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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.10.2021

Tolles Buch!

Die Enkelin
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Die Zerrissenheit Deutschlands von Wirtschaftswunder und Wende, politischen Wirren und stabilen Familien spiegelt sich in dem Roman „Die Enkelin“ von Bernhard Schlink in drei Generationen wider. Dennoch ...

Die Zerrissenheit Deutschlands von Wirtschaftswunder und Wende, politischen Wirren und stabilen Familien spiegelt sich in dem Roman „Die Enkelin“ von Bernhard Schlink in drei Generationen wider. Dennoch ist es kein normaler Generationenroman, der auf plumpe Weise vom Leben erzählt – man bemerkt auf eine subtile Art, wie sich die Charaktere gegenseitig beeinflussen, gegeneinander aufbegehren und dennoch einen ähnlichen Kern haben. In leichter, aber kunstvoller Sprache führt Bernhard Schlink in drei Teilen durch drei Geschichten von drei Frauen. Die Welten, in die man eintaucht, sind auffällig gut recherchiert.
Der Protagonist, der Buchhändler Kaspar, ist wahnsinnig gut gezeichnet. Seine Unsicherheit ist so nachvollziehbar – er ist zerrissen zwischen seinem Denken und Handeln, zwischen politischen Fronten, Gegenwart und Vergangenheit. Auch die anderen Charaktere zeichnet Bernhard Schlink nachvollziehbar. Man kann sich in alle hineinfühlen. Bei so mancher Entscheidung zerreißt es einem das Herz.

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Veröffentlicht am 19.09.2021

Über das Ergreifen von Gelegenheiten

Das Glashotel
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Mit „Das Glashotel“ schafft Emily St. John Mandel einen vielschichten Roman geschaffen, über ergriffene Gelegenheiten und scheiternde Pläne. Vincent und ihr Halbbruder Paul arbeiten in einem Hotel an der ...

Mit „Das Glashotel“ schafft Emily St. John Mandel einen vielschichten Roman geschaffen, über ergriffene Gelegenheiten und scheiternde Pläne. Vincent und ihr Halbbruder Paul arbeiten in einem Hotel an der kanadischen Küste. Sie ergreift eines Tages die Gelegenheit, mit dem Investor Jonathan Alkaitis nach New York zu ziehen. Doch sein Vermögen beruht auf Betrug. Als er untergeht, bedeutet das für Vincent und einige andere einen Wandel ihres Schicksals.
Die ausführlich gezeichneten Charaktere nehmen einen mit auf die Suche nach Heimat, nach Ruhe, nach Wandel. Selbst die Nebenfiguren sind gut getroffen, man kann sich gut in alle hineinversetzen.
Der Roman lässt sich flüssig lesen, die Balance zwischen einem literarischen Kunststück, verwobenen Geschichten und einer einfachen Erzählweise ist perfekt gelungen

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