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Veröffentlicht am 02.01.2026

Als Reihenauftakt noch nicht ganz ausgereift

The Wind Weaver (Wind Weaver 1)
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Worum geht’s?
In ihrem ganzen Leben hat sich Rhya noch nie irgendwo zuhause gefühlt. Als sie nach einem Überfall festgenommen und wegen ihrer magischen Fähigkeiten hingerichtet werden soll, wendet sich ...

Worum geht’s?
In ihrem ganzen Leben hat sich Rhya noch nie irgendwo zuhause gefühlt. Als sie nach einem Überfall festgenommen und wegen ihrer magischen Fähigkeiten hingerichtet werden soll, wendet sich jedoch plötzlich ihr Schicksal – und sie trifft auf den mysteriösen General Scythe, der in ihr noch mehr zu sehen scheint, als sonst irgendjemand.


Meine Meinung
Dieses Buch hat bei mir leider eher gemischte Gefühle ausgelöst, auch wenn ich die Idee, das Magiesystem und auch den Aufbau der Handlung eigentlich ziemlich spannend fand. Von der Umsetzung hätte ich aber durchaus ein wenig mehr erwartet, auch wenn ein Reihenauftakt zumindest bei mir noch ein wenig Welpenschutz genießen darf.

Der Erzählstil an sich hat mir dabei gut gefallen, ich persönlich war relativ schnell mitten drin im Geschehen und wollte durchaus wissen, wie das Setting aufgebaut und das Magiesystem entwickelt werden würde.

Was mich dann aber leider recht schnell irritiert hat, waren vor allem die Zeitsprünge, die ich recht häufig erst deutlich später als solche wahrgenommen habe. Für die Geschichte war das sicherlich wichtig, dass ich das beim Lesen aber nie so direkt wahrgenommen habe, hat mich doch ein wenig genervt und dafür gesorgt, dass ich die Entwicklungen manchmal gar nicht richtig einordnen konnte.

Auch die Figuren haben mich häufig mit dem Kopf schütteln lassen, insbesondere weil mich die Dynamik zwischen den beiden Protagonisten leider überhaupt nicht angesprochen hat. Das Kennenlernen der beiden war wirklich nicht stolperfrei, deshalb konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen, warum Scythe auf einmal Sympathie von Rhya einfordern wollte, zumal er sich dabei wie ein eifersüchtiger Jugendlicher benommen hat. Auch ihre Freundschaft mit seinen Kameraden bzw. den Found Family Trope fand ich hier viel zu gezwungen, da die Begeisterung der Truppe für meinen Geschmack zu plötzlich und viel zu überschwänglich da war.

Das Magiesystem war für meinen Geschmack auch noch etwas zu vage gehalten, auch wenn ich durchaus mehr über Rhya, ihre Fähigkeiten und ihre Rolle in dieser Welt wissen wollte. So bleibt zwar definitiv noch Material für den zweiten Teil der Reihe, ich hatte hier beim Lesen aber leider das Gefühl, kaum etwas handfestes über die Magie oder die Welt an sich zu erfahren, was ich bei allem Interesse doch eher enttäuschend fand.


Fazit
Auch wenn ich nach diesem Buch durchaus wissen möchte, wie es mit der Geschichte weitergeht, hat mich die Umsetzung insgesamt nicht wirklich begeistern können. Insbesondere die Figuren und ihre Beziehung zueinander haben vor dem Hintergrund des ausbaufähigen Worldbuildings für mich nicht so wirklich zusammengepasst, was ich beim Lesen wirklich schade fand.

Dafür gibt es knappe dreieinhalb Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.12.2025

Hochspannung mit verwirrendem Ende

Station 22. Wo bist du sicher?
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Worum geht’s?
Seit Ida als kleines Mädchen entführt und gefangen gehalten wurde, musste sie nicht nur ihr altes Leben, sondern auch ihre Familie und ihre Identität hinter sich lassen. Doch auch in ihrem ...

Worum geht’s?
Seit Ida als kleines Mädchen entführt und gefangen gehalten wurde, musste sie nicht nur ihr altes Leben, sondern auch ihre Familie und ihre Identität hinter sich lassen. Doch auch in ihrem neuen Leben als Krankenschwester auf einer psychiatrischen Station kommt sie einfach nicht zur Ruhe – denn schon bald verschwinden Patientinnen von ihr, und der ungeheure Verdacht eines Wiedersehens mit ihrem Entführer lässt Ida einfach nicht mehr los.


Meine Meinung
Der Klappentext dieses Buches hat mich auf jeden Fall unglaublich neugierig gemacht, weshalb die Geschichte auch recht schnell auf meine Leseliste gewandert ist. Hundertprozentig überzeugt hat mich die Gesamtumsetzung dann allerdings doch nicht, auch wenn ich beim Zuhören wirklich gespannt auf die Auflösung der Geschichte hingefiebert habe.

Mit dem Einstieg bin ich noch recht gut zurecht gekommen, da die Grundstimmung auf mich von Beginn an eher düster und mysteriös gewirkt hat. Auch wenn die Hinführung zum ersten Verschwinden einen Augenblick gedauert hat, wollte ich daher auf jeden Fall wissen, wer der geheimnisvolle Unbekannte ist und was es mit Ida und ihren unterdrückten Erinnerungen auf sich hat.

Im weiteren Verlauf der Geschichte war ich mir dann jedoch häufig nicht sicher, wie sehr ich mich auf die Protagonistin als Erzählerin überhaupt verlassen konnte. Zu diesem Zeitpunkt bin ich zwar noch davon ausgegangen, dass das lediglich auf ihre PTBS zurückzuführen war, ein gewisses Maß an Verunsicherung ist bei mir so aber trotzdem immer wieder mitgeschwungen. Grundsätzlich wollte ich jedoch trotzdem gerne mit ihr mitfühlen, da zumindest meiner Meinung nach ihre Emotionen durchaus greifbar dargestellt wurden und sie mir auch als nicht ganz zuverlässige Erzählerin leid getan hat.

Was mich dann absolut unvorbereitet erwischt hat, war tatsächlich der Plottwist am Ende. Die Wendung an sich hat mich wirklich positiv überrascht, die Folge war dann allerdings, dass ich mir nicht mehr sicher war, ob ich die Geschichte überhaupt richtig verstanden habe. Diese Unsicherheit hat sich schlussendlich dann ein wenig unbefriedigend angefühlt, auch wenn ich durchaus


Fazit
Auch wenn mich das Ende die gesamte Geschichte hat in Frage stellen lassen, habe ich mich während des Hörens ziemlich gut unterhalten gefühlt. Ganz zufrieden war ich mit der Auflösung und der Ungewissheit zwar nicht, meiner Begeisterung hat das insgesamt aber keinen allzu großen Abbruch getan.

Dafür vergebe ich vier Bücherstapel.

Veröffentlicht am 28.12.2025

Mit Vorkenntnissen sicherlich überzeugender

Verstand und Gefühl - die Graphic Novel nach Jane Austen
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Meine Meinung
Auch wenn ich ein großer Jane Austen Fan bin, muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich bisher noch nicht alle ihre Bücher gelesen habe. Diese Graphic Novel wollte ich trotzdem unbedingt ...

Meine Meinung
Auch wenn ich ein großer Jane Austen Fan bin, muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich bisher noch nicht alle ihre Bücher gelesen habe. Diese Graphic Novel wollte ich trotzdem unbedingt lesen, da mir die Kombination aus Geschichte und Bildern bisher schon oft sehr gut gefallen hat, und ich auch Adaptionen bekannter Geschichten so neu entdecken konnte.

Was für mich dann leider sehr ärgerlich war, war die absolute Unübersichtlichkeit, mit der ich mich beim Lesen konfrontiert gesehen habe. Da ich weder die Figuren, noch die genaue Handlung vorher kannte, habe ich mich leider überhaupt nicht zurechtgefunden, konnte bis zum Schluss weder Figuren noch Namen sicher zuordnen und wusste daher häufig einfach überhaupt nicht, um wen es da gerade eigentlich gehen sollte.

Das fand ich auf jeden Fall schade, denn die Gestaltung an sich, die Zeichnungen und die Farbgebung fand ich unglaublich schön gemacht, und hätte ich beim Lesen die Geschichte verstanden, hätte ich sicherlich deutlich mehr Freude an diesem eigentlich so schön gestalteten Buch gehabt. So hätte ich mir aber definitiv gewünscht, dass ich die Geschichte an sich vorher bereits gelesen hätte, denn eventuell hätte das mein Verständnis deutlich erhöht.


Fazit
Auch wenn dieses Buch wirklich schön gestaltet ist, habe ich mich in der Handlung absolut nicht zurechtgefunden. Da ich weder Namen, noch Handlungsstränge wirklich auseinander halten konnte, hat mir das Lesen deutlich weniger Freude bereitet, als es das vermutlich getan hätte, wenn ich die Geschichte vorher bereits gekannt hätte. Diesen Umstand hätte ich sicherlich leicht selbst beheben können, einer Graphic Novel möchte ich persönlich jedoch auch folgen können, wenn ich die Handlung nicht vorher recherchiert habe.

Dafür gibt es drei Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.12.2025

Ein spannendes Versteckspiel

Zwei Fremde
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Worum geht’s?
Eigentlich freut sich Remy auf ihren wohlverdienten Urlaub in der mexikanischen Wüste. An ihrem letzten Abend in der schottischen Provinz will sie es daher ruhig angehen lassen – bis es plötzlich ...

Worum geht’s?
Eigentlich freut sich Remy auf ihren wohlverdienten Urlaub in der mexikanischen Wüste. An ihrem letzten Abend in der schottischen Provinz will sie es daher ruhig angehen lassen – bis es plötzlich an der Tür des kleinen Hotels klopft, in dem sie die Nachtschicht als Rezeptionistin übernimmt. Der ungebetene Gast erzählt ihr, dass er Polizist sei und einen entflohenen Häftling jagen würde – doch dann klopft es erneut an der Hoteltür, und auch dieses Mal steht ein Polizist davor.


Meine Meinung
Abgelegene Settings sind insbesondere bei Krimis und Thrillern absolut mein Fall, von daher war ich auch bei diesem Buch unglaublich gespannt darauf, wie sehr mich die Umsetzung begeistern können würde. Gut gefallen hat mir daher, dass das Setting trotz des verhältnismäßig kurzen Buches und auch ohne ausschweifende Beschreibungen sehr greifbar gestaltet wurde. Beim Lesen hatte ich daher nicht das Gefühl, völlig orientierungslos durch die Handlung zu stolpern und habe mich gleichzeitig definitiv nicht gelangweilt.

Auch die Figuren fand ich grundsätzlich spannend, wobei ich vor allem die Protagonistin recht lange nicht wirklich einschätzen konnte. Durch die kurzen Rückblenden hat man bis zum Schluss dann glücklicherweise immer mal wieder etwas mehr über sie, ihre Vergangenheit und ihre Beweggründe erfahren, was sie in meinen Augen dann insgesamt doch zu einer sehr runden Figur gemacht hat.

Der Spannungsaufbau hat mich glücklicherweise ebenfalls sehr positiv überrascht. Zu Beginn der Geschichte hatte ich die Befürchtung, dass erst eine ganze Weile nicht besonders viel passieren würde, wurde dann aber glücklicherweise recht schnell eines Besseren belehrt. Bis zum Schluss hat mir auch das Erzähltempo recht gut gefallen, wobei mir das Ende ehrlich gesagt ein wenig zu sehr an den Haaren herbeigezogen vorkam.

Insgesamt fand ich das Buch aber definitiv angenehm und vor allem sehr flott zu lesen, was trotz kleinerer Schwächen wirklich gute Unterhaltung für mich dargestellt hat. Für eingefleischte Thrillerfans dürfte der Spannungsfaktor allerdings ein kleines bisschen zu subtil sein, da es eher um das Aufdecken von Lügen und weniger um psychologische Spannung geht.


Fazit
Mich konnte dieses Autorendebüt auf jeden Fall überzeugen, auch wenn die Spannung etwas subtiler aufgebaut wurde, als ich anfangs vermutet hätte. Trotz der Konstruktion kam mir der Handlungsbogen dabei nicht unglaubwürdig vor, was bis zum Schluss ein spannendes Lesevergnügen für mich war.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 27.12.2025

Umweltkrimi mit spannendem Setting

Der Riss
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Worum geht’s?
Nach dem rätselhaften Verschwinden ihres Bruders wird Vulkanologin Antonia auf der Neumayer Forschungsstation in der Antarktis eingesetzt, um ein neu entdecktes Vulkanfeld zu untersuchen. ...

Worum geht’s?
Nach dem rätselhaften Verschwinden ihres Bruders wird Vulkanologin Antonia auf der Neumayer Forschungsstation in der Antarktis eingesetzt, um ein neu entdecktes Vulkanfeld zu untersuchen. Das Schicksal ihres Bruders lässt ihr jedoch keine Ruhe, weshalb sie schon bald eigene Ermittlungen anstellt – und dabei nicht nur sich, sondern auch das Forschungsteam der Station in Lebensgefahr bringt.


Meine Meinung
Die Antarktis ist zwar nicht unbedingt mein Traumreiseziel, als Setting für Bücher finde ich sie aber unglaublich spannend. Auch bei diesem Buch fand ich die Kombination aus Thriller und interessantem Setting sehr ansprechend, weshalb ich dem Autor auf jeden Fall eine Chance geben wollte.

Gut gefallen haben mir auf jeden Fall der Schreibstil und der Einstieg in die Geschichte, wodurch ich gerade zu Beginn sehr schnell voran gekommen bin. Die Spannung flachte danach zwar erwartungsgemäß ein wenig ab, mein Interesse ließ dadurch aber definitiv nicht nach.

Protagonistin Antonia war mir in ihrer Sorge um ihr letztes verbliebenes Familienmitglied wirklich sympathisch, ihre ständigen Alleingänge und ihr absoluter Mangel an Gefahrenbewusstsein und Überlebensfähigkeiten fand ich mit der Zeit aber leider doch ziemlich bedenklich und in ihrer Penetranz auch eher anstrengend. Außerdem fand ich es nur wenig glaubwürdig, dass sich ein absoluter Antarktis-Neuling wie Antonia so viele Freiheiten hätte herausnehmen können, wie sie es hier getan hat.

Der Spannungsbogen hat mir grundsätzlich Spaß beim Lesen gemacht, auch wenn ich nicht immer das Gefühl hatte, einen Thriller zu lesen. Durch die Perspektivwechsel blieb die Spannung trotzdem über den gesamten Verlauf der Geschichte erhalten, was mir wirklich gut gefallen hat. Lediglich der Schlussteil hat mich ein wenig irritiert, da ich weder Antonias Entscheidung in Bezug auf ihren Bruder, noch die Entwicklung der Beziehung wirklich authentisch fand und mir daher auch das Ende an sich irgendwie nicht richtig durchdacht vorkam. Grundsätzlich habe ich mich beim Lesen aber trotzdem gut unterhalten gefühlt, weshalb ich durchaus gespannt auf weitere Bücher des Autors bin.


Fazit
Auch wenn die Geschichte für mich weniger Thriller und mehr spannender Umweltkrimi war, habe ich mich beim Lesen absolut nicht gelangweilt. Über die Logik mancher Handlungsstränge kann man sicherlich unterschiedlicher Meinungen sein, der Autor wandert aber trotzdem auf meine Leseliste.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.