Profilbild von binesbuecherwelt

binesbuecherwelt

Lesejury Star
offline

binesbuecherwelt ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit binesbuecherwelt über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.09.2019

Absolut lesenswerter Thriller

Die Therapie
0

Viktor Larenz ist ein angesehener Psychiater, der sich inzwischen allerdings als Patient in einer Klinik für psychosomatische Traumata befindet. Er ist ans Bett gefesselt und wird überwacht, denn vor vier ...

Viktor Larenz ist ein angesehener Psychiater, der sich inzwischen allerdings als Patient in einer Klinik für psychosomatische Traumata befindet. Er ist ans Bett gefesselt und wird überwacht, denn vor vier Jahren geschah etwas, das ihm den Verstand raubte. Seine 12 Jahre alte Tochter Josy verschwand auf mysteriöse Weise. Einem jungen Arzt erzählt Viktor von seinen Erlebnissen auf der Insel Parkum:

Vier Jahre lang gab es keine Spur von Josy. Viktor beschließt, auf der Insel Parkum eine Auszeit zu nehmen und sich dort einem Interview mit der Zeitschrift Bunte zu widmen. Er möchte Abstand gewinnen um danach vielleicht neu anfangen zu können, aber die Reise auf die Insel macht alles nur noch viel schlimmer. Denn plötzlich steht eine junge Frau in seinem Wohnzimmer. Sie stellt sich als Kinderbuchautorin Anna Spiegel vor, die von Visionen über ein kleines Mädchen geplagt wird. Und als sie beginnt Viktor von den Visionen zu erzählen, nimmt das Grauen seinen Lauf.

"Die Therapie" ist Sebastian Fitzeks Thriller-Debut, was wie alle anderen Bücher von ihm auch, durch seinen großartigen Schreibstil besticht. Er weiß einfach, wie man Begebenheiten fesselnd, atmosphärisch und noch dazu leicht lesbar beschreibt. Aber man muss sagen, wenn man schon einige Bücher von ihm gelesen hat, dann hat man schnell eine Vorstellung davon, wie dieses Buch endet. Trotz allem ist es interessant und so aufgebaut, dass man einfach gefesselt ist und so schnell wie möglich wissen möchte, ob man mit seinen Vorahnungen Recht behält. So ging es mir zumindest. Dabei gibt es zum Schluss wie so oft bei Fitzeks Bücher wieder ein großes hin und her bis man endlich weiß, was es mit der Geschichte um Dr. Viktor Larenz auf sie hat.

Das Thema fand ich wirklich sehr interessant. Die Psyche des Menschen und wozu er fähig ist wenn der Verstand ausschaltet wird hier von mehreren Seiten beleuchtet. Darauf kann ich jetzt leider nicht weiter eingehen, da ich sonst zu viel verraten würde, aber diese Themen so anzugehen ist wirklich sehr lesenswert und mit sehr viel Fantasie erzählt. Während man eigentlich das ganze Buch über sehr schnell lesen kann muss man am Ende allerdings aufpassen und genau lesen, um wirklich den kompletten Sinn der Geschichte zu verstehen.

Fazit

Sebastian Fitzek ist für mich ein wirklich sehr außergewöhnlicher und großartiger Autor, den ich sehr mag. Vor allem seinen Schreibstil und den Aufbau seiner Geschichten finde ich immer sehr geschickt. Was letztendlich dabei rauskommt gefällt mir nicht immer gut, aber in diesem Buch hat er mich wieder total überzeugt. Von daher empfehle ich dieses Buch auf jeden Fall sehr gerne an alle Thriller-Fans weiter.

Veröffentlicht am 03.09.2019

Versöhnliches Ende einer wirklich tollen Buchreihe

Dark Village - Band 5
0

Während eines der Mädchen noch immer überlegt, ob sie ihre Familie zerstören soll, indem sie der Polizei ein unterschlagenes Beweismittel aushändigt ist ein anderes der Mädchen endlich am Ziel ihrer Träume ...

Während eines der Mädchen noch immer überlegt, ob sie ihre Familie zerstören soll, indem sie der Polizei ein unterschlagenes Beweismittel aushändigt ist ein anderes der Mädchen endlich am Ziel ihrer Träume angekommen. Sie ist verliebt und fühlt sich endlich zurückgeliebt. Die grausame Zeit scheint endlich zu Ende zu sein, dabei ahnt sie nicht, wie gefährlich diese Liebe ist.

Zunächst einmal finde ich, dass der Klappentext zu diesem Band nicht wirklich passt. In meinen Augen passt das, was dort beschrieben wird nicht wirklich zum Bild des Mörders. Für mich macht er keinen Fehler, denn sein ganzes Vorgehen ist genauso geplant und berechnend.

Es ist üblich in diesen Büchern, dass Szenen zwei, dreimal wiederholt werden indem sie in verschiedenen Sichtweisen der Hauptprotagonisten erzählt werden. In diesem Band fand ich es jedoch etwas zu häufig und empfand es somit auch als etwas nervig, als wäre es wichtig, damit das Buch etwas länger wird oder um Dinge zu wiederholen, die man als interessierter Leser dieser Bücher sowieso schon weiß. Meiner Meinung nach war das oft nicht notwendig und zog die Geschichte unnötig in die Länge.

Fazit

Leider war es durch die häufigen Wiederholungen von Ereignissen manchmal ein bisschen langweilig. Aber sonst war es ein schönes und versöhnliches Ende. Am Anfang dachte ich direkt, die Spannung wäre versaut, weil man recht früh erfährt, wer der Mörder ist, aber eigentlich hätte ich es besser wissen müssen, in der Dark Village-Reihe war nur selten etwas so, wie es scheint und das war letztendlich auch gut so. Dieser Band war für mich wieder einer der schwächeren der 5 Bücher, aber trotzdem ist es eine der besten Buchreihen, die ich bislang gelesen habe. Spannend, unvorhersehbar, interessante Wendungen und gut geschrieben. Wer Jugendbücher mag, sollte diese Bücher auf jeden Fall lesen, denn sie machen absolut süchtig. Dabei ist es wichtig, sie der Reihe nach zu lesen und nicht mittendrin anzufangen, denn die Geschichte baut aufeinander auf.

Veröffentlicht am 03.09.2019

Es geht spannend weiter...

Dark Village - Band 4
0

Nick verschwindet, was eines der Mädchen sehr wütend macht, sie wird weiterhin von Selbstzweifeln geplagt, entwickelt dann aber aus Wut und Verzweiflung über die ganze verfahrene Situation eine völlig ...

Nick verschwindet, was eines der Mädchen sehr wütend macht, sie wird weiterhin von Selbstzweifeln geplagt, entwickelt dann aber aus Wut und Verzweiflung über die ganze verfahrene Situation eine völlig neue Einstellung gegenüber sich selbst und den anderen.

Währenddessen ist Nick in Oslo, wo er sein altes Elternhaus aufsucht, in dem er mit Katie lebte. Es steht leer und ist kurz davor, abgerissen zu werden.

Und in Dypdal macht sich der Mörder auf die Suche nach einem neuen Opfer.

Auch hier bleibt der Autor wieder seinem Stil treu. Dieser Band knüpft auch wieder an seinen Vorgänger an, es gibt Rückblenden und Zeitsprünge, diese sind aber lange nicht mehr so verwirrend wie in Band 3.

Viel mehr gibt es hier nicht zu sagen. Die Geschichte ist weiterhin gut konstruiert und super durchdacht, so dass es einfach weiterhin spannend bleibt. Es haut einen zwar nicht jedes Kapitel um, aber trotzdem machen diese Bücher einfach süchtig.

Fazit

Wer meine anderen Rezensionen zu der Dark Village - Reihe gelesen hat, der weiß, dass ich diese Bücher sehr mag. Der Aufbau ist wirklich sehr gut und von Buch zu Buch gibt es neue Wendungen, Überraschungen und es bleibt immer spannend, da immer wieder irgendwas Neues passiert. Mich hat dieser Band wieder mehr überzeugt wie Band 3, da es weniger verwirrend war. Ich freue mich auf die Fortsetzung und ich möchte endlich wissen, wer der Mörder ist.

Veröffentlicht am 29.08.2019

Zu viele Längen, zu wenig Grusel

Kill Creek
0

Das Cover finde ich wirklich sehr passend. Durch die Abbildung des Hauses mit den beiden Figuren auf dem Dach strahlt es eine sehr gespenstische Stimmung aus. Leider kann ich schon mal vorab sagen, dass ...

Das Cover finde ich wirklich sehr passend. Durch die Abbildung des Hauses mit den beiden Figuren auf dem Dach strahlt es eine sehr gespenstische Stimmung aus. Leider kann ich schon mal vorab sagen, dass auch wirklich nur das Cover gespenstisch ist, denn das Buch selbst ist nicht so gruselig wie ich gehofft habe.

Das Finch House in dem kleinen Ort Lawrence wurde 1859 erbaut. Sein Erbauer wurde zusammen mit seiner dunkelhäutigen Frau hingerichtet. Danach stand das Haus meist leer, denn wer dort einzog fühlte sich schnell unwohl und zog bald wieder aus. Erst die Zwillinge Rachel und Rebecca Finch fühlten sich hier wohl, daher hat das Haus seinen Namen "Finch-House" erhalten. Beide Schwestern starben in diesem Haus. Nachdem Rebecca tot war, gab Rachel ein äußerst dubioses Interview, seitdem gilt das Haus offiziell als Pforte zur anderen Seite. Die zweite Schwester fand man erst lange nach ihrem Tod, erhängt an dem Baum, an dem die Frau des Erbauers hingerichtet wurde. Seitdem steht das Haus leer und niemand traut sich, es zu betreten.

Nun werden aber vier der erfolgreichsten Autoren der USA eingeladen um an Halloween dort zu übernachten und Interviews zu geben. Die Einladungen kommen von einem gewissen Wainwright, ein exzentrischer Horrorfan, der vorgibt sich einen lang ersehnten Traum zu erfüllen, indem er die vier einflussreichsten Horrorschriftsteller der letzten 50 Jahre versammelt und interviewt. Und schnell wird allen Beteiligten klar, dass mit diesem Haus etwas nicht stimmt. Sie sehen Dinge und sind sich zunächst nicht sicher, ob die Fantasie ihnen einen Streich spielt oder ob Wainwright dahintersteckt. Als sie die Wahrheit erkennen ist es schon zu spät, denn es wurde etwas in Gang gebracht, dass sich nicht mehr so einfach aufhalten lässt.

Also zunächst einmal muss man sagen, dass der Autor hier wirklich sehr viel Fantasie gezeigt hat, denn er hat vier Autoren erschaffen, zu denen er noch mal von ihnen selbst geschriebene Bücher und Schreibstile im Buch untergebracht hat, was wirklich sehr umfangreich ist. Er schreibt nicht nur sein eigenes Buch, sondern kreiert noch einige Passagen von Geschichten über Bücher, die die vier Horrorautoren schreiben. Die Charaktere des Buches fand ich sehr unterschiedlich. Gastgeber Wainwright war mir oft zu anstrengend und auch sehr nervig, die Autorin T.C. Moore war mir vor allem am Anfang viel zu übertrieben, die Autoren Sam und Sebastian dagegen fand ich authentisch und sympathisch. Den 4. Autor, David Slaughter, empfand ich von Anfang an als großes Baby.

Oft war es mir ein bisschen zu Detailsgetreu, dass zog sich dann wirklich sehr. Da hätte man einige Abschnitte bestimmt kürzer fassen können. Richtig gruselig fand ich das Buch auch nicht, fast alles war sehr vorhersehbar, es gab nur wenige Überraschungsmomente. Spannung kam da bei mir vor allem am Anfang so gut wie gar nicht auf und auch wenn der Schreibstil es zugelassen hätte schnell zu lesen, ich kam einfach nicht richtig voran, weil es mich nicht so richtig gepackt hat.

Die Geschichte wird in mehreren Kapiteln und aufgeteilt in verschiedene Teile in der Erzählperspektive erzählt. Hierbei lernt man dann alle Autoren, ihre Vergangenheit, ihre aktuelle Situation und die Situation, der sie im Haus gegenüberstehen, gut kennen. Aber auch das waren oft einfach zu viele unnötige Details.

Fazit

Leider hatte das Buch zu viele Längen, aber die Grundidee der Geschichte fand ich gut. Wenn man einige Gedankengänge und unnötige Handlungen weglässt, könnte ich mir die Geschichte richtig gut als Film vorstellen. Es gab ein paar düstere Stellen, aber irgendwann artete es ein bisschen in Splatter aus, womit ich eigentlich nicht gerechnet hatte. Die einzige Überraschung für mich war das Ende, das ich dann noch ganz gut fand. Alles in allem konnte mich das Buch leider nicht ganz überzeugen.

Veröffentlicht am 22.08.2019

Schwächer als die Vorgänger, aber immernoch gut

Dark Village - Band 3
0

Nick plagen Albträume und er denkt immer mehr an die Vergangenheit und an seine Schwester Katie. Nach dem Fund der Mädchenleiche am See wartet er auf seine Verhaftung, denn die Leiche wurde an derselben ...

Nick plagen Albträume und er denkt immer mehr an die Vergangenheit und an seine Schwester Katie. Nach dem Fund der Mädchenleiche am See wartet er auf seine Verhaftung, denn die Leiche wurde an derselben Stelle gefunden an der er seine Waffe ins Wasser geworfen hat. Diese Waffe wird im Zusammenhang mit einem unaufgeklärten Verbrechen gesucht.

Nachdem die Leiche eines der Mädchen gefunden wird versuchen die verbliebenen drei Freundinnen jede auf ihre Art, ihre Trauer zu bewältigen. Außerdem schmieden sie einen Plan um den Mörder ihrer Freundin zu überführen.

Mit der Zusammenfassung habe ich mich bewusst kurz gefasst, da ich nicht zu viel verraten wollte. Es ist schwierig bei dieser Art von Buchreihe eine ordentliche Inhaltsangabe zu schreiben ohne zu Spoilern, da die Bücher nicht in sich abgeschlossen sind, sondern alle aufeinander aufbauen.

Am Anfang des Buches ist alles sehr durcheinander. Zuerst der Tag der Beerdigung, dann eine Zeit nach dem Mord, dann noch mal Rückblenden vor dem Mord... Da man ja nicht direkt erfahren sollte wer die Tote im See war, wurde der Aufbau der Geschichte wahrscheinlich so gewählt, aber das war schon sehr kompliziert. Ich wusste manchmal gar nicht mehr, in welchen Zeitstrang wir uns gerade befinden. Nachdem man dann aber recht früh erfährt, wer das tote Mädchen ist, ist es einerseits nicht mehr so wirr, aber andererseits war dann bei mir erst mal die Luft raus. Das nahm eine Menge Spannung aus der Geschichte. Dank ungeahnter Wendungen und neuer Handlungen (zum Beispiel Nicks Vergangenheit) ist man dann aber auch wieder schnell gefesselt.

Dieser Teil geht schon mehr in Richtung Krimi. Man erfährt etwas mehr über die Mordermittlungen und das Team, das beide Morde aufklären soll.

Fazit

Nach wie vor bin ich von dieser Buchreihe begeistert, auch wenn dies für mich der bislang schlechteste Band war. Der Anfang war zu verwirrend und danach ließ die Spannung stark nach bevor es wieder besser wurde. Da das Buch aber mit einem sehr guten Clifhanger endet und ich schon eine Vorstellung habe, wie es weitergehen wird, freue ich mich sehr auf den nächsten Band. Denn ich bin sicher, dass dieser wieder sehr viel rasanter sein wird.