, die unter die Haut geht und auch, nachdem man lange damit fertig ist, noch im Kopf bleibt und nacharbeitet.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.06.2021

unerwartet anders

Beyond the Sea
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Ich kannte bisher noch kein Buch der Autorin, und der Klappentext hatte mich sehr gespannt auf eine Liebesgeschichte gemacht, allerdings bekommt der Leser viel mehr serviert als "nur" eine Liebesgeschichte.

Die ...

Ich kannte bisher noch kein Buch der Autorin, und der Klappentext hatte mich sehr gespannt auf eine Liebesgeschichte gemacht, allerdings bekommt der Leser viel mehr serviert als "nur" eine Liebesgeschichte.

Die Autorin erzählt die Handlung aus der Sicht von Estella. Sie lebt mit ihrer Stiefmutter in einem alten viktorianischen Haus. Sie wird von ihr schikaniert und muss in einer kleinen Kammer leben, erhält zu wenig zu essen und keine Kleidung. Insofern hat mich die Geschichte gerade anfangs sehr an Cinderella erinnert.

Dann taucht Noah, der Bruder ihrer Stiefmutter, auf, und für Estella ändert sich alles.

Das Setting ist im gesamten sehr düster, mystisch und geheimnisvoll. Womit ich auf keinen Fall gerechnet hatte, waren die übersinnlichen Elemente. Auch Religion spielt eine große Rolle, dieser Touch hat mir sehr gut gefallen, weil es definitiv mal was anderes ist. Auch konnte mich die Autorin durch Twists im Plot immer wieder überraschen.

In Estella, ihre Gedanken und Gefühle, konnte ich mich sehr gut hineinversetzen. Noah hingegen bleibt sehr geheimnisvoll, sehr lange war ich mir bei ihm nicht sicher, ob er tatsächlich so ist, wie er sich Estella gegenüber gibt.

Wenn ich sage, das ist viel mehr als eine Liebesgeschichte, dann liegt das daran, dass Familiengeheimnisse eine große Rolle spielen. Alle Mitglieder der Familie - bis auf Estella - haben ihre Geheimnisse, die sie nur sehr widerwillig preisgeben. So blieb die gesamte Handlung hindurch die Spannung aufrecht - lediglich in der Mitte hat es sich eine Zeitlang gezogen, die Gedanken von Estella drehten sich im Kreis, hier hätte ein wenig Kürzen der Szenen nicht geschadet.

Im Prinzip war das Buch von Beginn an für mich ein fünf-Sterne-Buch. Das es dann doch nicht geworden ist, liegt am letzten Drittel, wo es meiner Ansicht nach unglaubwürdig wurde und übertriebenes und unnötiges Drama eingebaut wurde. Auch fand ich am Ende alles recht rasch abgehandelt, was ich schade fand, weil das ganze Buch hindurch die Protagonisten ihre Zeit erhalten hatten, um sich entfalten zu können.

Fazit: "beyond the sea" ist ein Buch, das ganz anders ist, als ich erwartet hätte. Eine Familiengeschichte voller düsterer Geheimnisse, die die Triggewarnung jedenfalls rechtfertigt, und eine Liebesgeschichte zwischen einem jungen Mädchen und einem geheimnisvollen jungen Mann. Von mir gibt es vier Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.06.2021

berührend

Der Herzschlag deiner Worte
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Ich hatte bereits Bücher der Autorin gelesen, und ich kenne sie als eine, die es schafft, die Gefühle an den Leser heranzutragen und ihre Charaktere unter die Haut kriechen zu lassen. Das war auch hier ...

Ich hatte bereits Bücher der Autorin gelesen, und ich kenne sie als eine, die es schafft, die Gefühle an den Leser heranzutragen und ihre Charaktere unter die Haut kriechen zu lassen. Das war auch hier der Fall - der einfühlsame Schreibstil und lebensnahe Protagonisten haben es mir leicht gemacht, Alex und Maila zu mögen und mich in sie hineinversetzen zu können.

Die Handlung selbst wird aus verschiedenen Sichten beschrieben - der von Alex und Maila, dann aus der Sicht von Alex´ Vater, der alles aus dem Jenseits beobachtet, und schließlich gibt es noch Rückblicke in die Vergangenheit von Jane und Alex´ Eltern. Anfangs fiel es mir nicht so leicht, mich in die Geschichte einzulassen, weil die Erzählperspektiven und auch der Wechsel in den Zeiten verwirrend waren, doch das legte sich mit der Zeit. Was ich gut fand, war die optische Unterscheidung zwischen Gegenwart und Vergangenheit in der Schreibart, so wusste man immer, "wo" man sich gerade befand.

Mir waren Alex und auch Maila sehr sympathisch. Beide hatten schon einiges in ihren jungen Leben durchgemacht. Trotz allem musste ich aber mit Maila noch warm werden, von Beginn an konnte sie mich nicht überzeugen. Sie war mir anfangs noch zu spröde - auch wenn ich ihre Gründe dafür im Laufe der Handlung gut nachvollziehen konnte.

Auch Jane mochte ich sehr - sie ist eine Frau, die trotz ihrer unheilbaren Krankheit eine wahnsinnige Lebensfreude ausstrahlt und es schafft, diese auch an die Personen in ihrer Umgebung zu vermitteln. Vor allem Alex, der um seinen Vater trauert, dem er sehr nahegestanden hatte, profitiert davon.

Etwa in der Hälfte gab es dann zwar einen kleinen Hänger, bei dem es mir schwerfiel, weiterzulesen, aber als das geschafft war, hat die Geschichte dann so richtig angezogen und hat mich bis zum Ende gefesselt.

Es ist mehr als eine Liebesgeschichte - es ist eine Geschichte über das Leben, Verzeihen, Loslassen und auch über eine Freundschaft und tiefe Liebe.

Von mir gibt es vier Sterne und eine Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.05.2021

toller Serienstart

Das Mädchen aus Feuer und Sturm
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ich hatte bisher noch kein Buch der Autorin gelesen, der Klappentext hatte mich allerdings sehr neugierig auf Marikos Geschichte gemacht. Und vorab kann ich gleich sagen, dass ich froh bin, den zweiten ...

ich hatte bisher noch kein Buch der Autorin gelesen, der Klappentext hatte mich allerdings sehr neugierig auf Marikos Geschichte gemacht. Und vorab kann ich gleich sagen, dass ich froh bin, den zweiten und letzten Band dieser Serie bereits auf meinem e-reader zu haben, denn der Cliffhanger ist schon sehr fies

Die Autorin erzählt die Handlung aus verschiedenen Perspektiven, der von Mariko, ihrem Bruder und noch anderen Personen. Der Schreibstil ist sehr bildhaft und ich habe mir anhand der Beschreibungen ein gutes Bild der Örtlichkeiten machen können.

Womit ich allerdings so meine Probleme bis ca. zur Hälfte des Buches hatte, waren die vielen Namen, und kurz hatte ich sogar überlegt, das Buch zur Seite zu legen - dann war ich aber doch zu gespannt, wie es denn Mariko weiter ergeht. Der etwas zähe Beginn hat sich auf jeden Fall ausgezahlt, denn dann ging es so richtig los und wurde so richtig spannend.

Ich mochte Mariko sehr. Denn auch wenn sie sich bewusst ist, dass sie als Frau keine Wahl hat, als die Person zu heiraten, die ihr vorgegeben wird, so ist sie doch eine sehr neugierige junge Frau, die alles wissen und ergründen will, und die auch keine Hemmungen hat, sich selbst als Erfinderin zu betätigen. Mit ihrem Cover als Junge im Banditenlager kann sie das dann auch perfekt ausleben und findet sich schnell in das Leben abseits der hohen Gesellschaft ein. Was mir auch sehr gut gefallen hat, waren die geschilderten Widersprüche zwischen der Gesellschaft, in der sie aufgewachsen ist, und der des einfachen Volkes. Und vor allem mochte ich sehr an ihr, dass sie sich ihre eigene Meinung bildet und sich nicht vorschreiben lässt, wie sie zu denken hat - wobei natürlich gerade diese Denkweise sie auch im Schwierigkeiten bringt.

Auch Magie spielt eine Rolle in der Geschichte, allerdings wird sie nicht näher erklärt, sondern als Tatsache hingestellt - hier hätte ich mir noch gewünscht, dass sie ein wenig ausführlicher erklärt wird.

Sehr gut gefallen haben mir die Banditenfreunde Okami und Ranmaru. Vor allem Okami mochte ich sehr, auch wenn ich anfangs nicht ganz mit seinem Verhalten klargekommen bin. Doch je mehr ich von ihm erfahren habe, umso sympathischer wurde er mir.

Auch die zarte Liebesgeschichte, die sich entwickelt, fand ich überzeugend beschrieben, und sie passt sich perfekt in die Handlung ein, weil sie sie mehr begleitet als überlagert.

Die Charaktere wurden insgesamt gut ausgearbeitet, und wenn man sich über die Vielzahl an vorkommenden Personen mal drübergelesen hat, macht das Buch einfach nur mehr riesigen Spaß und ist spannend zu lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.05.2021

trotz Kritik ein gutes Buch

Dirty Headlines
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Ich hatte bereits Bücher der Autorin gelesen und kannte sie daher als eine, die gut und fesselnd schreiben kann. Nachdem es manchmal recht erfrischend ist, mal ein Buch zu lesen, das nicht gleich eine ...

Ich hatte bereits Bücher der Autorin gelesen und kannte sie daher als eine, die gut und fesselnd schreiben kann. Nachdem es manchmal recht erfrischend ist, mal ein Buch zu lesen, das nicht gleich eine Serie ist, habe ich mich über "Dirty Headlines" gefreut, ein Einzelband, der in sich abgeschlossen ist.

Wir lesen hier von Jude und Celian, aus deren Sicht die Handlung auch abwechselnd erzählt wird. Nach einem schlimmen Tag lässt sie sich - in dem Wissen, dass sie ihn danach nicht wiedersehen wird - auf einen One-Night-Stand ein und verbringt eine fantastische Nacht - und lässt am Morgen seine gut gefüllte Geldbörse mitgehen. Allerdings soll sich dann später herausstellen, dass dieser Mann, der ihr nicht mehr aus dem Kopf geht, ihr neuer Boss ist. Es kommt, wie es kommen muss - aus einer gemeinsamen Nacht wird mehr ...

Soweit also zur Inhaltsangabe. Mir hat der Schreibstil wiederum sehr gut gefallen - die Autorin schreibt so, dass man das Gefühl hat, mittendrin zu sein. Von den Charakteren her muss ich sagen, dass ich mir eher schwer getan habe. Vor allem Celian war mir auf lange Zeit nicht sehr sympathisch, ich fand ihn in einigen Situationen einfach nur unmöglich. Angesichts seiner familiären Verhältnisse und damit seiner Vergangenheit konnte ich sein Verhalten zwar sehr gut nachvollziehen, und im Laufe der Geschichte kamen dann noch so einige Brocken dazu. Trotzdem fand ich seinen Standpunkt, dass es ihm aufgrund seines beruflichen Standes vollkommen egal ist, ob ihn Leute mögen, nicht in Ordnung. Das ändert sich im Laufe des Buches auch nur geringfügig. Gut gefallen hat mir an ihm, dass ihn die Zuneigung zu ihr total unsicher macht, weil er es nicht kennt, geliebt zu werden und vor allem selbst zu lieben. Doch lange Zeit sind seine Gedanken von ihr eher abwertend, auch als er schon ganz anders empfindet, und das wiederum hat es mir schwer gemacht, ihn wirklich zu mögen.

Auch mit Jude bin ich anfangs nicht so ganz klar gekommen. Trotz ihrer Ausbildung kam sie mir gerade zu Beginn ein wenig unbedarft vor, und trotzdem sie Celian Widerworte gibt und sich von ihm nicht unterbuttern lässt (was ich super fand), hatte ich doch den Eindruck, dass sie ihm sexuell hörig ist. Auch bei ihr dauert es lange, bis sie erkennt, dass es sich Celian gegenüber nicht nur um erotische Anziehungskraft, sondern um mehr handelt.

Ca. im letzten Fünftel des Buches kippt die Handlung dann etwas. Als Celian erkennt, dass er in Jude verliebt ist, konnte ich endlich auch erkennen, was er eigentlich an ihr sieht, denn plötzlich werden alle Vorzüge von ihr geschildert, was mir davor gefehlt hatte. Und es gibt noch einen Paukenschlag, mit dem ich nicht unbedingt gerechnet hatte, den ich aber auch ein wenig unrealistisch fand.

Trotz aller Kritik jedoch hat mir das Buch gut gefallen, denn es bietet nicht nur witzige Schlagabtäusche zwischen den Protagonisten, sondern auch einiges an Drumherum. Das hat die Geschichte zu einer gemacht, die ich gern gelesen habe, und die mir unterhaltsame Lesestunden gebracht hat. Auch die Beschreibungen der Redaktion, welchem Druck die Journalisten und auch Celian als Redaktionsleiter ausgesetzt sind, fand ich nachvollziehbar und haben mir gut gefallen. Ich vergebe trotz aller Punkte ganz knappe vier Sterne.

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  • Erzählstil
  • Handlung
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