Profilbild von dragon

dragon

aktives Lesejury-Mitglied
offline

dragon ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit dragon über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.11.2019

Ermittlungen auf isländisch?

Verborgen im Gletscher
0

Obwohl Kommissar Konrad in Rente ist, lässt ihn ein alter Fall nicht los. Als dann nach vielen Jahren endlich die Leiche des Vermissten in einem Gletscher gefunden wird, beginnt Konrad doch noch mal zu ...

Obwohl Kommissar Konrad in Rente ist, lässt ihn ein alter Fall nicht los. Als dann nach vielen Jahren endlich die Leiche des Vermissten in einem Gletscher gefunden wird, beginnt Konrad doch noch mal zu ermitteln. Der damalige Hauptverdächtige rückt direkt wieder in den Fokus der Ermittler, aber Konrad war damals nicht zu hundert Prozent von seiner Schuld überzeugt, und ist es heute immer noch nicht. Leider trägt der Verdächtige durch keine Aussage dazu bei, seine Unschuld zu beweisen.
Konrad lässt sich zwar nicht darauf ein, wieder in den Dienst zu treten, aber die Schwester eines anderen Opfers bittet Konrad um Hilfe. Es gibt eigentlich keinerlei Zusammenhang zwischen der Leiche aus dem Gletscher und dem Unfall mit Fahrerflucht Jahre später, aber Konrad möchte der verzweifelten Schwester diesen Gefallen gerne tun und ermittelt auf eigene Faust.

Fazit

Mir hat das Buch vor allem die erste Hälfte wirklich gut gefallen. Ich hatte zwar am Anfang etwas Schwierigkeiten mit den isländischen Namen, aber man liest sich rein. Ich fand es interessant den Rentner Konrad dabei zu begleiten, wie er in einem dreißig Jahre alten Fall Erkundigungen einholt. Die zweite Hälfte des Buches wurde mir dann etwas zu verworren. Es tauchten zu plötzlich zu viele neue Personen auf, da konnte ich nicht immer folgen. Trotzdem finde ich das Buch im Ganzen in Ordnung, es ist für jemanden, der es lieber nicht zu spannend, und alles, was mit den Opfern zu tun hat, nicht zu ausführlich mag, bestens geeignet.

Veröffentlicht am 15.10.2019

Eine neue Spur bringt neue Fragen

Wisting und der Tag der Vermissten
0

Ein alter Vermisstenfall lässt Kommissar William Wisting einfach nicht los. Seit 24 Jahren beschäftigt er sich mit dem Fall der vermissten Katharina Haugen. Die junge Frau ist plötzlich verschwunden und ...

Ein alter Vermisstenfall lässt Kommissar William Wisting einfach nicht los. Seit 24 Jahren beschäftigt er sich mit dem Fall der vermissten Katharina Haugen. Die junge Frau ist plötzlich verschwunden und hat einige rätselhafte Puzzleteile in ihrem Haus zurückgelassen. Jedes Jahr nimmt sich Wisting die alten Akten in der Hoffnung vor, dass ihm etwas Neues auffällt, oder sich im vergangenen Jahr etwas ereignet hat, das ein neues Licht auf den Fall wirft. Nach so vielen Jahren gehört dieses Ritual schon so sehr zu seinem Familienleben, dass auch seine Kinder Anteil nehmen. Außerdem hat sich zwischen Wisting und dem damals hauptverdächtigen Ehemann, Martin Haugen eine Art Freundschaft entwickelt. Eigentlich wollte Wisting den Kontakt in der Hoffnung Aufrechterhalten, dass Martin Haugen einen Fehler macht, und sich irgendwann verrät. Aber auch nach 24 Jahren hat sich nichts ergeben.

Eine neue Spur wirft neue Fragen auf.

Doch plötzlich geraten die Ermittlungen ins Rollen. Der Cold Case Ermittler, Adrian Stiller, nimmt Kontakt zu Wisting auf, da eine Verbindung zwischen Martin Haugen und einem anderen Vermisstenfall aufgetaucht ist. Jetzt, wo es anscheinend endlich Beweise gegen Haugen gibt, kann Wisting es kaum glauben. Um endlich an Beweise heranzukommen, beschließen die Ermittler eine gemeinsame Abhöraktion durchzuführen. Stiller übernimmt die Überwachung, während Wisting mit Martin Haugen ihre alljährliche Angeltour nutzen will. Außerdem holt Stiller noch Wisting‘s Tochter, die als freie Journalistin arbeitet, dazu, um über seinen Vermisstenfall zu berichten. Dies will Wisting dann nutzen, um ihm Informationen über die zwei alten Fälle zu entlocken. In der Hütte beginnt dann ein Katz- und Maus Spiel, bei dem der Ausgang völlig offen ist.

Fazit

Ich fand das Buch sehr angenehm zu lesen. Es nimmt einen auf eine Interessante Reise mit, bei der man wirklich einiges zum Miträtseln geliefert bekommt. Mir gefallen die Protagonisten gut, auch wenn ich gerne etwas mehr über die privaten Probleme von Adrian Stiller erfahren hätte. Aber vielleicht kommt das ja im nächsten Buch. Eigentlich war ich mir sehr schnell im Klaren darüber, was passiert, und wer daran Schuld war, aber ich finde es trotzdem interessant den Ermittlern über die Schulter zu schauen. Wisting war sich ja auch ziemlich sicher, aber vor Gericht zählt ein Bauchgefühl eben nicht und an Beweise zu kommen ist eine schwere Aufgabe. Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen, auch wenn es für mich eher zur leichteren Entspannungslektüre gehört. Auch das Cover gefällt mir gut, auf jeden Fall wäre es mir im laden aufgefallen.

Veröffentlicht am 11.04.2019

Nichts ist, wie es scheint

Ostseeangst
0

Becca Merthien hat für ihre Wohngruppe eine Kajaktour organisiert. Nach vielen Argumenten und Diskussionen durfte sie diese Tour starten, denn sie erhofft sich dadurch einen besseren Zugang zu zwei Jungen ...

Becca Merthien hat für ihre Wohngruppe eine Kajaktour organisiert. Nach vielen Argumenten und Diskussionen durfte sie diese Tour starten, denn sie erhofft sich dadurch einen besseren Zugang zu zwei Jungen aus ihrer Gruppe zu bekommen. Yannik ist sehr schwierig und er macht ihr sogar ein bisschen Angst. Zusammen mit Nico spielt er Becca immer wieder üble Streiche. Da Becca diese Wohngruppe aber auch aus eigenem Interesse am Leben erhalten will, sie hat keinerlei Familie, teilt sie ihre Probleme nicht mit ihrem Vorgesetzten. Außerdem fahren noch ein Mädchen vom ortsansässigen Kajakclub, Laura, sowie der Jugendwart des Vereins, Moritz, mit. Während der Fahrt albern die Jugendlichen immer wilder herum und während Becca dies unterbinden will, passiert das Unglück. Beccas Kajak kippt und sie hängt mit dem Kopf unter Wasser. Vor Schreck schafft sie es nicht, sich zurückzudrehen und auch der nasse Ausstieg gelingt ihr nicht. Niemand scheint ihr helfen zu wollen. Als sie sich schon fast aufgegeben hatte, tauchte ein anderes Kajak neben ihr auf, mit dessen Hilfe sie wieder aus dem Wasser kommt. Danach lagern sie an einer alten Grillstelle. Während Becca versucht ihren Schock zu überwinden, und Moritz ihr ruppige Vorwürfe macht, findet Mandy eine Menschenhand mitten im Lagerfeuer.

Nichts ist wie es scheint

Kommissarin Pia Korittki und ihr Kollege werden zu dem Fall gerufen. Leider können die Gruppe um Becca und auch die Herbergsleitung keine Hinweise zum Fall geben. Als dann in der Nacht auch noch Becca spurlos verschwindet, geraten auch einige Gruppenmitglieder unter Verdacht. Könnte Yannik so weit gehen und einen so schlechten Scherz machen? Haben die Herbergsleute etwas damit zu tun? Auch auf dem Hof, auf dessen Grundstück die Hand gefunden wurde, machen sich einige Menschen verdächtig. Dort lebt ein Vater mit seinen erwachsenen Söhnen. Seine Schwester hat einen kleinen Gnadenhof für Tiere nebenan. Man gewinnt schnell den Eindruck, dass sich die meisten dort nicht grün sind und jeder traut jedem alles zu. Aber was ist dran an diesen Vermutungen? Der Fall scheint Pia gänzlich aus den Händen zu gleiten, als sie in einer abgelegenen Scheune eine verwirrende Entdeckung macht.

Fazit

Ein gelungener Krimi. Dies war mein erstes Buch über Pia Korittki, wird aber bestimmt nicht mein letztes gewesen sein. Der Stil gefällt mir gut, und auch, dass Pia ein recht normales Leben führt, finde ich super. Sie kämpft im Privatleben mit dem ganz normalen Wahnsinn, den wir alle durchmachen und gibt nicht auf. Auch der Fall war spannend. Ich konnte vieles spekulieren, wovon einiges nicht zutraf. Schön war für mich, das ich am Schluss doch noch überrascht wurde.

Veröffentlicht am 03.04.2019

Ist die Menschheit es wert gerettet zu werden?

Das Feuer der Erde
0

Georgina arbeitet mit zwei Kolleginnen als Geologin in der Antarktis. Ihr machen die extremen Wetteränderungen in dieser Region sehr große Sorgen. Sie glaubt, dass die Menschen auf eine Katastrophe zusteuern, ...

Georgina arbeitet mit zwei Kolleginnen als Geologin in der Antarktis. Ihr machen die extremen Wetteränderungen in dieser Region sehr große Sorgen. Sie glaubt, dass die Menschen auf eine Katastrophe zusteuern, weshalb sie auch unbedingt noch alle Messdatenschreiber einsammeln will, bevor zurück ins Institut geht. Das sind die Daten von zwei Jahren und sie hofft damit die Menschen überzeugen zu können. Es muss sich etwas ändern.
Auf dem Weg zum letzten Datenschreiber geraten die drei Frauen plötzlich in eine extreme Warmfront, wodurch der Boden plötzlich spiegelglatt ist. Sie geraten mit ihren Schneemobilen ins rutschen und Nicky stürzt einen Hang hinunter. Dadurch müssen sie den aufziehenden Sturm im Zelt überstehen. Sobald das Wetter es zulässt, bricht Georgina auf um den letzten Datenschreiber doch noch zu holen. Sie schafft es dann gerade noch den Hubschrauber zu erwischen, hat aber alle Daten um ein überzeugendes Datenmodell zu erstellen.

Mission Weltrettung

Georgina versucht ihre Ergebnisse auf einem Kongress verständlich zu machen, aber ihre Forderung, sofort alle Emissionen einzustellen, wird von Turkov torpediert. Dieser verdient sein Geld nämlich überwiegend durch sein Monopol in Kohle und Öl. Gerade erst hat er dort seine Machtposition ausgebaut, die will er sich bestimmt nicht durch eine dahergelaufene Geologin kaputt machen lassen. Er legt Georgina jede Menge Steine in den Weg und zerstört ihre Glaubwürdigkeit. Georgina kommt kaum bis gar nicht dagegen an, findet aber Unterstützung bei ihren zwei Kolleginnen und ihrem alten Mentor. Auch ihr geheimnisvoller Freund Ryan glaubt ihr, aber helfen kann er nicht. So versucht Georgina mit allen Mitteln eine konkrete Vorhersage über die letzten sicheren Orte zu machen, während die meisten Menschen ihr keinen Glauben schenken. Es kommt, wie es kommen muss, der Anfang vom Ende setzt ein und dann wird auch noch ihr Bruder mit Familie vermisst.

Fazit

Das Buch lässt sich leicht lesen und ist auch spannend geschrieben. Georgina und ihre Kolleginnen gefallen mir gut und ich glaube ihr jedes Wort. Leider kann ich mir vorstellen, dass es in unserer Realität so, oder so ähnlich wirklich stattfinden würde. Es gibt täglich so viele schlechte und schreckliche Nachrichten, dass ich das Gefühl habe wir sind zu abgestumpft. Die Machthaber und vor allem ihr Erzfeind Turkov kommen mir einfach ein wenig zu kurz. Turkovs Rolle ist mir zu klein, er taucht kurz auf und verschwindet wieder, seine Handlanger tauchen kurz auf, und verschwinden wieder. Da wäre noch echtes Potential drin. Georginas Freund gefällt mir wieder sehr gut. Sehr geheimnisvoll und ich bin nicht drauf gekommen, wer er wirklich ist (so was gefällt mir). Auch das Ende ist für mich sehr stimmig, denn während des Lesens habe ich gegrübelt, wie man da ein glaubwürdiges Ende hinbekommt. Obwohl ich normalerweise keine Endzeitromane mag, hat mir das Buch gefallen.

Veröffentlicht am 08.03.2019

Nichts ist, wie es scheint

Das gefälschte Siegel
0

Das Reich Neraval wird seit über tausend Jahren von einer Schriftrolle mit magischem Siegel beschützt. Damals wurde ein mächtiger Dämon, der die Menschen unterjochen wollte, darin gebannt. Eine große Magierin, ...

Das Reich Neraval wird seit über tausend Jahren von einer Schriftrolle mit magischem Siegel beschützt. Damals wurde ein mächtiger Dämon, der die Menschen unterjochen wollte, darin gebannt. Eine große Magierin, Ililiane vom Volke der Alfeyn, half den Menschen, und bestimmte die steinernen Wächter dazu, diese Schriftrolle zu bewachen, damit kein Mensch sie jemals anfassen kann. Aber wie es nun mal so ist, nagten die vergangenen tausend Jahre des Friedens am Glauben und Wissen der Menschen, sowie an den gewirkten Zaubern der Alfeyn. Die steinernen Wächter sind nicht mehr das, was sie früher waren, und auch der Umgang mit diesem gefährlichen Relikt lässt nun zu wünschen übrig. Als dann auch noch Prinz Tymur, der noch ein kleiner Junge war, den steinernen Wächtern einen Streich spielt, wird das Ausmaß an Gleichgültigkeit offenbar.

Es kommt, wie es kommen musste

Mittlerweile ist der Prinz erwachsen geworden, hat als fünfter Sohn des Königs aber keine besonderen Aufgaben. Da er zum Kämpfen nicht taugt, macht der König ihn zum Diplomaten. Auch bei den steinernen Wächtern gingen weitere Veränderungen vonstatten. Heimlich verlassen sie immer öfter ihren Posten, da für Menschen das Leben ohne Tageslicht nicht leicht ist, wodurch die gefährliche Schriftrolle sich selbst überlassen bleibt.
Als dann ein Steinerner versucht, den König auf diese Missstände aufmerksam zu machen, ohne dabei die anderen Wächter anzuschwärzen, geraten ungeahnte Dinge in Bewegung. Plötzlich muss der König feststellen, dass das Siegel der Schriftrolle gefälscht sein könnte. Nur kann niemand sagen, wann dieses dann stattgefunden hat. Schon vor hunderten von Jahren, oder erst vor Kurzem? Prinz Tymur bekommt den Auftrag zu den Alfeyn zu reisen, damit Ililiane das Siegel überprüfen kann. Tymur zwingt den Fälscher Kevron Kaltnadel dazu, die Schriftrolle zu fälschen, damit er die Echte heimlich mit auf die Reise nehmen kann. Für Kevron ist dies ein Albtraum, da er fürchtet, dass der Mörder seines Zwillingsbruders nur auf eine Gelegenheit wartet, ihn auch zu töten. Seine Angst steigert sich noch, als er feststellt, dass ausgerechnet sein Bruder bei der Fälschung seine Finger im Spiel hatte. Zusammen mit einem steinernen Wächter, einer jungen Magierin und Kevron, machte Tymur sich auf den Weg ins Nebelreich.

Fazit

Mir hat das Lesen des Buches viel Freude gemacht. Es lässt sich flüssig lesen und den Schreibstil finde ich sehr ansprechend. Die Protagonisten sind so detailreich umschrieben, dass ich das Gefühl habe sie persönlich zu kennen. Sie sind mir manchmal, mit ihren Macken, sogar auf die Nerven gegangen, ganz wie im echten Leben ?
Die Story ist sehr fesselnd und, obwohl ich am Ende wusste, dass mein Verdacht am Anfang richtig war, fand ich das Buch immer spannend. Es gab zwischendurch so viele verstreuten Hinweise, dass ich immer wieder neue Ideen für den weiteren Verlauf hatte. Ich werde den zweiten Band auf jeden Fall lesen.