Hitze
Ins fahle Herz des SommersUnerträgliche Hitze breitet sich über Mutter Erde aus, die Menschen wandern immer weiter in den Norden. Wer in seiner angestammten Heimat bleibt, tauscht den Tag gegen die Nacht, in der man noch unter ...
Unerträgliche Hitze breitet sich über Mutter Erde aus, die Menschen wandern immer weiter in den Norden. Wer in seiner angestammten Heimat bleibt, tauscht den Tag gegen die Nacht, in der man noch unter halbwegs aushaltbaren Bedingungen auf die Suche nach Nahrung und anderen notwendigen Dingen gehen kann. Fausto und Valerie trotzen den Umständen, aber ihrer Zweisamkeit sind Grenzen gesetzt.
In kurzen Kapiteln und eindringlichen bildgewaltigen Szenen erfasst Andreas Eschbach Szenarien, welche man sich kaum vorstellen kann. Flirrender Asphalt lässt Fahrradgummis schmelzen, normale Infrastruktur existiert nicht mehr, vertrauenswürdige Nachbarn werden immer rarer. Unter diesen widrigen Umständen trifft Fausto auf Valerie und verliebt sich in die charmante Fremde. Was dann kommt, übersteigt mein Vorstellungsvermögen und löst Gänsehaut aus beim Lesen. Das Ende der Menschheit scheint gekommen.
Interessante Überlegungen, beklemmende Gedanken dominieren diesen möglicherweise gar nicht so unmöglichen Handlungsverlauf. Die Distanz zu den wenigen Figuren ist durchwegs gegeben und spiegelt dadurch deren Endlichkeit wider, lässt allerdings auch keine tiefen Emotionen zu. Eschbach bringt die Zukunft auf den Punkt, skizziert spannende Ausblicke und denkbare Modelle.