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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.08.2025

Wieder ein spannender Pageturner

SCHNEE
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Ich habe schon einige Romane von der Autorin Yrsa Sigurdardóttir gelesen und ich mag ihren Schreibstil unheimlich gerne! Sie schafft es sofort, mich mit geschriebenen Worten in ihren Bann zu ziehen. Eigentlich ...

Ich habe schon einige Romane von der Autorin Yrsa Sigurdardóttir gelesen und ich mag ihren Schreibstil unheimlich gerne! Sie schafft es sofort, mich mit geschriebenen Worten in ihren Bann zu ziehen. Eigentlich stehe ich auf Thriller mit blutgetränkten Schauplätzen, oftmals die USA als Setting, aber bei dieser Schriftstellerin genieße ich auch mal sehr den psychologischen Thrill, der ebenso eine Spannung in gleicher Intensität herstellen kann. Doch um was geht es eigentlich genau in „Schnee“?

Zum Buch:
Ein paar Freunde brechen auf zu einer Winterwanderung im isländischen Hochland und werden vermisst. Ein Rettungstrupp macht sich auf die Suche der Pärchen, doch nicht nur die Vermissten geben einige Rätsel auf. In einer einsam gelegenen Radarstation gehen seltsame Dinge vor sich und ein Mitarbeiter stellt sich nicht nur einmal die Frage, was zur Hölle los ist…

Mein Eindruck:
Spannend geschrieben hat mich Yrsa Sigurdardóttiers Story sofort gepackt. Ich mag es, wie facettenreich sie ihre Figuren gestaltet und man hat immer das Gefühl, die Protagonisten versuchen ihre innersten Gedanken zu verstecken. Die Kapitel haben die perfekte Länge und enden meist mit einem Cliffhanger, dennoch freut man sich auf den nächsten Abschnitt, der aber wieder dem zweiten Erzählstrang gewidmet ist. Genial hat die Autorin auch wieder zwischenmenschliche Konflikte einfließen lassen, die es nicht nur einmal schafften, mich richtig mitfühlen zu lassen. Einziger Kritikpunkt: Ein paar Fragen blieben für mich am Schluss leider offen, vor allem auf Bezug der Radarstation. Hier hätte ich mir dann doch noch ein paar Infos gewünscht und für mich entstand etwas der Eindruck, dass ein schnelles Ende gefunden werden wollte. Schade, da wäre noch mehr Stoff enthalten gewesen.

Fazit:
Meine kleine Enttäuschung über die Radarstation hat aber nicht verhindert, dass ich die Stunden mit der Geschichte sehr genossen habe. Auf meinem Sub liegt schon ein weiteres Buch aus der Feder der Isländerin und ich freu mich drauf! Ich kann dieses Werk definitiv jedem, der gerne Spannungsbücher liest, empfehlen.

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Veröffentlicht am 04.07.2025

Ich habe wohl zu viel erwartet...

Gut Greifenau - Abendglanz
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Als riesiger Downton Abbey Fan habe ich nach Büchern gesucht, die eine ähnliche Thematik haben und bin dabei auf "Abendglanz" der Reihe Gut Greifenau gestossen. Der Klappentext klang für mich vielversprechend ...

Als riesiger Downton Abbey Fan habe ich nach Büchern gesucht, die eine ähnliche Thematik haben und bin dabei auf "Abendglanz" der Reihe Gut Greifenau gestossen. Der Klappentext klang für mich vielversprechend und ich war sehr gespannt auf die Story. Meine Neugier ließ aber leider zum ersten Mal nach, als ich erfahren habe, wie jung Katharina ist. Klar, die Zeiten waren damals anders, aber das war mir persönlich dann doch zu enorm. Verstärkt wurde es noch dadurch, dass Katharina viel zu viele "erwachsene" Gedankengänge hatte. In meinen Augen wirkte dies einfach nicht wirklich authentisch. Auch die Geschichte zwischen Konstantin und Rebecca konnte mich nicht emotional erreichen. Der Sohn des Gutsherren war mir zu affektiert, zu unecht. Der einzige Strang, der als einziges mein Interesse zumindest ein wenig fangen konnte, war die Geschichte um den Kutscher Albert. Aber auch da konnte ich keine richtige Verbindung aufbauen und er blieb mir komplett fremd.

Fazit:
Wahrscheinlich habe ich einfach zu viel erwartet und gehofft, dass mich die Erzählungen genauso mitreißen wie Downton Abbey. Leider hat das überhaupt nicht funktioniert und ich bin nur auf flache Charaktere ohne wirklichen Tiefgang gestoßen. Deshalb werde ich die Reihe natürlich auch nicht weiterverfolgen.

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Veröffentlicht am 02.05.2025

Zwei Welten prallen aufeinander

Pi mal Daumen
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Dieses Werk habe ich geschenkt bekommen und ich muss ehrlich sagen: selbst hätte ich es mir wahrscheinlich nicht geholt. Allein das Cover hat mich leider nicht angesprochen und auch der Klappentext hat ...

Dieses Werk habe ich geschenkt bekommen und ich muss ehrlich sagen: selbst hätte ich es mir wahrscheinlich nicht geholt. Allein das Cover hat mich leider nicht angesprochen und auch der Klappentext hat mein Interesse nicht sonderlich geweckt. Aber nachdem es ein Geschenk war, wollte ich diesem Roman dann doch eine Chance geben. Doch um was geht es überhaupt in der Geschichte?

Der Leser trifft auf den hochbegabten Oscar. Mit gerade mal 16 Jahren fängt er sein Mathematik-Studium an und trifft dort gleich auf Moni. Sie passt so gar nicht ins Bild einer Universität, hat bereits erwachsene Kinder und ihre Enkel halten sie auch auf Trapp. Von jedem wird Moni belächelt und doch entdeckt Oscar die wahre Persönlichkeit hinter der teils schmuddeligen Fassade.

Mein Eindruck vom Buch:
Ich mochte den Schreibstil sofort und so fiel es mir überraschend leicht, mich trotz anfänglicher Skepsis in die Geschichte einzufühlen. Die Figuren sind teilweise skurril gezeichnet und so manches Klischee wurde herrlich mit eingebaut. Dennoch hatte ich mit Oscar so manches Problem und plötzlich wurde mir auch bewusst, dass ich mich wohl für ihn „fremdgeschämt“ habe. Moni wurde mir mit jeder Seite vertrauter und sympathischer und lässt einen die eigenen Vorurteiler überdenken.

Fazit:
Für mich ein Beweis, dass man sich öfter Bücher schenken lassen sollte Wie schon erwähnt, hätte ich es mir wohl selber nie gekauft, dennoch fand ich es sehr unterhaltsam und Moni wird mir länger im Gedächtnis bleiben.

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Veröffentlicht am 28.11.2024

Der schlauste, aber vielleicht auch der langweiligste Mann…

Der schlauste Mann der Welt
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Andreas Eschbach ist einer meiner deutschen Lieblingsautoren und ich war sehr gespannt auf sein Werk „Der schlauste Mann der Welt“. Diesmal habe ich mich für das Hörbuch entschieden, Matthias Koeberlin ...

Andreas Eschbach ist einer meiner deutschen Lieblingsautoren und ich war sehr gespannt auf sein Werk „Der schlauste Mann der Welt“. Diesmal habe ich mich für das Hörbuch entschieden, Matthias Koeberlin ist der Erzähler der Geschichte. Doch um was geht es eigentlich genau in diesem Roman?

Der Leser lernt Jens Leunich kennen. Schnell wird klar, dass er sich in einem Hotelzimmer befindet und seine Geschichte niederschreibt, da er nur noch zehn Tage zu leben hat. Er möchte der Nachwelt die Story hinterlassen, wie er an die Millionen kam, die ihm ein Leben bescherten, in dem er nichts… also wirklich rein gar nichts tun musste.

Mein Eindruck vom Buch:
Meine Neugier schlug leider enorm schnell in schlichte Enttäuschung um. Ich kam absolut nicht mit der Art des Sprechers klar. Auf mich wirkte es so, als würde er die Enden der Sätze oftmals „verschlucken“ und ich habe mich oft dabei ertappt, dass ich überlegte, woran das genau liegen könnte. Was aus dieser Überlegung resultierte ist klar, ich habe immer wieder Stückchen der Geschichte verpasst und musste wieder zurückspulen, was mich aus dem Roman wieder komplett herausgerissen hat. Für mich scheint es so, dass der Sprecher am Schluss der Sätze entweder leiser wurde oder die Stimmlage veränderte und das empfand ich als so störend, dass ich sogar Monate Pause gemacht habe. Vielleicht lag es auch an beidem. Aber zurück zur eigentliche Geschichte… selbst wenn mich der Erzähler überzeugt hätte… die Story hätte es sowieso nicht. Meiner Meinung nach wurde Jens Leunich vollkommen farblos gezeichnet. Es gab nichts, was an ihm interessant erschienen wäre und seine Lebensgeschichte plätscherte einfach so dahin. Leider! Denn eigentlich hatte der Klappentext viel mehr Spannendes versprochen. Wenn ich nicht gerade darüber nachgegrübelt habe, warum der Sprecher die Satzenden verschluckt, musste ich mich ständig daran erinnern, dass dieses Werk tatsächlich von Andreas Eschbach stammt. Von diesem Schriftsteller, von dem ich doch eigentlich viel besseres gewohnt war. Als der Schluss endlich kam, war ich in keiner Weise überrascht und im Grunde einfach nur froh, dass es zu Ende war.

Fazit:
Schade! Ich bin begeistert von einigen anderen Werken Eschbachs, aber hier wurde sein Potenzial komplett verschenkt. Um seine Hörbücher werde ich einen großen Bogen, dennoch werde ich bestimmt mal wieder einen Roman von ihm lesen in der Hoffnung, dass er wieder zu seiner „alten“ Qualität zurückfindet.

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Veröffentlicht am 27.11.2024

Eine Geschichte, die zu Tränen rührt...

Nicht weg und nicht da
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Eigentlich bin ich ja eher Fan von Thrillern und Fantasy-Romanen, aber bei diesem tollen Cover und dem Klappentext musste ich einfach das Buch haben! Es geht um Luise, die ihren Bruder durch Suizid verloren ...

Eigentlich bin ich ja eher Fan von Thrillern und Fantasy-Romanen, aber bei diesem tollen Cover und dem Klappentext musste ich einfach das Buch haben! Es geht um Luise, die ihren Bruder durch Suizid verloren hat. Sie ist verzweifelt und versteht die Welt nicht mehr. Da begegnet sie Jacob, der Gefühle in ihr weckt, die sie am Liebsten unterdrücken möchte… denn darf sie tatsächlich glücklich sein, wenn ihr Bruder so traurig war und nicht mehr auf dieser Welt sein möchte?
Mein Eindruck vom Buch:
Erstmal fand ich es schon mal klasse, dass die Geschichte in München spielt, meine Heimatstadt. Ich musste immer lächeln, sobald ich einen Ort entdeckte, den ich selber kenne. Luise ist wundervoll emotional gezeichnet und man kann als Leser spüren, wie aufgewühlt sie ist und wie durcheinander Jacob ihre Gefühlswelt bringt. Auch Jacob ist toll charakterisiert und seinen Bruder habe ich auch sofort ins Herz geschlossen. Der Schreibstil der Autorin ist klar und sie versteht es, Gefühle so authentisch zu Papier zu bringen, so dass man als Leser automatisch mitfühlt und greifen kann, wie Luise sich gerade fühlt. Ebenso hat sie Talent dafür, die Besonderheiten von zwischenmenschlichen Beziehungen realistisch darzustellen. Das hat vor allem bei Luises Konflikt mit ihrer Mutter bemerkt.

Fazit:
Zauberhaft! Es ist nicht nur eine Geschichte für Jungendliche, nein, diese Story berührt Menschen in jedem Alter zutiefst! Als ich bei den letzten Seiten ankam, habe ich Tränen vergossen und das ist mir schon seit Jahren nicht mehr passiert. Danke an Anne Freytag für dieses wunderbare Buch!

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