Eine etwas andere Nachbarschaft...
Die KolonieNach „Das Gotteshaus“ (ich hab es verschlungen!) und „Der Kreidemann“ ist dies das 3. Werk, das ich von der Autorin C. J. Tudor gelesen habe. Gleich im Klappentext wird erkenntlich, dass es sich hierbei ...
Nach „Das Gotteshaus“ (ich hab es verschlungen!) und „Der Kreidemann“ ist dies das 3. Werk, das ich von der Autorin C. J. Tudor gelesen habe. Gleich im Klappentext wird erkenntlich, dass es sich hierbei um eine Story handelt, die auch mit Übernatürlichem wie Vampire zu tun hat und ich war sehr gespannt, ob mich die Geschichte genauso packen kann wie „Das Gotteshaus“. Aber um was geht es denn eigentlich genau in „Die Kolonie“?
Detective Barbara Atkins wird in eine Kleinstadt in Alaska gerufen: ein Jugendlicher starb mit Merkmalen, die ganz gezielt auf eine Gruppe hindeutet: Tod durch Vampire. In der Nähe des Städtchens befindet sich eine Vampirkolonie, die zurückgezogen in einer ehemaligen Bergbausiedlung wohnen und die menschlichen Einwohner Deadharts ist dies schon lange ein Dorn im Auge. Sie tun alles dafür, um zu beweisen, dass die Vampire hinter dem Mord stecken, was eine Keulung zur Folge hätte. Vor 25 Jahren wurde bereits ebenfalls ein Jugendlicher ermordet, was kurze Zeit später ein Vampir-Teenie gestanden hat. Ist es jetzt wieder soweit? Oder steckt hinter dem toten Jungen ein ganz anderes Geheimnis? Barbara bekommt Unterstützung von dem ehemaligen Sheriff Jensen Tucker, doch auch er wird leider in Deadhart nicht gerade mit offenen Armen entfangen.
Mein Eindruck vom Buch:
Die Grundidee fand ich mega spannend! Eine Vampirkolonie, die im Grunde Tür an Tür mit einer amerikanischen Kleinstadt lebt. Kann sowas funktionieren? Welche Regeln gelten? Wie kam es überhaupt dazu? Die Autorin hat ein tolles Setting erschaffen und ich musste schmunzeln, als zum ersten Mal vampirisch gesprochen wurde. Die Kapitel sind recht kurz, genauso, wie ich es liebe und es gelingt C. J. vollkommen, die Spannung kontinuierlich in allen Bereichen aufrecht zu erhalten. Ich hätte mir etwas mehr Hintergrundwissen von Barbara gewünscht, denn ich empfand sie als sehr facettenreichen Charakter und ebenso habe ich mich bei Tucker ständig gefragt, welches Geheimnis wohl er noch hütet. Auch der Zwischenstrang mit dem Mädchen (?), das gefangen gehalten wurde, hat mich vollkommen gefesselt und ich war extrem neugierig, wer oder was dahintersteckt. Ebenso fand ich Athelinda wirklich gut gezeichnet und auch da hätte ich mir noch ein bisschen mehr Geschichte gewünscht. Große Themen, die immer wieder durchblitzen sind Rassismus, Religion und Diskriminierung und meiner Meinung nach wurde dies toll mit in die Geschichte eingeflochten. Auch das Ende hat nicht enttäuscht und bei den letzten Kapiteln konnte ich das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen, also alles genauso, wie es sein sollte!
Fazit:
Mein absolutes Lieblings-Genre ist der Thriller und diese Erzählung war mal was anderes und total erfrischend. Dieses Werk ist perfekt für spannende Stunden! Was ich mir auch gut vorstellen könnte: Eine Buch-Reihe mit Detective Barbara Atkins! Vielleicht sogar in Kombi mit Jensen Tucker! Mal sehen… das Buch ist Anfang 2025 erschienen und vielleicht treffen wir in einem der folgenden Storys von C. J. Tudor wieder auf bekannte Protagonisten. Ich würde mich auf jeden Fall freuen!