Wie heilt man ein gebrochenes Herz?✨️💔❤️🩹
Dunbridge Academy - WhoeverManche Bücher brechen einem das Herz. Dieses Buch nimmt es auseinander, setzt es Stück für Stück wieder zusammen und schafft es trotzdem, dass es zwischendurch immer wieder wehtut.
Schon aus dem ersten ...
Manche Bücher brechen einem das Herz. Dieses Buch nimmt es auseinander, setzt es Stück für Stück wieder zusammen und schafft es trotzdem, dass es zwischendurch immer wieder wehtut.
Schon aus dem ersten Band des Spin-offs war klar, dass Cleo und Alexanders Geschichte emotional werden würde. Trotzdem war ich nicht darauf vorbereitet, wie sehr mich dieses Buch mitnehmen würde. Selten habe ich beim Lesen so viel geweint wie hier. Von der ersten bis zur letzten Seite zieht sich ein Schmerz durch die Geschichte, der so greifbar geschrieben ist, dass man ihn beim Lesen förmlich spüren kann.
Besonders gelungen fand ich, dass die Geschichte aus beiden Perspektiven erzählt wird. Dadurch erlebt man nicht nur Cleos Schmerz, sondern auch Alexanders. Man merkt von Anfang an, dass zwischen den beiden noch so viele unausgesprochene Gefühle stehen und dass ihre Trennung längst nicht so einfach war, wie sie zunächst scheint. Gleichzeitig enthüllt Sarah Sprinz die Ereignisse der Vergangenheit nur nach und nach, wodurch ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Die Auflösung rund um ihre Trennung hat mich besonders getroffen. Was zunächst wie eine Geschichte über Verrat und gebrochene Herzen wirkt, entwickelt sich zu etwas viel Tieferem. Die Themen Verlust, Trauer, Schuld und unterschiedliche Arten, mit Schmerz umzugehen, stehen dabei genauso im Mittelpunkt wie die Liebesgeschichte selbst. Gerade das hat die Geschichte für mich so stark gemacht.
Besonders schön fand ich, dass die Heilung der Figuren nicht plötzlich und einfach passiert. Cleo und Alex müssen lernen, miteinander zu reden, sich ihrer Vergangenheit zu stellen und sich gegenseitig wieder zu vertrauen. Dadurch hat sich ihre Annäherung unglaublich verdient angefühlt und jede noch so kleine Entwicklung zwischen ihnen hatte eine große emotionale Wirkung.
Einen kleinen Kritikpunkt habe ich dennoch: Im letzten Teil hatte ich teilweise das Gefühl, dass Oskars Beziehung zu Cleo und vor allem zu Alex etwas in den Hintergrund gerät. Gerade weil er in beiden Leben eine so wichtige Rolle spielt und selbst viel durchgemacht hat, hätte ich mir hier stellenweise noch etwas mehr Raum gewünscht. Gleichzeitig macht genau das aber auch neugierig auf seine Geschichte im nächsten Band.
Sarah Sprinz hat es wieder geschafft, Figuren zu erschaffen, die sich echt anfühlen, und eine Geschichte zu erzählen, die lange nach dem Lesen im Kopf bleibt. Für mich ist Whoever definitiv eines meiner Highlights aus dem Dunbridge-Universum und hat sich einen Platz ganz oben in meinem persönlichen Ranking verdient.