Über Nicht-Abschiedstage und den Tod
Am Ende will doch einer sterben (Todesboten #3)Adam Silveras neuer Roman ist etwas schwächer, als die beiden Vorgängerbände, aber dennoch empfehlenswert. Mit Alano und Paz begegnen uns zwei Charaktere, welche auch in „Der Erste der am Ende stirbt“ ...
Adam Silveras neuer Roman ist etwas schwächer, als die beiden Vorgängerbände, aber dennoch empfehlenswert. Mit Alano und Paz begegnen uns zwei Charaktere, welche auch in „Der Erste der am Ende stirbt“ schon eine Rolle gespielt haben. Dank Alano Rosa - dem Erben des Todesboten - geht es in diesem Band auch verstärkt um das Konzept des Todesboten, was wirklich lesenswert ist. Stellenweise war der Roman dennoch zu langatmig, die über 700 Seiten wären vermutlich nicht nötig gewesen. An manchen Stellen verläuft die Handlung etwas im Sand, dennoch konnte „Am Ende will doch einer sterben“ mich überzeugen. Vor allem lag dies daran, dass wichtige Themen wie Suizidversuche oder die Borderline-Persönlichkeitsstörung authentisch umgesetzt wurden. Adam Silvera kratzt bei diesen Themen nicht nur an der Oberfläche, sondern geht tatsächlich glaubwürdig darauf ein, was ich für einen Jugendroman großartig finde. Zu den Protagonisten kann man sehr schnell eine Verbindung aufbauen, wodurch der Lesefluss trotz der Dicke des Buches angenehm war. Insgesamt kann ich „Am Ende will doch einer sterben“ allen empfehlen, die die ersten beiden Bände gelesen haben, auch wenn der dritte Band nicht mein Favorit ist.