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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.06.2026

Grandiose Fortsetzung!

The Sea Spinner (Wind Weaver 2)
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Auf den zweiten Teil von The Wind Weaver habe ich mich sehr gefreut und war neugierig, wie die Geschichte nach der Schlacht von Caeldera weiter geht. Der Einstieg in das Buch hat mir richtig gut gefallen. ...

Auf den zweiten Teil von The Wind Weaver habe ich mich sehr gefreut und war neugierig, wie die Geschichte nach der Schlacht von Caeldera weiter geht. Der Einstieg in das Buch hat mir richtig gut gefallen. Durch die Art, wie man als Leser Rhyas neuem Alltag in den Überbleibseln von Caeldera folgt, wurde ohne viele Worte deutlich, wie viel Zeit vergangen ist, aber gleichzeitig kehrt man schnell in die Welt zurück. Ich fand vor allem die Charakterentwicklung von Rhya zwischen Band 1 und 2 total bemerkenswert und auch sehr glaubwürdig dargestellt. Sie ist nicht mehr die selbe junge Frau von damals, sondern hat einiges erlebt, muss mit den Folgen kämpfen und scheint erwachsen geworden zu sein. Penn hingegen geht auf seine ganz eigene Art mit dem Erlebten um, was die beiden auseinandettreibt.
So landet Rhya in Hylios, der Hauptstadt des Königreichs von Soren, dem Windverbliebenen. Ich fand es toll, dass man durch diesen Handlungszweig so viel mehr von dieser Welt kennen lernt und die bildgewaltigen Beschreibungen der Stadt haben mir gut gefallen. Schön fand ich auch, dass sich die Handlung nicht nur von Kampf zu Kampf gehangelt hat, sondern dass Rhya zwischendurch auch viel Zeit hatte, in Hylios anzukommen, die Stadt und vor allem Soren kennen zu lernen und einfach mal im Moment zu leben, wobei es trotzdem nie langweilig wurde. Allgemein hatte ich das Gefühl, beim Lesen richtig gute Laune zu bekommem, während ich den ersten Band deutlich düsterer in Erinnerung habe. Insgesamt finde ich das World Building absolut gelungen, man konnte sich gut in die Welt hineindenken.
An ein paar Kleinigkeiten bin ich beim Lesen hin und wieder hängen geblieben: Während langer Gespräche waren die Erläuterungen dazu, was die Personen währenddessen tun oder wo sie sich überhaupt befinden, mir manchmal zu kurz. Und bezüglich der Zeitangaben in der Zeit vor der Hochzeit, war ich mehr als einmal verwirrt, da es immer wieder hieß, Rhya wäre seit drei Wochen am Wasserhof, wobei zwischen diesen Aussagen eigentlich Tage oder fast Wochem verstrichen sein müssten.
Der Beziehung zwischen Rhya und Soren wurde im Buch viel Zeit eingeräumt und mir hat gut gefallen, wie Rhyas Sorgen und Gefühle beschrieben wurden, vor allem auch ihre Zwiegespaltenheit zwischen Soren und Penndefyre. Gleichzeitig fand ich die Gefühle, die Soren scheinbar schon für Rhya entwickelt hatte, bevor die beiden sich richtig kennen gelernt hatten, schon sehr extrem. Wobei das vielleicht auch Sinn macht, wenn man bedenkt, wie lange er schon allein durch die Welt geht. Insgesamt fand ich den Fokus auf das Emotionale aber sehr lesenswert und ich bin während der Geschichte ganz klar zu Team Soren gewechselt.
Nach dem wirklich fiesen Cliffhanger am Ende kann ich jetzt nur noch vorfreudig auf Band drei warten. Trotz der kleinen Schwächen hat mich das Buch absolut überzeugt und bekommt wohlverdiente 5 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 01.06.2026

Witziges Thema aber konnte mich nicht ganz überzeugen

Worst Date Ever (Knisternde RomCom von der erfolgreichen Autorin Kasie West)
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Zunächst muss ich erst einmal festhalten, wie schön ich die Gestaltung des Covers finde. Gemeinsam mit dem tollen Farbschnitt macht das Buch ganz schön was her und macht Vorfreude auf den Inhalt. Die Grundidee ...

Zunächst muss ich erst einmal festhalten, wie schön ich die Gestaltung des Covers finde. Gemeinsam mit dem tollen Farbschnitt macht das Buch ganz schön was her und macht Vorfreude auf den Inhalt. Die Grundidee zur Geschichte und die Rahmenhandlung des Buchs fand ich sehr unterhaltsam. Auch dass der Kontakt zwischen Margot und Oliver sich anfangs auf den Chat der Dating-Plattform beschränkt und sie sich darüber näher kennen lernen hat mir ganz gut gefallen, das war mal etwas anderes.

Margot und Oliver fand ich beide sympathisch, allerdings konnte ich keine richtige Verbindung zu Ihnen aufbauen und hatte beim Lesen konstant ein gewisses Distanzgefühl. Die Mischung aus Margots Chaos und Olivers durchgetaktetem Tagesplan und seiner Ordentlichkeit hat mir allerdings gut gefallen und hat irgendwie trotzdem gut zusammen gepasst. Was ich nicht so ganz nachvollziehen konnte, war die Beziehung zwischen Margot und ihrer Schwester Audrey. Eigentlich wurde immer nur beschrieben, wie unterschiedlich die beiden sind, welche hohen Ansprüche Audrey an Margot stellt und wie sehr Margot unter diesem Druck leidet. Die Begegnungen zwischen beiden bestanden entweder aus Konflikten oder aus distanzierter Neutralität, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass die beiden auch eine positive emotionale Verbindung haben. Dennoch gab es ein paar Situationen, die eine sehr enge Verbindung zwischen den beiden in meinen Augen eigentlich vorausgesetzt hätten, z.B. dass Audrey und Margot wohl zu irgendeinem Zeitpunkt in ihrem Leben beide den Wunsch hatten, gleichzeitig Mutter zu werden. Das hat für mich nicht so richtig zusammen gepasst.

Der Schreibstil war zwar grundsätzlich gut und lies sich flüssig lesen, allerdings glaube ich, dass ein Großteil meines Distanzempfindens während des Lesens auch auf den Schreibstil zurück fällt. Ich denke, manches liegt auch an der Übersetzung, da mir die Formulierungen teilweise etwas gestelzt vorkamen.

In Summe bekommt das Buch von mir daher 3,5 Sterne.

Veröffentlicht am 25.05.2026

Süße Teenieromanze für jedes Alter

All the things I didn't say
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All the things i didn't say hat mich echt positiv überrascht. Die Geschichte klang zwar schon süß und nach meinem Geschmack, aber da meine Schulzeit nun doch schon einige Jahre hinter mir liegt, war ich ...

All the things i didn't say hat mich echt positiv überrascht. Die Geschichte klang zwar schon süß und nach meinem Geschmack, aber da meine Schulzeit nun doch schon einige Jahre hinter mir liegt, war ich trotzdem etwas skeptisch bezüglich des Settings und des Alters der Protagonisten. Aber schlussendlich hat sich das Buch absolut gelohnt und zählt für mich zu den Jugendbüchern, die man auch als Erwachsener gut lesen kann. Außerdem hat es mich hin und wieder sehr an "Better than the movies" erinnert, das ich absolut geliebt habe.

Die Handlung fand ich spannend und auch der Schreibstil hat mir gut gefallen. Hier bekommt man Enemys to Lovers pur, den Sadie und Julius waren sich anfangs wirklich spinnefeind und haben mit ihrer gegenseitigen Abneigung kaum hinter dem Berg gehalten. Es war sehr süß zu lesen, wie sich aus diesen starken Gefühlen langsam etwas anderes entwickelt hat. Ich fand es authentisch beschrieben, wie Sadie ihre Gefühle anfangs zu verleugnen versucht, diese aber nach und nach die Oberhand gewinnen.

Ein Punkt, der mich etwas gestört hat war, dass vieles im Buch stark überzeichnet war. Die intensiven - positiven wie negativen - Gefühle zwischen Sadie und Julius haben noch sehr gut zum Thema gepasst, aber vor allem wie die Schule und die Lehrer teilweise dargestellt wurden, war meiner Meinung nach etwas übertrieben.

Ansonsten mochte ich das Buch sehr gerne und kann es auf jeden Fall weiterempfehlen. Ich denke, ich werde mir auch die anderen Bücher der Autorin noch näher anschauen, da mir der Schreibstil echt gut gefallen hat.

Veröffentlicht am 02.05.2026

Leider hat sich mein erster Eindruck nicht fortgesetzt

Picking Daisies on Sundays
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Bei "Picking Daisies on Sundays" hat der erste Eindruck irgendwie etwas ausgelöst. Das Cover und der tolle Farbschnitt, aber auch die ersten Seiten der Leseprobe fand ich so unglaublich süß und ich war ...

Bei "Picking Daisies on Sundays" hat der erste Eindruck irgendwie etwas ausgelöst. Das Cover und der tolle Farbschnitt, aber auch die ersten Seiten der Leseprobe fand ich so unglaublich süß und ich war gespannt, warum damals in der Highschool nichts aus Levi und Dani geworden ist. Aber natürlich auch, ob die beiden beim zweiten Versuch zueinander finden.
Leider muss ich sagen, dass mich das Buch dann doch sehr enttäuscht hat. Die Geschichte lies sich zwar flüssig lesen aber dennoch hatte ich Probleme mit dem Schreibstil und der Art und Weise, wie die Beziehung zwischen Dani und Levi beschrieben wurde und sich entwickelt hat. Es wurde zwar sehr viel geredet und vor allem beteuert, wie gern die beiden sich haben, aber irgendwie hat mir die Tiefe dabei gefehlt und auch das Gefühl, wirklich mitzuerleben, warum sie so füreinander empfinden. Allerdings war es vielmehr so, dass die Gefühle einfach da waren und immer wieder betont wurden, aber der Funke dadurch für mich nicht übergesprungen ist. Aber auch insgesamt hat der "Vibe" im Buch für mich nicht so richtig gepasst.
Auf der einen Seite waren die Charaktere ausnahmslos übertrieben dramatisch und emotional. Danis Freunde und ihre Kommilitoninnen, die so sehr mitfiebern und alle hellauf begeistert von Levi sind. Levis kleine Schwestern, als sie Dani nach vier Jahren zum ersten Mal wieder sehen. Aber auch Levi selbst, der ständig verlegen ist oder errötet und vor allem seine Gefühle für Dani so gar nicht verstecken kann. Ich mag das sonst immer total, wenn man anhand von Blicken etc. merkt, wie das Gegenüber sich verliebt. Aber bei Levi ging mir das zu schnell und war zu offensichtlich. Die ganze Zeit habe ich mich gefragt, was damals vorgefallen sein kann, das diesen kompletten Kontaktabbruch rechtfertigt, aber gleichzeitig wohl auch gar nicht nochmal aufgearbeitet werden muss, als die beiden wieder Kontakt zueinander haben. Aber Levi und Dani kehren super schnell und selbstverständlich in ihre innige Beziehung zurück und auch die "Auflösung" des Kontaktabbruchs hat mich nicht überzeugt. Eigentlich sollte man meinen, dass so enge Freunde, sich besser gegenseitig lesen können. Was ich auch schwierig fand, war Levis übertriebene Besorgnis und sein Beschützerinstinkt in Bezug auf Dani, aber auch seine Eifersucht.
Das Buch hatte zwar viel Handlung und viele verschiedene Settings, aber auf der emotionalen Ebene hatte ich nicht das Gefühl, dass eine richtige Entwicklung stattfand, sodass ich die Geschichte als sehr langatmig empfunden habe. Durch Danis tief sitzende Unsicherheit, die mir als ihr prägendster Charakterzug im Gedächtnis geblieben ist, wurde jeder Schritt nach vorne im nächsten Moment wieder zurück gegangen.
Im Fazit kann ich nur sagen, dass ich es sehr schade finde, weil das Buch für mich viel Potenzial hatte, aber mich leider nicht von sich überzeugen konnte.

Veröffentlicht am 11.04.2026

Reise zurück in die Vergangenheit

Yesteryear
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Auf "Yesteryear" wurde ich vor allem durch die spannende Inhaltsangabe und die Leseprobe aufmerksam. An den Thema Tradwifes kommt man, zumindest wenn der Algorithmus richtig trainiert ist, auf Social Media ...

Auf "Yesteryear" wurde ich vor allem durch die spannende Inhaltsangabe und die Leseprobe aufmerksam. An den Thema Tradwifes kommt man, zumindest wenn der Algorithmus richtig trainiert ist, auf Social Media nicht vorbei und auch nicht an der Kritik, die gegenüber diesen Influencerinnen verübt wird. Ich war gespannt, wie die Autorin das in Romanform umsetzt und welche Lehren darauf gezogen werden können.
So Beginn wurde man direkt mitten ins Geschehen katapultiert, bzw. in die Vergangenheit. Natalie hat bereits ihren super erfolgreichen Instagram-Account sowie eine ganze Kinderschar, zwei Nannys und ihre Produzentin Shannon. Aufgrund eines Vorfalls mit Shannon steht sie kurz vor ihrem ersten PR-Skandal. Hier endet Teil 1 des Buches und damit auch die Leseprobe. Ab Teil 2 wurde es dann ganz anders, als ich ursprünglich erwartet hatte, denn die Geschichte dreht sich abwechselnd um Natalies Vergangenheit, ihrem Weg hin zur Yesteryear-Farm und ihrem erfolgreichen Sozial-Media -Auftritt sowie dem "jetzt", in dem Natalie wortwörtlich in der Vergangenheit gefangen zu sein scheint. Beide Perspektiven fand ich total spannend und auch wenn die Geschehnisse ganz unterschiedlich waren, ist es der Autorin durch die regelmäßigen Wechsel gelungen, beides miteinander zu verweben und dadurch immer mehr Spannung aufzubauen. Ich war während des Lesens zunehmend verwirrt und hatte keine Ahnung, wie die Fragen, die sich mir fortlaufend gestellt haben, am Ende auflösen werden. Schlussendlich war es dann die einzig logische Erklärung, aber gleichzeitig auch der Gipfel der Absurdität, aber dennoch ein tolles Ende, in dem beide Handlungsstränge zusammen gebracht wurden. Ich merke jetzt schon, dass mich das Buch sicherlich noch ein paar Tage beschäftigen wird und kann es nur empfehlen, auch wenn es überhaupt nicht so war, wie ich es erwartet hatte. Natalie war eine sehr spannende Protagonistin, wenn auch alles andere als sympathisch und für mich in ihren Sichtweisen auf die Welt auch absolut nicht 'relatable'. Teilweise las sich das Buch wirklich wie ein historischer Roman, weil die Ansichten und vor allem auch die Lebensweise von Natalie und ihrer Familie so weit von meiner Realität entfernt waren. Vor allem nicht, was ihren christlichen Glauben angeht. Trotzdem wirkte sie echt und auch nahbar. Etwas schade fand ich, dass das Thema Social-Media eigentlich keine wirkliche Rolle in dem Buch spielt. Empfehlen kann ich es dennoch sehr!