Unsortierte Reflektionen anlässlich des Todes der Mutter und ihr Verhältnis zueinander
Die WundeDas Buch wirkt wie ein autobiographisches Werk mit langatmigen, bruchstückhaft wiederholten Reflektionen der Ich-Erzählerin über die Liebe zu ihrer Mutter, deren Tod, über den Schmerz dieses Verlustes. ...
Das Buch wirkt wie ein autobiographisches Werk mit langatmigen, bruchstückhaft wiederholten Reflektionen der Ich-Erzählerin über die Liebe zu ihrer Mutter, deren Tod, über den Schmerz dieses Verlustes. Neben Beobachtungen über Frauen allgemein im einst sowjetischen und postsowjetischen Russland geht es auch um ihre homosexuelle Neigung im bescheidenen russischen Alltag. Die mäandernde Handlung während der Reise mit Mutters Urne lässt nur schwach die Wunde rund um die unersetzbare Mutterfigur neben Depression und psychischen Problemen der Erzählerin erkennen. Die innere Reise zu sich selbst beschreibt sie in klarer Offenheit. Teilweise erschüttert die postsowjetische Perspektivlosigkeit nicht nur in Sibirien.
Insgesamt zu langatmig und zu unsortiert kommen diese Assoziationen in fünf Kapiteln daher.