Gewitter über der Insel
Träume aus SalzGewitter über der Insel
Flo und Matty sind noch in der „frisch verliebt“-Phase als sie einen erholsamen Urlaub auf einer kleinen griechischen Insel verbringen. Am Strand liegen, lesen, gutes Essen genießen ...
Gewitter über der Insel
Flo und Matty sind noch in der „frisch verliebt“-Phase als sie einen erholsamen Urlaub auf einer kleinen griechischen Insel verbringen. Am Strand liegen, lesen, gutes Essen genießen und die Seele baumeln lassen. Das ist der Plan, Flos nächtliche Träume und Erinnerungen jedoch ziehen wie dräuende Gewitterwolken herauf und überschatten die Idylle.
Aus verschiedenen Perspektiven erfahren wir, was auf der Urlaubsinsel – und nicht nur dort – geschieht, Flo, Matty und die Griechin Sofia leihen uns dafür ihren Blick auf die Dinge. Griechische Mythologie, Tarotkarten und Sofias richtige Gespür für ihre Mitmenschen bringen Knistern ins Geschehen, dazu Flos Gedanken an frühere Ereignisse, dennoch will der gewisse Funke nur schwer überspringen, verliert sich die Handlung immer wieder in alltäglichen Nichtigkeiten, bringt die Intention des Ganzen nie richtig auf den Punkt – das ist zumindest mein Eindruck. Melancholie und eine gewisse Schwere liegen über dem glitzernden Meer, den köstlichen kulinarischen Verführungen. Die zeitweise poetische und überaus angenehme Sprachmelodie vermag den zerfaserten Handlungsverlauf kaum wettzumachen. Obwohl nur wenige Figuren im Mittelpunkt stehen, bleiben diese ein wenig unnahbar, deren Gefühle zwar transparent, aber kaum spürbar. Die Auflösung ist dann auch deutlich weniger spektakulär als zu erwarten war.
Die Geschichte selbst überzeugt nicht unbedingt, aufgrund des schönen Urlaubssettings und der bemerkenswerten Sprachmelodie vergebe ich nun gerne drei Sterne.