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Veröffentlicht am 28.11.2024

In seinem vierten Fall ermittelt Steffen Baumann vor den Toren von Hamburg

Die Wahrheit liegt in Tötensen
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In diesem Thriller schickt der Autor Robin D. Jensen den Hamburger Journalisten Steffen Baumann in seinen vierten Fall, der mich erneut gut und spannend unterhalten konnte.

Man kann dieses Buch grundsätzlich ...

In diesem Thriller schickt der Autor Robin D. Jensen den Hamburger Journalisten Steffen Baumann in seinen vierten Fall, der mich erneut gut und spannend unterhalten konnte.

Man kann dieses Buch grundsätzlich auch ohne Vorkenntnisse aus den ersten drei Bänden lesen und verstehen. Alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen und nachvollziehen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Gerade noch hat Steffen Baumann mit seinem Freund Jens Jacobsen zusammengesessen, da muss er mitansehen, wie auf den Kommissar der Hamburger Kriminalpolizei geschossen wird. Während Jens im Krankenhaus um sein Leben kämpft und seine Kollegen den Täter über die alten Fälle des Ermittlers finden wollen, versucht Steffen den seltsamen Worten, die Jens ihm zugeflüstert hat, bevor er das Bewusstsein verloren hat, auf den Grund zu gehen. Steckt hinter den Worten „Rosengarten …. töten“ ein Hinweis auf den kleinen Ort Tötensen in der Gemeinde Rosengarten, in dem Jens Vater und seine ehemalige große Liebe leben ? Steffen macht sich auf den Weg in den Ort und stößt bei seinen Nachforschungen in ein Wespennest.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute und äußerst temporeiche Geschichte voran, legt geschickt einige falsche Fährten und bestückt das Ganze mit einer ganzen Riege gut gezeichneter und vielschichtig angelegter Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Am Ende gibt es einen klassischen Showdown mit einer schlüssigen Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt. An der einen oder anderen Stelle trägt der Autor vielleicht doch etwas dick auf, dennoch wirkt die Geschichte nicht überfrachtet und in Sachen Spannung funktioniert das Ganze auch wunderbar. Daher ist es mir auch leichtgefallen, über diese Punkte gnädig hinwegzusehen und mich einfach auf das turbulente Geschehen einzulassen.

Wer Gefallen an spannenden Thrillern mit sympathischen und gut aufeinander abgestimmten Figuren findet, wird hier sehr gut bedient und unterhalten. Nach den einschneidenden Veränderungen im Leben von Steffen Baumann, die sich hier einstellen, bin ich auf die weiteren Bände der Reihe nun schon sehr gespannt.

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Veröffentlicht am 26.11.2024

Auch der zweite Band der Unvermächtnis-Trilogie bietet eine überzeugende Mischung aus Horror und Fantasy

Das Unvermächtnis
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Auch mit dem zweiten Band der als Trilogie angelegten Reihe „Das Unvermächtnis“ legt die Autorin Isabell Gubenko wieder einen ungemein packenden und eher düsteren Fantasyroman mit einer ordentlichen Portion ...

Auch mit dem zweiten Band der als Trilogie angelegten Reihe „Das Unvermächtnis“ legt die Autorin Isabell Gubenko wieder einen ungemein packenden und eher düsteren Fantasyroman mit einer ordentlichen Portion Horror vor, der mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Man braucht hier zwar grundsätzlich keine Vorkenntnisse aus dem ersten Band, um die Geschichte lesen und nachvollziehen zu können. Alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die doch recht komplexe Geschichte in Gänze genießen zu können, empfiehlt es sich aber auf jeden Fall, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Ein kurzer Rückblick zu Beginn des Buches erleichtert zudem nicht nur Neueinsteigern den Einstieg in den Serienkosmos, auch die Leser des ersten Bandes werden hier kurz und knapp wieder auf Stand gebracht und können so direkt in das wilde Geschehen eintauchen.

Während der ehemalige Dämonenjäger Cartan in Begleitung der Empathikerin Relia versucht, ins benachbarte Königreich Sulon zu fliehen, weil er bei der Kirche in Ungnade gefallen ist und erbarmungslos gejagt wird, wartet auf den Attentäter Eros in Noaka bereits der nächste gefährliche Auftrag. Zudem will er noch seine ganz persönliche Rache befriedigen und hat der Eismagierin Ava versprochen, sie anschließend nach Sulon zu begleiten. Doch die ehemaligen Gefährten ahnen noch nicht einmal, welch unfassbares Grauen sie an ihrem Zielort erwartet.

Nachdem die Autorin ihr mehr als gelungenes Setting, das deutlich an das Mittelalter angelehnt ist, im ersten Band erfolgreich eingeführt hat, kann sie sich nun noch stärker den Figuren und der Geschichte widmen. Mit einem packenden Schreibstil und bildhaften Beschreibungen, die das Kopfkino beim Lesen permanent auf Hochtouren laufen lassen, treibt sie die gut aufgebaute Geschichte voran und steuert sie zielsicher auf einen fulminanten Showdown zu, nach dem nichts mehr so ist, wie es einmal war. Getragen wird das Ganze von einer ganzen Riege gut gezeichneter und vielschichtig angelegter Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, die immer wieder für Überraschungen gut sind.

Besonders hervorheben muss man auch diesmal wieder die absolut gelungenen und perfekt auf den Inhalt abgestimmten Innenillustrationen zu Beginn eines jeden Kapitels. Diese stammen aus der Feder von Wasilij Gubenko, dem Ehemann der Autorin, der auch an der Erschaffung des Settings mitgewirkt hat.

Wer auf düstere Fantasygeschichten steht, wird hier bestens bedient und unterhalten. Meine Neugierde auf den Abschlussband der Trilogie ist jedenfalls noch einmal deutlich gestiegen.

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Veröffentlicht am 26.11.2024

Düsterer Auftakt einer neuen Fantasy-Reihe mit gut gezeichneten Figuren in einem gelungenen Mittelalter-Setting

Das Unvermächtnis
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Bei ihrem Debüt legt die Autorin Isabell Gubenko gleich einen ungemein packenden und eher düsteren Fantasyroman mit einer ordentlichen Portion Horror vor, der zugleich den Start einer Reihe bildet.

Der ...

Bei ihrem Debüt legt die Autorin Isabell Gubenko gleich einen ungemein packenden und eher düsteren Fantasyroman mit einer ordentlichen Portion Horror vor, der zugleich den Start einer Reihe bildet.

Der Attentäter Eros und der Priester Castus sind beide im Auftrag der Kirche unterwegs. Während sich Eros eher um die weltlichen Gegner kümmert, bekommt es Castus mit den Dämonen zu tun. Ihr erster gemeinsamer Auftrag führt sie in ein Dorf, das nahe der Grenze zwischen den beiden Königreichen Noaka und Sulon liegt und dessen Bewohner nachts von einem Dämon angegriffen werden. Dort treffen sie auf die Magierin Ava, die keine Erinnerung an ihre Vergangenheit hat. Obwohl sich die drei ungleichen Gefährten gegenseitig nicht wirklich über den Weg trauen, nehmen sie den Kampf gegen die Bedrohung auf.

Mit einem packenden Schreibstil entwirft die Autorin hier ein mehr als gelungenes Setting, das deutlich an das Mittelalter angelehnt ist und ausreichend Potential besitzt, die Geschichte auch noch über weitere Bände zu tragen. Bestückt ist diese Welt mit einer ganzen Riege gut gezeichneter und vielschichtig angelegter Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, die immer wieder für Überraschungen gut sind. Die Geschichte ist zwar grundsätzlich in sich abgeschlossen, es verbleiben aber schlußendlich noch einige lose Enden, die dann in den weiteren Bänden weitergesponnen werden.

Besonders hervorheben muss man hier auch die absolut gelungenen und perfekt auf den Inhalt abgestimmten Innenillustrationen zu Beginn einen jeden Kapitels. Diese stammen aus der Feder von Wasilij Gubenko, dem Ehemann der Autorin, der auch an der Erschaffung des Settings mitgewirkt hat.

Wer auf düstere Fantasygeschichten steht, wird hier bestens bedient und unterhalten. Meine Neugierde auf die weiteren Bände ist jedenfalls geweckt.

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Veröffentlicht am 25.11.2024

Packender Küsten-Krimi mit gut aufeinander abgestimmten Ermittlern

FriesLandFang (Nordseekrimi)
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In ihrem fünften Küstenkrimi schickt die Autorin Nele Bruun ihre gut aufeinander abgestimmten Ermittler Carsten Wolf und Fabiu Covaci vom LKA Kiel in ihren zweiten Fall, der sie diesmal auf die Nordseeinsel ...

In ihrem fünften Küstenkrimi schickt die Autorin Nele Bruun ihre gut aufeinander abgestimmten Ermittler Carsten Wolf und Fabiu Covaci vom LKA Kiel in ihren zweiten Fall, der sie diesmal auf die Nordseeinsel Baltrum verschlägt.

Man kann dieses Buch grundsätzlich auch ohne Vorkenntnisse aus dem ersten Band lesen und verstehen. Alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen und nachvollziehen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Als im Hafen des Nordseeheilbads Carolinensiel die verstümmelte Leiche eines Mannes im Schleppnetz eines Krabbenfischers gefunden wird, übernehmen Carsten Wolf und sein Team die Ermittlungen, um das eigentlich zuständige LKA Bremerhaven zu entlasten. Schnell wird das Opfer als Bewohner der Insel Baltrum identifiziert und so machen sich Carsten und Fabiu auf den Weg, um die Ermittlungen vor Ort zu leiten. Dort stoßen sie im Umfeld des Toten auf reichlich Motive für einen Mord und bekommen es mit einem dichten Beziehungsgeflecht zu tun, in dem einige Abgründe lauern.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und bestückt sie mit einer ganzen Riege gut gezeichneter und vielschichtig angelegter Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Besonders das gelungene Zusammenspiel der beiden unterschiedlichen Hauptermittler ist sehr gelungen, aber auch der Rest des Teams bekommt Zeit und Raum, sein Potential zumindest anzudeuten. Nachdem die Figuren im ersten Band erfolgreich eingeführt wurden, bekommen sie diesmal wesentlich mehr Platz zur Entfaltung, den sie auch überzeugend nutzen. Und an der schlüssigen Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt, und dem zugehörigen dramatischen Showdown gibt es auch nichts zu meckern, so dass mich die Autorin hier erstmals auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Wer auf spannende Kriminalromane mit reichlich Lokalkolorit aus dem hohen Norden steht, wird hier sehr gut bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 21.11.2024

Intensiver und atmosphärisch dichter Thriller, der vor allem im letzten Drittel seine volle Wirkung entfacht

Der Buchhändler
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Mit diesem Buch gelingt der Autorin Petra Johann ein intensiver und atmosphärisch dichter Thriller, der sich dieses Prädikat allerdings erst im letzten Drittel so richtig verdient. Doch auch so konnte ...

Mit diesem Buch gelingt der Autorin Petra Johann ein intensiver und atmosphärisch dichter Thriller, der sich dieses Prädikat allerdings erst im letzten Drittel so richtig verdient. Doch auch so konnte mich das Buch auf ganzer Linie überzeugen und begeistern.

Als Erik Lange den Buchladen im bayrischen Ort Neukirchen übernimmt, ist dieser Schritt auch mit einem persönlichen Neuanfang verbunden. Über den Sport findet er im Ort schnell Anschluss. Doch als die neunjährige Tochter des Ehepaares Brunner spurlos verschwindet, muss Erik befürchten, dass sein neues Leben schnell in sich zusammenfällt, wenn ausgerechnet jetzt seine Vergangenheit bekannt wird. Die Ermittlerinnen Judith Plattner und Pia Meyer konzentrieren sich bei der Suche nach Theresa zunächst auf das direkte Umfeld der Familie Brunner und nehmen Freunde und Nachbarn unter die Lupe. Und es verdichten sich schnell die Hinweise, dass die Ursache für das Verschwinden des Mädchens tatsächlich in diesem Kreis zu finden ist.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute und ziemlich komplex angelegte Geschichte voran. Dabei erzählt sie das Ganze aus den wechselnden Perspektiven der beiden Ermittlerinnen und Erik, der in seinen Kapiteln auch als Ich-Erzähler fungiert und uns so hautnah an seinen Ängsten und Nöten teilhaben lässt, deren Ursache aber erst spät enthüllt wird. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Kommt die Geschichte zunächst über weite Strecke eher als Kriminalroman daher, entwickelt sie sich zum Ende hin doch noch zum echten Thriller. Besonders der Showdown, bei dem die Autorin mit schnellen Perspektiv- und Ortswechseln zwischen den beiden Ermittlerinnen hin und her wechselt, entwickelt eine unheimliche Sogwirkung, die einem beim Lesen kaum Zeit zum Luftholen lässt. Am Ende wird der Fall zwar überzeugend aufgelöst, so dass keine wesentlichen Fragen offenbleiben, welche Konsequenzen sich daraus für die Protagonisten ergeben, überlässt die Autorin dann aber der Fantasie der Leser, so dass das Buch noch ein ganzes Stück über sein Ende hinweg nachwirkt. Und das ist angesichts des sensiblen Themas, dass hier behandelt wird, auch durchaus angemessen.

Wer auf spannende und atmosphärisch dichte Thriller mit starken Figuren steht, wird hier sehr gut bedient und unterhalten.

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