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Veröffentlicht am 29.06.2020

Unglaublich mitreißende Story mit tollen Fantasy-Elementen

Ezlyn. Im Zeichen der Seherin
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Dieses Buch konnte mich von der ersten Seite an abholen. Die Idee der Handlung ist unheimlich faszinierend und wirklich toll umgesetzt. Auch die Gesellschaft die hier porträtiert wird ist ausgesprochen ...

Dieses Buch konnte mich von der ersten Seite an abholen. Die Idee der Handlung ist unheimlich faszinierend und wirklich toll umgesetzt. Auch die Gesellschaft die hier porträtiert wird ist ausgesprochen gut gelungen und die Fantasy-Elemente geben ihr einen tollen Touch. Es gibt somit zwei magische Elemente in dieser Geschichte: die Todseherinnen, wie Ezlyn und die Schattenkrieger, wie Dorian. Der Rest beruht auf „normalen“ Menschen, die sich ihrer Sterblichkeit nur allzu schmerzhaft bewusst sind und ihr deshalb durch die Todseher immer wieder entkommen wollen. Doch das Verschonen eines Lebens fordert das eines anderen ein und so ist auch diese Gesellschaft auf Kapital aufgebaut. Die Reichen können dem Tod entfliehen, während die Armen ihren Platz einnehmen.
Diese Idee ist vielleicht nicht die Neuerfindung des Rates, aber die Umsetzung macht diese Buch für mich zu einem tollen Fantasy-Highlight.

Ich habe bisher noch nichts von der Autorin gelesen, aber dieses tolle Buch hat mich zu einem Fan gemacht! Ihr Schreibstil ist packend, spannend und einfach total angenehm zu lesen. Genau die richtige Menge Details und Emotionen gemixt mit nicht zu vielen, dafür aber toll ausgearbeiteten Fantasy-Elementen.

Der Plot ist volle spannender Wendungen, emotionalen aber auch dramatischen Momenten und Ezlyn lernt in ihrer neuen Umgebung zu überleben und richtige Entscheidungen zu treffen. Ich wollte wirklich kaum das dieses Buch zu Ende geht und besonders das Finale des Buches hat mir unglaublich gut gefallen. Das schreit meiner Meinung nach nach einer Sequel, denn es ist zwar geschlossen, aber doch offen genug um wieder daran anzusetzen.


Ezlyn, die Protagonistin, ist für mich wirklich besonders gezeichnet worden. Ich finde es toll, dass sie nicht von Beginn an „etwas Besonderes“ ist - zumindest was die anderen Todseherinnen angeht, sondern sich dieses „Besondere“ erst im Laufe der Geschichte und mit den getroffenen Entscheidungen entwickelt. Ihre Gabe ist aber Fluch und Segen zugleich. Die Erwartungen der reichen Gesellschaft sind schier endlos, doch immerhin retten sie Leben. Oder?
Ihre Charakterentwicklung ist wirklich toll!
Anfangs hängt sie tief in den Netzen der Gesellschaft, glaubt an alles was ihre Erziehung ihr beigebracht hat und ist beinahe etwas naiv und gutgläubig. Doch immer mehr wandelt sich ihr Charakter, langsam aber stetig, und sie beginnt zu rebellieren. Diese Rebellion ist aber vor allem Dorian zu verdanken. Hach, ich habe einfach eine Schwäche für geheimnisvolle, dunkle Typen und Dorian vereint so ziemlich alles was das angeht.
Aber auch die Nebencharaktere haben hier eine große und nicht unbedeutende Rolle gespielt. Sie sind ein Auf und Ab der Gefühle und selbst wenn man auf das Gute im Menschen vertraut, wird man manchmal enttäuscht. So ist es der Autorin hier wirklich toll gelungen einen versteckten Antagonisten zu schaffen, den man erst mit der Zeit beginnt zu hassen.

Fazit:
Ezlyn konnte mich von der ersten Seite abholen und hat mich erst bei der letzten wieder losgelassen. Es ist spannend, emotional, packend und toll geschrieben. Der Plot ist tiefgründig ausgearbeitet und die Charaktere konnten mich schnell in ihren Bann ziehen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.06.2020

Die Ameisenfrau und der Künstler

Troublemaker
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Ich habe den ersten Band der Harbor-City-Reihe leider nicht gelesen, doch die Bücher sind auch unabhängig voneinander lesbar.

Felicia Hartigan ist eine besondere Frau mit besonderen Interessen. Sie ist ...

Ich habe den ersten Band der Harbor-City-Reihe leider nicht gelesen, doch die Bücher sind auch unabhängig voneinander lesbar.

Felicia Hartigan ist eine besondere Frau mit besonderen Interessen. Sie ist Ameisenforscherin und allein dieser Beruf an ihr ist unglaublich sympathisch und einfach anders. Außerdem ist sie mir als Charakter sofort sympathisch, da sie drauf los quatscht, wenn sie nervös ist, für sich einsteht wenn es sein muss und einfach eine liebenswürdige und doch selbstbewusst, etwas analytische Art hat. Sie liebt ihren Job und ihre Ameisen und lässt sich da auch von niemanden etwas reinreden. Sie ist ein bisschen ein Nerd, aber dafür einfach natürlich und ehrlich. Das macht sie unglaublich authentisch.
Hudson Carlyle hingegen ist ein Manipulator. Er zieht hinter den Rücken der Leute die Strippen und versucht dabei aber immer das Beste für seine Familie zu tun. Doch sein ganzer Charme den er nach außen hin trägt, ist nur eine Maske. Denn eigentlich ist er viel sensibler als es den Anschein hat.

Ich mochte besonders die Dialoge der beiden sehr gerne. Sie sind spritzig, originell und unglaublich unterhaltsam. Zwischen den beiden knistert es richtig, doch Felicia liebt ja eigentlich einen andern und Hudson will keine Frau an seiner Seite.
Die Handlung basiert so vor allem auf dem Versuch Felicia mit Tyler, dem besten Freund von Sawyer (Hudsons Bruder) zu verkuppeln, da Felicia schon von klein auf für ihn schwärmt. Doch Tyler hat nicht wirklich einen Blick für sie übrig, weshalb Hudson ihr auf die Sprünge helfen möchte.
Doch Hudson hat dabei eigene Ambitionen: Sawyer und Tyler haben gerade keine gute Beziehung zueinander und Hudson will das ändern.

Der Schreistil ist wirklich angenehm zu folgen und ich mochte die ganze leichte Atmosphäre des Romans sehr gerne. Die Dialoge sind unterhaltsam, die Charaktere gut ausgearbeitet und die Handlung stetig und witzig.

Fazit:
Eine gelungene, tolle Liebesgeschichte mit einer besonderen Protagonistin einer angenehmen Atmosphäre und schönen Lesestunden. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.06.2020

Familienintrigen und viel Intimität

London Affair
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Dieser Sammelband über die London-Sins-Reihe bietet gleich die gesamte Geschichte rund um Emmy und Jase.

Der Klappentext verspricht eine erneute Geschichte über einen reichen Playboy und das arme Mädchen ...

Dieser Sammelband über die London-Sins-Reihe bietet gleich die gesamte Geschichte rund um Emmy und Jase.

Der Klappentext verspricht eine erneute Geschichte über einen reichen Playboy und das arme Mädchen vom Land und liefert damit auch. 

Womit mich Rhyannon Byrd am meisten überzeugen konnte, ist ihr fesselnder und moderner Schreibstil, der es mir unglaublich leicht machte in die Geschichte zu finden und ihr zu folgen. Mit Emmy erschafft sie eine starke, weibliche Frau mit losem Mundwerk, die nicht auf den Kopf gefallen ist. Mit ihrem Humor und der spritzigen Art mit Spitzen gegen sie umzugehen, konnte sie mich schnell für sich gewinnen. 
Jase hingegen ist mir einen Ticken zu ernst und gradlinig. Zu Beginn ist er noch sehr arrogant, meint alles und jeden zu bekommen, beginnt aber im Laufe der Geschichte sich langsam zu öffnen. 
Die Chemie zwischen den beiden ist zwar da, doch die Ereignisse scheinen sich manchmal regelrecht zu überschlagen. 

Für meinen Geschmack entwickelt sich die Handlung und auch die Liebesgeschichte der beiden an einigen Stellen viel zu explosionsartig schnell, während an anderen Stellen das Tempo rausgenommen wird, was mich mehr verwirrt als alles. 
Die vielen einschlägigen intimen Szenen sind zwar wirklich toll ausgearbeitet, aber nehmen immer wieder das Tempo aus der Geschichte raus, was das Weiterkommen der Handlung für mich einfach stört.

Zum Glück bietet wenigstens Jase‘s Familie einiges an Angriffsfläche. Diese Familie ist beinahe unrealistisch unterirdisch und ich kann nur hoffen, dass niemand tatsächlich so Menschen in seinem Leben hat. Ich mochte es sehr wie sich die Geheimnisse, Intrigen und Lügen hier immer mehr verdichten und sich ein Netz spannt, aus dem man kaum mehr ausbrechen kann. Es gibt viele offene Fragen während des Lesens, die es zu beantworten gilt. 
Dieser Aspekt der Handlung hat mir also wiederum sehr gefallen!
Auch die Enthüllungen zu Ende des Gesamtwerkes sind tatsächlich überraschend und toll geschrieben. Mit einigem hätte ich so nicht gerechnet und bin deshalb umso überraschter.

Fazit:

Besonders der Schreibstil und die Familienintrigen machen das Buch für mich zu einem spannenden Leseerlebnis!
Allerdings sind es für mich zu viele Sexszenen, die immer wieder das angenehme Tempo aus der Handlung nehmen, während sich diese teilweise zu schnell überschlägt. 
Die Charaktere sind mir trotz Kritik ans Herz gewachsen und es hat Spaß gemacht, sie auf ihrer Reise zu begleiten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.06.2020

Überraschende Wendungen, aber es packt mich irgendwie nicht so wie ich es gerne hätte

All of You
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Nachdem ich im ersten Band der Reihe beanstandet habe, dass es mir zu wenig um das Hauptereignis des Buches, die Bürgermeisterwahl von Shaws Vater, ging, wurde dies zum Glück im zweiten Teil etwas mehr ...

Nachdem ich im ersten Band der Reihe beanstandet habe, dass es mir zu wenig um das Hauptereignis des Buches, die Bürgermeisterwahl von Shaws Vater, ging, wurde dies zum Glück im zweiten Teil etwas mehr in den Fokus genommen. 
Auch wenn es nur wegen des möglichen Skandals war, hat es mich gefreut mehr darüber zu lesen. 

Generell konnte mich das Buch weder abschrecken noch wirklich begeistern. Ich hatte Spaß daran es zu lesen, aber es war für mich jetzt auch kein wirkliches Highlight. Ähnlich des ersten Bandes kann ich generell nicht viel meckern, was Schreibstil, Handlung und Charaktere angeht, doch der Spannungsbogen hat sich bei mir einfach nicht so richtig aufgebaut. Persönlich konnte ich mich nicht wirklich mit der Geschichte als Ganzes identifizieren, auch wenn ich Spaß daran hatte, den Charakteren zu folgen.

Der Schreibstil ist wie im ersten Band flüssig, angenehm zu lesen und einnehmend. Sowohl Willows als auch Shaws Sicht werden sehr schön dargestellt und man versteht wieso die Charaktere wie handeln und wie sie sich dabei fühlen.
Ich finde es toll das Willow sich langsam entwickelt, ihre manchmal naive und etwas zurückhaltende Art weiter ablegt und ihre Schwächen angeht. Einzig, dass sie kaum ihre Vergangenheit reflektiert nervt mich ein wenig.
Shaw hingegen ist dominant, mir ist das teilweise ein bisschen to much in Anbetracht mancher Szenen, doch generell fängt er an für seine Liebe zu kämpfen, was ich gerne sehe.

Die Handlung hat nach dem starken Cliffhanger von Band 1 einige Überraschungen parat und ich finde es eigentlich ziemlich cool, dass hier cross-genre betrieben wird und ein Todesfall einfließt, den es gilt aufzudecken. Auch wenn man schnell Sympathien und Antipathien entwickelt, kam für mich der tatsächliche Übeltäter doch recht überraschend daher, was mir sehr gefallen hat.
Shaw und Willow müssen einige Hürden überwinden und die Schatten der Vergangenheit abschütteln.

Fazit:
Der zweite Band der „Finding-me“-Reihe ist ein würdiger Abschluss des Duetts. Die Geschichte an sich ist schön zu lesen, konnte mich aber nicht wirklich als einzigartig begeistern. Trotzdem macht es Spaß den Charakteren auf ihrer Reise zu folgen und ich liebe die „cross-genre“-Elemente die hier verwendet werden.

  • Cover
  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.06.2020

Startschwierigkeiten, aber tolles Setting!

Stolen 1: Verwoben in Liebe
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Zwar hatte ich einige Startschwierigkeiten in die Geschichte hereinzukommen, was vor allem daran lag, dass viele Gedanken der Charaktere laut ausgesprochen, statt gedacht wurden, was bei mir dazu führte, ...

Zwar hatte ich einige Startschwierigkeiten in die Geschichte hereinzukommen, was vor allem daran lag, dass viele Gedanken der Charaktere laut ausgesprochen, statt gedacht wurden, was bei mir dazu führte, dass die Charaktere ständig Selbstgespräche führten. Das hat mich besonders zu Beginn des Buches übermäßig gestört und ich habe das bisher auch noch nirgendwo so gelesen.

Doch sobald man sich etwas daran gewöhnt hat, schafft man es schnell in das neue Fantasy-Jugendbuch der Autorin einzutauchen und das tolle Setting wahrzunehmen.
Mit Darkenhall erschafft die Autorin ein tolles, ungewöhnliches Internat für schwer-erziehbare Kinder, deren letzte Chance es ist, dort zur Ruhe zu kommen. Auch Abby verirrt sich dort hin (auch wenn sich später herausstellt, dass dies kein Zufall ist) und versucht sich einzuleben. Doch das ist nicht so einfach, wenn die Tremblay-Geschwister sich an ihre Fersen heften.

Der Fantasy-Aspekt der Geschichte ist unheimlich interessant und ich habe ihn in dieser Form auch noch nie irgendwo gelesen. Ich mochte es sehr, auch wenn viel erklärt werden muss. Leider nimmt die Geschichte erst richtig Fahrt auf, sobald Abby den älteren der Tremblays, Bastian, kennenlernt.

Dieser erste Teil bietet wirklich viel: Spannung, Actionreiche Szenen, Anziehung zwischen den Protagonisten und einen Antagonist der ein Geheimnis hat, dass es aufzudecken gilt.

Obwohl einige Andeutungen gemacht wurden, habe ich nicht mit dem Cliffhanger des ersten Bandes gerechnet. Jetzt bin ich natürlich gespannt wie es weiter geht. 


Fazit:

Trotz einiger Startschwierigkeiten, dem Schreibstil der Autorin und dem längeren Einstieg geschuldet, konnte mich das Buch letztendlich abholen. Ein tolles Setting und eine spannende, wendungsgeladene Handlung.

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