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Veröffentlicht am 18.01.2020

Locker leichter Liebesroman

Hard Love - Ich kann dir nicht widerstehen!
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Meine Meinung:

Erneut entführt uns die Autorin dieser Reihe in eine Geschichte, die ans Herz geht. Ich freue mich immer wieder auf die Bücher und kann mich noch genau an all die Charaktere erinnern, die ...

Meine Meinung:

Erneut entführt uns die Autorin dieser Reihe in eine Geschichte, die ans Herz geht. Ich freue mich immer wieder auf die Bücher und kann mich noch genau an all die Charaktere erinnern, die ich dort bisher kennenlernen durfte.

Diesmal hat sie wieder einmal einen tollen Protagonisten ins Rennen geschickt. Patrick ist in meinen Augen ein absoluter Traumtyp. Gutaussehend, charmant, humorvoll und ein absoluter Naturmensch. Und er hat einen Kater namens Zeus, was ihm gleich noch mehr Sympathiepunkte verpasst. Am meisten mochte ich seine frechen und mitunter zweideutigen Sprüche, die ihm einen gewissen Charme verliehen, den ich persönlich sehr anziehend fand.
Und dann ist da Mia. Die Schwester seines Kumpels, die es ihm absolut angetan hat. Aber was soll man machen, wenn man mit ihr befreundet ist, auf sie steht, man ihren Bruder nicht verärgern will und noch dazu gar nicht weiß, wie es mit ihren Gefühlen aussieht?

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, die Entwicklung zwischen den beiden zu beobachten und zu verfolgen, wie sie sich im Laufe des Buches näher kamen. Als Leser hat man direkt die Anziehung zwischen ihnen gespürt, nur die Zwei selbst haben es nicht so recht hinbekommen. Ihr Geplänkel miteinander war sehr schön zu lesen und ich musste öfter grinsen und schmunzeln.
Die Art und Weise, wie sich die Geschichte zwischen ihnen entwickelt, hat mir gut gefallen. Sie geben einfach ein wunderbares Pairing ab und sind wahnsinnig charmant. Man konnte sich auch sehr gut in dem Buch fallen lassen, der Schreibstil ist so angenehm und locker, wie man es aus den anderen Teilen der Reihe auch kennt. Und es gab natürlich auch wieder Begegnungen mit den bereits bekannten Charakteren, was ich ja sowieso besonders mag. Natürlich kommt auch der erotische Aspekt nicht zu kurz und es knistert und prickelt mitunter ganz schön.

Allerdings hätte ich mir gerne ein bisschen mehr Drama erhofft. Ja, manchmal finde ich es schön, wenn es nicht ZU einfach vonstatten geht. Und ich denke, es lief alles ein bisschen zu glatt. Ich habe immer auf den kleinen Knall gewartet, der erstmal alles durchwirbelt, aber er kam nicht.
Nichtsdestotrotz hat mich das Buch wahnsinnig gut unterhalten und ich hatte es auch entsprechend schnell durchgelesen. Ich fürchte, das wird so ziemlich das letzte Buch dieser Reihe gewesen sein, aber von mir aus darf es gerne noch mehr geben.
Wer Liebesgeschichten mit Charme und Humor mag, gewürzt mit einer Prise Erotik, der ist hier genau an der richtigen Adresse!

Fazit:
★★★★☆
Eine sehr schöne, locker leichte Liebesgeschichte für zwischendurch. Für mich hätte es gerne ein bisschen mehr Drama geben können, aber dennoch wurde ich gut unterhalten. Dafür gibt es hier 4 von 5 Sternchen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.01.2020

Perfekter Humor und eine erfrischende Liebesgeschichte

Her Cherry – Süße Verführung
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Meine Meinung:

Ich kann eigentlich gar nicht sagen, was das absolut Ausschlaggebende für mich war, um dieses Buch zu lesen. War es das schlichte und doch wahnsinnig stilvolle Cover, das mich einfach ansprach? ...

Meine Meinung:

Ich kann eigentlich gar nicht sagen, was das absolut Ausschlaggebende für mich war, um dieses Buch zu lesen. War es das schlichte und doch wahnsinnig stilvolle Cover, das mich einfach ansprach? Der Titel, bei dem meine Gedanken gleich genauestens analysierten, welche Metapher wir hier vor uns haben? Oder der Klappentext, der einen heißen CEO und leckere Kirschtörtchen versprach? Ich fürchte, im Endeffekt waren es alle 3 Faktoren zusammen, die hier dafür sorgten, dass ich es unbedingt lesen musste!

Und das habe ich. An einem Abend. In einem Rutsch. Nur um dann festzustellen, dass es bereits einen ersten Band mit einem anderen Pairing gab. Den ich wohlgemerkt unbedingt noch lesen muss, auch wenn es mir keinen Nachteil brachte, dass ich ihn nicht kannte. Doch zurück zum Buch.
Wer bei der Kombination aus Titel, Cover und Klappentext direkt an etwas erotisches denkt, der liegt vollkommen richtig. Denn ja, es geht hier tatsächlich um diesen Hintergedanken. Und ihr könnt mir glauben, wenn ich euch sage, dass es William definitiv nicht leicht hat mit seiner "Cherry" (was natürlich nicht ihr richtiger Name ist, das sollte klar sein).
Fakt ist: wir bekommen hier eine tolle Kombi serviert: auf der einen Seite der heiße und gutaussehende CEO, der normalerweise regelmäßig verschiedene Frauen trifft und auf der anderen Seite die junge und charmante Bäckerin mit Herzblut, die es gerade so schafft, sich und ihren Laden über Wasser zu halten. Klar, dass es da knistern muss, oder? Schwierig wird es dann, wenn der jungen Frau gewisse Erfahrungen bis zu diesem Punkt einfach noch fehlen...

Die Geschichte rund um William und seine Cherry ist einfach nur wahnsinnig unterhaltsam. Von der ersten Seite an mochte ich den Schreibstil der Autorin und musste oftmals so lachen. Mehr als eine Stelle habe ich mir in diesem Buch markiert, weil ich die Sprüche einfach zu toll fand und mir das unbedingt merken wollte. Diese Geschichte wird dadurch so wahnsinnig lebendig und vor allem irgendwie menschlich. Man kann beide Charaktere so wunderbar verstehen, sie sind absolut authenthisch gezeichnet und haben auch so ihre kleinen Eigenarten. Und insbesondere bei William sind die unartigen Eigenarten trotz allem gar nicht mal so unlustig - und NEIN, ich meine gerade nicht das, was ihr vielleicht denkt.
Das Buch hat einfach wahnsinnig viel Charme und Pepp und man kann und will es einfach gar nicht aus der Hand legen.

Auch die Geschichte an sich war absolut gelungen, die Handlung war stimmig und man konnte sich problemlos diesem locker leichten Lesevergnügen hingeben. Der erotische Aspekt, der im Hintergrund des Ganzen steht, hat aber mitunter eher einen passiven Anteil, was das Buch aber keineswegs schlecht macht. Ganz im Gegenteil. Umso mehr hat es meiner Meinung nach geprickelt - vor allem, wenn William wieder mal versuchte, das Ruder für sich rumzureißen.
Doch keine Sorge, auch die eigentliche Erotik findet ihren Weg in diese Geschichte ;)
Aber es geht hier eben nicht nur darum, sondern auch um wahre Gefühle und die Probleme des harten Alltags. Dieses Buch greift einige wichtige Dinge auf und die Autorin hat daraus eine wunderbare Mischung gemacht, die allen voran mit ihrem Humor definitiv bei mir punkten konnte.
Wer es also locker leicht mag und gerne beim Lesen lacht und mitunter auch prickelnde Erotik haben möchte, der ist hier genau richtig! Und ich werde derweil mal dafür sorgen, dass der erste Teil auch einen Platz in meiner Bücherliste findet - denn die "Guilty Pleasures" halten definitiv, was sie versprechen!

Fazit:
★★★★★
Ein prickelndes und wahnsinnig charmantes Buch, dessen Humor mir noch lange in Erinnerung bleiben wird! Volle 5 Sternchen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.01.2020

Was für ein Finale!

Die Legenden von Karinth (Band 4)
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Meine Meinung:

Es ist immer wieder ein komisches Gefühl, wenn man das Finale einer Reihe in den Händen hält. Wenn ich noch daran denke, wie lange ich gebraucht habe, bis ich endlich mit "Karinth" angefangen ...

Meine Meinung:

Es ist immer wieder ein komisches Gefühl, wenn man das Finale einer Reihe in den Händen hält. Wenn ich noch daran denke, wie lange ich gebraucht habe, bis ich endlich mit "Karinth" angefangen hatte und wie tief ich dann plötzlich in dieser Welt versunken war - das war schon verrückt. Die Geschichte rund um Maryo und die Elfenprinzessin hat mich einfach schnell für sich eingenommen und der Weg zum großen Showdown kam mir schlussendlich viel zu kurz vor. Ich konnte gar nicht fassen, dass es nun soweit sein sollte.

Tja und jetzt muss ich sehr aufpassen, was ich euch eigentlich erzähle, denn ich kann euch ja die guten Sachen nicht alle schon verraten. Fakt ist, dass unseren Helden nach den Ereignissen im dritten Teil einiges bevorsteht. Erneut war ihr Erfolg nur von kurzer Dauer und die Prinzessin erneut verschwunden. Und ihr einziger Ausweg ist eine Reise in die Welt der Toten. Doch da sollte einem bereits klar sein, dass das nicht so einfach werden würde.
Und so ist es auch. Ein beschwerlicher Weg liegt vor den Gefährten, voller unerwarteter Ereignisse und voller Gefahren. Hier hat die Autorin nochmal einige Stolpersteine eingebaut, die den Weg zum Ziel ziemlich schwer machen. Für jeden der Protagonisten hält diese Reise ihre ganz eigenen Aussichten bereit und man kann sagen, dass dieses Buch in erster Linie auch von Entscheidungen geprägt ist, die jeder einzelne treffen muss.

Natürlich wechseln auch diesmal wieder die Sichtweisen mit den Kapiteln, so dass man jeden der Charaktere genauer unter die Lupe nehmen kann und mehr über die Hintergründe erfährt. Da wäre zum einen Thesalis, unsere Amazone. Ich finde es bewundernswert, wie sie sich im Verlauf der Geschichte entwickelt hat. Sie hat so viel erleiden müssen und so viele schlimme Dinge erlebt, aber auch für sie scheint sich ein Licht am Horizont zu ergeben. Mit den Entwicklungen die sich hier zeigen, habe ich so allerdings nicht gerechnet. Und schon gar nicht damit, dass hier ein Charakter eine Rolle spielen wird, den wir schon kennenlernen durften und der ebenfalls eine sehr interessante Entwicklung durchmacht. Hier hat es die Autorin tatsächlich geschafft, mich zu überraschen, wo man sich ja eh schon so seine Gedanken gemacht hat, wie es mit der Amazone weitergehen wird.

Einer meiner absoluten Favoriten ist und bleibt ja inzwischen der rote Tarkar. Was habe ich ihn ins Herz geschlossen. Auch er hat nochmal seine ganz großen Auftritte und ja, hier hat mich die Autorin sehr erwischt, was meine Emotionen angeht. Und das ist jetzt so eine Stelle, an der ich nicht so viel sagen kann, denn ihr wisst ja: Spoilergefahr. Er hat auf alle Fälle genau die perfekte Rolle und auch bei ihm habe ich lange überlegt, in welche Richtung das wohl alles gehen wird. Ob ich das am Ende so erwartet habe? Ganz ehrlich? Nein :D Aber dennoch ist es perfekt, so, wie es ist.
Und dann ist da ja noch Maryo, der gemeinsam mit der Magierin Edana ein so tolles Pairing abgibt. Hier hatte ich die meiste Angst, wie das weitergehen würde und auch hier wurde ich von meinen Emotionen überwältigt. Taschentuchalarm sage ich da nur. Der Handlungsstrang ist spannend, steckt voller Überraschungen und sorgt für Herzklopfen. Und ich kann nur sagen: ihr dürft auf den Verlauf gespannt sein.

Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge aus diesem Buch heraus. Die Autorin hat alles richtig gemacht. Es ist fesselnd, es ist spannend und voll von Unerwartetem. Man darf lachen und weinen, hoffen und bangen und man muss einfach mit allem rechnen. Es fällt einem sehr leicht, sich in die Welt von Karinth fallen zu lassen und das, was hier geschaffen wurde, ist wirklich magisch und zauberhaft. Es ist immer schwer, sich von so etwas zu verabschieden, aber ich hoffe sehr, dass es hier bald noch mehr Geschichten geben wird. Denn insbesondere das Ende des Buches lässt Raum für Neues und ich bin schon sehr gespannt, was uns da erwartet. Wer Fantasy mag, der sollte sich ruhig mal Zeit für Karinth nehmen - es lohnt sich definitiv.

Fazit:
★★★★★
Was für ein Finale. Ich kann immer noch nicht glauben, dass diese Geschichte in der Form nun beendet ist. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge lasse ich Karinth nun hinter mir und vergebe für den fulminanten Abschluss volle 5 Sternchen. Auf ein baldiges Wiedersehen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.12.2019

Spannender Auftakt mit kleineren Auffälligkeiten

The Scars Chronicles: Dorn der Finsternis
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Vielen Dank an "NetGalley" und den Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar!

Meine Meinung:

Wenn es um Fantasy geht, dann kann ich oftmals einfach nicht widerstehen. Und schon gar nicht, ...

Vielen Dank an "NetGalley" und den Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar!

Meine Meinung:

Wenn es um Fantasy geht, dann kann ich oftmals einfach nicht widerstehen. Und schon gar nicht, wenn ein Buch so spannend klingt, wie "Scars Chronicles". Ein dunkel und mystisch anmutendes Cover in Kombination mit der Aussicht auf eine ansprechende Story, waren eine Mischung, der ich mich einfach nicht entziehen konnte. Noch dazu hatte ich im Vorfeld in den sozialen Netzwerken schon einiges darüber gehört und so musste ich es schlussendlich einfach lesen.

Im Fokus der Handlung steht die junge Olivya. Sie führt gemeinsam mit ihrer Großmutter (die verrückterweise an Magie zu glauben scheint) ein normales Leben - bis sie eines Tages Zeugin eines schrecklichen Unglücks wird. Von nun an ist sie auf sich alleine gestellt - denkt sie. Denn plötzlich landet sie an der Pirestale Akademie. Diese bildet Geisterkrieger aus, die entsprechend ihrer Gruppierung Geister bekämpfen oder ins Licht führen. Was ihr am Anfang noch völlig verrückt vorkommt, wird plötzlich zu ihrem Leben und eines ist klar: einfach wird das definitiv nicht werden. Denn ihr Schicksal hat gerade erst begonnen....

Olivya mochte ich als Charakter sehr gerne. Ich fand es spannend, wie sie plötzlich in dieses neue Leben reingeworfen wurde, von dem sie zuvor noch nie etwas gehört hat. Und sie findet sich auch ziemlich schnell in dieser neuen Lage zurecht, was ja eher für sie spricht. Man erfährt sehr viel über diese neue Welt in der sie sich befindet, die beiden Geisterheere und deren Geschichte. Und Olivya selbst erfährt einige Dinge über ihre Familie und deren Vergangenheit, die sie so wahrscheinlich nie erwartet hat. Man muss hier an jeder Ecke mit einer Überraschung rechnen, das ist gewiss.

Doch nicht nur Oliyvas Geschichte alleine steht im Vordergrund. Das Buch wechselt mit den Kapiteln gleichzeitig auch die Perspektiven. Hier spielen noch einige Mitschüler und gleichzeitig Teammitglieder eine tragende Rolle, die auch alle zusammenhängen, da sie in einem gemischten Team miteinander arbeiten müssen. Hierzu zählen Camila, Gideon, Raven und Hugo. Und ich kann euch sagen: eine bunter gemischte Truppe findet ihr wahrscheinlich nirgendwo. Sie alle könnten unterschiedlicher nicht sein und insbesondere Camila ist oftmals das Opfer von Niedertracht und Gehässigkeit, da sie nicht so gewandt als Geisterkriegerin ist, wie zb Gideon. Und insbesondere der hegt sowieso einen enormen Hass auf sie und ihre Familie, was im Verlauf auch näher erläutert wird.
Doch Olivyas Auftauchen ändert die Teamstruktur ziemlich stark und das fand ich sehr gelungen. Man spürt richtig, wie sich die Dynamik verändert und sie alle tatsächlich ein Team werden. Doch im Inneren gibt es Intrigen und Geheimnisse, die alles zum Einsturz bringen könnten. Man muss immer aufpassen, wer wirklich ist, was er vorgibt zu sein. Und wenn dann noch Gefühle hinzukommen, wird es kritisch.

Das Buch ist eine sehr gelungene Mischung aus Fantasy, Dramen, Emotionen und Spannung. Die Geschichte hat mich sehr gefesselt und jeder der Charaktere konnte mich auf seine Art für sich einnehmen.
Doch an manchen Stellen war ich auch etwas unglücklich mit dem Buch und bin der Meinung, dass da noch einige Dinge in Zukunft verbessert werden könnten.
Zum Einen haben mich dann im Verlauf doch die gelegentlichen orthographischen Probleme etwas gestört, wenn es mal wieder eine Phase gab, in der es sich häufte. Doppelte Worte oder falsche Endungen konnten einem mitunter das Lesevergnügen etwas zermürben.
Was mich jedoch eher verwirrt hat, waren die inhaltlichen Dinge. Es gab mitunter Szenen (und bei einer fiel es mir ganz besonders auf), wo beim Wechsel ins neue Kapitel plötzlich der eigentliche Handlungsstrang verschwand. Wo es vorher noch einen Kampf gab und die Gefahr ihnen auf den Fersen war, waren im nächsten Kapitel plötzlich wieder alle seelenruhig in der Akademie. Wieder andere Stränge wurden über mehrere Kapitel gar nicht aufgegriffen (ich denke hierbei an eine Person, die unerwartet auftauchte und bei der ich dann schon dachte, sie wird gar nicht nochmal erwähnt). Das fand ich persönlich etwas schade, weil es mich im Verlauf doch ziemlich verwirrt hat. Dadurch habe ich den roten Faden so ein bisschen verloren.

Alles in allem eine wirklich gelungene Story, die Lust auf mehr macht. Insbesondere das Ende macht deutlich, dass hier noch einiges auf den Leser zukommt. Die Dinge, die ich bemängelt habe hatten allerdings keinen Einfluss darauf, dass mich das Buch absolut fesseln konnte und ich freue mich schon sehr, wenn es mit der Story rund um Oliyva weitergeht. Die Entwicklungen bieten auf jeden Fall einiges an Potenzial für das weitere Geschehen.

Fazit:
★★★1/2☆
Ein spannender Auftakt, wenn auch mit kleinen Schwächen. Dennoch macht das Buch unbedingt Lust auf mehr und ich bin sehr gespannt, was uns in der Fortsetzung erwartet.
Von mir gibt es hier 3,5 von 5 Sternchen, die sich aber eher auf die Umsetzung beziehen, der Inhalt konnte absolut überzeugen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.12.2019

Einfach nur wunderbar, Emotionen pur

Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt
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Meine Meinung:

Wenn dein Leben nach so vielen Jahren plötzlich nicht mehr das ist, was es einmal war.
Diese Erfahrung ist es, die Grace, die Protagonistin in diesem Buch, schmerzlich machen muss. Nach ...

Meine Meinung:

Wenn dein Leben nach so vielen Jahren plötzlich nicht mehr das ist, was es einmal war.
Diese Erfahrung ist es, die Grace, die Protagonistin in diesem Buch, schmerzlich machen muss. Nach unzähligen Jahren muss sie erfahren, dass ihr Ehemann sich in eine andere Frau verliebt hat. Und als wäre das nicht schon genug, halten sie sich während des Sommers beide im selben Ort auf, dort, wo Grace aufgewachsen ist. In dieser sehr kirchlichen Gemeinde wird die Zeit für sie mitunter zum Spießrutenlauf. Und dann ist da plötzlich Jackson Emery. Das schwarze Schaf der Stadt. Von allen gemieden und mit dem wohl schlechtesten Ruf. Doch ausgerechnet er findet eine Verbindung zu Grace und sie zu ihm. Doch macht es das am Ende einfacher?

Bereits die ersten Seiten des Buches hatten es geschafft, mich emotional wahnsinnig zu berühren. Die Geschichte rund um Grace, wie sie über ihre Ehe und all die schönen Zeiten nachdenkt, war sehr gut dargestellt und man konnte sich der Tatsache nicht entziehen, dass man das Gefühl hatte, mit Grace mitzuleiden. Man wollte sie am liebsten trösten, so nahe wie ihr das alles ging. Man spürte deutlich, wie sehr sie das alles mitnimmt. Vor allem, je mehr sie auch über die ganze Sache erfährt.
Überhaupt war sie jemand, den ich im Verlauf des Buches am liebsten ständig umarmt hätte. Als Tochter der Pastorenfamilie stand sie eh schon dauernd im Mittelpunkt und jeder meinte, mehr über sie und ihre Trennung zu wissen. Und ausgerechnet ihre Mutter ist die, die das wenigste Verständnis für sie zeigt. Das fand ich so furchtbar beim Lesen, diese Frau hat mich wahnsinnig aufgeregt. Zumindest bis mir ihre Beweggründe deutlich wurden. Die Autorin hat auf alle Fälle eindrucksvoll dargestellt, wie schwer es für Grace ist, sich durchzusetzen und ihren Standpunkt zu verteidigen, wo doch momentan alles schwer genug für sie war. Aber zum Glück gibt es auch Menschen, die trotz allem hinter ihr stehen.

Und dann kommt es unerwarteterweise zu einer Annäherung mit Jackson Emery. Er und sein Vater werden von den Einwohnern verachtet und erst im weiteren Verlauf erfährt man genauer, was damals geschehen ist und zu dieser Situation führte. Und es dauert noch eine ganze Weile, bis man alles im Ganzen versteht und mich persönlich hat diese Entwicklung sprachlos gemacht. Denn damit hatte ich nie gerechnet.
In meinen Augen ist Jackson jedoch ein sehr tiefgründiger und spannender Charakter. Ihn darf man nicht einfach nach dem beurteilen, was man sieht, sondern man muss hinter die Fassade schauen. Und genau das ist es, was zwischen Grace und ihm im Verlauf nach und nach passiert. Sie sind wie Feuer und Wasser und doch ergänzen sie sich auf eine wunderbare Art und Weise. Es war so schön, sie miteinander zu erleben und wie sie entgegen aller Widerstände zu ihrer ungewöhnlichen Freundschaft stehen.

Dass zwischen ihnen dann noch mehr entsteht, ist denke ich mehr als logisch. Doch es hätte mich auch gewundert, wenn die Autorin hier nicht noch den ein oder anderen Stolperstein eingebaut hätte. Und genau so kam es auch. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich tatsächlich die ein oder andere Träne beim Lesen vergießen musste. Das passierte mir in diesem Buch tatsächlich öfter. Die Geschichte hat mich wahnsinnig berührt und ist emotional wieder höchster Lesegenuss, so, wie man es von der Autorin gewohnt ist. Ich konnte und wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen und war absolut in der Handlung versunken.
Hier geht es nicht einfach nur um eine Liebesgeschichte. Hier geht es um Vertrauen, Vorurteile und Missstände in der Gesellschaft. Die Frage, woran man glauben oder woran man sich orientieren soll. Und was überhaupt sicher ist im Leben. Und vor allem geht es um die Frage: wie fängt man neu an, wenn alles ausweglos scheint und der Scherbenhaufen immens groß ist?

Für Fans der Autorin ist dieses Buch ein absolutes Muss und wer es emotional und tiefgründig mag, der sollte hier definitiv nicht dran vorbeigehen.

Fazit:
★★★★★
Ein wahnsinnig berührendes Buch, dass mich emotional absolut packen konnte. Es ist immer wieder ein Highlight, etwas von der Autorin zu lesen und ich kann hier guten Gewissens volle 5 Sternchen vergeben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere