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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2026

Ein Buch wie eine Schatzkiste

JAPAN – Kultur, Landschaft, Menschen & ein Leben mit Ikigai
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Japan: das Land der Gegensätze. Hochmodern und doch enorm geprägt von uralten Traditionen. Für viele von uns ein begehrtes Reiseziel, das Sehnsüchte weckt, beeindruckt und neugierig macht. Dieses bei Edition ...

Japan: das Land der Gegensätze. Hochmodern und doch enorm geprägt von uralten Traditionen. Für viele von uns ein begehrtes Reiseziel, das Sehnsüchte weckt, beeindruckt und neugierig macht. Dieses bei Edition Michael Fischer erschienene Buch geht dem Phänomen Japan auf die Spur und lädt dazu ein, das Land zu entdecken.

Die wunderschön und mit Liebe zum Detail gestaltete Ausgabe ist kein gewöhnlicher Reiseführer. Es ist vielmehr eine Sammlung von spannenden Informationen, Impressionen und Anregungen rund um das Land der aufgehenden Sonne, die den Leser inspirieren sollen. Während einige der vielen kleinen Kapitel bestimmten japanischen Orten gewidmet sind, werden in den anderen die verschiedenen Facetten und Besonderheiten Japans aufgegriffen, beispielsweise die Tradition der Samurai, das Lebenskonzept Ikigai oder die Teezeremonie. Sogar einige Kochrezepte und ein Mini Japanisch-Sprachkurs wird man hier finden. Das Buch ist nicht wirklich dazu geeignet, es in einem Rutsch, von vorne bis hinten zu lesen. Mir kam es gleich beim ersten Durchblättern wie eine kleine Schatzkiste vor, aus der man sich nach Lust und Laune immer wieder etwas herauspicken und nach Japan träumen kann. Dies gelingt noch besser dank zahlreichen farbenfrohen Bildern, die eine wahre Augenweide sind und die Texte wunderbar ergänzen.

Fazit: Ein rundum gelungenes Werk für Japan-Fans und alle, die Lust haben, mehr über das Land zu erfahren oder sich auf eine Reise dahin einzustimmen!

Veröffentlicht am 01.04.2026

Raus aus den Zwängen

Nimm den Zwängen die Macht
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So gut wie jeder von uns hatte schon einmal bei sich Verhaltensweisen oder Gedanken beobachtet, die einerseits unsinnig sind, die man dann aber doch nicht lassen kann. Normalerweise haben sie keinen größeren ...

So gut wie jeder von uns hatte schon einmal bei sich Verhaltensweisen oder Gedanken beobachtet, die einerseits unsinnig sind, die man dann aber doch nicht lassen kann. Normalerweise haben sie keinen größeren Einfluss auf unser Leben und schränken uns nicht ein. Bei manchen Menschen allerdings sind diese Zwänge keine harmlose Marotte, sondern krankhaft und Zeichen einer psychischen Störung. Doch wie erkennt man, welche Zwänge noch normal sind und wann man von einer Krankheit sprechen sollte? Wie kommt es überhaupt dazu, dass solche Zwangsstörungen entstehen? Und was kann man als Betroffene dagegen tun? Die Antworten auf diese und viele andere mit dem Thema verbundenen Fragen findet man in diesem Buch.

Die Autoren Ulrich Voderholzer, Rebecca Schennach und Stefan Koch sind alle Fachleute auf dem Gebiet der Psychologie bzw. Psychiatrie und verfügen über fundiertes Wissen zum Thema Zwangsstörungen. Der von ihnen verfasste Ratgeber lässt uns von diesem Wissen profitieren. Das verständlich geschriebene und klar strukturierte Buch liefert jede Menge wichtige und interessante Informationen zum Thema „Zwänge“ und lässt sie besser verstehen. Es vermittelt auch Methoden, mit deren Hilfe die krankhaften Störungen überwunden werden können. Darüber hinaus geben die Autoren zahlreiche wertvolle und praktische Tipps, zum Beispiel wie man seine Zwänge den Mitmenschen erklären kann oder wie man mit negativen Reaktionen umgeht. Der Leser findet im Buch auch Anregungen für die Gestaltung des Alltags.

„Nimm den Zwängen die Macht“ ist ein großartiger Ratgeber nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für die Angehörigen, die oft überfordert sind. Ganz besonders für diejenigen, die unter bestimmten Zwängen leiden, sich aber aus Scham nicht trauen, damit zum Arzt zu gehen, kann dieses Buch eine unschätzbare Hilfe sein. Es klärt auf, zeigt den Weg zur Heilung und macht Mut, dass diese möglich ist. Ich hoffe sehr, dass möglichst viele Menschen, deren Lebensqualität von einer Zwangsstörung eingeschränkt ist, den Ratgeber entdecken und lesen werden!

Veröffentlicht am 10.03.2026

Endlich alt genug!

Alt genug
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Mit schonungsloser Offenheit, herrlicher Selbstdistanz und sehr viel Humor schreibt Ildikó von Kürthy in ihrem neuesten Buch über das, was sie in ihrer Lebensmitte bewegt. Sie teilt zahlreiche Erkenntnisse ...

Mit schonungsloser Offenheit, herrlicher Selbstdistanz und sehr viel Humor schreibt Ildikó von Kürthy in ihrem neuesten Buch über das, was sie in ihrer Lebensmitte bewegt. Sie teilt zahlreiche Erkenntnisse mit und berichtet über schöne und weniger schöne Seiten des Älterwerdens. Auch von traurigen Erlebnissen und schmerzhaften Abschieden ist die Rede. Und doch ist der Grundton des Buches positiv. Die Autorin trauert der Vergangenheit und der Jugend nicht nach, hadert nicht mit einem sich verändernden Körper und schon gar nicht schaut sie angstvoll in die Zukunft. Nein, Ildikó von Kürthy feiert geradezu die mit den Jahren gewonnene Reife und Freiheit, das Leben so zu gestalten, wie sie es möchte. Ein wunderbares Buch, das Mut macht und das ich sehr gerne gelesen habe. Es hat mich nicht nur prima unterhalten - ich liebe den Schreibstil der Autorin und ihren Humor! - sondern auch tief berührt und zum Nachdenken gebracht. Durch die Lektüre hat sich auch mein Blick auf manche Dinge rund ums Thema Älterwerden verändert: Ich sehe die jetzt in einem neuen Licht und dieser Perspektivwechsel tut mir sehr gut. Danke, Frau von Kürthy!

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Raffinierte Spannung

Das Signal
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Die junge Innenarchitektin Viola verliert bei einem Unfall ein Bein und ihre Welt gerät plötzlich aus den Fugen. Zwar kümmert sich ihr gutaussehender und erfolgreicher Mann Adam liebevoll um sie, doch ...

Die junge Innenarchitektin Viola verliert bei einem Unfall ein Bein und ihre Welt gerät plötzlich aus den Fugen. Zwar kümmert sich ihr gutaussehender und erfolgreicher Mann Adam liebevoll um sie, doch Violas Leben ähnelt nach der Rückkehr aus der Klinik eher einem Gefängnisaufenthalt: Sie sitzt im Erdgeschoss des abgelegenen alten Hauses der beiden buchstäblich fest, die mürrische Pflegekraft Otilia überwacht sie wie eine Wärterin und der liebende Gatte ist mehr unterwegs als daheim. Um mehr Überblick über seinen Tagesablauf zu bekommen besorgt sich Viola heimlich übers Internet einige GPS-Tracker. Mit ihrer Hilfe entdeckt sie bald, dass Adams Erzählungen größtenteils Lügen sind. Und dann stellt sich noch heraus, dass sie von ihrer Vergangenheit eingeholt wurde und sich nun in großer Gefahr befindet...

Ich lese seit Jahren leidenschaftlich gerne Bücher von Ursula Poznanski, bin ein großer Fan ihres schriftstellerischen Talents und so freute ich mich schon sehr auf den neuen Roman. Eine Leseprobe hat mich neugierig gemacht und meine Erwartungen hochgeschraubt. Ich wurde nicht enttäuscht: Der neue Psychothriller ist eine Wucht! Die clever gestrickte und - wie man das von der Autorin nicht anders gewohnt ist - fesselnd erzählte und mit Twists gefüllte Geschichte hat mich sofort gepackt. Das Setting erinnert tatsächlich etwas an Hitchcock und verleiht dem Buch eine besondere Atmosphäre, der ich mich kaum entziehen konnte. Die sympathische Protagonistin wuchs mir ans Herz, ich konnte mich gut in sie und ihre schlimme Lage hineinversetzen, litt mit und freute mich dann, als sie sich zu helfen wusste. Violas technische „Hilfsmittel“ sind eine interessante Idee und bringen eine moderne Brisanz ins Buch.
Es war alles in allem ein großes Lesevergnügen und ich bin fast ein bisschen traurig, dass dieses schon ein Ende hat!

Fazit: Eine packende Lektüre, bei der Psychothriller-Fans definitiv auf ihre Kosten kommen werden!

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Spannendes Wiedersehen mit Laura Blacklock!

The Woman in Suite 11
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Es sind zehn Jahre vergangen seit Lo Blacklock auf einem Kreuzfahrtschiff einen Mord aufgespürt hatte und nur knapp mit dem Leben davon gekommen ist. Die traumatischen Ereignisse hat sie zwar nicht vergessen, ...

Es sind zehn Jahre vergangen seit Lo Blacklock auf einem Kreuzfahrtschiff einen Mord aufgespürt hatte und nur knapp mit dem Leben davon gekommen ist. Die traumatischen Ereignisse hat sie zwar nicht vergessen, trotzdem ist es ihr gelungen, sich ein neues Leben aufzubauen. Laura ist glücklich verheiratet und Mutter von zwei kleinen Söhnen, für die sie ihren Reisejournalistin Job für einige Jahre an den Nagel gehängt hat. Eine plötzliche Einladung zur Eröffnung eines Luxushotels in der Schweiz bietet ihr die Chance auf einen beruflichen Neuanfang und Lo entscheidet sich, diese zu ergreifen. Doch die Reise in die Schweiz wird zu einem Alptraum, in dem sie mit den Geistern aus ihrer Vergangenheit konfrontiert wird und erneut in tödliche Gefahr gerät...

Ein Wiedersehen mit Lo Blacklock! Als ich erfahren habe, Ruth Ware habe eine Fortsetzung ihres Bestsellerromans "The Woman in Cabin 10" geschrieben, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich mochte die sympathische Protagonistin und ich liebe den Schreibstil der Autorin. Damit stand fest, dass ich ihr neues Buch lesen muss. Ich wurde nicht enttäuscht. "The Woman in Suite 11" ist ein gut geschriebener, fesselnder Pageturner mit den für Ruth Ware so typischen Twists. Für mich war es eine spannende und unterhaltsame Lektüre, die ich genossen habe. Es war auch wirklich nett, Laura Blacklock (und nicht nur ihr, mehr verrate ich nicht!) wieder zu begegnen.
Zwar reicht der Roman nicht ganz an den meines Erachtens bestes Werk der Autorin heran und zwar "Hinter diesen Türen", ich finde ihn trotzdem gelungen und bin mir sicher, dass die Thriller-Fans beim Lesen auf ihre Kosten kommen werden!