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blumenkind_93

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Hin- und hergerissen

Schleifen
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„Schleifen“ von Elias Hirschl ist ein Buch, das man vor allem wegen seiner Sprache liest. Viele Sätze sind sehr schön formuliert, genau beobachtet und wirken lange nach. Man merkt, dass hier jemand schreibt, ...

„Schleifen“ von Elias Hirschl ist ein Buch, das man vor allem wegen seiner Sprache liest. Viele Sätze sind sehr schön formuliert, genau beobachtet und wirken lange nach. Man merkt, dass hier jemand schreibt, der Sprache ernst nimmt und Freude daran hat, mit ihr zu arbeiten. Auch thematisch hat mich der Roman angesprochen: Es geht um Wiederholungen, das Kreisen um sich selbst, um Unsicherheiten und Gedanken, die nicht zur Ruhe kommen. Das fühlt sich zeitgemäß an und ist gut getroffen.
Trotzdem bin ich beim Lesen immer wieder etwas ratlos zurückgeblieben. Je weiter man kommt, desto mehr fragt man sich, was das Buch eigentlich will. Es gibt viele kluge Überlegungen, Reflexionen und Anspielungen, aber sie führen nicht klar irgendwohin. Das kann interessant sein, wirkt aber stellenweise auch selbstverliebt.
Man hat den Eindruck, dass der Text vor allem zeigen möchte, wie schlau Hirschl ist. Der Autor beweist immer wieder, wie gut er denken und formulieren kann, doch dabei geht etwas verloren: eine klare Richtung oder ein emotionaler Kern, an dem man sich festhalten könnte. Dadurch entsteht eine Distanz, die es schwer macht, sich mitreißen zu lassen.
„Schleifen“ ist ein sprachlich starkes Buch. Am Ende bleibt für mich ein gemischter Eindruck: ein sehr gut geschriebenes Buch mit einem interessanten Thema, das mich erreicht, aber nicht ganz überzeugt. Es bleibt unklar, was es außer seiner eigenen Klugheit eigentlich vermitteln möchte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.02.2026

Hin- und hergerissen

Schleifen
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„Schleifen“ von Elias Hirschl ist ein Buch, das man vor allem wegen seiner Sprache liest. Viele Sätze sind sehr schön formuliert, genau beobachtet und wirken lange nach. Man merkt, dass hier jemand schreibt, ...

„Schleifen“ von Elias Hirschl ist ein Buch, das man vor allem wegen seiner Sprache liest. Viele Sätze sind sehr schön formuliert, genau beobachtet und wirken lange nach. Man merkt, dass hier jemand schreibt, der Sprache ernst nimmt und Freude daran hat, mit ihr zu arbeiten. Auch thematisch hat mich der Roman angesprochen: Es geht um Wiederholungen, das Kreisen um sich selbst, um Unsicherheiten und Gedanken, die nicht zur Ruhe kommen. Das fühlt sich zeitgemäß an und ist gut getroffen.
Trotzdem bin ich beim Lesen immer wieder etwas ratlos zurückgeblieben. Je weiter man kommt, desto mehr fragt man sich, was das Buch eigentlich will. Es gibt viele kluge Überlegungen, Reflexionen und Anspielungen, aber sie führen nicht klar irgendwohin. Das kann interessant sein, wirkt aber stellenweise auch selbstverliebt.
Man hat den Eindruck, dass der Text vor allem zeigen möchte, wie schlau Hirschl ist. Der Autor beweist immer wieder, wie gut er denken und formulieren kann, doch dabei geht etwas verloren: eine klare Richtung oder ein emotionaler Kern, an dem man sich festhalten könnte. Dadurch entsteht eine Distanz, die es schwer macht, sich mitreißen zu lassen.
„Schleifen“ ist ein sprachlich starkes Buch. Am Ende bleibt für mich ein gemischter Eindruck: ein sehr gut geschriebenes Buch mit einem interessanten Thema, das mich erreicht, aber nicht ganz überzeugt. Es bleibt unklar, was es außer seiner eigenen Klugheit eigentlich vermitteln möchte.

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Veröffentlicht am 05.08.2025

Große Themen

Wohin du auch gehst
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"Wohin du auch gehst" von Christina Fonthes war ein Genuss. Vor allem tut es sehr gut, eine queere Geschichte mit kongoleischer Perspektive zu lesen.
Im Zentrum des Romans stehen zwei Frauen: Bijoux, eine ...

"Wohin du auch gehst" von Christina Fonthes war ein Genuss. Vor allem tut es sehr gut, eine queere Geschichte mit kongoleischer Perspektive zu lesen.
Im Zentrum des Romans stehen zwei Frauen: Bijoux, eine junge lesbische Frau, die zu ihrer Tante nach London geschickt wird. Und Mira, die ein Leben voller Verlust lebt. Was anfangs wie ein Konflikt zwischen Generationen wirkt, wird schnell komplexer. Es geht um Selbstbestimmung, Trauma und um Liebe - queere Liebe, Liebe in der Familie, Mutterliebe. Auch einen Hauch Geschichte und politischen Aktivismus bekommt man mit. Die Geschichte spielt in Kinshasa, Brüssel, Paris und London.
Den Schreibstil der Autorin fand ich sehr ansprechend. Sie schreibt elegant, aber schnörkellos. Vor allem das Foreshadowing, bei dem man einige Plot Twists schon erahnen kann, hat mich abgeholt.

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Veröffentlicht am 07.06.2024

Philosophie für Alle

Allzumenschliches
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Ich fand die Idee für das Buch „Allzumenschliches“ von Catherine Meurisse super! Das Buch ist liebevoll und hochwertig gestaltet, die Zeichnungen und Witze gefallen mir richtig gut.
Statt einer trockenen ...

Ich fand die Idee für das Buch „Allzumenschliches“ von Catherine Meurisse super! Das Buch ist liebevoll und hochwertig gestaltet, die Zeichnungen und Witze gefallen mir richtig gut.
Statt einer trockenen Abhandlung über philosophische Ideen lernen wir eine Frau kennen, die ihr Weltbild hinterfragt und viele Philosophinnen nacheinander kennen lernt – locker, humorvoll und leicht!
Leider hätte die Idee noch besser umgesetzt werden können. Viele Inhalte konnte man meiner Meinung nach nur verstehen, wenn man sich schon mit den jeweiligen Philosoph
innen auseinandergesetzt hat. Da ist eine Doppelseite dann doch zu knapp. Und richtig kennen gelernt haben wir die Protagonistin eigentlich auch nicht.

Fazit: Gelungenes und super gestaltetes Werk; ausbaufähige, aber richtig gute Idee! Einen ausführlicheren Band 2 würde ich kaufen.

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Veröffentlicht am 14.04.2024

Wendepunkte

Mit den Jahren
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Der Roman „Mit den Jahren“ von Janna Steenfatt hat mir sehr gut gefallen. Es greift drei verschiedene Sichtweise auf das Leben – und vor allem das Zusammenleben – auf.
Es geht im Buch um Jette (Single ...

Der Roman „Mit den Jahren“ von Janna Steenfatt hat mir sehr gut gefallen. Es greift drei verschiedene Sichtweise auf das Leben – und vor allem das Zusammenleben – auf.
Es geht im Buch um Jette (Single und kinderlos, jobbt in einer Videothek und schreibt ein Buch), Eva und Lukas (seit 20 Jahren ein Paar, zwei Kinder, Eigentumswohnung, Künstler und Lehrerin). Alle drei zweifeln und hadern teilweise mit ihrem Leben.
Die Charaktere sind gut gezeichnet. Auch wenn ich ein bisschen gebraucht habe, um mit allen warm zu werden, kann man sich gut in die drei hineinversetzen. Die Stimmung des Romans ist melancholisch und hinterfragend. Die Geschichte selbst ist nicht unbedingt spannend, sondern plätschert so dahin. Trotzdem habe ich das Buch fast nicht aus der Hand gelegt. Die Geschichte war wirklich berührend und hat zum Nachdenken angeregt. Auch das Cover hat mir sehr gut gefallen.

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