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Veröffentlicht am 15.07.2023

Massaker in den Schären

Refugium
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John Ajvide Lindqvist, der Stephen King des Nordens, hat in Schweden längst Kultstatus erlangt. Sein neuster Thriller »Refugium« ist der Auftakt zu einer großen neuen Spannungstrilogie.
Julia Malmros, ...



John Ajvide Lindqvist, der Stephen King des Nordens, hat in Schweden längst Kultstatus erlangt. Sein neuster Thriller »Refugium« ist der Auftakt zu einer großen neuen Spannungstrilogie.
Julia Malmros, Krimiautorin und Expolizistin, recherchiert zu ihrem neuesten Krimi. Sie soll die erfolgreiche Millenium-Reihe des verstorbenen Stieg Larsson weiterführen. Sie holt sich den Computercrack Kim Ribbing mit ins Boot. Der junge Mann mit den langen schwarzen Haaren ist sehr eigen, er trägt an einem Kindheitstrauma.

In der Mittsommernacht geschieht auf einer Insel in den Schären ein grausames Verbrechen. Zwei vermummte Männer, bewaffnet mit Maschinengewehren, löschen innerhalb von wenigen Sekunden sechs Menschenleben aus. Nur Astrid Helander, die 14jährigeTochter des Gastgebers überlebt. Julia und Kim sind die ersten, die am Tatort eintreffen, da Julia ein Sommerhäuschen auf der Nachbarinsel hat.

Mit den Ermittlungen ist Julias Exmann Johnny betraut. Doch auch Julia und Kim mischen mit. Julia war mit dem Gastgeber Olof Helander seit Kindertagen befreundet.

Völlig unerwartet wird Julias Millenium-Band von der Lektorin abgelehnt. Julia ist am Boden zerstört, in einem Tnterview macht sie ihrem Ärger Luft.

»Refugium« ist spannend zu lesen. Die beiden Protagonisten Julia und Kim sind gut gezeichnet und geben zwei faszinierende Charaktere ab. Kim erinnert schon ein bisschen an Stieg Larssons Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist ist die Vorlage für Julia. Der Hammer ist, in Wirklichkeit wurde dem Autor John Ajvide Lindqvists sein Millenium-Entwurf vom Verlag abgelehnt. So hat er sein Manuskript kurzerhand umgeändert und als Auftakt zu einer eigenständigen Thriller-Trilogie herausgebracht. Komisch ist, ich hatte tatsächlich die ganze Zeit das Gefühl, dass dieses Buch von einer Frau geschrieben wurde. Das hat der Autor gut hinbekommen.

Leider konnte mich das Buch nicht durchgängig fesseln. Ab etwa der Hälfte empfand ich manches als vorhersehbar oder langatmig, dass wurde erst wieder zum Schluss besser. Dennoch ein spannender Einstieg in die Stromland-Triologie.

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Veröffentlicht am 13.07.2023

Ein Buch zum Träumen

Lighthouse Bookshop
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Ich liebe kleine Dörfer, alte Gemäuer und ich liebe Bücher, so war es keine Frage, dass ich mich in dem Leuchtturm zuhause fühlte. Die Autorin Sharon Gosling brachte mich in ihrem ›Lighthouse Bookshop‹ ...

Ich liebe kleine Dörfer, alte Gemäuer und ich liebe Bücher, so war es keine Frage, dass ich mich in dem Leuchtturm zuhause fühlte. Die Autorin Sharon Gosling brachte mich in ihrem ›Lighthouse Bookshop‹ zum Träumen. Der Leuchtturm steht mitten auf dem Festland, nahe einem kleinen Dorf in Schottland. In den dicken Mauern findet sich nicht nur ein Antiquariat, nein hier treffen sich Menschen auch auf einen Kaffee und Shortbread oder auch zum Schachspielen.

Die Autorn Sharon Gosling schreibt sehr gut lesbar, in einem warmen und unaufgeregten Stil. Die gut gezeichneten Protagonisten sind mir ans Herz gewachsen. Im Leuchtturm treffen sich die unterschiedlichsten Charaktere. Rachel hat hier einen Neuanfang gefunden. Ihr Chef Cullen ist ein Arbeitgeber, wie man ihn sich wünscht. Toby, ein ehemaliger Kriegsreporter, findet im Turm die Ruhe zum Schreiben. Und auch Gilly, eine junge Ausreißerin passt hier gut mit rein.

Als Cullen plötzlich verstirbt, ist die kleine Dorfgemeinschaft gefordert zusammenzuhalten, um ihr Idyll zu erhalten. Und dass der Leuchtturm auch noch ein Geheimnis birgt kommt als Überraschung hinzu.

Ein wunderbar leichter Sommerroman, zum Entspannen, Dahinschmelzen und Träumen.

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Veröffentlicht am 06.07.2023

Familienkonstellationen

Das Licht unserer Tage
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Die Autorin Clarrise Sabard hatte ich bisher noch nicht gekannt. Sie wurde, laut Verlagsinfo, 1984 geboren. Nach einem Schlaganfall beschloss sie, endlich das zu tun, was schon immer ihr Traum war: Schreiben. ...


Die Autorin Clarrise Sabard hatte ich bisher noch nicht gekannt. Sie wurde, laut Verlagsinfo, 1984 geboren. Nach einem Schlaganfall beschloss sie, endlich das zu tun, was schon immer ihr Traum war: Schreiben. Ihr erster Roman, Les Lettres de Rose, gewann den Prix du Livre Romantique 2016 und wurde zum Bestseller. Das Licht unserer Tage ist ihr zweites Buch.

Julia hat ihren Job verloren und nun ist auch noch ihre Mutter gestorben. Der letzte Wunsch der Mutter war, dass sie in Touraine reist uns sich mit ihrem Vater versöhnt.

Der Schreibstil der Autorin ist gut zu lesen. Sie pflegt einen unaufgeregten und ruhigen Stil, der dennoch Spannung erzeugt. Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Der erste Strang spielt in der Gegenwart und erzählt von Julia. Im zweiten Strang erfahren wir von ihrer Vorfahrin Eugenie, die mit 18 Jahren, von ihrem Vater nach Paris verbannt wurde. Eugenie hatte nach den damaligen Moralvorstellungen einen unverzeihlichen Fehltritt begangen und ihre Familie in Schande gebracht. Bei der Familie ihrer Tante erwartete Eugenie bitterste Armut. Sie lebten in einem Elendsviertel von Paris, in der sogenannten ‚Zone‘.

Die Geschichte punktet mit ihren gut gezeichneten Protagonisten, selbst die Nebenfiguren kommen sehr authentisch rüber. Besonders Eugenie mochte ich sehr. In welchem Zusammenhang der Prolog zur Geschichte stellt sich erst später heraus.

Mich hat der Roman gut unterhalten.

Fazit: Empfohlen für alle, die spannende Familiengeschichten lieben.

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Veröffentlicht am 06.07.2023

Tomorrow ist to late

Über Leben in der Klimakrise
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Wer jetzt noch die Klimakrise leugnet, dem ist nicht mehr zu helfen. Angesicht der ansteigenden Temperaturen, massiven Dürren, Wassermangel und extremen Wetterphänomene stellt sich die Frage: Was kann ...

Wer jetzt noch die Klimakrise leugnet, dem ist nicht mehr zu helfen. Angesicht der ansteigenden Temperaturen, massiven Dürren, Wassermangel und extremen Wetterphänomene stellt sich die Frage: Was kann ich eigentlich tun? Wie kann ich meinen CO² Fußabdruck als Privatperson verringern?

Neu war für mich, dass den Begriff ‚CO² Fußabdruck‘ von der Ölindustrie groß gemacht wurde. Sie kreierten eine Kampagne, um mit dem Finger auf jeden Einzelnen von uns als verantwortlich für die Klimakrise zu seinen. Sprich jeder Einzelne von uns könne seinen CO² Fußabdruck verringern und die Welt retten. Und klar, die Industrie ist fein raus.

Die Autorin Milena Glimbovski ist übrigens die Gründerin der Unverpackt-Läden-Bewegung, außerdem ist sie Speakerin für die Themen Nachhaltigkeit und Umwelt.

Die Autorin prangert das Greenwashing beim Thema Nachhaltigkeit an. Viel Konzerne schmücken sich mit diesem Begriff Nachhaltigkeit, um sich ein ;Grünes; Image zu verschaffen. Mit grünem Konsum, die Welt besser machen, klappt nicht, schreibt die Autorin. Man kann die Welt nicht mit etwas reparieren, mit dem man sie kaputt macht.

Ansteigende Temperaturen, massive Dürre, extreme Wetterphänomene – die Klimakrise ist längst auch bei uns in Deutschland angekommen. Die Trinkwasserversorgung ist nicht mehr sicher. Denn nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter kann das Wasser knapp werden. Wir machen es uns leicht, wenn wir glauben, das Trinkwasser kommt aus dem Hahn. Die Landwirtschaft hat es so schwer wie nie zuvor, während der Meeresspiegel steigt. Doch selbst wenn die politisch Verantwortlichen die große Katastrophe noch abwenden können: Viele klimatischen Veränderungen sind nicht mehr rückgängig zu machen. Wir haben keine Wahl, wir müssen uns anpassen. Die Aktivistin und Gründerin von Original Unverpackt Milena Glimbovski zeigt, wie es gehen kann. Sie stellt konkrete Maßnahmen vor, die wir politisch, aber auch privat umsetzen müssen, um eine klimaresiliente Gesellschaft zu schaffen.

Ein logischer Schritt wäre, dass Menschen, die an der Klimakrise verdienen, die mit der Zerstörung der Grundlage unserer Zivilisation ihr Geld verdienen, das Geschäft zu ruinieren. Ihnen das Handwerk zu legen oder zumindest in die Suppe zu spucken.

Fakt ist, die Klimakrise wird nicht einfach verschwinden. Der Klimawandel stellt uns immer wieder vor neunen Aufgaben. Und unsere Anpassung an den Klimawandel hat Grenzen.

Fazit: Leicht zu lesen, jedoch ein Thema mit Dynamit, ein Thema, dass uns allen wichtig sein sollte.

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Veröffentlicht am 28.06.2023

Die vielen Gesichter der Lady Gaga

Lady Gaga
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Lady Gaga, schreibt Musikgeschichte. Eine Pop-Ikone, die sich ständig neu erfindet, unbestritten ein Superstar.

Geboren am 28. März 1986 als Stefanie Germanotta, hat es die ehrgeizige, talentierte junge ...


Lady Gaga, schreibt Musikgeschichte. Eine Pop-Ikone, die sich ständig neu erfindet, unbestritten ein Superstar.

Geboren am 28. März 1986 als Stefanie Germanotta, hat es die ehrgeizige, talentierte junge Frau geschafft, sich die die Weltspitze zu katapultieren. Angefangen als leidenschaftliche Songwriterin, die sich am Klavier die Seele aus de Leib singt, merkt sie bald, dass sie so nicht weiterkommt. Sie verwandelt sich mit dramatischem Make UP zu einem Vamp mit schrägen Aktionen.

Die Autorin Annie Zaleski gibt uns Einblick in das Leben und das Werk dieser Ausnahmekünstlerin. Wir lernen auch ihre private Seite kennen. Hinter der schrillen Fassade steckt eine verletzliche und dennoch starke Frau. Wir begegnen berühmten Menschen, die sie auf ihrem Lebensweg begleiteten und die sie inspirierten. Viele ihrer Songs beziehen sich auf ihr eigenes Leben und ihre Gefühle. Der hochwertige, großformatige Band ist mit zahlreichen Fotos ausgestattet. Man blättert wie in einem Fotoalbum. Bereits das pinkfarbene Cover ist ein Hingucker und passt zu der schrillen Künstlerin. Das Buch ist Informativ und visuell eine Wucht.

Fazit: Ein MUSS für alle Fans von Lady Gaga. Extravagant, egozentrisch, einzigartig!

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