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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.08.2025

Befreit aus den Zwängen der Vergangenheit

Jenseits der Tränen
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Mit diesem Buch hat die Autorin eine Geschichte mitten aus dem Leben niedergeschrieben. Die berührende Geschichte einer Frau, die im Leben selten auf der Sonnenseite stand und lange brauchte, um sich von ...

Mit diesem Buch hat die Autorin eine Geschichte mitten aus dem Leben niedergeschrieben. Die berührende Geschichte einer Frau, die im Leben selten auf der Sonnenseite stand und lange brauchte, um sich von den Geistern der Vergangenheit zu lösen.

Mir gefällt, wie Erika Pattis die Vergangenheit von Anne in Worte gefasst hat. Das passt zu ihr, zu ihren Gedanken, Fragen und wie sie die Welt wahrnimmt. Einfühlsam, aber mit klaren Worten, bekommen wir Einblicke in verschiedene Momente und alltägliche Begebenheiten, die sie prägten und ausmachen. Sie hat ihr eine Stimme gegeben, die sich anfühlt, als würde man neben ihr sitzen und zuhören, während sie von ihren traumatischen Erlebnissen erzählt. Der nüchterne Schreibstil ist genau richtig. Er weckt beim Leser verschiedene Emotionen, so dass man sich selbst ein Bild machen kann. Genau deshalb und weil es kein chronologischer Lebenslauf ist, wirkt es so authentisch und lebensnah.

Als ungewolltes, ungeliebtes Kind ihrer Mutter, hatte sie es nicht leicht im Leben. Es ist nicht einfach, nur darüber zu lesen, wie ihr Leben von Gewalt und Ungerechtigkeit bestimmt wurde. Es ist bedrückend und erschreckend, hat aber zwischendurch auch mal einen schönen Moment.

Dieses Buch ist nicht nur ein Roman nach wahren Begebenheiten. es ist vor allem auch ein Warnruf, ein Mahnmal und eine Botschaft zu den Themen Gewalt gegen Frauen, Gewalt in der Familie und Patriarchat.

Ich fand es sehr gut zu lesen, informativ und beeindruckend und empfehle es auf jeden Fall weiter!

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Ärger mit dem Nachbarn

Gefährliche Aussicht
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Hast Du einen gelesen, möchtest Du alle lesen.

So geht es mir mit den Büchern dieser französichen Krimireihe um die Kommissarin Marie Mercier.
Das fängt schon bei den tollen Buchcovern an, die farblich ...

Hast Du einen gelesen, möchtest Du alle lesen.

So geht es mir mit den Büchern dieser französichen Krimireihe um die Kommissarin Marie Mercier.
Das fängt schon bei den tollen Buchcovern an, die farblich und von den Motiven her, perfekt zum Inhalt passen.

Im fünften Band geht es um den Tod einer jungen Frau, die von Paris ind beschauliche Perigord gezogen ist. Dort hat sie mit ihrem Mann ein großes Anwesen gekauft und die Renovierungsarbeiten sind voll im Gange.

Marie ermittelt gemeinsam mit ihrem Kollegen Richard in verschiedene Richtungen.

Es macht Spaß den beiden bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. Dabei geht es eher ruhiger zu, was mir besonders gut gefällt. Spannung ist trotzdem gegeben.
Die Einblicke in ihr Privatleben gehören natürlich auch wieder dazu und bringen aufregende Neuigkeiten zutage
.
Eine wunderbare Krimireihe mit tollen Charakteren und dem Charme Südfrankreichs.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Gemütlicher Krimi mit Humor

Inspector Pescadores und der Tote im Pool
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In einer Bungalowanlage auf Gran Canaria leben vier deutsche Auswanderer, die ihr Rentendasein genießen.

Unter ihnen ein ehemaliger Kommissar aus dem Morddezernat, der darüber aber Stillschweigen bewahrt, ...

In einer Bungalowanlage auf Gran Canaria leben vier deutsche Auswanderer, die ihr Rentendasein genießen.

Unter ihnen ein ehemaliger Kommissar aus dem Morddezernat, der darüber aber Stillschweigen bewahrt, und sich mit den anderen Drei als Hobbydetektiv auf die Suche nach einem Mörder macht.

Das Buch ist unterhaltsam und sehr humorvoll geschrieben. Allerdings steht der Krimi eher an zweiter Stelle.
Der Autor nimmt seine Leser mit auf eine kulinarische Reise, gibt viele Hintergrund Wissen über Land und Leute preis und weckt Reisefieber.

Es macht Spaß die vier Freunde zu begleiten. Sie passen gut zusammen, ergänzen sich und haben alle ihre Macken. Ich bin schon auf die weiteren Einblicke in ihre Vergangenheiten gespannt, denn bisher bleibt noch einiges im Verborgenen.

Wer auf einen spannenden Krimi hofft, wird vielleicht nicht ganz überzeugt sein. Aber wer auf ein paar schöne Lesestunden hofft, der ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 01.07.2025

Das verlassene Dorf

Der dunkle Sommer
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Ein Haus für einen Euro.
Da sieht Tilda ihre Chance auf einen Neuanfang auf Sardinien.

Was erstmal gut klingt, entpuppt sich schnell als Albtraum.
Das verlassene Dorf, in dem es nur einen mysteriösen ...

Ein Haus für einen Euro.
Da sieht Tilda ihre Chance auf einen Neuanfang auf Sardinien.

Was erstmal gut klingt, entpuppt sich schnell als Albtraum.
Das verlassene Dorf, in dem es nur einen mysteriösen Bewohner mit seiner Pflegerin gibt, Geistergeschichten und ein Fluch der auf ihrer Villa liegt, macht diese Geschichte zu einem spannenden, teils gruseligem Lesevergnügen.

Merkwürdige Dinge geschehen, ihr Bruder verschwindet plötzlich. Was hat es mit diesem Ort auf sich?

Die Autorin hat eine ganz eigene Atmosphäre geschaffen, die einen gerade wegen der Düsternis ans Buch fesselt. Die wechselnden Perspektiven, die auch immer wieder in die dunkle Vergangenheit des Dorfes führen, geben Stück für Stück die Wahrheit preis.

Mir gefällt, dass hier auch der eigentliche Charme des Handlungsortes nicht vergessen wird. Die Schönheit des Urlaubsortes, die Natur.

Spannungsgeladen, geheimnisvoll und unterhaltsam!

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Veröffentlicht am 08.06.2025

Vermisst

Küstenmord: Spur ins Dunkel
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Der fünfte Band der Küstenmord-Reihe war für mich der erste.

Luisa ist mit ihrer langjährigen Freundin verabredet, die aber nicht auftaucht. Sie geht zur Polizei und meldet diese als vermisst. Zum Glück ...

Der fünfte Band der Küstenmord-Reihe war für mich der erste.

Luisa ist mit ihrer langjährigen Freundin verabredet, die aber nicht auftaucht. Sie geht zur Polizei und meldet diese als vermisst. Zum Glück trifft sie auf das Team um die Kommissare Katja Greve und Daniel Kowalski, die davon überzeugt sind, dass hier ein Verbrechen vorliegt und sich in den Fall reinknien.

Mir hat dieser Krimi gut gefallen. Er hat spannende Momente, bietet Verdächtige, führt auf falsche Fährten und hält einige interessante Charaktere bereit. Greve und Kowalski ergänzen sich perfekt und die Einblicke in ihre Privatleben fand ich nicht nur interessant, so konnte man sich auch als Neueinsteiger ein gutes Bild von ihnen machen.

Die Einblicke in die Ermittlungen, die Probleme die sich daraus ergeben und die verschiedenen Personen, die daran beteiligt sind, waren gut getroffen. Dank der verschiedenen Perspektiven konnte man den Fall von mehreren Seiten betrachten und sich ein gutes Bild davon machen, was hier vor sich geht.

Ein bisschen hat mir das "Ostseefeeling" gefehlt, was ich aufgrund des Titel erwartet habe. Aber vielleicht kommt das in den anderen Teilen mehr zur Geltung. Die werde ich auf jeden Fall auch noch lesen!

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