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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.12.2025

Magisch, emotional und überraschend anders ✨️🐦‍⬛

House of Ash and Shadow - Die goldene Stadt 1
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Ich bin ohne Erwartungen an House of Ash and Shadow herangegangen und genau das war im Nachhinein perfekt, denn das Buch hat mich wirklich positiv überrascht. Schon das Cover ist ein echter Blickfang: ...

Ich bin ohne Erwartungen an House of Ash and Shadow herangegangen und genau das war im Nachhinein perfekt, denn das Buch hat mich wirklich positiv überrascht. Schon das Cover ist ein echter Blickfang: Besonders die Krähe auf dem Titelbild gefällt mir sehr, weil sie nicht nur dekorativ ist, sondern später auch eine Bedeutung in der Geschichte bekommt. Optisch und atmosphärisch passt das Design wunderbar zur Stimmung des Buches.
Ich würde die Geschichte im Young-Adult-Bereich einordnen. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zugänglich und obwohl es Fantasy ist, wirkt das Worldbuilding nicht überladen. Man kann sehr gut in die Handlung eintauchen, ohne mit Details erschlagen zu werden ideal auch für zwischendurch.

Im Mittelpunkt steht Fallon, die mit einem Fluch lebt, durch den jede Berührung Schmerzen verursacht. Als ihr Vater erkrankt, sucht sie Hilfe in der goldenen Stadt der Fae und trifft dort auf jemanden, der sie zum ersten Mal berühren kann, ohne ihr wehzutun. Dadurch gerät sie tiefer in die Welt der Fae, als sie je geplant hatte.

Schon nach wenigen Seiten hat mich die Geschichte mitgerissen. Besonders mochte ich, dass die Idee rund um Fallons Fluch frisch und eigenständig wirkt, auch wenn ich anfangs wegen der Berührungs-Thematik kurz an andere Bücher denken musste, hat es sich letztlich ganz anders und neu angefühlt.
Die Charaktere sind mir richtig ans Herz gewachsen, und ich habe gern Zeit mit ihnen verbracht. Das Buch schafft eine gute Balance aus Emotion, Spannung und Magie, ohne je zu „schwer“ zu werden. Und dann dieses Ende … absolut fies, aber auf die beste Art, denn jetzt bin ich extrem gespannt, wie es im nächsten Band weitergeht.

Ein starker YA-Fantasy-Auftakt, der sich leicht lesen lässt, mitreißt und eine originelle Grundidee bietet. Sympathische Figuren, angenehmes Worldbuilding und ein Ende, das neugierig auf mehr macht. Für alle, die Fantasy mögen, ohne sich durch endlose Welterklärungen kämpfen zu müssen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.12.2025

Schönes Setting, wenig Herzklopfen 🧚‍♀️✨️

To Carve a Fae Heart - Fair Isle 1
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Schon beim Aufschlagen von To Carve a Fey Heart war für mich klar, dass das Buch optisch richtig viel her macht. Das Cover ist einfach super pretty und passt mit seinem leicht düsteren, verschnörkelten ...

Schon beim Aufschlagen von To Carve a Fey Heart war für mich klar, dass das Buch optisch richtig viel her macht. Das Cover ist einfach super pretty und passt mit seinem leicht düsteren, verschnörkelten Look total gut zur Stimmung der Geschichte. Besonders gut gefallen hat mir auch das Page Overlay und die farbige Karte im Inneren, sowas wertet für mich ein Buch immer noch mal auf und lässt die Welt gleich lebendiger wirken. Der Farbschnitt dagegen war eher nicht so meins, aber das ist definitiv Geschmackssache.

Inhaltlich begleiten wir Evie, die mit 18 gemeinsam mit ihrer Schwester ausgewählt wird, zwei Fae-Prinzen zu heiraten, allerdings nicht aus romantischen Gründen, sondern um den fragilen Frieden zwischen Menschen und Fae aufrechtzuerhalten. Während der jüngere Bruder noch relativ freundlich wirkt, ist König Aspen kalt, brutal und einschüchternd. Evie versucht in dieser Zwangssituation vor allem, zu überleben und ihre Schwester zu schützen, während sie gleichzeitig herausfinden muss, wem sie überhaupt trauen kann und was sich wirklich hinter den Machtspielen der Fae verbirgt.

Beim Lesen hatte ich stellenweise richtig starke Cruel-Prince-Vibes, mit einem kleinen Hauch ACOTAR, aber eindeutig mehr Cruel Prince. Und da Cruel Prince für mich schon nicht zu hundert Prozent funktioniert hat, war es fast ein bisschen abzusehen, dass es mir hier ähnlich gehen würde. Vor allem der Romance-Aspekt kam für meinen Geschmack zu kurz. Es dauert ziemlich lange, bis Evie und der Love Interest wirklich miteinander interagieren und als die Dynamik zwischen ihnen dann endlich Fahrt aufnimmt, hätte ich mir mehr emotionale Tiefe und mehr Raum für ihre Beziehung gewünscht. Die Chemie ist da, aber sie bleibt für mich eher im Hintergrund.

Was ich schade finde ist, dass die Novellen der Reihe im Deutschen nicht übersetzt wurden, vor allem die erste, die eigentlich vor diesem Band spielt und die erste Begegnung der beiden aus seiner Perspektive zeigt. Das klingt super spannend, und ich werde sie mir wahrscheinlich auf Englisch noch dazwischen lesen, weil sie relativ kurz ist und die Geschichte sich sicher gut ergänzt.

Vom Gefühl her würde ich das Buch insgesamt eher im Young-Adult-Bereich verorten, auch wenn es leichte New-Adult-Anklänge gibt. Evie wirkt in manchen Momenten noch etwas naiv, gleichzeitig gibt es eine explizite Szene, die aber eher angedeutet bleibt und nicht wirklich detailliert beschrieben wird.

Trotz meiner Kritikpunkte mochte ich das Buch insgesamt aber gern. Das Setting ist atmosphärisch, die Grundidee spannend und die düstere Fae-Welt hat mich definitiv abgeholt. Auch wenn mir die Romance etwas zu kurz kam, habe ich die Geschichte gern gelesen und bin neugierig darauf, wie es in der Reihe weitergeht. Von mir bekommt To Carve a Fey Heart letztlich vier Sterne, und ich freue mich darauf, die Novellen noch nachzuholen, um ein runderes Bild von der Story und den Figuren zu bekommen.

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Veröffentlicht am 30.11.2025

Magisch, geheimnisvoll und optisch ein Highlight 🩷✨️

The Wrath and the Dawn (Deutsche Ausgabe)
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Fangen wir erstmal mit dem Offensichtlichen an: Das Buch sieht einfach unglaublich schön aus. Die Neuauflage vom ONE Verlag ist optisch wirklich ein Traum. Ich liebe das Cover, ich liebe den Farbschnitt ...

Fangen wir erstmal mit dem Offensichtlichen an: Das Buch sieht einfach unglaublich schön aus. Die Neuauflage vom ONE Verlag ist optisch wirklich ein Traum. Ich liebe das Cover, ich liebe den Farbschnitt und ich liebe, wie perfekt Band 1 und Band 2 zusammen aussehen. Dieses rosa beim ersten Teil und dann dieses lila-blau beim zweiten, das passt so gut zusammen, dass ich jedes Mal kurz stehenbleibe, wenn ich an meinem Regal vorbeilaufe. Rein optisch sind die Bücher für mich schon ein Highlight.

Inhaltlich musste ich ein kleines bisschen warm werden, aber sobald ich drin war, hat mich die Atmosphäre komplett gecatcht. Das Setting ist einfach mal was anderes als das typische Romantasy-Standardzeug, und genau das fand ich richtig cool. Diese Mischung aus Märchen, Geheimnissen und Palastintrigen gibt dem Ganzen so einen leicht mystischen Touch, der mir super gefallen hat.
Was ich echt mochte, war die ganze Dynamik der Charaktere. Die Spannung baut sich schön langsam auf, ohne dass plötzlich alles zack bam passiert. Man merkt richtig, dass da noch so viel unter der Oberfläche brodelt, genau sowas liebe ich. Auch die Nebenfiguren waren interessanter, als ich zuerst dachte. Niemand ist komplett durchschaubar, und dadurch bleibt die Story immer in Bewegung.
Trotzdem muss ich sagen, dass sich manche Szenen für mich ein bisschen gezogen haben. Nicht schlimm, aber ich hatte teilweise das Gefühl, dass die Handlung kurz auf der Stelle tritt, bevor wieder etwas passiert. Aber die Atmosphäre und die Spannung haben mich immer wieder abgeholt, deshalb hat mich das nicht lange gestört.

Insgesamt bleibe ich bei 4 Sternen. Das Buch hat mich mit seinem Setting, der Stimmung und den Charakteren überzeugt, auch wenn es kleine Längen gab. Und ich freue mich total darauf, Band 2 zu lesen, vor allem, weil die beiden Ausgaben zusammen einfach to die for aussehen.

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Herbstliche Liebe in London 🍂🧡

One song apart - London Hearts 1
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Das Cover von One Song Apart ist echt mega süß. Ich liebe es, wenn vorne gezeichnete Charaktere drauf sind, das passt richtig gut zur Geschichte. Der Farbschnitt passt super dazu und die Motive auf dem ...

Das Cover von One Song Apart ist echt mega süß. Ich liebe es, wenn vorne gezeichnete Charaktere drauf sind, das passt richtig gut zur Geschichte. Der Farbschnitt passt super dazu und die Motive auf dem Farbschnitt gefallen mir auch total, weil sie irgendwie zum Buch passen. Besonders cool finde ich die Innenklappe vorne, auf der der Grundriss der WG abgedruckt ist, so bekommt man direkt ein Bild davon, wo Quinn wohnt. Auf der Rückseite sind auch schon die Folgebände zu sehen, die jeweils an eine Jahreszeit angelehnt sind: Herbst für Band 1, Winter für Band 2, Frühling und Sommer folgen noch. Die beiden Autorinnen schreiben die Bände abwechselnd. Ach, und die Bloggerbox war echt der Hammer! Besonders der kleine Acryl-Schlüsselanhänger hat mir richtig gut gefallen.

Inhaltlich geht es darum, dass Quinn, 18 Jahre alt, nach London zieht, um Journalistin zu werden. Sie bekommt einen Ausbildungsplatz bei Trinity Media House, landet aber gleich in der Redaktion eines Gossip-Magazins und macht am Anfang einen Fehler: Sie veröffentlicht eine Falschmeldung über den Popstar Milo Bricks. Um das wieder geradezubiegen, muss sie ihn interviewen, und dabei kommen sich die beiden natürlich näher, Gefühle inklusive.

Ich fand Quinn und Milo total süß. Quinn ist bodenständig und ehrgeizig, Milo ist charmant, aber trotzdem realistisch und die Chemie zwischen den beiden stimmt einfach. Ich würde das Buch eher in die Young-Adult-Schiene einordnen, weil sie ja 18 und er 21 ist. Was mir auch gefallen hat: Die Geschichte ist nicht so übertrieben dramatisch oder wie viele Young-Adult-Bücher, in denen die Protagonisten oft sehr unreif oder ein bisschen fragwürdig handeln. Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass der Plot schon ein bisschen vorhersehbar ist, klar, der Second-Act-Breakup lässt sich bei so einer Story (Pop-Star und Journalistin) schon erahnen, aber das stört gar nicht so sehr, weil die Geschichte mehr von den Momenten zwischen den Charakteren lebt.

Alles in allem hat mir das Buch richtig gut gefallen, es liest sich total flüssig und macht Spaß. Ich habe One Song Apart vier Sterne gegeben und freue mich schon mega auf die nächsten Bände der Reihe.

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Veröffentlicht am 05.11.2025

Die Streitsaurier 🦕

Die Streitsaurier
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Ich habe Die Streit-Saurier im Kindergarten vorgelesen und grundsätzlich finde ich, dass das Buch eine wirklich süße Idee hat. Die Illustrationen sind sehr liebevoll gestaltet und die Dinosaurier sind ...

Ich habe Die Streit-Saurier im Kindergarten vorgelesen und grundsätzlich finde ich, dass das Buch eine wirklich süße Idee hat. Die Illustrationen sind sehr liebevoll gestaltet und die Dinosaurier sind einfach niedlich gezeichnet. Die Grundidee, dass die Dinos ihre eigene Sprache haben, fand ich zunächst richtig spannend und kreativ. In der Umsetzung hat sich das allerdings als etwas schwierig erwiesen, denn die erfundene Sprache ist teilweise recht kompliziert auszusprechen. Dadurch verliert man beim Vorlesen schnell den Lesefluss und auch die Kinder verlieren an Aufmerksamkeit, wenn über längere Abschnitte hinweg etwas gesagt wird, das sie gar nicht verstehen können.
Auch die Namen der Dinosaurier fand ich teilweise etwas schwierig auszusprechen. Insgesamt ist das Buch meiner Meinung nach eher für Kinder ab fünf Jahren geeignet. Ich habe es in einer Gruppe mit Drei- bis Fünfjährigen vorgelesen und für die Jüngeren war es definitiv noch zu lang und zu anspruchsvoll. Aber selbst für Vierjährige finde ich die Geschichte relativ umfangreich. Ich würde sie höchstens in kleineren Gruppen vorlesen oder das Buch in zwei Teile aufteilen, damit die Kinder besser folgen können.
Inhaltlich dreht sich das Buch darum, dass die beiden Dinos sich streiten, wer die Insel bekommt. Dieser Streit zieht sich über fast das gesamte Buch und die Auflösung kommt erst ganz am Ende, auf den letzten zwei Seiten. Leider passiert diese Versöhnung etwas plötzlich und ohne richtige Begründung, was ich schade fand.
Insgesamt hat mir "Die Streitsaurier" deshalb nicht ganz so gut gefallen. Die Illustrationen sind wirklich gelungen, aber die Geschichte ist für ein Bilderbuch zu lang, sprachlich etwas kompliziert und inhaltlich nicht ganz rund. Für ältere Kinder ab fünf Jahren kann es aber sicher trotzdem interessant sein, besonders, wenn man es in Ruhe und mit Zeit gemeinsam liest.

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