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Veröffentlicht am 25.10.2022

Liebe.

Loveless (deutsche Ausgabe)
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𝚕𝚘𝚟𝚎𝚕𝚎𝚜𝚜.
Ein Buch, für das ich so unendlich viel Liebe habe.
Ein Buch, was ich zum perfekten Zeitpunkt gelesen habe.
Das ich mit Tränen in den Augen geschlossen habe, weil es mich so glücklich gemacht ...

𝚕𝚘𝚟𝚎𝚕𝚎𝚜𝚜.
Ein Buch, für das ich so unendlich viel Liebe habe.
Ein Buch, was ich zum perfekten Zeitpunkt gelesen habe.
Das ich mit Tränen in den Augen geschlossen habe, weil es mich so glücklich gemacht hat.

Urgs, ihr merkt: ich bin sehr rührselig.
Aber wirklich, ich wusste irgendwie von Anfang an, dass ich es lieben werde, aber das es SO GUT werden würde, war dann doch überraschend. Letztendlich habe ich keinen Punkt, der mir hier nicht gefallen hat oder den ich fragwürdig fand. Georgias Geschichte ist mutmachend und spiegelt ziemlich gut den ganzen Druck wider, dem Jugendliche in dieser Gesellschaft ausgesetzt sind.
Dieses Gefühl, ich muss etwas machen, nur weil es alle anderen Menschen doch auch tun. Das: ich bin sonst nicht 'normal'.
Der Spagat zwischen einem 'dazugehören', sich unbedingt in die Normschiene zu quetschen und dem Wissen tief im Inneren, dass ich dort eigentlich gar nicht reinpasse.

Dieses Buch hat all diese konkurrierenden Gefühle authentisch und super ehrlich rübergebracht, von der ersten bis zur letzten Seite war ich einfach IM BUCH.
Meiner Meinung nach ist es deswegen auch ein ganz wichtiges Buch, weil ich glaube, dass sich viele hierdurch verstanden fühlen.

𝚕𝚘𝚟𝚎𝚕𝚎𝚜𝚜 ist für mich ein Herzensbuch, mein allerliebstes Lieblingsbuch und mein erstes Jahreshighlight 2022.

Ich bin dir so dankbar, @thoughtfulpages_, dass du irgendwie den perfekten Moment abgepasst hast.

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Veröffentlicht am 21.09.2022

Gute Neuinterpretation

Cinderella ist tot
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Erstmal ist dieses Cover wohl eines meiner absoluten Lieblingscover, ich liebe diesen Zeichenstil total! Außerdem hätte es kein perfekteres Cover für das Buch geben können.
Ich habe echt lange überlegt, ...

Erstmal ist dieses Cover wohl eines meiner absoluten Lieblingscover, ich liebe diesen Zeichenstil total! Außerdem hätte es kein perfekteres Cover für das Buch geben können.
Ich habe echt lange überlegt, ob ich mir die englische Originalausgabe hole, da mich das Konzept schon sehr gereizt hat. Als dann die deutsche Übersetzung erschien, konnte ich selbstverständlich gar nicht mehr daran vorbei.
Schon der Titel lässt vermuten, dass es sich bei „Cinderella ist tot“ nicht um eine süße und herzerwärmende Geschichte handelt. Stattdessen ist die Grundatmosphäre eher düster, was auch sehr gut zur geschaffenen Welt passt. Der Buchtitel weist schon darauf hin, dass dieses Buch eine Märchenadaption von Cinderella ist. Wir befinden uns hier in einer männerdominierenden Welt, in der Frauen so gut wie gar kein Mitspracherecht haben, sowie alles auf das Märchen Aschenputtel ausgerichtet ist. Der dort herrschende Mann auf dem Thron im Königreich verleiht von sich aus schon das Gefühl, dass sich die Geschichte nach Märchen anfühlt. Erzählt wird alles aus der Perspektive von Sophia, einer – für ihre Zeit – sehr rebellischen Person. Sie sieht die Missstände und ist bereit, etwas daran zu ändern. Die Grundidee hat mir richtig gut gefallen, da steckte viel Neues dahinter. Auch den feministischen Aspekt fand ich echt gut. Für mich persönlich war aber grenzwertig, dass fast alle im Buch vorkommenden Männer mit schlechten Charakterzügen dargestellt wurden. Wegen der Regeln, die da seit Jahrhunderten herrschen, war das nicht unbedingt verwunderlich. Trotzdem übermittelte es für mich diesbezüglich eine zu überspitzte Message.
Der Einstieg ins Geschehen und Sophias Alltag war sehr angenehm, es ging direkt spannend los, sodass ich das Buch schon nach wenigen Seiten nicht mehr weglegen wollte. Die Emotionen waren gut geschildert und die Beweggründe von Charakteren nachvollziehbar. Die Autorin hat durch ihren Schreibstil bildlich alles sehr gut übermitteln können. Auch eine kleine Liebesgeschichte gibt es, diese ist aber nicht der Fokus des Buchs. Das habe ich als erfrischend empfunden, so blieb noch genug Raum für restliche Handlung. Bis zu ungefähr zwei Dritteln der Geschichte war ich ein riesiger Fan, doch dann nahm meine Begeisterung ein wenig ab. Es passierte zwar echt viel, aber das meiste davon ging – vor allem am eigentlichen Höhepunkt – viel zu einfach. Probleme wurden urplötzlich zufällig gelöst und dadurch ging die Spannung leider total verloren. Also hier hätte ich gegen mehr Seiten wirklich nichts einzuwenden gehabt, um es komplizierter zu gestalten. Es gab einen großen Plotwist, den ich überhaupt nicht erwartet habe. Ansonsten fand ich das Ende aber auch nicht unglaublich stark. Es hat das Buch zwar abgerundet, aber ein wenig mehr hatte ich mir doch davon erwünscht.

Fazit
Nichtsdestotrotz zu meinen Kritikpunkten hatte ich wirklich angenehme Lesestunden. Als abgeschlossener Einzelband, Neuinterpretation von Cinderella mit starker Protagonistin und einer nicht-heterosexuellen Liebesgeschichte war es ein gelungenes Fantasy-Buch

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Veröffentlicht am 08.08.2022

Nicht ganz überzeugend

Some Mistakes Were Made
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Das Cover ist mir direkt aufgefallen, es lässt eine schöne, feinfühlige und schmerzhafte Geschichte vermuten. Schmerz gibt es tatsächlich sehr viel, aber auch fehlende Kommunikation, Wut und schwierige ...

Das Cover ist mir direkt aufgefallen, es lässt eine schöne, feinfühlige und schmerzhafte Geschichte vermuten. Schmerz gibt es tatsächlich sehr viel, aber auch fehlende Kommunikation, Wut und schwierige zwischenmenschliche Beziehungen.

Anfangs hat mir das Buch noch unglaublich gut gefallen, die ersten fünfzig Seiten waren sehr vielversprechend. Vor allem der Schreibstil ist super schön, poetisch und tiefgründig. Jedoch nahm meine Begeisterung insgesamt vom Buch immer weiter ab.
Es gibt einige Rückblenden in die Vergangenheit, die langsam aufzeigen, in welcher Beziehung die Charaktere im Laufe der Jahre zueinander standen. Dadurch bleibt es spannend, ich wollte natürlich erfahren, was zu der derzeitigen, schwierigen Situation geführt hat. Trotzdem dauerte mir diese Aufklärung zu lang. Es wird alles künstlich in die Länge gezogen.
Außerdem stört mich, dass Easton und Ellis zwar mehrere Momente hatten, in denen sie miteinander geredet haben, aber in diesen Situationen trotzdem nichts geklärt wurde. Dadurch hatte ich bis zum Ende auch nicht das Gefühl von Klarheit, dass jetzt alles ausgesprochen wurde. Das war echt unbefriedigend.

Ellis als Charakter war nicht immer einfach. Es ist schön, dass hier kein Stereotyp verwendet wird, sondern eine zerrissene, kratzbürstige Protagonistin. Die Darstellung ihrer Familienverhältnisse ist sehr interessant und gut beschrieben. Es ist für mich nachvollziehbar, warum sie so viel Stolz in sich trägt und immerzu das Gefühl hat, sich verteidigen zu müssen. Das macht sie aber trotzdem nicht sympathisch, meistens war sie leider echt anstrengend. Mir fehlt hier einfach ihre persönliche Entwicklung – dass sie ein wenig Dankbarkeit zeigen oder zumindest ihren Stolz überwinden und zugeben kann, dass sie nicht fehlerlos ist. Die Schuld lag in eigentlich allen Fällen immer bei den anderen.

Das Buch ist keine lockere, leichte Lektüre für Zwischendurch, sondern zeigt auf, was alles innerhalb kürzester Zeit, dank Missverständnissen und tiefsitzenden Verletzungen, schieflaufen kann.
Es hatte auf jeden Fall schöne Seiten, allein die Grundidee hat wirklich viel Potential. Ganz ausgeschöpft wurde es meiner Meinung nach aber nicht. Da „Some mistakes were made“ aber das Debüt der Autorin war, werde ich in Zukunft anderen Büchern von ihr vermutlich noch eine Chance geben, da der Schreibstil so toll war.

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Veröffentlicht am 12.06.2022

Bunte Message!

I Kissed Shara Wheeler
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Auf das Buch habe ich mich riesig gefreut und es hat mich auch nicht enttäuscht! Zwar habe ich zuvor noch nichts von der Autorin gelesen, aber nur Gutes von ihren Geschichten gehört und der Klappentext ...

Auf das Buch habe ich mich riesig gefreut und es hat mich auch nicht enttäuscht! Zwar habe ich zuvor noch nichts von der Autorin gelesen, aber nur Gutes von ihren Geschichten gehört und der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht.

Das Cover ist auch ein absoluter Traum, ich bin sehr froh, dass das amerikanische größtenteils übernommen wurde! Denn es passt absolut perfekt zum Inhalt.
Zum Lesen habe ich ein wenig länger gebraucht, was aber nicht am Buch lag. Das fand ich sehr schade, denn es ist so ein perfektes Sommer-Buch zum draußen in-der-Sonne-liegen und durchsuchten.

Die Geschichte spielt hauptsächlich in einer Kleinstadt und handelt vom Schulalltag kurz vor dem Highschool-Abschluss. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass Shara Wheeler, die rundum perfekte Tochter des Direktors, verschwunden ist. Sie hinterlässt der Protagonistin Chloe seltsame Briefe, die sich daraufhin auf die Suche nach Shara macht, nachdem diese sie kurz vor ihrem Verschwinden ohne Erklärung geküsst hat.

Ich habe mich beim Lesen wohlgefühlt, das Buch hatte eine typisch süße Young-Adult Atmosphäre. Es hat mich auch gar nicht gestört, dass das Buch relativ vorhersehbar ist. Es werden keine unglaublich tiefgründigen Themen behandelt, aber trotzdem wird eine – in meinen Augen – wirklich absolut großartige Message vermittelt. Uns Menschen macht Vielfalt aus und es ist eigentlich so blöd, genau diese durch strenge, konservative Regeln versuchen zu unterdrücken.

Chloe hat es mir als Charakter nicht sehr leicht gemacht. Ich habe sie mit ihrer rebellischen Art wirklich ins Herz geschlossen, aber manchmal steht sie sich einfach selbst im Weg und das war ein bisschen anstrengend beim Lesen. Aber genau das macht sie zu dem Charakter, der sie ist: einzigartig und liebenswert. Es gibt so viel mehr als Schein und Perfektion, darum ging es in diesem Buch ebenfalls. Besonders schön fand ich, dass hier den Nebencharakteren viel Raum gegeben wurde, das hat sich sehr gut in die restliche Handlung eingefügt und ganz natürlich angefühlt, ohne zu erzwungen zu wirken.

Den Schreibstil mochte ich auch ganz gerne, wobei ich oft Sätze doppelt lesen musste. Sie waren für mich teilweise zu komplex, sodass ich nicht wahnsinnig schnell lesen konnte. An sich ist das ja nicht schlimm, aber hier hat es den Lesefluss ein wenig gestört. Auch dass alles aus der dritten Person-Erzählperspektive berichtet wurde, hat mich einige Male verwirrt.
Leider hat mich das Buch auch emotional nicht komplett catchen können, vielleicht auch, weil ich nicht immer all die Handlungen und Gedanken von Chloe nachvollziehen konnte. Es war trotzdem schön, ihre Entwicklung zu sehen und auch das Ende empfand ich als sehr befriedigend, es hat das Buch gut abgerundet.

Insgesamt also ein wirklich empfehlenswertes, queeres Jugendbuch, von denen wir unbedingt mehr brauchen. Ich persönlich fand allerdings, dass es ein paar kleinere Schwächen hatte, habe es aber sehr gerne gelesen.

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Veröffentlicht am 20.03.2022

Unglaublich gute Idee

Roxy
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Tiefgreifend, vielschichtig, zum Nachdenken anregend, elektrisierend und düster - die ersten Worte, die mir einfallen, wenn ich 'Roxy' beschreiben soll.

Erstmal zum Cover: ich liebe es! Es ist so passend ...

Tiefgreifend, vielschichtig, zum Nachdenken anregend, elektrisierend und düster - die ersten Worte, die mir einfallen, wenn ich 'Roxy' beschreiben soll.

Erstmal zum Cover: ich liebe es! Es ist so passend gewählt und hat unglaublich tolle Farben.

Ich habe mich riesig auf das Buch gefreut - nicht nur weil ich 'Scythe' und 'Dry' von Neal Shusterman fantastisch fand - sondern vor allem, weil sich die Idee so gut angehört hat!

Das Konzept, dass Drogen vermenschlicht werden und ihre Eigenschaften in Charakterzügen dargestellt werden, war super interessant, neu und die Umsetzung ebenfalls großartig. Der Klappentext ist meiner Meinung nach ziemlich irreführend, da im Mittelpunkt die zwei Geschwister Isaac und Ivy stehen, deren Geschichten parallel erzählt werden.

Der Schreibstil ist wirklich sehr angenehm und liest sich locker. Ganze Abschnitte habe ich teilweise doppelt gelesen, weil die Sätze so verschieden interpretiert werden konnten. Dieses Buch werde ich definitiv noch einmal rereaden, weil im Text so viele Dinge versteckt sind, dass sie erst beim mehrmaligen Lesen entdeckt werden können.

Am Anfang plätscherte die Handlung noch eher vor sich hin, wobei es dabei nie langatmig wurde oder sich zog. Es steigerte sich bis zum mitreißenden Höhepunkt auf den letzten Seiten der Geschichte, bei denen ich das Buch wirklich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ein unglaublicher Plotwist, bei dem viele offene Fragen geklärt wurden, die sich beim Lesen angehäuft hatten.

Im Laufe des Buches flossen hier und da zwar Informationen ein, insgesamt blieb vieles aber eher diffus. Zeitweise hätte ich mir da schon ein wenig mehr Klarheit gewünscht, aber als ich am Ende angekommen war, habe ich begriffen, warum das Buch genau so geschrieben worden war.

Es war wirklich erschreckend, wie gut ich mich in die Gedanken der Drogen hineinversetzen konnte, welche Sympathie ich zeitweise für sie entwickelt habe! Das wurde vor allem durch die Sichtweisen der zwei hauptsächlich thematisierten Drogen erreicht. Am Ende zeigt dieses Buch den krassen Sog und die toxische Art von Drogen, denen jeder Mensch erliegen kann, ganz egal wie 'gut und sicher' das eigene Umfeld ist. Definitiv hat mich die Geschichte intensiv nachdenken lassen und auch andere Sichtweisen aufgezeigt, ich habe auf jeden Fall hierdurch etwas dazulernen können.

Die düstere Grundatmosphäre hat hier ebenfalls sehr gut gepasst, ohne dass es zu erdrückend war. Ein ganz tolles Buch, was vielleicht nicht perfekt war, ich aber unbedingt weiterempfehlen möchte. (4.5)

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