Profilbild von buchina

buchina

Lesejury Star
offline

buchina ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit buchina über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.09.2019

Kaum Spannungsaufbau

Die Waldmeisterinnen
0

Dieses Buch habe ich mit meiner 6 bald 7jährigen Tochter gelesen. Das Cover und die Haptik des Buches sind schon einmal sehr einladend. Das Cover bunt und schön gezeichnet. Liebevoll hat meine Tochter ...

Dieses Buch habe ich mit meiner 6 bald 7jährigen Tochter gelesen. Das Cover und die Haptik des Buches sind schon einmal sehr einladend. Das Cover bunt und schön gezeichnet. Liebevoll hat meine Tochter über die erhabene Schrift gestrichen und gleich gesagt „meins!“. Schon einmal ein guter Start. Schon allein die Schriftgröße macht das Buch eher zu einem Vorlesebuch und Selbstlesebuch für den geübten Leser. Für Leseanfänger ist es nicht geeignet. Aber selbst, also wirklich geübte Vorleserin bin manchmal an den Satzkonstruktionen und den immer wieder eingeworfenen englischen Wörtern hängen geblieben. Das machte es meiner Tochter auch schwer dem Buch immer zu folgen.
Die Geschichten um die beiden Schwestern Holly Hollunder und Lia Lavendel sind ganz nett, aber wirklich spannend fanden wir sie beide nicht wirklich. Das lesen wir sonst schon anspruchsvollere Geschichten. Bei diesem Buch fällt es mir schwer eine Zielgruppe festzulegen. Sprachlich ist es wirklich anspruchsvoll, aber inhaltlich eher für jüngere Kinder. Jedenfalls ging es meiner Tochter und mir so.
Das ist wirklich schade, da es wunderschön illustriert ist. Ungewöhnliche Dinge gibt es auf den Bildern zu entdecken und alles schön mit kräftigen Farben. Auch das Leben der sehr ungewöhnlichen Schwestern ist sehr schön beschrieben, aber die Geschichten bleiben eher seicht und es baute sich keine richtige Spannung auf. Meiner Meinung hätte man da wirklich mehr daraus machen können, denn die Idee ist sehr gut.

  • Einzelne Kategorien
  • Spaß
Veröffentlicht am 20.09.2019

Schönes Gute-Nacht Buch

Die kleine Spinne Widerlich sagt Gute Nacht (Pappbilderbuch)
0

Dies ist mein erstes Buch, welches ich aus der Reihe der süßen Spinne gelesen habe und es wird auch nicht mein letztes sein.
Trotz des Namens ist die kleine Spinne Widerlich eine süße Kleine mit einer ...

Dies ist mein erstes Buch, welches ich aus der Reihe der süßen Spinne gelesen habe und es wird auch nicht mein letztes sein.
Trotz des Namens ist die kleine Spinne Widerlich eine süße Kleine mit einer interessanten Familie. Die kleine Spinne möchte bevor sie ins Bett geht, noch schnell schauen, was die einzelnen Mitglieder ihrer Familie machen. Sie besucht sie und sagt ihnen Gute Nacht. Am Ende wird sie dann selbst ins Bett gebracht.
Meinem 2-jährigen Sohn hat das Buch sehr gut gefallen, er wollte es mehrere Abende hintereinander immer wieder vorgelesen haben. Mir hat das Buch auch sehr gefallen. Besonders die lustigen Namen der Spinnen haben mich zum Schmunzeln gebracht. Dass die die kurzen Texte in Reimform sind, fand ich sehr praktisch zum Vorlesen und auch inhaltlich waren die kurzen Texte sehr schön. Die Illustrationen sind gelungen. Die Bilder sind übersichtlich, aber dennoch gibt es viel zu entdecken. Meinem Sohn gefiel vor allem, dass die Spinne ein kleines Hasenkuscheltier hat, was sie überall hin mitnimmt.
Ich möchte jetzt unbedingt noch weitere Pappbilderbücher der Reihe, denn uns hat das Buch auf ganzer Linie überzeugt.

  • Einzelne Kategorien
  • Spaß
Veröffentlicht am 05.09.2019

Interessante Idee, nervige Protagonistin

ATME!
0

Auf den ersten Blick hat mich das Cover an Simon Beckett erinnert. Ob gewollt oder nicht, der Inhalt des Buches ist nicht zu vergleichen. Erst dachte ich ja, rein vom Cover und Titel ausgehend, es geht ...

Auf den ersten Blick hat mich das Cover an Simon Beckett erinnert. Ob gewollt oder nicht, der Inhalt des Buches ist nicht zu vergleichen. Erst dachte ich ja, rein vom Cover und Titel ausgehend, es geht um eine Frau auf der Flucht. Aber nein, die Protagonistin des Romans, Nile, ist zwar oft atemlos, aber sie ist auf der Suche und nicht auf der Flucht. Sie sucht ihren Lebensgefährten, der während eines Einkaufbummel plötzlich verschwunden ist. Damit nicht genug, merkt man als Leser sehr bald, dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint, irgendetwas stimmt mit Nile nicht. Die Frage was ist wahr und was ist von Nile nur ausgedacht, zieht sich durch den gesamten Roman. Das macht den Roman spannend. Gleichzeitig entpuppt sich Nile als für mich sehr nerviger Charakter. Ich konnte mich nicht in sie hineinfühlen. Auch die anderen Charaktere des Buches bleiben mir fremd und ihr Verhalten nicht wirklich nachvollziehbar.
Dennoch liest es sich ganz spannend und ich hatte es wirklich schnell gelesen, was zum Teil auch an dem großen Zeilenabstand und dem vielen leeren Platz zwischen den einzelnen sehr kurzen Kapiteln lag. Die Idee des Romans ist wirklich gut, aber Nile als Protagonistin ist nicht gelungen. Ihre psychischen Probleme sind zu offensichtlich. Auch wenn es der Autorin immer wieder gelungen ist, mich auf eine falsche Fährte zu locken, war für mich dennoch einiges zu offensichtlich, um den Spannungsbogen wirklich zu halten. Das Ende passte dagegen sehr gut und war für mich die einzige logische Möglichkeit. Es bleiben auch noch einige Fragen offen und man darf seine eigene Phantasie bemühen.
Dies war mein erster Roman der Autorin. Auch wenn er für mich einige Punkte hatte, die mir nicht gefallen haben, wird es sicher nicht mein letzter Roman der Autorin sein, denn Idee und auch der Schreibstil hat mir gefallen.

Veröffentlicht am 20.08.2019

Nicht zu vergleichen mit grandiosen ersten Teil

Star Wars™ Thrawn - Allianzen
0

Nachdem mich der erste Band über Thrawn mich überrascht und begeistert hat freute ich mich auf Band 2 und hatte auch gewissen Erwartungen. Nachdem Band 1 Thrawn vorgestellt wurde ihn aber weiterhin ein ...

Nachdem mich der erste Band über Thrawn mich überrascht und begeistert hat freute ich mich auf Band 2 und hatte auch gewissen Erwartungen. Nachdem Band 1 Thrawn vorgestellt wurde ihn aber weiterhin ein mysteriöser Schleier umgab bekommt Thrawn bei Band zwei Darth Vader an die Seite gestellt. Diese müssen im Auftrag des Imperators eine geheimnisvolle Aufwallung der Macht in einem entfernten System aufklären. Diese beiden Alphamänner geraten aneinander und sind gleichzeitig fasziniert voneinander. Nach und nach wird deutlich, dass die beiden sich schon früher begegnet sind.
Die Handlung wechselt nun immer zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Dies soll eigentlich die Spannung erhöhen aber irgendwie gelingt dies dem Autor nicht. Für mich wird dadurch eher Spannung genommen. Beide Handlungsstränge hätten meiner Meinung nach für sich einen Roman ergeben. Für mich sind sie zu komplex als, als ein Buch zu funktionieren. Für mich funktioniert Darth Vader als Gegenpart zu Thrawn auch nicht. Thrawn, der mich schon im ersten Buch sehr beeindruckt hat, überflügelt Darth Vader deutlich. Darth Vader wirkt oft wie ein hitzköpfiger Junge gegenüber Thrawn. Thrawn bleibt auch in diesem Roman weiterhin mysteriös und viel mehr erfährt man nicht über ihn.
Insgesamt ist dieser Band deutlich schwächer als Teil zwei. Thrawn und Darth Vader als gleichberechtigte Partner zusammen darzustellen, funktionierte meiner Meinung einfach nicht. Der Roman ist beiden imposanten Figuren des Star Wars Universums nicht gerecht geworden. Das Ende ließ mich etwas ratlos zurück, es fehlte ein wirklicher Aha Effekt. Das Buch hat sich dennoch ganz gut gelesen, denn Schreiben kann der Autor, aber für mich verlor sich einfach der rote Faden. Am Ende fehlte mir die Erkenntnis, auf was sollte das alles rauslaufen. Ein häufiges Problem bei Triologien, der zweite Teil kann sich nicht richtig emanzipieren. Deswegen bin ich sehr gespannt auf den letzten Band. Ich hoffe sehr, dass Thrawn mehr in den Fokus rückt, ähnlich wie bei dem ersten Teil, denn er ist einfach eine unglaublich interessante Figur.

Veröffentlicht am 16.08.2019

Einfach Wunderschön

Verrückt nach Karten
0

Es ist als erstes ein schweres Buch, was man in den Händen hält. Der Einband und das Papier wirken sehr wertig. Ein Buch was ich erst einmal gestreichelt habe, als es per Post bei mir ankam. Schon der ...

Es ist als erstes ein schweres Buch, was man in den Händen hält. Der Einband und das Papier wirken sehr wertig. Ein Buch was ich erst einmal gestreichelt habe, als es per Post bei mir ankam. Schon der Einband ist wunderschön gestaltet, schon bei dieser Karte möchte ich verweilen und die einzelnen Grenzen nachzeichnen.
Das Buch ist inhaltlich in vier Kategorien geteilt, die sich für mich jetzt nicht eindeutig abgrenzen lassen. Während zu Beginn auch noch auf echte Karten eingegangen wird, beschäftigt sich die restlichen Kapitel mit literarischen Karten. Zu Essays zu mehr oder weniger bekannten Autorinnen gibt es immer wieder sehr unterschiedliche Karten. Karten mit vielen kleinen Details, wunderschönen Zeichnungen, aber auch ganz einfache Skizzen. Die Autorinnen beschreiben dazu, wie sie die Karten entwickelten und wie sie sie nutzen, um ihre Geschichten zu entwickeln. Das ist für mich ein neuer Ansatz gewesen, manche Aussagen wiederholen sich natürlich.
Das Buch ist für mich weniger ein typisches Lesebuch, was man von Anfang bis Ende liest, sondern eher ein Buch, was ich ab und zu zur Hand nehme, um darin zu blättern und einige Textpassagen zu lesen. Dabei ist es auch nicht wichtig, es der Reihenfolge nach zu lesen, man kann ruhig irgendwo starten. Das Buch findet jetzt einen offenen Platz im Haus, denn ich vermute, dass es sehr gerne von meinen Gästen durchgeblättert wird.