Profilbild von chipie

chipie

Lesejury Star
offline

chipie ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit chipie über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.08.2025

Eine etwas andere Nachbarschaft...

Die Kolonie
0

Nach „Das Gotteshaus“ (ich hab es verschlungen!) und „Der Kreidemann“ ist dies das 3. Werk, das ich von der Autorin C. J. Tudor gelesen habe. Gleich im Klappentext wird erkenntlich, dass es sich hierbei ...

Nach „Das Gotteshaus“ (ich hab es verschlungen!) und „Der Kreidemann“ ist dies das 3. Werk, das ich von der Autorin C. J. Tudor gelesen habe. Gleich im Klappentext wird erkenntlich, dass es sich hierbei um eine Story handelt, die auch mit Übernatürlichem wie Vampire zu tun hat und ich war sehr gespannt, ob mich die Geschichte genauso packen kann wie „Das Gotteshaus“. Aber um was geht es denn eigentlich genau in „Die Kolonie“?

Detective Barbara Atkins wird in eine Kleinstadt in Alaska gerufen: ein Jugendlicher starb mit Merkmalen, die ganz gezielt auf eine Gruppe hindeutet: Tod durch Vampire. In der Nähe des Städtchens befindet sich eine Vampirkolonie, die zurückgezogen in einer ehemaligen Bergbausiedlung wohnen und die menschlichen Einwohner Deadharts ist dies schon lange ein Dorn im Auge. Sie tun alles dafür, um zu beweisen, dass die Vampire hinter dem Mord stecken, was eine Keulung zur Folge hätte. Vor 25 Jahren wurde bereits ebenfalls ein Jugendlicher ermordet, was kurze Zeit später ein Vampir-Teenie gestanden hat. Ist es jetzt wieder soweit? Oder steckt hinter dem toten Jungen ein ganz anderes Geheimnis? Barbara bekommt Unterstützung von dem ehemaligen Sheriff Jensen Tucker, doch auch er wird leider in Deadhart nicht gerade mit offenen Armen entfangen.

Mein Eindruck vom Buch:
Die Grundidee fand ich mega spannend! Eine Vampirkolonie, die im Grunde Tür an Tür mit einer amerikanischen Kleinstadt lebt. Kann sowas funktionieren? Welche Regeln gelten? Wie kam es überhaupt dazu? Die Autorin hat ein tolles Setting erschaffen und ich musste schmunzeln, als zum ersten Mal vampirisch gesprochen wurde. Die Kapitel sind recht kurz, genauso, wie ich es liebe und es gelingt C. J. vollkommen, die Spannung kontinuierlich in allen Bereichen aufrecht zu erhalten. Ich hätte mir etwas mehr Hintergrundwissen von Barbara gewünscht, denn ich empfand sie als sehr facettenreichen Charakter und ebenso habe ich mich bei Tucker ständig gefragt, welches Geheimnis wohl er noch hütet. Auch der Zwischenstrang mit dem Mädchen (?), das gefangen gehalten wurde, hat mich vollkommen gefesselt und ich war extrem neugierig, wer oder was dahintersteckt. Ebenso fand ich Athelinda wirklich gut gezeichnet und auch da hätte ich mir noch ein bisschen mehr Geschichte gewünscht. Große Themen, die immer wieder durchblitzen sind Rassismus, Religion und Diskriminierung und meiner Meinung nach wurde dies toll mit in die Geschichte eingeflochten. Auch das Ende hat nicht enttäuscht und bei den letzten Kapiteln konnte ich das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen, also alles genauso, wie es sein sollte!

Fazit:
Mein absolutes Lieblings-Genre ist der Thriller und diese Erzählung war mal was anderes und total erfrischend. Dieses Werk ist perfekt für spannende Stunden! Was ich mir auch gut vorstellen könnte: Eine Buch-Reihe mit Detective Barbara Atkins! Vielleicht sogar in Kombi mit Jensen Tucker! Mal sehen… das Buch ist Anfang 2025 erschienen und vielleicht treffen wir in einem der folgenden Storys von C. J. Tudor wieder auf bekannte Protagonisten. Ich würde mich auf jeden Fall freuen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.08.2025

Wieder ein spannender Pageturner

SCHNEE
0

Ich habe schon einige Romane von der Autorin Yrsa Sigurdardóttir gelesen und ich mag ihren Schreibstil unheimlich gerne! Sie schafft es sofort, mich mit geschriebenen Worten in ihren Bann zu ziehen. Eigentlich ...

Ich habe schon einige Romane von der Autorin Yrsa Sigurdardóttir gelesen und ich mag ihren Schreibstil unheimlich gerne! Sie schafft es sofort, mich mit geschriebenen Worten in ihren Bann zu ziehen. Eigentlich stehe ich auf Thriller mit blutgetränkten Schauplätzen, oftmals die USA als Setting, aber bei dieser Schriftstellerin genieße ich auch mal sehr den psychologischen Thrill, der ebenso eine Spannung in gleicher Intensität herstellen kann. Doch um was geht es eigentlich genau in „Schnee“?

Zum Buch:
Ein paar Freunde brechen auf zu einer Winterwanderung im isländischen Hochland und werden vermisst. Ein Rettungstrupp macht sich auf die Suche der Pärchen, doch nicht nur die Vermissten geben einige Rätsel auf. In einer einsam gelegenen Radarstation gehen seltsame Dinge vor sich und ein Mitarbeiter stellt sich nicht nur einmal die Frage, was zur Hölle los ist…

Mein Eindruck:
Spannend geschrieben hat mich Yrsa Sigurdardóttiers Story sofort gepackt. Ich mag es, wie facettenreich sie ihre Figuren gestaltet und man hat immer das Gefühl, die Protagonisten versuchen ihre innersten Gedanken zu verstecken. Die Kapitel haben die perfekte Länge und enden meist mit einem Cliffhanger, dennoch freut man sich auf den nächsten Abschnitt, der aber wieder dem zweiten Erzählstrang gewidmet ist. Genial hat die Autorin auch wieder zwischenmenschliche Konflikte einfließen lassen, die es nicht nur einmal schafften, mich richtig mitfühlen zu lassen. Einziger Kritikpunkt: Ein paar Fragen blieben für mich am Schluss leider offen, vor allem auf Bezug der Radarstation. Hier hätte ich mir dann doch noch ein paar Infos gewünscht und für mich entstand etwas der Eindruck, dass ein schnelles Ende gefunden werden wollte. Schade, da wäre noch mehr Stoff enthalten gewesen.

Fazit:
Meine kleine Enttäuschung über die Radarstation hat aber nicht verhindert, dass ich die Stunden mit der Geschichte sehr genossen habe. Auf meinem Sub liegt schon ein weiteres Buch aus der Feder der Isländerin und ich freu mich drauf! Ich kann dieses Werk definitiv jedem, der gerne Spannungsbücher liest, empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.07.2025

Ich habe wohl zu viel erwartet...

Gut Greifenau - Abendglanz
0

Als riesiger Downton Abbey Fan habe ich nach Büchern gesucht, die eine ähnliche Thematik haben und bin dabei auf "Abendglanz" der Reihe Gut Greifenau gestossen. Der Klappentext klang für mich vielversprechend ...

Als riesiger Downton Abbey Fan habe ich nach Büchern gesucht, die eine ähnliche Thematik haben und bin dabei auf "Abendglanz" der Reihe Gut Greifenau gestossen. Der Klappentext klang für mich vielversprechend und ich war sehr gespannt auf die Story. Meine Neugier ließ aber leider zum ersten Mal nach, als ich erfahren habe, wie jung Katharina ist. Klar, die Zeiten waren damals anders, aber das war mir persönlich dann doch zu enorm. Verstärkt wurde es noch dadurch, dass Katharina viel zu viele "erwachsene" Gedankengänge hatte. In meinen Augen wirkte dies einfach nicht wirklich authentisch. Auch die Geschichte zwischen Konstantin und Rebecca konnte mich nicht emotional erreichen. Der Sohn des Gutsherren war mir zu affektiert, zu unecht. Der einzige Strang, der als einziges mein Interesse zumindest ein wenig fangen konnte, war die Geschichte um den Kutscher Albert. Aber auch da konnte ich keine richtige Verbindung aufbauen und er blieb mir komplett fremd.

Fazit:
Wahrscheinlich habe ich einfach zu viel erwartet und gehofft, dass mich die Erzählungen genauso mitreißen wie Downton Abbey. Leider hat das überhaupt nicht funktioniert und ich bin nur auf flache Charaktere ohne wirklichen Tiefgang gestoßen. Deshalb werde ich die Reihe natürlich auch nicht weiterverfolgen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.05.2025

Zwei Welten prallen aufeinander

Pi mal Daumen
0

Dieses Werk habe ich geschenkt bekommen und ich muss ehrlich sagen: selbst hätte ich es mir wahrscheinlich nicht geholt. Allein das Cover hat mich leider nicht angesprochen und auch der Klappentext hat ...

Dieses Werk habe ich geschenkt bekommen und ich muss ehrlich sagen: selbst hätte ich es mir wahrscheinlich nicht geholt. Allein das Cover hat mich leider nicht angesprochen und auch der Klappentext hat mein Interesse nicht sonderlich geweckt. Aber nachdem es ein Geschenk war, wollte ich diesem Roman dann doch eine Chance geben. Doch um was geht es überhaupt in der Geschichte?

Der Leser trifft auf den hochbegabten Oscar. Mit gerade mal 16 Jahren fängt er sein Mathematik-Studium an und trifft dort gleich auf Moni. Sie passt so gar nicht ins Bild einer Universität, hat bereits erwachsene Kinder und ihre Enkel halten sie auch auf Trapp. Von jedem wird Moni belächelt und doch entdeckt Oscar die wahre Persönlichkeit hinter der teils schmuddeligen Fassade.

Mein Eindruck vom Buch:
Ich mochte den Schreibstil sofort und so fiel es mir überraschend leicht, mich trotz anfänglicher Skepsis in die Geschichte einzufühlen. Die Figuren sind teilweise skurril gezeichnet und so manches Klischee wurde herrlich mit eingebaut. Dennoch hatte ich mit Oscar so manches Problem und plötzlich wurde mir auch bewusst, dass ich mich wohl für ihn „fremdgeschämt“ habe. Moni wurde mir mit jeder Seite vertrauter und sympathischer und lässt einen die eigenen Vorurteiler überdenken.

Fazit:
Für mich ein Beweis, dass man sich öfter Bücher schenken lassen sollte Wie schon erwähnt, hätte ich es mir wohl selber nie gekauft, dennoch fand ich es sehr unterhaltsam und Moni wird mir länger im Gedächtnis bleiben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.11.2024

Der schlauste, aber vielleicht auch der langweiligste Mann…

Der schlauste Mann der Welt
0

Andreas Eschbach ist einer meiner deutschen Lieblingsautoren und ich war sehr gespannt auf sein Werk „Der schlauste Mann der Welt“. Diesmal habe ich mich für das Hörbuch entschieden, Matthias Koeberlin ...

Andreas Eschbach ist einer meiner deutschen Lieblingsautoren und ich war sehr gespannt auf sein Werk „Der schlauste Mann der Welt“. Diesmal habe ich mich für das Hörbuch entschieden, Matthias Koeberlin ist der Erzähler der Geschichte. Doch um was geht es eigentlich genau in diesem Roman?

Der Leser lernt Jens Leunich kennen. Schnell wird klar, dass er sich in einem Hotelzimmer befindet und seine Geschichte niederschreibt, da er nur noch zehn Tage zu leben hat. Er möchte der Nachwelt die Story hinterlassen, wie er an die Millionen kam, die ihm ein Leben bescherten, in dem er nichts… also wirklich rein gar nichts tun musste.

Mein Eindruck vom Buch:
Meine Neugier schlug leider enorm schnell in schlichte Enttäuschung um. Ich kam absolut nicht mit der Art des Sprechers klar. Auf mich wirkte es so, als würde er die Enden der Sätze oftmals „verschlucken“ und ich habe mich oft dabei ertappt, dass ich überlegte, woran das genau liegen könnte. Was aus dieser Überlegung resultierte ist klar, ich habe immer wieder Stückchen der Geschichte verpasst und musste wieder zurückspulen, was mich aus dem Roman wieder komplett herausgerissen hat. Für mich scheint es so, dass der Sprecher am Schluss der Sätze entweder leiser wurde oder die Stimmlage veränderte und das empfand ich als so störend, dass ich sogar Monate Pause gemacht habe. Vielleicht lag es auch an beidem. Aber zurück zur eigentliche Geschichte… selbst wenn mich der Erzähler überzeugt hätte… die Story hätte es sowieso nicht. Meiner Meinung nach wurde Jens Leunich vollkommen farblos gezeichnet. Es gab nichts, was an ihm interessant erschienen wäre und seine Lebensgeschichte plätscherte einfach so dahin. Leider! Denn eigentlich hatte der Klappentext viel mehr Spannendes versprochen. Wenn ich nicht gerade darüber nachgegrübelt habe, warum der Sprecher die Satzenden verschluckt, musste ich mich ständig daran erinnern, dass dieses Werk tatsächlich von Andreas Eschbach stammt. Von diesem Schriftsteller, von dem ich doch eigentlich viel besseres gewohnt war. Als der Schluss endlich kam, war ich in keiner Weise überrascht und im Grunde einfach nur froh, dass es zu Ende war.

Fazit:
Schade! Ich bin begeistert von einigen anderen Werken Eschbachs, aber hier wurde sein Potenzial komplett verschenkt. Um seine Hörbücher werde ich einen großen Bogen, dennoch werde ich bestimmt mal wieder einen Roman von ihm lesen in der Hoffnung, dass er wieder zu seiner „alten“ Qualität zurückfindet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere