Profilbild von brenda_wolf

brenda_wolf

Lesejury Star
offline

brenda_wolf ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit brenda_wolf über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.03.2022

Too much

Nur Bärbel backte besser
0



„Nur Bärbel backte besser“ ist bereits der 5. Mordfall in dem die chaotische Familie Backes ermittelt. Naja eigentlich nur der Familienvater und Oberkommissar Jupp. Doch der Rest der Familie mischt natürlich ...



„Nur Bärbel backte besser“ ist bereits der 5. Mordfall in dem die chaotische Familie Backes ermittelt. Naja eigentlich nur der Familienvater und Oberkommissar Jupp. Doch der Rest der Familie mischt natürlich kräftig mit.

In diesem Fall ist das Opfer, die erst neu eingestellte Putzfrau Ivana. Und Jupp bekommt endlich wieder was zu tun. Höchste Zeit, denn um die Langeweile zu vertreiben verbringt er seine Nachmittage im Rathaus mit dem Standesbeamten, dem Presley-Günther, beim Kniffel-Spielen.

Ich mag ja Krimis a la Rita Falk, aber in „Nur Bärbel backte besser“ gab es für meinen Geschmack definitiv zu viel Klamauk. Der Schreibstil ist leicht lesbar, Spannung war auch bis zum Schluss vorhanden. Die Protagonisten waren ebenfalls gut ausgearbeitet, wenn auch ein sehr klischeehaft, was aber hier nicht stört. Man konnte sich jedenfalls die ganze Bande bildlich vorstellen. Hirschweiler, der Ort der Handlung, ist fiktiv und liegt zwischen Saarbrücken und Trier. Die Auflösung des Falls hat mich überrascht, damit hatte ich nicht gerechnet.

Fazit: Leichte Unterhaltung, jedoch für mich einfach zu viel Klamauk

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.03.2022

Basics für Christen und für Menschen die sich für die Person Jesus interessieren

Jesus für Eilige
0



Fabian Vogt, Pfarrer, Schriftsteller und Kabarettist bringt uns die menschliche Seite von Jesus in seinem Büchlein „Jesus für Eilige“ näher.

Er schreibt in einem leicht lesbaren lockeren Stil. Er bezeichnet ...



Fabian Vogt, Pfarrer, Schriftsteller und Kabarettist bringt uns die menschliche Seite von Jesus in seinem Büchlein „Jesus für Eilige“ näher.

Er schreibt in einem leicht lesbaren lockeren Stil. Er bezeichnet Jesus als Influencer seiner Zeit, denn er verstand es wie kein anderer, seine Follower um sich zu scharen und es wurden mehr und mehr, siehe Bergpredigt, die seine Botschaft mit Begeisterung ein Like gaben. Vogt beleuchtet, wie Jesus der Wanderprediger vor über 2000 Jahren eine weltweite Bewegung auslösen konnte, die auch in unsere Zeit hineinwirkt. Was war das Besondere an diesem Mann? Wie war Jesus wirklich? Diesen Fragen geht der Autor auf den Grund. Er fasst komplexe Aussagen in knackigen Sätzen zusammen.

Mich selber hat das Vorwort eher verstört. Den Rest des Buches fand ich einfach nur großartig. Es fordert zum Nachdenken heraus, auch für Menschen die, die Botschaft Jesus bereits kennen. Der Versuch zu verstehen, wie Jesus wirklich war, die verschiedene Aspekte seines Lebens und Wirkens.

Absolut schön fand ich den Satz: „In alltäglichen Begebenheiten kann sich die göttliche Idee der Liebe offenbaren, wenn wir nur den richtigen Blick dafür entwickeln.“
Und richtig, Jesus Botschaft wird wirkungslos, wenn man sich im Alltag nicht danach verhält. Jesus Botschaft erfordert Praxis, erst dadurch entfaltet sie ihren Zauber. Liebe kann alles, sie kann Berge versetzen, sie macht für uns alles möglich und sie macht für uns alle eine bessere Welt. Darum lasst uns Liebe üben, immer und immer wieder. Lasst uns nach Jesu Vorbild leben.

Fazit: Ein kleines Büchlein mit großartigem Inhalt, wenn man es auf sich wirken lässt und sich die Mühe macht, evtl. auch mal im Neuen Testament nachzuschlagen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.03.2022

Agnes Erbe

Flüchtiges Glück
0

Milla, die bei ihrer Mutter und ihren beiden „Zieh-Vätern“ in Berlin aufwächst, ist schwanger von ihrem Freund Navid, der als Kriegsflüchtling aus Afghanistan nach Deutschland kam. Seine Familie wurde ...

Milla, die bei ihrer Mutter und ihren beiden „Zieh-Vätern“ in Berlin aufwächst, ist schwanger von ihrem Freund Navid, der als Kriegsflüchtling aus Afghanistan nach Deutschland kam. Seine Familie wurde vor sechs Jahren von den Taliban im Kundus ermordet. Er möchte Milla heiraten, aber er spürt, dass in dieser Familie ein dunkles Geheimnis wie ein Gift in die Generationen einsickert. Er lässt nicht locker, so dass auch Milla Ungereimtheiten in der Familiengeschichte entdeckt und diese zu entschlüsseln versucht. Sie stellt Nachforschungen an. Ihre Großmutter Agnes war einst Mitarbeiterin bei der Stasi.

Die Protagonisten sind authentisch gezeichnet. Besonders Agnes ist für mich eine interessante Figur, sie hat einiges zu verbergen. ‚Unterschätzt zu werden war strategisch immer eine gute Position‘, dieser Satz beschreibt Agnes sehr gut. Die Liebesgeschichte zwischen Milla und Navid glaubwürdig und schön erzählt. Leid tut mir in diesem Roman Agnes Tochter Jola. Ihr Leben wurde durch eine Intrige zerstört.

Nebenbei erfahren wir von den katastrophalen Umweltverschmutzungen in der Industrieregion Bitterfeld. Umweltaktivisten filmten bereits 1988 die Zustände dort. Das war eine sehr riskante Aktion, denn hätte man sie erwischt, wären sie geradewegs in Bautzen gelandet. Der sogenannte „Silbersee“ wurde zum Sinnbild der Ökokatastrophe. Die Hinterlassenschaften einer Filmfabrik sprudelten zu DDR-Zeiten als Giftbrühe in das Grundwasser. Die Sanierung ist wahrscheinlich eine Aufgabe für die Ewigkeit.

Fazit: Wer an der jüngeren Geschichte Interesse hat und wissen möchte, wie die Menschen in dieser Zeit lebten, ist mit diesem Unterhaltungsroman gut beraten.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 08.03.2022

Mr. Wolphram und die Meute

Den Wölfen zum Fraß
0


Patrick McGuinness legt uns mit seinem Buch "Den Wölfen zum Fraß" einen bemerkenswerten Kriminalroman der auf wahre Begebenheiten beruht vor.

Ein pensionierter Lehrer des Chapleton College, Michael ...


Patrick McGuinness legt uns mit seinem Buch "Den Wölfen zum Fraß" einen bemerkenswerten Kriminalroman der auf wahre Begebenheiten beruht vor.

Ein pensionierter Lehrer des Chapleton College, Michael Wolphram, wird festgenommen. Ihm wird der Mord an seiner jungen Nachbarin Zalie Dyrer zur Last gelegt. Er ist ein exzentrischer Einzelgänger und somit der perfekte Täter, auf den sich die Medien stürzen. Der Sonderling lebt zurückgezogen, liest Bücher und hört anspruchsvolle Musik. Ist er ein Perverser oder gar ein Pädophiler? Mit den modernen Medien hat er jedenfalls nichts am Hut und gerade das macht ihn verdächtig, die Presse beginnen ihn zu zerfleischen, zerstört seinen Ruf. Der Titel ist also durchaus treffend gewählt. Aber ist Mr. Wolphram tatsächlich der weltfremde Pensionär? Zwei Ermittler verhören ihn in Untersuchungshaft. Gary, der geradezu einer Polizeiserie aus den Siebzigern entsprungen sein könnte, der abgebrühte Zyniker und Ander, der geradlinige Uni-Absolvent mit dem Spitznamen ‚Prof.‘ Was niemand ahnt, Ander kennt Mr. Wolphram aus seiner Zeit am Chapleton College. Das ist dreißig Jahre her. Er ist entschlossen, die Wahrheit herauszufinden.

Es handelt sich hier um keinen Kriminalroman im herkömmlichen Sinne. McGuinness schürft tiefer. Und das macht den Krimi faszinierend und gleichzeitig auch sehr schwierig.
Der Autor schreibt sehr anspruchsvoll, psychologisch scharfsinnig, aber auch ausschweifend und detailreich. Ich mochte seine Überlegungen wie: Das Archiv der kleinen Vergangenheiten, all die Dinge, die aus dem Alltag direkt ins Nirgendwo gleiten. Oder: Nebel macht keine Geräusche, aber er lässt alles anders klingen. Leider wurde mir der Stil mit der Zeit definitiv zu viel, das Verlieren in Nebensächlichkeiten. Ich wollte, dass es endlich zur Sache ging. Doch dafür brauchte es Geduld.

Fazit: Kein Roman für Schnellleser. Man braucht Geduld und langen Atem, für Leser die das Aufbringen ist es ein Genuss. Ich brachte die Geduld nur bedingt auf. Deshalb einen Stern Abzug.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.03.2022

Psychologie zur Angst

Über Angst
0

The School of Life gibt uns mit dem Buch „Über Angst“ einen philosophischen Ratgeber an die Hand. Aber was ist Angst, was bedeutet es Angst zu haben? Ist Angst nur was, was uns die Kehle zuschnürt, uns ...

The School of Life gibt uns mit dem Buch „Über Angst“ einen philosophischen Ratgeber an die Hand. Aber was ist Angst, was bedeutet es Angst zu haben? Ist Angst nur was, was uns die Kehle zuschnürt, uns Schauer über den Rücken Jagd.

Angst gehört zu unserem Leben und bietet uns in gewisser Weise sogar Schutz, z.B. schützt sie uns vor Gefahren und löst eine schnelle Reaktion aus. Angst ist facettenreich. Gerade in unserer temporeichen Zeit werden Ängste durch Stress zunehmenden geboren., d.h. viele Ängste entstehen im Laufe des Lebens durch individuelle Lernprozesse, aber sie können auch wieder durch Lernprozesse abgebaut werden. Wir sind unseren Ängsten nicht wehrlos ausgesetzt. Es gibt Trainingsmethoden, seinen Ängsten Herr zu werden.

Das Buch ‚Über Angst‘ ist ein Meditationsbuch über unsere täglichen Ängste. Es macht Mut und liefert inspirierende Denkanstöße.

Fazit: Empfehlenswert.


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere