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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.05.2025

Liebe zur Natur und zur Literatur

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben
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Der Roman hat eine sehr schöne Wohlfühlatmosphäre beim Lesen, man kann sich durch die detaillierten und bildhaften Beschreibungen der Natur in die örtlichen Gegebenheiten sehr gut hineinversetzen und hineinträumen. ...

Der Roman hat eine sehr schöne Wohlfühlatmosphäre beim Lesen, man kann sich durch die detaillierten und bildhaften Beschreibungen der Natur in die örtlichen Gegebenheiten sehr gut hineinversetzen und hineinträumen. Sehr gelungen finde ich die Kombination aus Naturverbundenheit, der Liebe zu Büchern oder Literatur im Allgemeinen und die umfangreiche und nicht ganz einfach zu durchblickende Familiengeschichte. Am besten gefallen haben mir die Erzählungen aus der Vergangenheit, diese haben die aktuellen Geschehnisse aufgelockert und zusätzlich Klarheit gebracht. An manchen Stellen waren mir die Erzählungen der Naturphänomene etwas zu ausufernd, sodass ich lieber erfahren hätte, was ansonsten noch passiert ist, aber hauptsächlich habe ich die Atmosphäre schön gefunden.

Veröffentlicht am 01.05.2025

Das Leben rückwärts

Das Fest
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Jakob will seinen fünfzigsten Geburtstag nicht feiern, da es für ihn nichts zu feiern gibt. Er hat sich völlig aus dem Leben zurückgezogen, aber dennoch gibt es einige wenige liebe Menschen, die ihn in ...

Jakob will seinen fünfzigsten Geburtstag nicht feiern, da es für ihn nichts zu feiern gibt. Er hat sich völlig aus dem Leben zurückgezogen, aber dennoch gibt es einige wenige liebe Menschen, die ihn in seinem bisherigen Leben begleitet haben und diese möchten zumindest einen Teil des Tages mit ihm verbringen und die Vergangenheit wieder aufleben lassen. Ich finde den Rückblick sehr gelungen, wie sich seine Freunde nach und nach abwechseln und Episoden aus seiner Vergangenheit erzählt werden, die zurück bis in seine Kindergartenzeit reichen. Mit der Zeit und mit jedem Treffen merkt man, dass Jakobs Stimmungslage sich deutlich verbessert und dass ihm das Leben doch nicht so egal ist, wie er angenommen hat. Mir gefällt die Idee, das Leben rückwärts aufzurollen, quasi rückwärts nochmals erleben.

Veröffentlicht am 01.05.2025

Geistesblitze

Schmerz
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Der Island-Krimi liest sich so authentisch und flüssig, dass man als Leser*in das Gefühlt hat direkt neben Dora und Rado zu stehen und bei ihren Ermittlungen dabei zu sein. Mir gefällt das Sprachgefühl ...

Der Island-Krimi liest sich so authentisch und flüssig, dass man als Leser*in das Gefühlt hat direkt neben Dora und Rado zu stehen und bei ihren Ermittlungen dabei zu sein. Mir gefällt das Sprachgefühl der Übersetzung, die ich ebenfalls sehr gelungen finde. Das zentrale Thema rund um Morgan und ihrer Idee zur Geschlechtsumwandlung finde ich aktuell und wichtig, ich hätte mir gewünscht, wenn es noch mehr Platz bekommen hätte. Das Problem mit dem Drogenhandel und der damit verbundenen Kriminalität in Island wird auch angesprochen. Rado und Dora finde ich als Ermittlerteam faszinierend, beide haben gewaltige Beeinträchtigungen, die es ihnen kaum ermöglichen, ihrer Arbeit nachzukommen, aber gemeinsam schaffen sie nahezu unmögliches. Mir gefallt es auch, wie ungezwungen Rado mit Doras Erkrankung umgeht und wie er sie annehmen kann, so wie sie eben ist. An Dora finde ich ihre plötzlichen Eingebungen lustig und wie sie manchmal einfach Dinge, die ihr auffallen laut aussprechen muss, auch wenn es unangebracht ist. Hier musste ich das eine oder andere Mal schmunzeln. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall und hoffe, Dora und Rado sind bis dahin wieder einsatzfähig.

Veröffentlicht am 30.04.2025

durchaus realistische Situationen

Echokammer
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Der Thriller ist aufgrund der Themenauswahl aktuell und beschreibt die schmutzigen Geschäfte und Intrigen in der Politik. Es werden zahlreiche Verfehlungen eingebaut, sodass es mir zwischenzeitlich fast ...

Der Thriller ist aufgrund der Themenauswahl aktuell und beschreibt die schmutzigen Geschäfte und Intrigen in der Politik. Es werden zahlreiche Verfehlungen eingebaut, sodass es mir zwischenzeitlich fast schon etwas zu überladen war, zu bewusst um möglichst viele Aspekte einzubauen, aber am Ende werden alle Handlungsstränge auch vollständig aufgelöst, aber bis dahin war es teils komplex. Die eine oder andere Situation scheint nicht unrealistisch und könnte durchaus auch in Österreich oder Deutschland vorkommen, nicht nur in Norwegen, das ist erschreckend zu lesen, wenn man es sich so wie hier direkt vor Augen führt.
Das Ermittler*innenteam wird neu vorgestellt, ihre Stärken und auch ihre kleinen Schwachstellen, die sie aber umso liebenswerter machen. Ich freue mich darauf, im nächsten Teil ihre persönliche Entwicklung mitverfolgen zu können.

Veröffentlicht am 30.04.2025

Die Suche nach... - was eigentlich?

No Hard Feelings
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Das Cover hat mich zuallererst angesprochen, es ist ausdrucksstark und gewaltig, die Farbkombination finde ich zudem auch äußerst geschmackvoll und gelungen. Penny ist momentan in einer kritischen Phase ...

Das Cover hat mich zuallererst angesprochen, es ist ausdrucksstark und gewaltig, die Farbkombination finde ich zudem auch äußerst geschmackvoll und gelungen. Penny ist momentan in einer kritischen Phase der Selbstfindung. Auf der einen Seite suhlt sie sich in Selbstmitleid, allen andern geht es besser, sie haben es einfacher und schöner und gleichzeitig übt sie Selbstkritik, doch was genau sie möchte, weiß sie selbst noch nicht so wirklich. Die Stimmungslage und somit auch der Schreibstil wechseln sich ab zwischen humorvoll, nachdenklich, kritisch. Die Situationen sind aus dem wahren Leben gegriffen und die Charaktere wirken authentisch, vor allem durch ihre Schwächen. Als Leser*in kann man sich sehr gut in der einen oder anderen Situation wiederfinden.