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Veröffentlicht am 10.05.2021

Agent thriller for young ones

City Spies 1: Gefährlicher Auftrag
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Wer kennt es nicht, als Kind hat man doch gerne Detektiv gespielt oder ein Spion seien wollen. Ich zumindest schon….=)
Diese Leidenschaften hab ich zwar nicht ausgelebt, aber mit gefiebert, wenn bekannte ...

Wer kennt es nicht, als Kind hat man doch gerne Detektiv gespielt oder ein Spion seien wollen. Ich zumindest schon….=)
Diese Leidenschaften hab ich zwar nicht ausgelebt, aber mit gefiebert, wenn bekannte Spione und Detektive ihre Aufträge lösten. Doch bei unseren Helden ist es diesmal ganz anders. Sie träumen nicht nur davon Spione zu sein sie sind wirklich welche, auch wenn sie alle komplett verschiedene Backgrounds haben. Von wem die rede ist? Vom ersten Teil der „City Spies“ aus der Feder/Tastatur von James Ponti, erschienen im Carlsen Verlag.

Wir steigen in diesen Jugendkrimi an einer prekären Stelle ein. Wo wir die 12-jährige Sara treffen die im Gefängnis sitzt und der mehrer Jahre Jugendhaft bevorstehen, da sie sich in die Justizbehörde gehackt hat. Nach dem ‚Warum‘ fragt keiner; außer ein geheimnisvoller Agent namens „Mother“, er interessiert sich dafür. So stellt sich her raus, dass Sara dadurch hoffte ihre korrupten Pflegeeltern entlarven zu können. Mother bietet ihr an bei den City Spies einzusteigen, die in Schottland zur Schule gehen, aber in Wirklichkeit für den britischen Geheimdienst MI6 arbeiten. Sara stimmt zu und landet in einer 5-köpfigen Gruppe aus Jugendlichen, die ab dann gemeinsam auf eine Mission gehen. Nach Paris um den Jugendumweltgipfel zu rette und einer bösartigen geheimen Organisation auf die Schliche zukommen.

Der Inhalt hatte mich schon sehr gefesselt und ich habe das Buch nur schwer zur Seite legen können. Der Aufbau der Story ist sehr gut nachvollziehbar und man hat keines falls das Gefühl irgendwie nicht mitzukommen. Was mir besonders gut gefallen hat, sind hinten die kurzen Steckbriefe über die fünf jungen Spione. So hat man auch schon gleich ein dazugehöriges Bild und einige Hintergrundinformationen, die aber innerhalb der Story weiter vertieft werden. So, zu Beispiel was Paris und Mother verbindet und wie er ihn gefunden hat, genauso auch bei Sydney. Das gibt dem ganzen noch den persönlichen Tatsch. Was ich sehr angenehm finde und sich auch mit in die Geschichte verwebt.
Eine andere lustige Sache, sind die so genannten „Mother-Sprüche“ , die immer dann zum Einsatz kommen, wenn die Kids irgendwas sich besonders merken sollen. So auch dieser Satz, den Sara sich ganz oft vorsagt, wenn sie der Mut verliert.
„Glauben muss vor allen Dingen, wem die Arbeit soll gelingen.“

Es ist eine super spannende Geschichte und das nicht nur für junge Leser. Sehr temporeich und mit viel Action, es läuft vorm innerlichen Auge ein wirklich guter Blockbuster ab. Jeder der Spionage und Spannung cool findet und eine junge Version von James Bond mal lesen will ist hier gut aufgehoben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.05.2021

Ein hinreisender humorvoller Krimi mit charmanten Senioren.

Der Donnerstagsmordclub
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Der Krimi „Der Donnerstagsmordclub“ von Richard Osman aus dem List Verlag, ist sein Debüt. Und ein wirklich gutes dazu. Es begegnen uns vier Senioren um die achtzig in einer Luxus-Seniorenresidenz namens ...

Der Krimi „Der Donnerstagsmordclub“ von Richard Osman aus dem List Verlag, ist sein Debüt. Und ein wirklich gutes dazu. Es begegnen uns vier Senioren um die achtzig in einer Luxus-Seniorenresidenz namens Coppers Chase leben. Elizabeth, Ron und Ibrahim sind schon lange dort. Jeden Donnerstag lösen diese drei Cold Cases und als Joyce neu zu ihnen in die Residenz zieht wird sie teil ihres Clubs. Sobald dann auch noch ein echter Mord quasi vor der Tür passiert, sind die vier Feuer und Flamme. Jeder hat sein Spezialgebiet und sein früheres Leben ist da schon recht hilfreich bei den Ermittlungen.

Mir gefällt an der Story vor allem der Humor, sowohl zwischen den Zeilen als auch ganz offensichtlich. Es ist immer ein bisschen ein Katz und Maus spiel zwischen dem Club und der Polizei. Doch was ich wirklich ganz besonders finde, sind die Zwischenmenschlichen Beziehungen der vier Senioren. Einerseits zueinander, doch auch zu ihren Partnern und Freunden. Jeder hat da so seine kleinen Geheimnisse, die nach und nach immer offensichtlicher werden. Das zeigt einmal mehr das man Menschen nicht voreilige abschieben sollte aufgrund ihres alters. Sie haben echt einiges zu erzählen!
Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt, in denen wiederum einzelne Kapitel als Tagebucheinträge von Joyce aufgeführt sind. Somit lernt man sie noch besser und intensiver kennen. Warum sie nicht zu den anderen Bewohnern passt, von ihrer Herkunft her und Familie. Doch auch wie sie über die anderen Mitglieder der Donnerstagsmordclub denkt. Das ist sehr erheiternd und tiefsinnig, sie ist wirklich eine gute Beobachterin.
Das Cover ist sehr schlicht, doch dadurch total stilistisch, was mir sehr gut gefällt und zum englischen Charme des ganzen Passt. Lediglich gibt es zwei Bereiche, die aus dem Cover herausstechen. Sie sind auch Teil der Story und somit richtige Eyecatcher.
Es ist ein wunderbarer englischer Cozy-Crime dem ich jeden ans Herz leben kann. Ich freue mich auf noch mehr aus dieser Reihe und bin weiter gespannt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.05.2021

Ein richtig coole Sachbuch

Des Kaisers tönerne Krieger
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„Des Kaisers tönerne Krieger“ von Cornelia Hermanns ist ein Sachbuch, dass im Drachenhaus Verlag erschienen ist. Es behandelt die Geschichte des ersten chinesischen Kaisers und was es mit seinem Grab auf ...

„Des Kaisers tönerne Krieger“ von Cornelia Hermanns ist ein Sachbuch, dass im Drachenhaus Verlag erschienen ist. Es behandelt die Geschichte des ersten chinesischen Kaisers und was es mit seinem Grab auf sich hat. Da sich dort eine riesige Terrakotta-Arme wiederfindet. Wie kam es dazu das China einen Kaiser hatte? Was sind ‚Die streitende Reiche‘ und was hat das alles mit Konfuzius zu tun? Das alles und wie bzw. warum die Grabkammer mit der berühmten Armee erbaut wurde, wird in dem Buch hervorragend erklärt.

Im Rahmen einer lieben Buchsendung vom Drachenhaus Verlag, habe ich auch dieses Sachbuch bekommen. Es hatte mich schon vorher von der Thematik angesprochen, doch jetzt wo ich es in den Händen halte bin ich von der Haptik und Optik allein schon hin und weg. Es ist wieder auf gelblich schimmernden Papier hergestellt, dass sehr fest ist. Dazu gibt es auf jeder Seite farbige Illustrationen von Gregor Körting. Diese untermauern nochmal wunderbar die kurzen Sachtexte. Auch geben sie sowohl einen Eindruck in die damalige Zeit, als auch in die chinesische Kunst. Ganz besonders gefällt mir die zusammen Stellung der Texte. Obwohl es ein Sachbuch ist, wird dennoch eine gesuchte erzählt. Vom Anfang bis zum Ende klar strukturiert und mit nötigen kleinen Abstechern zu zusätzlichen Personen oder Handlungen.

Mir haben auch immer wieder die Erklärungen gut gefallen, warum z.B. bis heute bestimmte Handlungen oder Meinungen in China vorherrschen und auf was sie zurückzuführen sind. Es ist leicht und flüssig zu lesen, auch für Jugendliche die sich die Geschichte interessieren.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.04.2021

wieder mal ein fabelhaftes Abenteuer

Miss Daisy und die Entführung der Millionärin
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Das Hörbuch „Miss Daisy und die Entführung der Millionärin“ von Carola Dunn ist im aufbau audio erschienen. Es ist wieder mal sehr spannend und amüsant geschrieben.
Dies mal steht Daisy‘s Kindheitsfreund ...

Das Hörbuch „Miss Daisy und die Entführung der Millionärin“ von Carola Dunn ist im aufbau audio erschienen. Es ist wieder mal sehr spannend und amüsant geschrieben.
Dies mal steht Daisy‘s Kindheitsfreund Philipp vor einem Problem. Er hat sich in eine reiche Millionärin verliebt, die mit ihrem Vater in Großbritannien zu besuch ist. Doch dann wird sie entführt und Philipp bittet Daisy um Hilfe. Damit beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem natürlich Alec nicht fehlen darf.

Mir hat diese Story gut gefallen, auch wenn ich zwischen drin Probleme hatte am Ball zu bleiben. Es ist spannend und vor allem der Einblick in snobistische Gesellschaft selbst nach dem zweiten Weltkrieg ist enorm.
Dieser Fall unterscheidet sich zwar von den anderen. Da es keinen Mord gibt, wo man mit rätseln kann wer der Täter ist, dennoch finde ich es sehr gelungen. Es werden weitere Einblicke in die Familien von Daisy gegeben und alle beteiligten Figuren entwickeln sich ein ganzes Stück weiter.
Mir persönlich hat Edgar so manchen Lacher entlockt, mit seinen Kommentaren. Geschickt eingebaut...;)

Mein Lieblingssatz war diesmal bei einer nächtlichen kalten Überwachung...
„...nie das Haus ohne Schokolade verlassen“ ….wie weise ;)

Jeder der Daisy schon ins Herz geschlossen hat wird sich über diesen Teil besonders freuen und wer Cozy-Crimes mag findet hier auch was er sucht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.04.2021

Spielst du mit?!

Fair Play
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Eigentlich fällt man bei einer Rezension nicht gleich mit der Tür ins Haus, doch diesmal muss ich erstmal meine Gedanken anfangen zu sortieren und das geht am besten beim schreiben. Nun es handelt sich ...

Eigentlich fällt man bei einer Rezension nicht gleich mit der Tür ins Haus, doch diesmal muss ich erstmal meine Gedanken anfangen zu sortieren und das geht am besten beim schreiben. Nun es handelt sich um, ja was eigentlich?! Ein zwischen Ding von ‚normaler‘ Gegenwartsliteratur, gespickt mit Jugendliteratur und dennoch für alle Altersgruppen tiefsinnig. Warum?
Ich denke wegen dem erstens Aktuellen Thema Umwelt, zweitens wegen dem Aktuellen Thema Mobbing/Ausgrenzung (egal ob virtuell oder real), drittens wegen dem aktuellen Thema Technik/Medien.
Nun es würden mir bestimmt noch genug andere Gründe einfallen, doch die stechen zusehen heraus. Soweit denke ich konntet ihr mir gut folgen es ist schon ein besonderes Buch (in meinem Fall Hörbuch). Welches? „Fair Play: Spiel mit, sonst verlierst du alles!“ von Kerstin Gulden von Der Hörverlag.

Worum geht es eigentlich genau? Um ein Experiment von Schülern um den ökologischen Fußabdruck mit Hilfe einer App zu verringern. Eine löbliche Idee denkt sich auch die Politik und schreibt daher einen Wettbewerb aus. Kera, Leonard, Elodie und Max hatten die Idee zu der App ‚Fair Play‘ damit man auf den Sozialen Medien von jedem User die Umweltsünden sehen kann. Am Anfang is die Begeisterung groß, jeder will für das große Ganze mitmachen, nach drei Monaten soll das Gesamtprofil im grünen Bereich sein. Doch schnell fängt die Fassade an zu bröckeln und jeder, auch die vier Gründer, nutzt es für eigenen Zwecke. Es werden Schüler die nicht mitmachen gemobbt, da ihre nicht vorhandene Werte negativ das Gesamtkonto belasten. Daten werden missbraucht und man versucht zu schummeln. Was eigentlich auf dem spiel steht, erkennen die vier erst zu spät.

Soweit zum Inhaltlichen, ich finde die Idee sehr gut und aktuell passend. Die vier Hauptcharaktere sind in ihrem Wesen komplett unterschiedlich. Vor dem Projekt, hatten sie nicht viel miteinander zu tun und auch während des Projektes geht jeder mehr oder weniger seinen Weg. Da gibt es Elodie, die Influencerin, der es scheinbar leicht fällt immer ein grünen Icon zuhaben. Kera, die Ideengeberin, da sie sich für für Klima und Umwelt engagiert. Max, den Bad Boy mit künstlerischen Talent, den das Projekt eigentlich gar nicht interessiert. Und zu letzt Leonard, ’der Nerd’, er hat die App entwickelt und programmiert auch hat er alleinigen Zugriff drauf. Es lässt sich erkennen in welche Problematik die meisten tappen werden…
Mir hat der der Stil der Story gut gefallen, da jeder der vier beteiligten alleine zu Wort kommt, quasi so wie deren persönliches Tagebuch. Dadurch bekommt man von deren inneren Konflikten natürlich noch mehr mit.

Das Buch wird mit »Erebos« und »Die Welle« verglichen, wo ich nur zustimmen kann. Es ist wirklich eine Mischung aus beidem, man muss schon länger darüber nachdenken und Schluss endlich fragt man sich in wie weit lässt man sein eigenes Leben von Technik/Apps bestimmen. Kann man ohne oder braucht man doch die virtuelle Anerkennung?
Ich finde das sind spannende Fragen nicht nur für Jugendliche. Jeder der sich nicht scheut darüber nachzudenken ist da gut aufgehoben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere