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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.01.2020

Definitiv empfehlenswert, aber kein Wow-Effekt

TAKEN PRINCESS
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Zum Inhalt: Wres, oder auch Nolan Seyward gebürtig, möchte die Prinzessin, die mehrere Bordelle führt, warnen an einem Event mit ihren Frauen aufzutauchen und sie lernt leider erst dort wieso: Nolan hat ...

Zum Inhalt: Wres, oder auch Nolan Seyward gebürtig, möchte die Prinzessin, die mehrere Bordelle führt, warnen an einem Event mit ihren Frauen aufzutauchen und sie lernt leider erst dort wieso: Nolan hat einen Anschlag auf hochrangige Politiker geplant, um seiner Selbstjustiz gerecht zu werden, möchte aber keine unschuldigen Menschen töten. Nach der ersten Begegnung und ein paar Machtspielchen mit der Prinzessin geht sie ihm nicht aus dem Kopf und so kommt es, dass er er sie aufsucht und Teil eines FBIs Einsatz in einem ihrer Clubs wird. Sie haben es auf die Prinzessin abgesehen und er schnappt sie sich und flieht mit ihr. Immer wieder mit dem Gedanken sie zurück zu lassen oder zu töten, kommen die beiden sich doch näher als sie es beide zulassen wollen. Doch kann Wres der Prinzessin wirklich trauen nach all dem, was er über sie gehört und auch gesehen hat?

Meine Meinung: Jane S. Wonda ist eine Meisterin auf ihrem Gebiet. Der Schreibstil war durchgehend flüssig und lässt sich leicht lesen. Die Dialoge waren realistisch und die Spannung hat sich gegen Ende stark verschärft. Bei ihren Romanen wird kein Blatt vor den Mund genommen und es gibt keine Tabus! Der Roman ergänzt sich sehr gut mit den anderen Büchern von Jane, zum Beispiel mit Catching Beauty und Hunting Angel. In diesem Universum und den Charakteren macht es Spaß weiterzulesen, ist auch unabhängig von der Reihenfolge machbar! Der Plot Twist am Ende des Romans ist genial und hat mir die Kinnlade runter fallen lassen. Das Genre Dark Romance ist für mich eine Mischung aus Erotik und Thriller, was sehr nervenkitzelnd sein kann. Für eine fünf-Sterne-Bewertung hat bei diesem Buch hier ein bisschen der Wow-Effekt und eine stärkere Dauerspannung gefehlt. Dennoch sehr unterhaltsam und definitiv eine Empfehlung!

Mein Fazit zu Taken Princess: du bist mein
⭐⭐⭐⭐

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.12.2019

Schreibstil zu minimalistisch

Ultimatum
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Die Handlung von Ultimatum lässt sich ziemlich genau darin beschreiben, dass es eine Aneinanderreihung von Anschlägen und terroristischne Aktivitäten und Attacken gibt, die allerdings nicht allzu schlimm ...

Die Handlung von Ultimatum lässt sich ziemlich genau darin beschreiben, dass es eine Aneinanderreihung von Anschlägen und terroristischne Aktivitäten und Attacken gibt, die allerdings nicht allzu schlimm und detailliert beschrieben werden. Dabei versucht der Kommissar de Bodt mit seinem Team, den Forderungen der Entführer auf die Schliche zu kommen, da nicht ganz klar ist, worauf es hinausläuft. Lässt sich Deutschland denn erpressen?
Um ehrlich zu sein, hat es so lange gedauert, bis ich mich an den Schreib- und Erzählstil gewöhnt habe: Es sind sehr kurze Sätze, fast schon minimalistisch wie die Kapitel gestaltet sind. Vieles der Handlung wird einfach weggelassen und soll somit selbsterklärend sein. Anderes, vor allem Nebensächliches wurde durch den Erzählstil in den Vordergrund gesetzt. Die sehr kurzen Kapitel sind von einem in den anderen Handlungsstrang gesprungen und man musste sich somit sehr konzentrieren, wo man gerade ist und wer nochmal die Personen sind. Das hat dazu geführt, dass Handlungslücken entstanden sind, sodass ich der Geschichte nicht mehr folgen konnte. Deshalb habe ich das Buch auch vorzeitig abgebrochen, da es mir leider keinen Spaß gemacht hat, es zu lesen, vor allem weil sich die Handlung mir nicht vollständig erschließt.
Der Schreibstil ist wirklich außergewöhnlich, aber hat auch leider dazu geführt, dass ich mich nicht mit diesem Thriller anfreunden konnte. Allerdings ist das Thema hochpolitisch und sehr interessant. Der Klappentext hat mich wirklich angesprochen und auch die Handlung, die ich verstanden habe, gefiel mir gut.

Mein Fazit zu Ultimatum
⭐⭐

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.12.2019

Erwartung von großen Emotionen wurde nicht erfüllt

Für damals, für immer
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"Für damals, für immer" verspricht, wenn man sich den Klappentext durchliest, große Gefühle und eine tolle Liebesgeschichte. Diese Erwartungen wurden leider nicht erfüllt, stattdessen ist ein Roman, dessen ...

"Für damals, für immer" verspricht, wenn man sich den Klappentext durchliest, große Gefühle und eine tolle Liebesgeschichte. Diese Erwartungen wurden leider nicht erfüllt, stattdessen ist ein Roman, dessen Geschichte sich zu sehr im Kreis dreht, in der Vergangenheit lebt und der eine unangenehm melancholische und schwere Stimmung verspricht.
Eamon und Evi waren ein Traumpaar, ihre Liebesgeschichte mitreißend und sie waren für einander geschaffen. Evangelines Schwangerschaft hat das Glück noch perfekt gemacht, doch dann verlor ihr Ehemann Eamon auf tragische Weise sein Leben. In der ganzen Trauer und der Geburt stand der beste Freund und Adoptivbruder ihres Ehemannes, Dalton, zur Seite und kümmert sich liebevoll um Evi und das Kind, wodurch sich auch die Beziehung zueinander verändert.
Die ersten Abschnitte des Buches waren wundervoll poetisch und tiefsinnig beschrieben. Durch Rückblenden in die Vergangenheit, erfährt man viel von den drei Protagonisten Eamon, Evi und Dalton. Dies zum Vorteil, aber auch mit bitterem Nachgeschmack, denn man bekommt das Gefühl, die ganze Handlung spielt nur in der Vergangenheit und die Liebesbeziehung zwischen Evi und Dalton, die eigentlich erwartet oder auch versprochen wurde, rückt vollständig in den Hintergrund. Im weiteren Verlauf der Handlung merkt man auch schnell, dass sich die Beziehung der beiden nur im Kreis dreht: Eifersucht und Unsicherheit. Dabei völlig unbegründet! Auch der Schreibstil, den ich zu Anfang noch gelobt hatte, flachte schnell ab und es war emotionslos und simpel.
Die Charaktere wurden nur spärlich beschrieben und es wurde kaum in die Tiefe gegangen, sodass ich meist nicht mitfühlen konnte, vor allem Evi, war mir nur noch unsympathisch. In Dalton konnte ich mich fast schon am ehesten hineinversetzen, doch das auch nur wegen meiner Fantasie und nicht weil der Schreibstil auch nur irgendwie emotional war. Nein, es war eher langweilig und es kam auch keinerlei Spannung oder ähnliches auf.
Es ist mir auch dann gegen Ende hin schwergefallen, zum Buch zu greifen, da mich die Geschichte gar nicht berühren konnte, oder ich auch nur ansatzweise gespannt darauf war, wie sie ausgeht.
Es ist immer sehr schade so eine negative Rezension zu verfassen, da sich die Autorin natürlich sehr viel Mühe gegeben hat, dennoch muss ich sagen, dass dieser einer meiner Flops des Jahres ist.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.10.2019

Hochaktuelles Thema, Umsetzung lässt zu wünschen übrig

Der Store
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"Wir kaufen Dinge, weil wir auseinanderfallen und weil etwas Neues uns das Gefühl vermittelt, wieder ganz zu sein. Nach diesem Gefühl sind wir süchtig und dadurch hat Cloud uns in der Gewalt."

"Bald ...

"Wir kaufen Dinge, weil wir auseinanderfallen und weil etwas Neues uns das Gefühl vermittelt, wieder ganz zu sein. Nach diesem Gefühl sind wir süchtig und dadurch hat Cloud uns in der Gewalt."

"Bald haben die Konzerne die Gesetze geschrieben."

Zum Inhalt: Zinnia und Paxton kommen im gleichen standardisierten Bewerbungsprozess in die MotherCloud und werden in ihre Abteilungen eingeteilt. Während Zinnia im Lager Waren zusammen sucht, wird Paxton bei der Security gebraucht. Die beiden kommen sich im Laufe der Zeit näher, aber auch nur um einen Zweck zu erfüllen. Während beide den täglichen Abläufe unter stressiger Arbeit und Leistungsdruck durch ein dauerhaft durchgeführtes Sterne-Ranking nachgehen, hat Zinnia auch noch andere Ambitionen: Da Cloud den kompletten Markt eingenommen hat und somit den Einzelhandel komplett zerstört hat, gibt es auch viele, die sich das nicht gefallen lassen und etwas dagegen tun möchten, um Cloud zu stürzen. Um das zu tun, nimmt Zinnia einiges in Kauf.

Meine Meinung: Der Schreibstil des Autors war leicht und flüssig zu lesen, allerdings eher spannungslos. Die Kapitelaufteilung war sehr gelungen, denn man liest aus der Perspektive von Zinnia und Paxton, aber auch der Cloud-Gründer Gibson Wells kommt zu Wort und es scheint, als würde er den Leser direkt ansprechen, was dazu führt, dass man sich als Leser als Teil von Cloud fühlt.
Die Charaktere waren leider nicht sehr interessant gestaltet und nicht detailreich geschildert, eher sogar unsympathisch. Oft waren deren Handlungen eher langweilig und das Buch hat sich an vielen Stellen sehr stark gezogen und es scheint so, als wäre so gut wie gar nichts passiert. Dies hat sich zum Ende hin geändert und etwas Spannung kam auf, allerdings war ich nicht gefesselt von dem Buch, was sehr schade ist. Leider hat mich die Handlung und das Setting sehr an "Der Circle" erinnert und mich deswegen etwas enttäuscht. Dennoch hat mich das Ende doch ein wenig überrascht, sodass ich dem Buch doch noch ein paar Sterne vergeben kann.
Ein weiter Punkt, der nicht zu vernachlässigen ist, ist sicherlich das aktuelle Thema: Das zunehmende Onlinegeschäft und unser steigender Konsum wird in einer Zukunftsvision dargestellt, wie sie tatsächlich eintreffen könnte. Dieser Aspekt hat mich sehr interessiert, nur leider hat mich die Umsetzung nicht ganz überzeugen können.

Mein Fazit zu Der Store
⭐⭐⭐

Veröffentlicht am 19.10.2019

Große Empfehlung für Fantasyeinsteiger und alle anderen

One True Queen, Band 1: Von Sternen gekrönt
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Zum Inhalt: Mailin kann sich nicht erklären wie, doch sie wacht in einer anderen, ja in einer gefährlicheren Welt auf und merkt schnell, dass sie den Gefahren von Lyaskyes Naturgeschöpfen schutzlos ausgeliefert ...

Zum Inhalt: Mailin kann sich nicht erklären wie, doch sie wacht in einer anderen, ja in einer gefährlicheren Welt auf und merkt schnell, dass sie den Gefahren von Lyaskyes Naturgeschöpfen schutzlos ausgeliefert ist, bis ein merkwürdiger Mann (Peter) auftaucht, zögert ihr das Leben zu retten, es aber dann schließlich doch tut. Durch ihn lernt Mailin, die Gefahren einzuschätzen, doch was auf sie zu kommt, wenn jemand erfährt wo sie herkommt, kann sie erst nicht einschätzen. Denn Lyaskye wählt Mädchen aus der anderen (unserer) Welt aus, um sie zur Königin in Lyaskye zu machen. Soweit so gut. Nur leider sterben Lyaskyes Königinnen sehr jung, weil Lyaskye sie aufbraucht. So oder so möchte Mailin nicht in dieser Welt bleiben, weil ihre Schwester im Wachkoma zu Hause auf sie wartet. Deswegen ist sie auf der Suche nach einem Weltenspringer, der sie zurück bringen soll, wenn es nach ihr ginge. Zusätzlich wird sie sich auf einmal ihrer Gefühle für Peter bewusst, den sie aber als Königin, welches Schicksal ihr nun mal bevorsteht, nicht zum Mann nehmen kann, weil er ein Staatsfeind ist.

Meine Meinung: Sprechen wir mal über das Cover: es ist einfach nur so wunderschön mit so tollen Farben. Dazu stimmt der Inhalt! Trotz Startschwierigkeiten hat mich dieses Buch so schnell so tief gepackt. Die Charaktere waren sehr interessant und eigen gestaltet, besonders hat mir die beschriebene Beziehung zwischen Mailin und Peter gefallen, als sie sich wirklich näher kennengelernt haben. Dazu waren die Besonderheiten in Lyaskyes Natur so kreativ und einfallsreich beschrieben. Richtung Ende hat die Spannung auch nochmal richtig Fahrt aufgenommen und man hatte keine Ahnung, wie es ausgehen könnte. Das Ende hat mich dann etwas enttäuscht oder einfach nur stutzig gelassen, weil ich mir dachte: Nein so darf das jetzt nicht enden. Genau deswegen bin ich so gespannt auf die Fortsetzung.
Jennifer Benkaus Schreibstil war sehr angenehm zu lesen, einzig die Kapitel hätten meiner Meinung nach etwas kürzer sein können, aber das ist nur meine persönliche Präferenz.
Als Fantasyeinsteiger war dieses Buch genau richtig für mich, denn es war nicht total ausgeflippt und leicht nachzuvollziehen. Demnach kann ich das auch denen empfehlen, die Fantasy nicht so super gerne mögen.
Warum ich mich nicht zu 5 Sternendurchringen konnte? Hauptsächlich hat mir am Ende das gewisse Etwas gefehlt. Ich war nicht total hin und weg, trotzdem ein wahnsinnig gutes Buch.

Mein Fazit zu One True Queen
⭐⭐⭐⭐½