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Veröffentlicht am 09.04.2026

Die Luft der ungelebten Möglichkeiten

Die Namen
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Ein Kind. Drei Namen. Die neun Lebenswege derselben und doch verschiedenen Menschen.
Der Unterschied von wenigen Buchstaben, die jedoch eine ganz andere Bedeutung haben, einen ganz anderen Namen ergeben ...

Ein Kind. Drei Namen. Die neun Lebenswege derselben und doch verschiedenen Menschen.
Der Unterschied von wenigen Buchstaben, die jedoch eine ganz andere Bedeutung haben, einen ganz anderen Namen ergeben und am Ende zu komplett anderen Leben werden, die in den weitesten Ausläufen Parallelen aufzeigen.
Bear, Julian und Gordon, je einen dieser Namen trägt Mutter Cora im Standesamt für ihren Sohn ein und beeinflusst so das gesamte Schicksal von ihrer Tochter Maja, natürlich dem Sohn und vorallem von sich selbst. In 7 Jahres Abständen verfolgen wir in diesem Roman ihren Werdegang.

Die Rezensionen für diese Geschichte brauchte für mich definitiv Zeit, denn selbst einige Tage nach dem Ende, wirkten für mich die Möglichkeiten und leider auch Unbarmherzigkeiten des Lebens, welches die Charaktere in diesem phänomenalen Werk der Autorin Florence Knapp ereilt, noch nach.
Die Umsetzung einer so einfachen und doch genialen Idee, ist in diesem Roman äußerst gelungen. Natürlich vorallem durch die dramatischen, tiefgreifenden, emotionalen und ernsten Thematiken wie Gewalt an Frauen, in der Familie, Haustyrannen, Femizid und Mord, die mit einem eindringlichem Schreibstil festgehalten wurden.
Die Autorin spart dabei nicht an brutalem Realismus, erschafft damit glaubhafte Bilder, die mir immer wieder den Rand eines traurigen Abgrunds unserer Gesellschaft vor Augen führte und spiegelte in zahlreichen inneren Monologen die Gedankenwelten der Protagonisten.
Eine Entscheidung zu treffen, welcher der drei Namen zu dem nun für alle Personen besten Verlauf ihres Lebens führten, war die ständige Frage mit der ich mich konfrontiert sah, die bis zum Ende blieb und doch nicht richtig beantwortet werden konnte.
Bear, der sein Leben zunächst mit viel Unbekümmertheit erlebte; Julian bzw. Jules der in einem anderen Land zaghaft seinen Weg wählte und Gordon, der seine jugenhafte Arroganz ablegen musste, um die Welt wahrhaftig und klar zu sehen.
Am Ende blieb für mich vorallem Cora, die in allen gelebten und ungelebten Möglichkeiten früher, später und immer ihre bedingungslose Liebe für ihre Kinder sowie schlussendlich auch für sich, einen außergewöhnlichen Mut und lebensnahe Größe zeigte!

Fazit: Eine Geschichte so gewaltig, dass es das absolut falsche Wort ist sie zu beschreiben und gleichzeitig das einzig Richtige!

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Eine fürchterliche Braut-Party!

Bachelorette Party
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Obwohl mir der Nachname der Autorin Camilla Sten sehr bekannt vorkam, konnte ich nicht direkt eine Verbindung zu ihrer bekannten Autoren-Mutter herstellen- erst nach kurzer Recherche. Das Cover sprach ...

Obwohl mir der Nachname der Autorin Camilla Sten sehr bekannt vorkam, konnte ich nicht direkt eine Verbindung zu ihrer bekannten Autoren-Mutter herstellen- erst nach kurzer Recherche. Das Cover sprach mich hier sehr an, wenn es auch in die Irre führte, da ich nicht von einem Handlungsort im kalten Norden, sondern eher in südlicheren Inselgewässern ausging.

Bei diesem Thriller war ich eigentlich vom Prolog richtig gepackt und total nervös und gespannt wie es weitergeht, jedoch kamen dann ein paar langwierige Abschnitte und erst ab der Hälfte konnte ich das Buch erneut nicht mehr aus der Hand legen. Durchgehend ist man eigentlich am Rätseln wie die Storyline aus Vergangenheit und Gegenwart zueinander führen.
"Zehn Jahre zuvor" folgt man Mathilde hin zu ihrem verheerenden Mädelsausflug zu Beginn des Buchs. In der anderen Zeitebene begibt sich Tessa mit ihrer Schwester Lena und weiteren Freundinnen auf eine Bachelorette Reise auf eben jene geheimnisvolle Insel. Ein bisschen fehlte mir hier die Logik hinter Tessas Beweggründen sowie "Ahnungen", aber sie machte mit ihren Schwächen und Stärken eine durchaus sympathische Hauptprotagonistin aus.
Der Schreibstil war sehr einfach zu lesen, bringt die zunehmende Spannung in der Handlung gut rüber, obwohl es schade ist, dass weder die Insel noch die generelle Umgebung genauer umschrieben werden, womit die Autorin die Atmosphäre sicherlich noch mehr gestalten hätte können. Das Ende ist auf alle Fälle brutal und bietet definitiv nochmal einen steilen Anstieg in Sachen Thrill!

Fazit: Ein gelungenes, wenn auch eher durchschnittliches Erstlingswerk- das "Thriller-Gen" dürfte wohl in der Familie liegen!

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Staub oder eine Feenfamilie

Statt aus dem Fenster zu schauen
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Der Verlag dürfte ein Fabel für zynischen, ja doch auch sarkastischen Humor von starken, weiblichen und unabhängigen Charakteren haben, denn es ist für mich schon das vierte Buch von einer Autorin, die ...

Der Verlag dürfte ein Fabel für zynischen, ja doch auch sarkastischen Humor von starken, weiblichen und unabhängigen Charakteren haben, denn es ist für mich schon das vierte Buch von einer Autorin, die sich kein Blatt vor den Mund nimmt, ihren Unmut über die moderne Welt mit herrlich kritischem Blick, in Worte zu fassen.

Der Roman ist in vier Abschnitte unterteilt,
Konfusion, Koexistenz, Konstruktion sowie Konklusion und wird aus der Ich-Perspektive von Sophie erzählt. Eine junge Studentin, die ein wenig aus Langeweile und vielmehr als Ausbruch, online ein Haus in einem winzigen Ort in Norddeutschland ersteigert.
Die Autorin Anna Katharina Scheidemantel erschafft durch Intellekt, schwarzen Humor, kreative Interpretation und Sozialisation eine sympathische und interessante Hauptprotagonistin mit eigener Weltanschauung, die mit der Restauration der verfallenen Bruchbude anfängt sich erneut selbst zu spüren und für sie konstruktiv etwas beiträgt.
Sie schafft sich eine Blase und entkommt somit der schrecklichen Realität in der Welt, stellt sich aber gleichzeitig anderen Verantwortungen. Durch Begegnungen mit verschiedenen Menschen aus ihrer neuen Umgebung sowie auch ihrem alten Umkreis erfährt sie Belustigung, Sorge, Enttäuschung und eine merkwürdige Art der Bewunderung, welche den LeserInnen in einer kurzen Zeitspanne deutliches Charakterwachstum von Sophie zeigen.
Jedes Mal, wenn ich das Buch zu Hand genommen hab, war es wie ein Abtauchen in eine wohlbekannte, aber viel stillere Welt, als würde man sich im Urlaub auf ein Bank setzen und Sophie beim in den Himmel starren und Eigenheim entdecken, begleiten.
Die Geschichte besticht durch seine langsame und ruhige Erzählweise, keine Aufregung und trotzdem Spannungen beim Lösen von Problemen, der für Veränderungen offenen lebensfrohen, dennoch sehr nachdenklichen und überlegten Sophie, der Konforntation mit der selbstgezüchteten Todsünde unserer Zeit-der Langeweile und Unbedeutsamkeit und dem Privileg gar nichts zu müssen!

"Sterne sind, für die ich Fliegenschiss bin und die über meine menschliche Endlichkeit nur lachen können, so still und heimlich, wie Sterne eben lachen."

Fazit: Für mich absolut lesenswert- ein ruhiges mit witzigen Anekdoten gespicktes Buch, das einlädt, seinen Gedanken in der Natur freien Lauf zu lassen!

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Katastrophal anstrengendes Buch

The Night We Met
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Bei diesem Roman handelt es sich um einen 2.Band von Autorin Abby Jimenez, jedoch wusste ich das nicht und hatte auch kein Problem bei der Handlung und den Protagonisten ohne jegliches Vorwissen trotzdem ...

Bei diesem Roman handelt es sich um einen 2.Band von Autorin Abby Jimenez, jedoch wusste ich das nicht und hatte auch kein Problem bei der Handlung und den Protagonisten ohne jegliches Vorwissen trotzdem mitzukommen. Eigentlich freute ich mich auf Grund der vielversprechenden Leseprobe sehr, die ganze Geschichte um das verzwickte Liebesdreieck von Larissa, Mike und Chris zu lesen.
Ehrlicherweise war ich aber schon nach ca. einem Drittel des Buchs von sogut wie allen Charakteren genervt!
War Chris zunächst sehr sympathisch, zuvorkommend, hilfsbereit und zugewandt, wirkte er jedoch bald übergriffig und in vielen Bereichen übertrieben überfürsorglich, bevormundend und steigerte sich bis hin zu richtig toxischem Verhalten.
Larissa, die mit einem Mann zusammenbleibt, obwohl sie ihn sichtlich nur oberflächlich mag, keine Gemeinsamkeiten erkennen kann, oft genervt von ihm ist und ihre Denkweisen sich immer nur im Kreis bewegen, dabei aber keinen logischen Grund liefern, wieso sie die Beziehung weiterhin aufrecht erhält. Sie jammert zudem einige Male über ihre allgemeine Situation, die schrecklich und von ihrer Seite größten Teils unverschuldet ist, aber eine Weiterentwicklung verwehrt ihr die Autorin trotzdem.
Mike, der "falsche" Freund für Larissa zeichnete sich als unsympathischer Alkoholiker, Chauvinist und schlechtester beste Freund aus, der mit Niemanden ehrlich war und fast ein wenig Mitleid erzeugte.
Am schlimmsten war dann noch die narzisstische, wenig fürsorgliche und schon gar nicht liebevolle Mutter von Larissa, der jedoch irgendwie keiner Mal die Meinung geigte, geschweige denn ihre Grenzen aufzeigte.

Mir schien es als würden sich die Personen, wie man so schön auf Englisch sagt, Gaslighten und möglichst der eine den anderen dabei versuchen zu übertreffen. Leider konnte ich zwischen den Zeilen nicht herauslesen, ob dies beabsichtigt von der Autorin überzeichnet dargestellt wurde, damit es auch sicher auffällt und Beachtung findet, da das Buch in ein Genre fällt, bei dem das vielleicht nicht so typisch ist.
Die schwierigen Themen wie Alkoholismus, niedrige Ökonomische Gesellschaftsschicht bis hin zu richtiger Armut, Depression und einige weitere, fand ich unpassend gezwungen, gekünstelt und verzerrt behandelt, weil ich irgendwann keine positiven Eigenschaften in den fiktiven Figuren erkennen konnte und sie mir aufs Übelste unsympathisch geworden waren. Zusätzlich sind 400 Seiten, ohne weitere Nebenhandlungen, einfach sehr lange für das Hin und Her zwischen Chris, Larissa und Mike.

Außerdem gibt es im Buch einen richtig ekelhaften Hund, der anscheinend eine witzige Anekdote zwischen den Hauptprotagonisten sein soll, weil er ständig irgendwelche kleineren Tiere umbringt oder "zerfetzt" (Wortlaut im Buch, tlw. sogar noch schlimmer) und diese dann isst. Das finde ich persönlich einfach unpassend in dem Genre und konnte mit der Art Humor nichts anfangen.

Fazit: Leider hat mich dieses "gehypte" Buch und die Autorin Abby Jimenez absolut enttäuscht und ich fand das Lesen leider mühsam, daher nur 2,5 Sterne!

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Kein Lesealptraum!

REM
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Annika Stauss hat mich damals mit ihrem Debütroman Nachtfahrt total positiv überrascht und zu sehen, dass sie mit Sebastian Fitzek gemeinsam ein Buch geschrieben hat, welches noch dazu ein Horrorthriller ...

Annika Stauss hat mich damals mit ihrem Debütroman Nachtfahrt total positiv überrascht und zu sehen, dass sie mit Sebastian Fitzek gemeinsam ein Buch geschrieben hat, welches noch dazu ein Horrorthriller ist, lies es mich ohne Überlegung quasi sofort lesen!

Innerhalb von 48h (obwohl der normale Alltag weiterlief) hatte ich das Buch ausgelesen, was besonders den kurzen Kapiteln, dem rasanten Erzähltempo, dem herrlich flüssigen Schreibstil ala Fitzek und insgesamt kurzem Roman geschuldet ist. Den größten Teil der Geschichte folgen wir Alysee, die seit ihrer Kindheit mit Schlafstörungen und Alpträumen zu kämpfen hat- aber Achtung, richtig tief wird leider auf die Thematik Schlaf nicht eingegangen!
Die Story wirkte für mich gesamt jedoch unvollständig, erzwungen, obwohl sie durchgehend spannend war und vorallem gegen Ende vermehrt wirr. Es war für mich auch schnell klar, dass es nicht Sinn ergibt in dieser Handlung nach Logik zu suchen. In meinen Augen wurde das Horror Genre nur leicht gestreift und besonders als Fitzek LeserIn ist man häufig schon grausamen, möglichweise ekelhaften Inhalt gewöhnt und nur Neueinsteigern in Thriller würde ich keine direkte Empfehlung aussprechen.

Fazit: Das Buch hat mich nicht vollends überzeugt, da ich die Story gesamt sehr gezwungen und nicht stimmig fand. Trotzdem ist es leicht, gut und flott zu lesen!

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