leiser und distanzierter Roman
Die NachbarinDer Roman spielt in England, in den 1950er Jahren und somit war der Einstieg für mich sprachlich und inhaltlich gewöhnungsbedürftig. Die Situationen und Dinge werden äußerst detailliert geschrieben, der ...
Der Roman spielt in England, in den 1950er Jahren und somit war der Einstieg für mich sprachlich und inhaltlich gewöhnungsbedürftig. Die Situationen und Dinge werden äußerst detailliert geschrieben, der Sprachstil wirkt in unserer Zeit sehr abgehoben und distanziert, sodass es auch schwierig ist, einen Bezug zu den Charakteren herzustellen. Die Handlung schreitet auch langsam voran und wirkt auch distanziert, wie aus der Beobachterinnenperspektive, als Leserin wird man nicht involviert. Imogen, Evelyn und der Nachbarin Blanche, die durch ihre unkonventionelle Art die Ehe der beiden Nachbarn in Schieflage bringt. Es werden auch feministische Ansätze eingebracht, allerdings alles andeutungsweise, leise und sensibel, allerdings nicht mitreißend oder aktivierend. Für mich war es eine interessante Leseerfahrung, allerdings habe ich mich mit dem Stil schwer getan und bis zum Schluss nicht ganz wohlgefühlt.