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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.01.2021

»Vielschichtige Charaktere, traumhaftes Setting und eine Liebe voller Hindernisse«

Don't HATE me
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Nachdem mich der erste Band im Oktober während des Lesens mit all seinen Emotionen in die Geschichte von Kenzie und Lyall hineingezogen hat, stand für mich von vornherein fest, dass der nächste Teil definitiv ...

Nachdem mich der erste Band im Oktober während des Lesens mit all seinen Emotionen in die Geschichte von Kenzie und Lyall hineingezogen hat, stand für mich von vornherein fest, dass der nächste Teil definitiv bei mir einziehen wird. Das Ende von »Don’t Love Me« hat mich mit Tränen zurückgelassen und das Warten zu einer Qual gemacht. Von den meisten Leserinnen und Lesern auf Instagram war mir Lena Kiefers Hang zu Cliffhangern bereits bekannt, jedoch konnte das nicht verhindern, dass ich nach den letzten Seiten vollkommen aufgelöst war.

Mit dem Schmerz des Verrats geht es im Folgeband direkt weiter. Lyall versucht sein Studium zu beenden, muss dabei aber von Tag zu Tag mehr feststellen, dass Kenzie immer noch in seinem Herzen herumspukt. Kenzie gibt ebenfalls alles, um ihn zu vergessen, und wirft sich kopflos in eine Affäre mit ihrem Ex. Während in den meisten New Adult Büchern die Frauen eher als ein Häufchen Elend beschrieben werden, die unter Heulkrämpfen kurz vor dem Zusammenbruch stehen, war Kenzie mit ihrer toughen Art eine willkommen Abwechslung. Sie bricht nicht in Tränen aus und versucht stattdessen mit ihrem Leben weiterzumachen. Die Zeitspanne, die sich nach den Ereignissen des ersten Bandes bis zum Start des zweiten Teils erstreckt, umfasst sechs Monate. Und obwohl mir normalerweise solche Zeitsprünge überhaupt nicht zusagen, hat die Autorin es geschafft, an einem richtigen Punkt anzusetzen und die vergangene Zeit dennoch gut in die Gedankengänge der Protagonisten miteinzubauen. Dadurch fiel es mir leicht, wieder in die Geschichte einzutauchen, ohne das Gefühl zu haben, die Verbindung zu den Charakteren verloren zu haben.

Der Plot war wie auch im ersten Teil gut durchdacht und gab den Charakteren Zeit, um sowohl die unbeantworteten Fragen zu klären als auch wieder zueinander zu finden. Die Gefühle zwischen ihnen waren auf wundervolle, intensive und gleichzeitig sehr schmerzhafte Weise spürbar. Aus jeder Zeile strömte immerzu ein Hauch von Spannung, wodurch es kaum möglich war, das Buch länger aus der Hand zu legen. Letztendlich habe ich es innerhalb eines Tages beendet – bzw. einer Nacht. Der Settingwechsel gefiel mir zuerst gar nicht. Da ich gerade die Kleinstadtkulisse in Schottland sehr gut umgesetzt fand, hatte ich mich darauf gefreut, wieder dort zu sein. Allerdings hat die griechische Insel direkt einen besonderen Charme ausgestrahlt und die Handlung sehr interessant werden lassen, sodass ich mich schnell damit anfreunden konnte.

Zum einen bleiben die Nebencharaktere aus dem ersten Band, wie Lyalls Schwester und der Cousin Finlay, auch weiterhin Teil der Geschichte, zum anderen lernt man aufgrund des anderen Settings neue Protagonisten kennen. Neben der Liebesgeschichte von Lyall und Kenzie findet sich auch ein weiterer „detektivischer“ Handlungsaspekt, der die Geschichte gleich mit etwas Spannung versehen hat. Der Fortlauf der Handlung war nicht unbedingt unvorhersehbar, hat dem Buch aber den gewissen Nervenkitzel gegeben und die Neugier des Lesers unvermittelt angesprochen.

Am Ende wurde man wieder einmal haltlos zurückgelassen und nun heißt es abwarten bis zum großen Finale. Ich bin gespannt darauf, was mich erwarten wird. Die Reihe ist zwar nicht unbedingt ein Jahreshighlight für mich, aber doch sehr empfehlenswert – besonders für Neulinge in dem Genre.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.01.2021

»Spannende Highfantasy mit unvorhersehbaren Wendungen in einem unglaublichen Setting – große Empfehlung«

Im Zeichen der Mohnblume - Die Kaiserin
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Bereits der erste Band konnte mich auf eine Art und Weise überzeugen und fesseln, die ich mir niemals von High Fantasy Romanen erhofft habe. Für mich galt früher immer die Annahme, dass eine Geschichte ...

Bereits der erste Band konnte mich auf eine Art und Weise überzeugen und fesseln, die ich mir niemals von High Fantasy Romanen erhofft habe. Für mich galt früher immer die Annahme, dass eine Geschichte nicht ohne Liebe auskommt, aber der erste Teil der Reihe hat mir gezeigt, dass es in der Literatur noch so viel mehr gibt. Dass es auf das Worldbuilding ankommt, die Charaktere, die Handlung. Liebe ist ein so kleiner Teil des großen Ganzen.

Nachdem das Lesen allerdings schon viele Monate zurücklag, fiel mir das Eintauchen in die Geschichte zu den Anfängen sehr schwer. Rin hat sich zu einer Protagonisten entwickelt, die mir auf die Nerven ging. Sie schlug wild um sich, hört auf niemanden, befindet sich in einem emotionalen Loch. Da ich mit den Geschehnissen aus dem ersten Band auf gefühlsmäßiger Ebene längst abgeschlossen hatte, konnte ich ihren Schmerz und ihre Wut nicht mehr recht nachvollziehen. Sie erschien mir zu weit entfernt. Rin gibt sich der Opiumsucht vollständig hin und das mitanzusehen, hat mich sie zuerst verabscheuen lassen. Sie hat sich den einfachen Weg ausgesucht, anstatt zu kämpfen.

Nach 200 Seiten ist es mir endlich wieder gelungen, die Handlung mit großen Augen zu verfolgen. Die Autorin schafft es auf völlig unvorhersehbare Art Wendepunkte in die Geschichte hineinzubauen und man wird immerzu überrascht. Genau das hat es einfach gemacht, die fast 800 Seiten genießen zu können, ohne dass es wirklich langweilig wurde. Die Charaktere fanden wieder ihren Platz in meinem Gedächtnis und schneller als mir lieb war, konnte ich ein neues Paar shippen. Rins Entwicklung mitzuerleben und zu verfolgen, hat mich von Anfang an begeistert. Sie hat sich meine Empathie zurückgewonnen und ist an den Geschehnissen maßgeblich gewachsen. Ein wenig war sie wieder wie zu Beginn des ersten Bandes – nur sehr viel stärker.

Gerade das Worldbuilding konnte mich von Grund auf in den Bann ziehen. Die detailreiche Ausarbeitung ist phänomenal und ich liebe die Grundidee, die dahintersteckt. Auch die Einbindung der taktischen Überlegungen und die Illustration des Krieges waren ebenso faszinierend wie auch sprachlos stimmend. Es strahlt zum einen die Rationalität der Kriegsführer als auch das Leid und die Angst der Bewohner aus jeder Zeile. In Verbindung mit den magischen Elementen ergibt sich eine unglaubliche Geschichte, die mich manchmal fassungslos zurückgelassen hat.

Letztendlich hat mir jedoch eine Kleinigkeit gefehlt, die dafür gesorgt hätte, dass der Funken vollkommen zu mir überspringt. Ein Jahreshighlight ist es leider nicht geworden, dennoch gibt es von mir eine große Empfehlung.

⭐⭐⭐⭐,5

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.12.2020

Sexy, humorvoll und voller Intrigen – eine perfekte Royal-Geschichte für zwischendurch

Golden Throne - Forbidden Royals
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Schon die ersten Seiten haben eine Sogwirkung auf mich ausgeübt, die mir es unmöglich gemacht hat, das Buch aus der Hand zu legen. Der Plot ist ähnlich wie im ersten Band: spannend und mitreißend. Ich ...

Schon die ersten Seiten haben eine Sogwirkung auf mich ausgeübt, die mir es unmöglich gemacht hat, das Buch aus der Hand zu legen. Der Plot ist ähnlich wie im ersten Band: spannend und mitreißend. Ich habe die Geschichte innerhalb ein paar Stunden direkt durchgelesen und wurde am Ende mal wieder etwas … aufgebracht zurückgelassen. Da es relativ wenige Seiten sind, kommt die Geschichte schnell in Fahrt.

Emilia hat mir noch mal besser gefallen als im ersten Band. Sie ist tough und stark, obwohl sie gleichzeitig mit Problemen zu kämpfen hat und gefühlt unter Dauerstrom steht. Im Gegensatz zum ersten Teil hat sie sich mehr in ihrer Rolle als Kronprinzessin eingefunden und ist an ihrer Aufgabe enorm gewachsen. Sie lernt langsam mit den Leuten im Schloss richtig umzugehen und welche Knöpfe sie drücken muss, um ihre eigenen Ziele durchzusetzen. Gleichermaßen bleibt sie sich selbst treu und lässt sich nicht von den anderen zu jemand machen, der sie nicht ist. Gerade deswegen hat es mir enorm Spaß gemacht, aus ihrer Perspektive zu lesen. Der humorvolle Schreibstil hat mich oft zum Lachen gebracht und war flüssig zu lesen.

Carter ist immer noch unglaublich toll und ich mag ihn einfach. Die Szenen zwischen den beiden sind mal wieder großartig gewesen und man konnte das Knistern in jeder Zeile spüren. Ich hätte mir an der Stelle allerdings noch mehr von den beiden gewünscht. Auch im ersten Band sind die Szenen von den beiden eher gering ausgefallen.

Ich kann die Reihe wirklich nur jedem empfehlen, der etwas Leichtes und Mitreißendes für zwischendurch sucht und gerne Royal-Geschichten liest. Darüber hinaus hätte die Geschichte noch weitaus mehr Potenzial, das leider unausgeschöpft blieb.

4 von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.11.2020

Berührend und besonders – eine Liebesgeschichte in der Weite Kanadas

Wild like a River
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Kira Mohn – für mich ist sie einer der Autorin, die es mir besonders wegen ihrer berührenden Charaktere und ihrem Schreibstil angetan hat. Deswegen war dieses Buch eines der Dinge, die eine Vorfreude in ...

Kira Mohn – für mich ist sie einer der Autorin, die es mir besonders wegen ihrer berührenden Charaktere und ihrem Schreibstil angetan hat. Deswegen war dieses Buch eines der Dinge, die eine Vorfreude in mir ausgelöst haben, sodass ich kaum warten konnte, dass der Herbst endlich anbricht.

In Dänemark wurde „Wild like A River“ dann sofort gestartet und es war anders, als ich es erwartet hatte. Die Geschichte von Jackson und Haven weißt eine Tiefe auf, die in vielen New Adult Romanen verloren geht. Die Natur Kanadas wird von Kira Mohn auf wundervolle Weise beschrieben und man fühlt sich gleich selbst in den Wald und die Welt von Haven stehend. Leider entfernen wir uns dann immer mehr von der Natur und die Geschichte entwickelt sich in eine Richtung, die mich überrascht hat. Trotzdem hätte ich mehr wesentlich mehr Szenen in den Wäldern Kanadas gewünscht. Die Charaktere sind liebevoll, so richtig bin ich allerdings mit ihnen nicht warm geworden. Besonders Jacksons Beschützerinstinkt Haven gegenüber war auf der einen Seite zwar süß, andererseits aber auch unangenehm.

Die Beziehung von den beiden kam mir doch etwas schnell vor. Haven entscheidet sich nach Jacksons Auftreten, den Nationalpark zu verlassen und wird mit einer Welt voller Vorurteile, Menschenmassen und Chaos konfrontiert. Die Autorin schafft es auf beeindruckende Weise, die Stadt aus Havens Sicht darzustellen und entgegen meiner Befürchtungen kann sich die Hauptprotagonistin sogar ganz gut eingliedern. Viele Szenen sind mir dabei richtig nah gegangen und des öfteren musste ich das Buch auf Seite legen.

Insgesamt war besonders der Teil der Geschichte, der im Nationalpark spielt, sehr stark. An manchen Stellen hatte es leider seine Längen und gerade die Liebesgeschichte der beiden konnte mich nicht richtig überzeugen. Der Schreibstil aber war wieder einmal grandios. Es war leicht und flüssig zu lesen, genauso schafft es die Autorin auch die Gefühle der Charaktere auf berührende Weise an den Leser heranzutragen. Der Plot erscheint mir rückblickend gut gewählt, da es kein unnötiges Drama gibt, sondern wirkliche Konflikte, die wunderbar gelöst wurden.

Zusammengefasst ist der Roman wirklich süß, für mich allerdings kein Highlight gewesen.

4 von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.11.2020

Interessante Idee mit „Kingsman“ Vibes, aber letztendlich nicht ganz überzeugend

Secret Academy
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Von der Autorin habe ich bisher zwar noch nichts gelesen, dennoch konnte mich der Klappentext sofort überzeugen. Schon vor Erscheinungstermin habe ich sehnsüchtig auf das Buch gewartet und es dann freudestrahlend ...

Von der Autorin habe ich bisher zwar noch nichts gelesen, dennoch konnte mich der Klappentext sofort überzeugen. Schon vor Erscheinungstermin habe ich sehnsüchtig auf das Buch gewartet und es dann freudestrahlend begonnen. Die Kingsman Vibes hingen schon während der ersten Seiten an der Geschichte.

Der Einstieg ist gut gewählt. So beginnt die Handlung mit einer kurzen Erzählung aus Alexis Vergangenheit, wie sie für die Akademie rekrutiert wurde. Danach folgt ein Zeitsprung in die Gegenwart und man begleitet die Hauptprotagonistin im letzten Jahr ihrer Ausbildung. Die Handlung an sich birgt viele kleine, spannende Momente, konnte mich allerdings nicht vollständig mitreißen. Besonders durch den Klappentext wurde meiner Meinung nach etwas zu viel vorweggenommen. Die Akademie und die Aufgaben, die die angehenden Agenten zu bewältigen hatten, fand ich gut ausgewählt und „authentisch“. Generell sprach mich die Idee schon von Anfang an sehr an.

Die Charaktere waren für mich nicht unbedingt greifbar. Alexis erschien mir im Grunde schon sympathisch und mit ihrer vielschichtigen Persönlichkeit als eine interessante Protagonistin. Einerseits ist sie unglaublich tough und zielstrebig, andererseits doch äußerst emotional. Leider wurde ich trotzdem nicht richtig warm mit ihr. Auch die anderen Charaktere waren zwar da und hatten grundsätzlich schon eine eigene Persönlichkeit, doch eine richtige Verbindung konnte ich nicht zu ihnen aufbauen. Vor allem Dean fand ich als Protagonist irgendwie … bizarr. Bei ihm hatte ich von Anfang an ein sehr merkwürdiges Gefühl und war überhaupt nicht von ihm begeistert. Ganz im Gegenteil aber mit Adam. Gerade die Geheimnisse, die sich um seine Identität und seine Vergangenheit winden, haben mich unheimlich neugierig auf ihn werden lassen.

Der Schreibstil an sich war flüssig und leicht zu lesen. Trotzdem ist mir schon im Prolog aufgefallen, dass es doch sehr jugendhaft ist. Vielleicht bin ich einfach schon zu alt dafür, oder aber, es ist einfach nicht meins. Ich glaube, dass man das an dieser Stelle keinesfalls verallgemeinern kann. Da muss jeder für sich selbst herausfinden, ob er es mag oder nicht.

Um abschließend noch einmal zusammenzufassen: Die Geschichte weißt eine interessante Grundidee auf, während die Handlung mich allerdings nicht richtig fesseln konnte. Gerade die Nähe zu den Charakteren hat mir dabei gefehlt, wodurch die Geschehnisse in einem Rausch an mir vorbeigegangen sind, ohne auf einer emotionalen Ebene angesprochen zu werden. Ich würde sagen, dass es sich um ein gutes Buch handelt, dass man zwischendurch schnell lesen kann und nicht unbedingt anspruchsvoll ist. Das Ende lässt auf jeden Fall genug offene Fragen zurück und führt dazu, dass man am liebsten sofort den nächsten Band lesen will. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und noch ein wenig hin und hergerissen, ob ich weiterlesen soll.

3,5 von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere