Profilbild von carinas_bookish_world

carinas_bookish_world

Lesejury Star
offline

carinas_bookish_world ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit carinas_bookish_world über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.11.2020

Ich liebe das Kleinstadtfeeling

Small Town Dreams (Minot Love Story 2)
0

Bereits “Small Town Kisses” hat mir sehr gut gefallen und ich fand die Atmosphäre in der Kleinstadt Minot super schön und angenehm. Auch die Charaktere hat man alle schon im ersten Band kennengelernt, ...

Bereits “Small Town Kisses” hat mir sehr gut gefallen und ich fand die Atmosphäre in der Kleinstadt Minot super schön und angenehm. Auch die Charaktere hat man alle schon im ersten Band kennengelernt, nur unsere Protagonistin Rylee kommt neu dazu.
Die Cover der Reihe sind alle sehr schlicht gehalten. Sie bestehen alle aus einer sehr schönen pastelligen Farbkombination sowie dem Titel und den Namen der Protagonisten in einer schönen schlichten Schrift. Als kleines Highlight gibt es immer eine Blüte oder ein anderes blumiges Gewächs auf dem Cover.
Die Reihe handelt von den vier Geschwistern Morgan, Donovan, Tristan und Parker, wobei in jedem Band eins der Geschwister im Vordergrund steht. Natürlich trifft man aber auch wieder auf die restliche Familie und auf die besseren Hälften der vorherigen Protagonisten.
Der Schreibstil von Christiane Bößel hat mir wie schon beim ersten Band sehr gut gefallen. Sie schafft es, die Dinge auf den Punkt zu bringen und die Gefühle und Emotionen der Personen realistisch wirken zu lassen, ohne dass sie zu kitschig oder übertrieben rüberkommen. Sie schafft es die Charaktere so realistisch zu beschreiben, dass sie super authentisch dargestellt werden und man mit ihnen mitfühlen kann. Auch dieser Band konnte mich wieder in die tolle Welt von Minot und seinen Bewohnern versetzen, sodass ich mir vorkam wie ein Teil von ihnen.
Im ersten Band ging es um Morgan und Nate, hier im zweiten Band geht es nun um Morgans kleinen Bruder Tristan und die angehende Schauspielerin Rylee. Das Buch ist aus der Sicht von Tristan und Rylee geschrieben und lässt einen so direkt an der Handlung und an den Gefühlen der beiden teilhaben. Mir gefällt diese Art der wechselnden Sichtweisen sehr gut, da man so einen Rundumblick über die Geschichte, die Gefühle und die Personen erhält.
Tristan und Rylee sind für mich wunderbare Protagonisten. Rylee ist allerdings nicht das typische NA-Mädchen. Sie ist im Gegensatz dazu sehr selbstbewusst und stark, vertritt ihre Gefühle bzw. ihre Meinung und lässt sich nicht unterkriegen. Außerdem ist es ihr egal, was andere von ihr und ihrem Kleidungsstil halten. Schön fand ich auch, dass die Geschichte auch ohne all die typischen Klischees auskommt und dass Rylee auch als Halb-Koreanierin mit einer alleinerziehenden Mutter eine tolle Protagonistin sein kann. Die großen Probleme in der Story kommen daher, dass sie Angst hat zu vertrauen und dass dies vor allem an ihrem “Erzeuger” liegt.
Auch Tristan ist mal ein ganz anderer NA-Protagonist. Er ist nicht der typische Badboy, sondern sehr einfühlsam, ehrlich und manchmal sogar zurückhaltend und schüchtern. Besonders gut an ihm hat mir gefallen, dass er seine Familie liebt, immer noch gerne mit ihnen zusammen wohnt und ihnen hilft wo er nur kann. Außerdem lässt er sein Schauspielstudium nicht schleifen, sondern geht ihm mit starker Leidenschaft nach.
Die Anziehung zwischen den beiden hat man von Beginn an gemerkt. Es gibt kein unnötiges Hin und Her. Es ist auch keine Enemies to Lovers Beziehung, die beiden finden sich einfach direkt sympathisch und anziehend und wollen dies auch vertiefen.
Die Geschwister sind wie immer ein großes Highlight der Reihe. Sie helfen einander und versuchen sich gegenseitig immer aufzubauen. Sie sagen aber auch immer ihre ehrliche Meinung, auch wenn ihnen mal etwas nicht passt. Ich fand es richtig toll, dass die Geschichte ein paar Jahre nach Band 1 spielt und man so eine ganz andere Sichtweise auf das paar aus dem ersten Band erhält.
Ein ganz kleiner Kritikpunkt von meiner Seite aus ist, dass mir manche Verhaltensweisen nicht erwachsen genug waren und ich manche Handlungen nicht nachvollziehen konnte. Das Ende hat mir aber sehr gut gefallen und das Buch bekommt von mir 4,5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.10.2020

Das Mysthische kommt super zur Geltung

The Last Goddess, Band 1: A Fate Darker Than Love (Nordische-Mythologie-Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Bianca Iosivoni)
0

Ich war so neugierig auf das neue Buch von Bianca Iosivoni und habe mich total gefreut es vorab lesen zu dürfen. Als es bei mir ankam war ich allerdings überrascht, wie dünn es doch tatsächlich ist, da ...

Ich war so neugierig auf das neue Buch von Bianca Iosivoni und habe mich total gefreut es vorab lesen zu dürfen. Als es bei mir ankam war ich allerdings überrascht, wie dünn es doch tatsächlich ist, da ich damit nicht gerechnet hatte.
Das Cover und der Klappentext haben mich auf jeden Fall direkt überzeugt. Ich meine wer kann bei diesem wunderschönen Cover nein sagen? Ich auf jeden Fall nicht :D Ich finde, dass das Cover etwas mystischen an sich hat und somit perfekt zum Buch passt. Durch die goldene Schrift wird der Titel nochmal extra hervorgehoben und sie passt meiner Meinung nach super zum Buch.
“A Fate darker than love” ist nicht das erste Buch von Bianca Iosivoni, das ich gelesen habe. Ich mag ihren Schreibstil sehr gerne und dieser hat mich auch hier wieder überzeugen können. Ich bin super in das Buch reingekommen und konnte mit Blair und ihrem besten Freund Ryan mitfühlen. Ich habe mich sehr gerne mit ihr auf die Suche nach ihrer Vergangenheit gemacht und habe mit ihr mitgefiebert. Bianca Iosivoni hat es durch den bildhaften Schreibstil geschafft, dass ich mir die Schauplätze super gut vorstellen konnte und dass ich das Gefühl hatte ein Teil der Geschichte zu sein.
Ich bin ein großer Fan von Mythologie, eigentlich von jeder Art der Mythologie. Egal ob es die griechische, die römische oder die nordische Mythologie ist. Wenn es um Götter und Helden geht, bin ich dabei :D “A Fate darker than love” von Bianca Iosivoni war das erste Buch, das ich gelesen habe, welches über die nordische Mythologie handelt. Von Valkyren habe ich natürlich schon mal was gehört, aber das Konzept des Buches habe ich in so einer Art und Weise noch nicht gesehen und ich fand es super spannend. In dem Buch geht es um Blair. Sie ist die Tochter einer der neun Valkyren und übernimmt den Platz ihrer Mutter in den Reihen der Valkyren, als diese ums Leben kommt. Eigentlich hätte ihre ältere Schwester den Part übernehmen sollen und wurde, im Gegensatz zu Blair, auch dementsprechend trainiert, allerdings stirbt auch diese bei dem tragischen Unfall.
Blair war mir von Anfang an sympathisch. Ihr sind ihre Familie und auch ihre Freunde sehr wichtig und für diese würde sie alles tun. Sie ist sehr ehrgeizig, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat und zudem auch noch sehr taff. Sie lässt sich nicht so schnell abwimmeln und probiert jede Möglichkeit aus, um an das beste Ergebnis zu kommen. Ich konnte ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen, manche ihrer Handlungen waren mir allerdings etwas zu unüberlegt und demnach nicht sehr realistisch. Ihre abstammung verheimlicht sie vor ihrem besten Freund Ryan, für den sie auch seit geraumer Zeit Gefühle hegt.
Ryan ist auf jeden Fall ein super interessanter charakter, von dem man es am Anfang nicht denkt. Ich mochte ihn zu Beginn super gerne. Er ist ein toller Freund und super loyal. Im Laufe des Buches kommen immer mehr Geheimnisse ans Licht, durch die man Ryan anders sehen könnte. Diese Geheimnisse haben aber meine Meinung zu ihm nicht geändert. Obwohl seine Familie etwas anderes von ihm verlangt, hält er heimlich doch noch zu Blair und beschützt sie. Das hat mir super gut gefallen. Ich hätte allerdings von ihm gerne noch ein bisschen mehr erfahren. Es wurden zwar eine handvoll Kapitel aus seiner Sicht erzählt, das war mir aber ein bisschen zu wenig.
Die Spannung bleibt die ganze Zeit über bestehen. Es wird nicht langweilig und es kommen super viele unerwartete Wendungen auf einen zu. Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist die Seitenanzahl des Buches und damit verbundene fehlende Tiefe. Das Buch hätte meiner Meinung nach noch ein paar Seiten mehr vertragen können. Dann hätte man etwas mehr in die Tiefe gehen können und ein paar Dinge nicht nur oberflächlich behandeln können. Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.10.2020

Ein toller Reihenauftakt

Ashes and Souls (Band 1) - Schwingen aus Rauch und Gold
0

Von “Ashes and Souls - Schwingen aus Rauch und Gold” habe ich schon so viel Gutes gehört, dass ich mir unbedingt eine eigene Meinung bilden wollte. Da ich ein großer Fantasyliebhaber bin war ich natürlich ...

Von “Ashes and Souls - Schwingen aus Rauch und Gold” habe ich schon so viel Gutes gehört, dass ich mir unbedingt eine eigene Meinung bilden wollte. Da ich ein großer Fantasyliebhaber bin war ich natürlich nochmal um einiges neugieriger und da ich den Schreibstil von Ava Reed sehr gerne mag wusste ich, dass mich das Buch bestimmt nicht enttäuschen würde. Schon wie bei ihren anderen Büchern auch finde ich das Cover von diesem Buch und auch vom zweiten Teil einfach wunderschön. Die Farbkombination aus Schwarz und Goldtönen im Zusammenspiel mit der Silhouette und dem großen Flügel auf der rechten Seite ist einfach ein Traum. Außerdem passt das Cover super zum zweiten Teil, da dort der Flügel auf der linken Seite ist und man nun ein komplettes Flügelpaar hat, wenn man die beiden Bücher nebeneinander stellt. Außerdem passt das Cover natürlich auch wunderbar zur Geschichte.
Avas Schreibstil konnte mich wie immer überzeugen. Er lässt sich super flüssig lesen und Ava Reed schafft es, die Schauplätze und Geschehnisse so zu beschreiben, dass ich sie mir bildlich vorstellen konnte. Ich fand es toll, dass sie die Prager Sehenswürdigkeiten noch ein bisschen erklärt hat, da ich noch nie in Prag war und sie mir so viel besser vorstellen konnte. Sie schafft es nicht nur Orte lebendig werden zu lassen, sondern auch der Geschichte viele Gefühle und Emotionen zu verleihen, sodass diese einen nicht mehr loslässt.
Ich habe mich sehr auf die Story gefreut, aber zu Beginn konnte sie mich nicht direkt abholen. Ich bin zwar sehr gut in die Geschichte reingekommen, allerdings hat sich dann alles sehr langsam entwickelt und ich hatte das Gefühl, als würde nicht so richtig viel passieren. Der Plot des Buches hat mir sehr gefallen. Die Idee mit Milas Gabe und ihrer Suche nach Antworten in ihrer Heimatstadt Prag klang sehr spannend. Auch das Aufeinandertreffen der hellen und dunklen Welt, der endlichen und der unendlichen, fand ich wirklich toll. Allerdings dauerte es etwas bis mich das Buch fesseln konnte. Zu Beginn kommt Mila in Prag an, sucht nach Antworten, lässt sich aber sehr schnell von Asher und Tariel ablenken. Nachdem ich dann aber so richtig in das Buch hineingefunden hatte, konnte es mich sehr gut mitreißen. Es war sehr spannend zu erfahren, welche Kräfte Mila tatsächlich besitzt und auch der Aspekt, dass Asher sie vor Tariel und seinen Freunden versteckt hat dem Ganzen eine Grundspannung gegeben.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Mila, Tariel und Asher erzählt. Durch die Dreiteilung erhält man einen sehr umfassenden Blick über die Handlung und die Gefühle der drei Protagonisten. Mila mochte ich sehr gerne. Sie ist eine sehr liebenswerte Person, die allerdings stark darunter leidet, dass sie seit dem Tod ihrer Mutter sehr einsam ist und durch ihre Gabe kaum Freunde hat. Ich fand es toll, dass sie im Laufe der Geschichte Freunde finden konnte, auch wenn manche davon nicht die Freunde waren die sie sich vorgestellt hat. Mila ist außerdem sehr mutig und besitzt einen eigenen Willen, der sie manchmal relativ stur wirken lassen kann. Das fand ich aber gar nicht schlimm, das hat sie umso interessanter gemacht.
Die beiden männlichen Protagonisten Asher und Tariel könnten unterschiedlicher nicht sein. Asher gehört als dunkler Ewiger zur dunklen Sphäre. Aber dass dunkel nicht gleich böse bedeutet erfährt man in diesem Buch ganz besonders. Asher ist mir schnell ans Herz gewachsen und ich fand es toll, dass man eine sehr starke Entwicklung bei ihm feststellen konnte. Er braucht eine ganze Weile um sich von der Verbissenheit die Welt zusammenhalten zu wollen zu trennen und sich seinen Gefühlen stellt.
Tariel, Micael und Ezechiel gehören zu den hellen Ewigen. Tariel war für mich kein von grund auf schlechter Charakter. Man merkt ihm an, dass er sehr verbissen ist und alles dafür tut um eine Aufgabe zu erfüllen. Man kann feststellen, dass er immer mehr mit sich selbst und seinen Prinzipien kämpft. Micael und Ezechiel sind mir sehr ans Herz gewachsen, besonders Mic. Sie sind beide super sympathische Charaktere und Mics selbstlose Aktion zum Ende hin hat mich komplett davon überzeugt, dass er mein absoluter Lieblingscharakter in diesem Buch ist. Aber auch Ashers Bruder Ceto und dessen Freundin Reia haben einen tollen Beitrag zur Geschichte geliefert.
Super spannend fand ich auch noch die Beschreibungen der Welt der Lichten und der Dunklen. Die verschiedenen Sphären können durch Portale erreicht werden und individuell von den Ewigen gestaltet werden. An manchen Stellen hätte ich mir aber gerne etwas “mehr” gewünscht. Es ging mir manchmal einfach zu schnell und mir hat etwas die Tiefe gefühlt. Ich hatte auch erwartet, dass Mila sich vor der ihr doch sehr fremden Welt etwas sträubt. Ein kleines Zögern hätte mich gefreut. Ich mochte das Buch aber trotzdem sehr gerne und dank des fiesen Cliffhangers muss ich bald unbedingt Band 2 lesen. Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.10.2020

Spannender erster Teil

Ein Traum vom Glück
0

“Ein Traum vom Glück“ von Eva Völler hat mich durch die Gestaltung des Covers sofort auf die Geschichte neugierig gemacht. Die Gestaltung der Personen in Farbe und die Häuser und Zechenlandschaft in Schwarz-Weiß ...

“Ein Traum vom Glück“ von Eva Völler hat mich durch die Gestaltung des Covers sofort auf die Geschichte neugierig gemacht. Die Gestaltung der Personen in Farbe und die Häuser und Zechenlandschaft in Schwarz-Weiß stimmt, ohne einen Blick in das Buch zu werfen, den Leser bereits in das Geschehen und Leben der damaligen Zeit ein. Kohlenstaub nicht nur in der Grube sondern auch in der Luft. Ärmliche Verhältnisse der Nachkriegszeit und doch Menschen, die Ihre Zukunft in die Hand nehmen und für ein besseres Leben kämpfen.
Ich habe diese Zeit aufgrund meines Alters nicht miterlebt. Mein Großvater und Urgroßvater haben jedoch auf der Zeche gearbeitet. Mein Urgroßvater war Hauer und mein Großvater hat Untertage Zug gefahren. Somit verbindet meine Familie und mich die Geschichte dieser Zeit ganz besonders.
Vor “Ein Traum vom Glück” habe ich noch kein Buch von Eva Völler gelesen. Und ich kann sagen, Eva Völler hat mich mit diesem Buch überzeugen können. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Er ist sehr authentisch und gefühlvoll und man wurde durch ihn einfach in den Bann gezogen. Durch die Beschreibung der Hauptcharaktere Katharina und Johannes kann man sich super in die beiden Figuren hineinversetzen. Man hat das Gefühl als würde man einen tiefen Einblick in die Welt der beiden bekommen, sodass man auch ihre Handlungen und Gefühle nachvollziehen kann.
Katharina findet nach der Flucht aus der Kriegshölle Berlin bei Ihrer Schwiegermutter einen Unterschlupf für sich und Ihre beiden Töchter. Das Leben in einfachen Verhältnissen fällt Katharina schwer und sie träumt von einem Leben ohne Entbehrungen. Für diesen Traum arbeitet sie hart. Sie näht unermüdlich für ihre Kundschaft und träumt von einem eigenen Modestudio. Dann tritt Johannes in ihr Leben. Er ist ein traumatisierter Kriegsheimkehrer der auch im Haushalt Ihrer Schwiegermutter aufgenommen wird. Johannes ist der Enkel Ihrer Schwiegermutter und somit der Neffe von Katharina. Gemeinsam arbeiten Katharina und Johannes ihre eigenen Kriegserlebnisse auf und kommen sich in all ihrer Verletzlichkeit und Einsamkeit näher. Johannes trägt mit seiner Arbeit auf der Zeche nun zum Unterhalt der gesamten Familie bei und unterstützt auch mit seinem Einsatz in Haus und Garten wo er nur kann. Zu der Beziehung von Katharina und Johannes möchte ich an dieser Stelle nicht mehr verraten, da ansonsten zu viel vorweggenommen wird.
Da Karl, der Ehemann von Katharina, noch im Krieg vermisst wird, hat sie es schwer sich mit den Töchtern im Zusammenleben mit ihrer Schwiegermutter ein neues Leben aufzubauen. Für Ihre Schwiegermutter ist auch nach einigen Jahren völlig klar, dass ihr Sohn auf jeden Fall noch lebt. Die Rückkehr von Karl ist für Sie nur Frage der Zeit. Schließlich ist auch Johannes aus dem Krieg zurückgekehrt. Ein Neuanfang für Ihre Schwiegertochter ist für sie somit völlig ausgeschlossen. Auch die Nachbarn haben Katharina und ihren „Lebenswandel“ ständig im Blick.
Mit Ihrer Freundin Hanna und deren Bruder Stan beginnt für Katharina und Johannes langsam wieder ein Leben mit Zuversicht. Besuch von Kirmes, Tanzveranstaltungen sind Unternehmungen, die sie langsam wieder ins Leben zurückbringen. Die Töchter Inge und Bärbel stehen bei Katharina jedoch immer an erster Stelle und somit stellt sie Ihr Leben ganz in den Schatten ihrer Töchter.
Gut gefallen hat mir auch die Beschreibung der Nebencharaktere. Schwiegermutter Mine hat mir besonders gut gefallen, da sie sich um die gesamte Familie kümmert jedoch ganz genau weiß, dass sie alle in einem engen Abhängigkeitsverhältnis leben. Auch sie ist mit der Bewirtschaftung ihres Gartens und aller anfallenden Arbeiten auf den Rest der Familie angewiesen. Jedoch geraten Katharina und Mine immer wieder aneinander, da Mine ihre Schwiegertochter immer wieder in ihre Schranken weist und klar macht, wer das Sagen hat. Die Töchter Inge und Bärbel werden groß in einer Welt der Entbehrungen aber einer liebevollen Beziehung zu ihrer Mutter Katharina und auch einem Silberstreif am Horizont auf eine spannende Zukunft ihres noch jungen Lebens.
Zum Ende des ersten Teils dieser Familiensaga überschlagen sich jedoch die Ereignisse, die auf mich etwas zu konstruiert wirken. Ich bin jedoch gespannt auf die Fortsetzung der Geschichte. Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.10.2020

Ein neues Jahreshighlight

Hunting The Prince
0

Auf “Hunting the Prince” bin ich durch den Klappentext und das tolle Cover aufmerksam geworden. Ich finde, dass das Cover mit dem Mann und den Tattoos einfach perfekt zum Buch passt und den Mafiahintergrund ...

Auf “Hunting the Prince” bin ich durch den Klappentext und das tolle Cover aufmerksam geworden. Ich finde, dass das Cover mit dem Mann und den Tattoos einfach perfekt zum Buch passt und den Mafiahintergrund schön hervorhebt. Auch die ausgewählten Farben passen einfach perfekt und lassen einen schon ein bisschen was zum Hintergrund erahnen.
“Hunting the Prince” ist das erste Buch, welches ich von Miranda J. Fox gelesen habe und ich habe mich direkt in den Schreibstil der Autorin verliebt. Miranda J. Fox schreibt sehr flüssig und schnelllebig, sodass man am Anfang sehr schnell in die Geschichte reinkommt und direkt von der Handlung mitgerissen wird. Durch die vielen Wendungen kommt es zu keinen langwierigen Parts in der Geschichte, was mir sehr gut gefallen hat.
Alle Charaktere, ob Nebencharaktere oder Protagonisten, waren so gut und detailliert beschrieben, dass ich nicht nur die Protagonisten in mein Herz geschlossen habe, sondern auch viele der Nebencharaktere. Vor allem die Mitglieder des Spezialteams des Nachtprinzen, dem Anführer der Neros, waren mir sehr sympathisch. Besonders gerne mochte ich Samuele und Diego, aber auch Vincent und Sophia.
Die beiden Protagonisten, Allegra und Silvan, sind der Autorin sehr gut gelungen. Allegra wird als Spionin beim verfeindeten Mafiaclan der Corvi eingeschleust, den Neros. Da sie sich in den Strukturen der Clans auskennt, weiß sie sofort, wer sie bei der inszenierten Entführung “rettet”. Sie steht der rechten Hand des Nachtprinzen, Silvan, gegenüber. Allegra ist mir direkt ans Herz gewachsen. Man merkt direkt, dass sie eine sehr starke und mutige Frau ist, die alles für ihre Familie und ihre Freunde tun würde. Mir hat es sehr gut gefallen, dass Allegra nicht so leicht aufgibt wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat. Sie hat keine Angst auch verbotene Dinge zu tun und scheut kein Risiko. Außerdem lässt sie nichts und niemanden ihren Auftrag vereiteln. Ihre Aufgabe ist es, den Nachtprinzen zu identifizieren und ihn anschließend zu töten, um ihren kleinen Bruder aus den Fängen der Corvi zu befreien. Dass das keine leichte Aufgabe werden wird, war mir schon zu Beginn klar. Ihr wurden immer mehr Steine in den Weg gelegt und sie hat sich immer weiter in die Sache verstrickt, sodass es zum Schluss nochmal sehr spannend wurde. Es war sehr spannend während des Lesens zu rätseln, wer der Nachtprinz in Wirklichkeit ist und ich habe wirklich jeden verdächtigt. Auf die Lösung wäre ich allerdings nicht gekommen, das fand ich super.
Aber auch Silvan war mir direkt sympatisch. Obwohl er wegen seinem Job nach außen hin stark wirken muss und dies auch ist, hat er trotzdem immer ein Ohr für Allegra. Ich habe seinen herzlichen und hilfsbereiten Charakter sehr geschätzt, genau wie Allegra. Natürlich hat auch Silvan seine Kanten, was ihn ausmacht und für die Geschichte wichtig ist. Seine Vergangenheit spielt auch in der Gegenwart noch eine sehr große Rolle und überrascht einen immer wieder. Auch zu ihm habe ich eine Bindung aufgebaut und ich fand es toll, dass er sich für Allegra in Gefahr begeben hat.
Die Charaktere waren alle sehr natürlich, sympathisch und einfach echt. Sie haben mir super gut gefallen. Ich habe mit ihnen mitgefühlt und sie taten mir an manchen Stellen schon fast etwas leid. Trotz, oder gerade wegen des fiesen Cliffhangers hat mir das Buch sehr gut gefallen. Man wird von Allegras und Silvans Geschichte mitgerissen und ich bin so gespannt auf den zweiten Teil. Hoffentlich dauert es nicht mehr so lange bis dieser erscheint. Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere