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Veröffentlicht am 11.01.2020

Entweder man liebt sie oder man hasst sie

Dragon Hunter Diaries - Drachenküssen leicht gemacht
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Es geht in diesem Buch um eine wilde Geschichte zwischen Drachen und Menschen. Die Männer sind die Drachen - es geht um verfeindete Sippen, um 2 Brüder, die getrennt leben, natürlich um Liebe und Leidenschaft. ...

Es geht in diesem Buch um eine wilde Geschichte zwischen Drachen und Menschen. Die Männer sind die Drachen - es geht um verfeindete Sippen, um 2 Brüder, die getrennt leben, natürlich um Liebe und Leidenschaft. Archer Andras führt eine Sippe an und lernt die Verkäuferin eines Antiquariats kennen, er weiß sofort, dass Thaisa seine Seelengefährtin ist und verliebt sich auf den ersten Blick in die junge Frau. Sie glaubt nicht an mystische Wesen und nicht an Drachen. Aber natürlich ist das kein Hinderungsgrund und auch wenn die Geschichte sehr fantastisch erzählt wird, werden dem Leser wichtige Informationen vorenthalten. Dabei kommt der Humor nicht zu kurz, denn es tauchen wie so oft in den Romanen der Autorin witzige Personen auf, die die Story immer wieder auflockern aber leider auch viele Fragen aufwerfen, die nicht alle geklärt werden.

Letztlich bleibt es immer ein Rätsel, wie sich die Gefährten erkennen und wieso sie sich Hals über Kopf in eine Liebe stürzen und bereit sind, alles für dieses Wesen zu riskieren. Auch wenn ich an die Erste Liebe durchaus glaube - dieser Sprung erscheint mir diesmal doch zu gewaltig, denn Archer und Thaisa kannten sich kaum 24 Stunden, als der große Showdown kam. Und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende. Die Geschichte endete für mich zu abrupt und ließ zu viele Fragen offen - hier hätten ein paar Seiten mehr nicht geschadet.

Mein Fazit ist: Einige Szenen waren durchaus lustig und viele unterhaltsam - die Sexszenen waren mir dann doch zu detailliert beschrieben. Das kenne ich so von der Autorin nicht. Es ging mir letztlich viel zu schnell und hat mich auch total verwirrt und leider auch nicht überzeugt. Diese Geschichte erschien mir grob zusammengestückelt. Für mich ist die Story einfach nicht schlüssig. Und hat mich nicht überzeugt, ich werde die Serie nicht weiterlesen. Da hatte ich mir mehr versprochen, denn ich kenne viel bessere Serien dieser Autorin.

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Veröffentlicht am 22.10.2019

Die Blutschule - Thriller

Die Blutschule
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"Ihr habt nie gelernt zu töten. Dieses Versäumnis werden wir jetzt nachholen."

Diesen Satz hören die Brüder Simon und Mark von ihrem Vater. Er ist mit ihnen auf eine kleine unbewohnte Insel im Storkower ...

"Ihr habt nie gelernt zu töten. Dieses Versäumnis werden wir jetzt nachholen."

Diesen Satz hören die Brüder Simon und Mark von ihrem Vater. Er ist mit ihnen auf eine kleine unbewohnte Insel im Storkower See rausgefahren. In einer Holzhütte auf der Insel finden sie eine Schule vor - das Lehrerpult, die Tische und Stühle für die Schüler. Hier will er sie unterrichten. Im Jagen. Im Fallenstellen. Im Töten. Sie sollen lernen, Menschen zu töten.

Simon ist 13 Jahre alt, sein Bruder Mark nur 1 Jahr älter. Sie verlassen die Großstadt, sie fahren in ein winziges Kaff am Storkower See. Hier ist ihr Vater aufgewachsen und sie ziehen in sein Elternhaus am See ein. Das Haus ist ihnen unheimlich. Die Jugendlichen am See sind böse und gemein. Simon und Mark werden schon am 1. Tag in der neuen Heimat verprügelt von den Jugendlichen dort. Die Geschichte konzentriert sich zu stark auf die Familie - man hört zwar von Gerüchten über den See und das Haus der Familie aber lernt dabei kaum andere Bewohner dieser Gegend kennen. Die Geschichte wirkt abgehackt, sie ist nicht rund, hat Ecken und Kanten. Manchmal frage ich mich, wie es zu der Entwicklung gekommen ist und ob ich etwas überlesen habe. Ich frage mich, wie der Autor zu diesem Punkt gekommen ist. Er muss einen anderen Weg eingeschlagen haben als ich, denn mir fehlen Infos, um der Geschichte folgen zu können. So habe ich wenig Spaß an dieser Geschichte. Ich habe das Gefühl, dass mir der Autor nur Stichpunkte aufzeigt und ich mir die Geschichte selbst zusammenreimen soll.

Der Autor Mark Rhode ist seit Jahren weltbekannt unter dem Namen Sebastian Fitzek! Aber ich kenne Thriller von Fitzek, die "runder" sind, wo die Geschichte sich anders entwickelt als hier, wo man mitfiebern kann und alles zusammenpasst, sich zusammenfügt. Hier ist die Geschichte nicht stimmig und schlecht "zusammengewürfelt". Schade.

Veröffentlicht am 06.10.2022

Eisenberg - Auftakt zu einer neuen Serie

Eisenberg
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Dr. Rachel Eisenberg ist Anwältin, frisch geschieden und Mutter einer 13jährigen Tochter. Sie übernimmt einen Pro Bono-Fall, der für das Ansehen ihrer Anwaltskanzlei angenommen wurde. Als die Anwältin ...

Dr. Rachel Eisenberg ist Anwältin, frisch geschieden und Mutter einer 13jährigen Tochter. Sie übernimmt einen Pro Bono-Fall, der für das Ansehen ihrer Anwaltskanzlei angenommen wurde. Als die Anwältin einem Obdachlosen gegenüber sitzt, den sie in diesem Fall vertreten soll, kommt ihr der Mann sehr bekannt vor. Sie stellt fest, dass sie ihn von früher kennt: Prof. Heiko Gerlach war ihre 1. große Liebe. Sie glaubt ihm und sieht ihn nicht als Mörder. Also versucht sie, seine Unschuld zu beweisen. Er hat sich auf der Straße um eine junge Obdachlose gekümmert. Rachel nimmt die junge Frau bei sich auf. Rachel sucht mit ihrem Team nach dem Mörder.....

Ich bin kein Fan von Hobby-Detektiven, ob es nun Journalisten, Anwälte oder Gärtner sind. Hier hatte ich mir mehr versprochen und bin von diesem Debüt nicht begeistert. Diese Serie ist nicht mein Fall.

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Veröffentlicht am 12.11.2019

Das hatte ich mir anders vorgestellt

Verborgen im Gletscher
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Eine deutsche Reisegruppe besteigt auf Island einen Gletscher. Die Reiseleiterin will auf die Veränderungen der Gletscher hinweisen, denn diese schmelzen viel schneller als früher. Und zu ihrem Entsetzen ...

Eine deutsche Reisegruppe besteigt auf Island einen Gletscher. Die Reiseleiterin will auf die Veränderungen der Gletscher hinweisen, denn diese schmelzen viel schneller als früher. Und zu ihrem Entsetzen entdeckt die Reiseleiterin eine Leiche im tauenden Gletscher. Die Polizei erkennt in der aufgetauchten Leiche Sigurvin, der vor 30 Jahren spurlos verschwand. Die Polizei hatte damals schnell einen Hauptverdächtigen, der jedoch immer seine Unschuld beteuert hat. Das tut er auch jetzt noch - schwer vom Krebs gezeichnet, blickt er selbst dem Tod ins Auge und beteuert immer noch seine Unschuld.

Der frühere Kommissar Konrad erfährt von dem Fund auf dem Gletscher. Er fährt sofort in die Pathologie, denn der Fall Sigurvin hat ihn nie losgelassen. Er war nie wirklich davon überzeugt, dass der einzige Verdächtige die Tat begangen haben soll. Er hat oft mit Hjaltalin gesprochen und irgendwie scheint er ihm geglaubt zu haben, dass er die Tat nicht begangen hat. Er sagte zwar, dass er nicht in der Nähe war, als Sigurvin verschwand, hat aber immer ein Geheimnis aus seinem Alibi-Zeugen gemacht.

Der erste Teil dieses Cold Case-Falles ist tatsächlich interessant und ich freue mich auf einen spannenden Krimi. Leider werde ich schwer enttäuscht, denn die Geschichte nimmt plötzlich eine ganz andere Wendung. Was sich wie ein Krimi gelesen hat, entwickelt sich zu einem langatmigen und immer langweiligeren Buch über komplizierte Familienverhältnisse und wechselt zudem ständig zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Dabei weiß ich leider nie so genau, mit wem ich es gerade zu tun habe und immer mehr Personen tauchen in dieser Geschichte auf, ich verliere immer mehr den Zusammenhang. Und wenn ich nicht an einer Leserunde teilgenommen hätte, hätte ich das Buch nicht bis zum Ende gelesen! Ich bekomme vom Lesen Kopfschmerzen und muss mich zwingen, weiter zu lesen!
Leider fehlen Hinweise, in welcher Zeitzone man sich gerade befindet oder mit wem man es in diesem Kapitel oder Absatz zu tun hat, völlig. Ob und in welchem Zusammenhang dieser Absatz zum eigentlichen Mordfall steht, erfahre ich auch nicht immer. Und wie Kommissar a.D. Konrad letztlich auf die Spur des Mörders gekommen ist, ist mir nicht wirklich klar. In dem Moment, in dem es noch einmal richtig spannend wird, verliert sich der Autor in halbseidenen Andeutungen, die alles andere als logisch sind. Oder die Vorgeschichte hat mich so ermüdet, dass es mir nicht auffällt.

Von diesem Roman hatte ich viel mehr erwartet. Seit Jahren habe ich wahre Lobeshymnen auf isländische Krimis gehört und gerade dieser Autor wurde mir oft empfohlen. Es war mein 1. und wird wohl auch mein letzter Roman von Arnaldur Indriason sein. Schade.

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Veröffentlicht am 20.08.2020

Urlaubskrimi auf Ameroog - Kommissar Bakker ermittelt

Ameroog spielt verrückt
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Ich bin irritiert, was es mit dem Urlaubskrimi auf sich hat - und merke erst beim Lesen, dass es hier wohl nie so ganz ernst zugeht und der Autor offenbar einen Clown gefrühstückt hat. Das ist nicht ganz ...

Ich bin irritiert, was es mit dem Urlaubskrimi auf sich hat - und merke erst beim Lesen, dass es hier wohl nie so ganz ernst zugeht und der Autor offenbar einen Clown gefrühstückt hat. Das ist nicht ganz mein Stil aber ich lese den Krimi trotzdem weiter.

Kommissar Bakker macht sich Sorgen, als man eine Demo auf seiner Insel ankündigt. Er ist ratlos, wie er mit dem kleinen Polizeiaufgebot die Demo wuppen soll. Und woher er Hilfe bekommen könnte. In der Menge glaubt er, einen Verbrecher erkannt zu haben - aber so schnell wie dieser aufgetaucht ist, ist er auch schon wieder in der Menge verschwunden. Eine Prominente hat Kommissar Bakker noch schnell mit dem Hubschrauber von der Insel bringen lassen - und das ist später auch sein Pluspunkt in dieser Geschichte. Dem Kommissar ist es recht langweilig auf seiner Insel, er hat wenig zu tun. Da ist die Demo natürlich eine schöne Abwechslung für ihn und seine Leute aber auch wahnsinnig anstrengend.

Diese Insel erscheint mir sehr verrückt - nicht nur in dem, was die Leute dort anstellen, sondern auch in dem, was die Polizeikräfte tun, um die Zeit tot zu schlagen. Wenn es keine Verbrechen gibt, dann erfindet man eben welche. Für mich ist dieser "Urlaubskrimi" keine Erholung und sicher auch keine Urlaubslektüre. Hätte ich vorher gewusst, was mich erwartet, hätte ich diesen Roman sicher nicht gekauft. Ich bin ein paar Mal beinahe eingeschlafen, weil sich die "Handlung" endlos hingezogen hat und ich oft den Faden verloren habe, wie ich zugeben muss. Es fiel mir schwer, mich auf diese abstruse Geschichte zu konzentrieren und ich habe sehr schnell gelesen, um ganz fix einen "richtigen" Krimi zur Hand nehmen zu können!

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