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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.10.2018

Es muss nicht immer eine Trilogie sein ...

Fire & Frost, Band 1: Vom Eis berührt
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Die Leseprobe kannte ich bereits, als ich dieses Buch angefangen habe, und wusste, dass ich große Lust auf diese Geschichte hatte.

Leider hat es "Fire & Frost" das ganze Buch lang nicht geschafft, mit ...

Die Leseprobe kannte ich bereits, als ich dieses Buch angefangen habe, und wusste, dass ich große Lust auf diese Geschichte hatte.

Leider hat es "Fire & Frost" das ganze Buch lang nicht geschafft, mit diesen ersten paar Seiten mitzuhalten. Das erste Drittel des Romans gefällt mir sehr gut und ich hatte damit gerechnet, dass er eines meiner Jahreshighlights werden könnte - aber die Handlung zog sich zu sehr in die Länge, als dass irgendeine Spannung hätte aufrecht erhalten oder gar gesteigert werden können.

Die Charaktere finde ich okay - nicht zu flach, aber auch nicht so komplex und interessant, wie sie hätten sein können. Sie entsprachen oft dem, was ich erwartet hatte und haben mich kaum einmal überrascht. Auch die Handlung ist okay, aber sie kommt mir nicht schnell genug in Gang. Es dauert zu lang, bis überhaupt klar wird, was das Ziel des Romans ist. Dann, nachdem das bekannt ist, passiert viel zu lange Zeit NICHTS in dieser Richtung. Ja, die Figuren müssen trainieren. Ja, man muss ein bisschen Drama reinbringen und ein bisschen Liebesgedöns am besten gleich dazu. Ist ja alles schön und gut. Aber es zog sich einfach zu lange hin. Zwischendurch hatte ich sogar das Bedürfnis, das Buch eine Weile beiseite zu legen und ein anderes anzufangen, so sehr nervte mich dieses Hinauszögern - und das passiert mir sonst nie. Niemals. Ich lese Bücher am liebsten in einem Rutsch. Wie störend ich das empfand, sollte also klar sein.

Ansonsten gefiel mir das Buch sehr gut. Die Geschichte selbst unterscheidet sich nicht großartig von vielen anderen dieses Genres, insbesondere von solchen, die in den letzten Jahren erschienen sind. Doch sie ist Teil des guten, des besseren Durchschnitts. Wie gesagt, sie hätte Potential zum Highlight gehabt, mit einem tollen Worldbuilding und interessanten Storydetails. Nur leider kann dieses Buch nicht mit sich selbst mithalten - es wird eingangs zu viel versprochen, was das Buch im späteren Verlauf nicht halten kann. Wirklich sehr, sehr schade.

Noch habe ich die Hoffnung, dass es mit den Folgebänden besser wird, aber ich habe so meine Zweifel. Es kann auch sein, dass man besser eine Di- statt einer Trilogie daraus gemacht hätte. Durch das Stauchen der Geschichte und das Weglassen mancher Szenen hätte man es vielleicht schaffen können, die Spannung aufrecht zu erhalten.
Es muss nicht immer eine Trilogie sein, und ohne die Fortsetzungen gelesen zu haben mag ich das eigentlich nicht so pauschal behaupten, aber ich finde, dass dieser Auftaktband das perfekte Beispiel hierfür ist.

Veröffentlicht am 02.05.2018

Kurzrezension

BL is magic! 1
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Die Geschichte eines schwarzen Magiers, der nur weiße Magie hinbekommt, so sehr er sich auch bemüht, schwarze Magie anzuwenden, und in der Menschenwelt nach Hilfe sucht. Dort stößt er auf einen zunächst ...

Die Geschichte eines schwarzen Magiers, der nur weiße Magie hinbekommt, so sehr er sich auch bemüht, schwarze Magie anzuwenden, und in der Menschenwelt nach Hilfe sucht. Dort stößt er auf einen zunächst sehr nervigen Kerl, der ihm dann aber doch ganz gut gefällt. Das beschreibt ungefähr die Anfänge von BL is Magic. Dabei sprüht die Story vor Humor (ich konnte mir das Grinsen selten verkneifen) und das Artwork ist einfach toll – irgendwie anders und sehr angenehm zu lesen.

Ich bin jetzt schon nach diesem einen kurzen Band (148 Seiten) ein Fan von Rubio und Ati und werde ganz sicher weiterlesen!

Veröffentlicht am 02.05.2018

Kurzrezension (Band 1 + 2)

Seven Deadly Sins 2
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Die Seven Deadly Sins sind eine Gruppe von Verbrechern, die vor einigen Jahren auf sämtlichen „Wanted“-Plakaten gelandet ist. Warum und wie werde ich nicht verraten, aber so viel sei gesagt: jeder hält ...

Die Seven Deadly Sins sind eine Gruppe von Verbrechern, die vor einigen Jahren auf sämtlichen „Wanted“-Plakaten gelandet ist. Warum und wie werde ich nicht verraten, aber so viel sei gesagt: jeder hält Ausschau nach ihnen und fürchtet sie.
Die Geschichte beginnt, als eine junge Frau, verkleidet als rostiger Ritter, in die Kneipe eines Kindes stolpert und sich herausstellt, dass sie ebenfalls nach den Seven Deadly Sins sucht – aber nicht, um sie den regierenden Heiligen Rittern auszuliefern, sondern weil sie ihre Hilfe braucht …

Mich hat dieser Manga, der mich beim Lesen an King Arthur, die Drei Musketiere und auch Monty Python erinnert hat (aber nur ein bisschen, er ist nicht halb so anstrengend wie MP), schnell durch das süße Artwork und die Stimmung überzeugt. Der Zeichenstil ist sehr angenehm und passt perfekt zur Geschichte. Der Geschichte liegt ein ständiger Humor zugrunde – zum Beispiel gibt es sprechende Schweine?! Es gibt Wortspiele, was mir in jeder Form, ob nun Manga, Roman oder Fernsehserie, gefällt. Das Setting fühlt sich westlich an – ich hatte Großbritannien im Hinterkopf – die Charaktere sind allerdings asiatisch angehaucht. So richtig kann ich es nicht einordnen, aber da es sich um eine Fantasywelt handelt, ist das wohl auch nicht nötig.

Nach zwei Bänden bin ich neugierig, wie die Geschichte der Seven Deadly Sins ausgeht. Ich muss nicht unbedingt jeden Band lesen (werde ich aber vermutlich), zumindest möchte ich wissen, wie die Reihe endet.

Übrigens gibt es den zugehörigen Anime auf Netflix! Aktuell sind zwei Staffeln verfügbar. Mir gefällt der Manga besser, aber die Serie kann sich ebenfalls sehen lassen.

Veröffentlicht am 02.05.2018

Kurzrezension

Anonymous Noise 1
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Anonymous Noise 1 handelt von Nino, einem jungen Mädchen, das in seiner Kindheit nicht nur einen, sondern gleich zwei Freunde, darunter die erste Liebe, verloren hat. Beide haben Nino jedoch versprochen, ...

Anonymous Noise 1 handelt von Nino, einem jungen Mädchen, das in seiner Kindheit nicht nur einen, sondern gleich zwei Freunde, darunter die erste Liebe, verloren hat. Beide haben Nino jedoch versprochen, wieder zu ihr zurück zu finden, wenn sie nur weiter singt. Inzwischen sind einige Jahre vergangen …

Ich habe diesen Manga lesen wollen, weil mir die Grundidee gefällt: Dass Musik verbindet, hat man ja schon mal gehört. (Zum Beispiel in einem meiner Lieblingsfilme, Der Klang des Herzens.) Aber eine direkte Umsetzung in Roman- oder Mangaform habe ich noch nicht gesehen. Deshalb war ich gespannt, wie diese Verbindung durch Ninos Gesang funktionieren würde. Das Artwork mit seinen vielen runden Formen, typisch für Shojo, ist angenehm fürs Auge und gefällt mir sehr. Der Zeichenstil passt gut zur Geschichte. Ein nettes Extra ist die kleine Sammelkarte mit dem Covermotiv und einem kurzen Steckbrief zur Protagonistin.

Die Geschichte an sich gefiel mir während und auch nach der Lektüre; mit Nino selbst habe ich aber ein paar Schwierigkeiten. Sie ist seit ihrer Kindheit darauf geprägt, auf diese zwei Kerle zu warten und macht ihr Lebensglück quasi von der Rückkehr der beiden abhängig. Selbst wenn sie auf den Schulfluren unterwegs ist, denkt sie nur an Momo und Yuzu, die sie damals verlassen haben. Diese unterschwellige Jammerei und damit das teilweise unnötige Drama fand ich überflüssig. Stattdessen hätte sich Ryoko Fukuyama mehr auf die Musik konzentrieren können.

Da dies aber nur der erste Band ist, kann es durchaus sein, dass sich diesbezüglich in den Folgebänden noch etwas tut. Ein Pluspunkt ist jedenfalls, dass ich Yuzu sehr mag.

Veröffentlicht am 02.05.2018

Kurzrezension

Bis deine Knochen verrotten 01
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Bis deine Knochen verrotten ist laut Verlag ab 15 Jahren und dem Genre Mystery zugeordnet. Ich finde, es geht ziemlich in Richtung Horror und fände es besser, wenn der Manga auch so kategorisiert würde. ...

Bis deine Knochen verrotten ist laut Verlag ab 15 Jahren und dem Genre Mystery zugeordnet. Ich finde, es geht ziemlich in Richtung Horror und fände es besser, wenn der Manga auch so kategorisiert würde. Für mich war es stellenweise schon fast zu viel und ich bin sicher, dass es Leute gibt, die da noch empfindlicher sind als ich.

Die Geschichte handelt von einer Gruppe von fünf Freunden, die vor fünf Jahren gemeinsam jemanden getötet und verscharrt haben. Einmal im Jahr kommen sie am Grab zusammen. Und in diesem Jahr ist das Skelett verschwunden, es gehen Erpresseranrufe ein und irgendwie ist alles nicht mehr so, wie es einmal war. Auch hier weiß ich nicht genau, wohin mich die Handlung führen soll, möchte mich aber ehrlich gesagt auch nicht weiter damit befassen. Ich glaube, für Horrorfans ist dieser Manga genau der richtige, für mich jedoch definitiv nicht.

Qualitativ ist er wie bisher alle Manga, die ich aus dem altraverse Verlag gelesen habe, sehr hochwertig und mit spürbar viel Liebe produziert worden. Meiner Meinung nach ist das Cover etwas irreführend: Ja, das abgebildete Mädchen kommt vor; ja, auch einen Totenschädel sieht man; und ja, einen Blick auf Brustansätze kann man auch in der Geschichte erhaschen. Aber das sanfte Lächeln, die zarten Farben, die friedvolle Stimmung, die hier impliziert werden, sucht man im Manga selbst vergeblich. Ich würde das Cover wesentlich düsterer gestalten.