Düster und brutal
Schwüre, die wir brechen
"Schwüre, die wir brechen" ist ein spannender Kriminalroman des deutsch-schwedischen Autorenpaars Kerstin Signe Danielsson und Roman Voosen. Es ist bereits der zweite Band einer Reihe, der sich lässt ...
"Schwüre, die wir brechen" ist ein spannender Kriminalroman des deutsch-schwedischen Autorenpaars Kerstin Signe Danielsson und Roman Voosen. Es ist bereits der zweite Band einer Reihe, der sich lässt jedoch ohne Probleme unabhängig vom ersten Band lesen lässt. Ich persönlich kannte den Vorgängerband ebenfalls noch nicht.
Die beiden Ermittlern Jon Nordh und Svea Karhuu bekommen es mit einem äußerst bizarren Fall zu tun. In Malmö wird eine Leiche mit einem Krokodilkopf gefunden. Rätsel geben die Hieroglyphen der ägyptischen Götterwelt auf, die das Opfer trägt. Was will der Täter damit sagen? Lange wird auch nicht klar, wie die kursiv gesetzten Kapitel in die Geschichte passen. Das Schiffsunglück und der schlimme Missbrauch von Peter in Colonia Dignidad um den Sektengründer Paul Schäfer.
Die Autoren schreiben spannend, aber doch mit einigen Längen. Insgesamt ist die Stimmung in diesem Roman eher düster. Die beiden Ermittler Kommissar Jon Nordh und seine Kollegin Svea Karhu kommen sympathisch rüber. Beide haben jedoch eigene Probleme, die in Nebenhandlungssträngen behandelt werden. Auch das restliche Ermittlerteam ist kompetent und macht einen guten Job. Die True-Crime-Podcasterin, die in diesen Fall verwickelt ist, empfand ich als authentisch gezeichnet.
Ich liebe ja Schwedenkrimis, aber so ganz konnte mich "Schwüre, die wir brechen" nicht überzeugen. Vielleicht lag es auch an diesem äußerst brutalen Vorgehen des Täters.
Fazit: Ein spannender Schwedenkrimi, düster und brutal.