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Veröffentlicht am 31.03.2026

Abgedrehte und ziemlich blutige Horror-Satire

Hör auf zu bluten
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Mit diesem Buch legt der Autor Matthias Krause eine ziemlich abgedrehte Horror-Satire mit expliziten Gewalt- und Sexszenen vor. Für Zartbesaitete ist dieses Buch daher eher weniger geeignet.

Als der ...

Mit diesem Buch legt der Autor Matthias Krause eine ziemlich abgedrehte Horror-Satire mit expliziten Gewalt- und Sexszenen vor. Für Zartbesaitete ist dieses Buch daher eher weniger geeignet.

Als der Filialleiter Jakob Schubert auf dem Parkplatz des Supermarktes, den er leitet, brutal zusammengeschlagen wird, stellt er zu seiner Verwunderung fest, dass ihm die Prügel eine seltsame Befriedigung verschaffen. Ab sofort beginnt er sein gesamtes Umfeld zu provozieren und zu schikanieren, um sich so den nächsten Kick zu verschaffen. Und er wird in seinen Methoden immer extremer und rücksichtsloser. Doch dann legt er sich mit dem mysteriösen Headbutt an. Jakob ahnt nicht, dass es eine Verbindung zu dem brutalen Sadisten gibt, die tief in seiner Vergangenheit verwurzelt ist, und es beginnt ein gnadenloses Duell, in dem auch Jakobs Familie an die Grenzen des Ertragbaren getrieben wird.

Mit einem lockeren Schreibstil, viel Einfallsreichtum und einer feinen Prise schwarzem Humor, der auch schon mal ziemlich derbe ausfallen kann, entwirft der Autor eine bunte Welt voller unerwarteter Wendungen, gelungener Anspielungen und abgedrehter Momente, durch die er seine gut gezeichneten und durchaus vielschichtig angelegten Protagonisten stolpern lässt. Auch wenn es zwischendurch schon ziemlich wild zugeht und es dadurch ab und an etwas unübersichtlich wird, fügt sich schlussendlich alles wunderbar zusammen und es ergibt sich ein schlüssiges Gesamtbild, bei dem keine wesentlichen Fragen offenbleiben.

Wer Spaß an abgedrehten Horrorromanen findet und auch keine Probleme mit derbem Humor und Beschreibungen, die sich hart an der Ekelgrenze entlanghangeln, hat, wird hier insgesamt gut bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Packender und vielschichtiger Thriller aus Südfrankreich

Pipeline
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Mit diesem Buch legt der Autor Lucas Fassnacht einen spannenden Thriller vor, der vor allem in Südfrankreich angesiedelt ist und mich gut und spannend unterhalten konnte.

Als bei einer Reihe von südfranzösischen ...

Mit diesem Buch legt der Autor Lucas Fassnacht einen spannenden Thriller vor, der vor allem in Südfrankreich angesiedelt ist und mich gut und spannend unterhalten konnte.

Als bei einer Reihe von südfranzösischen Atomkraftwerken ein Versagen der Kühlung droht, weil die Rhone infolge des Klimawandels von Jahr zu Jahr weniger Wasser führt, beschließt die Politik den Bau einer Pipeline, die das benötigte Kühlwasser vom Meer zu den Kraftwerken transportieren soll. Den Zuschlag für dieses Millionenprojekt erhält die mittelständische Firma Vogt aus Deutschland. Doch es formiert sich schnell Widerstand gegen das Projekt. Bauernverbände, Umweltorganisationen und die lokale Politik lehnen den Bau der Pipeline aus unterschiedlichen Gründen ab und behindern die Arbeiten, wo sie können. Als eine Pumpstation durch einen Anschlag zerstört wird, erhält die Kommunikationsexpertin Cecilia Thoma den Auftrag, die Projektleitung zu unterstützen, und steht dabei direkt unter großem Druck. Und kann es sein, dass der Widerstand nicht nur von außen kommt, sondern es auch interne Bestrebungen gibt, das Projekt zu sabotieren ? Als Cecilia dieser Frage auf den Grund gehen will, gerät sie schnell zwischen alle Fronten und weiß bald nicht mehr, wem sie überhaupt noch trauen kann.

Mit einem packenden Schreibstil, einem hohen Erzähltempo und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute und atmosphärisch dichte Geschichte voran und steuert sie konsequent auf einen krachenden Showdown zu. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, die größtenteils doch ziemlich undurchsichtig daherkommen und so immer wieder für Überraschungen gut sind. Zudem schickt der Autor hier insgesamt ein stattliches Personenaufgebot ins Rennen, bei dem man schon sehr aufmerksam lesen muss, um nicht den Überblick zu verlieren. Nach und nach setzt sich aus den einzelnen Puzzlestücken das erschreckende Gesamtbild zusammen und es ergibt sich am Ende eine schlüssige Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt.

Wer auf spannende und vielschichtige Thriller zu aktuellen Themen steht, wird hier sehr gut bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Packender und vielschichtiger Kriminalroman aus Schweden

Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
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Mit diesem Buch legt der Autor Stefan Ahnhem einen packenden und vielschichtigen Kriminalroman vor und schickt dabei Fabian Risk von der Kriminalpolizei in Helsingborg in seinen siebten Fall.

Man kann ...

Mit diesem Buch legt der Autor Stefan Ahnhem einen packenden und vielschichtigen Kriminalroman vor und schickt dabei Fabian Risk von der Kriminalpolizei in Helsingborg in seinen siebten Fall.

Man kann dieses Buch grundsätzlich auch ohne Vorkenntnisse aus den ersten sechs Bänden der Reihe lesen und verstehen. Alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen und nachvollziehen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Fabian Risk gönnt sich mit seiner Tochter Matilda eine kleine Auszeit an Bord eines Segelbootes, als die Küste Schwedens plötzlich in völliger Dunkelheit versinkt. Zurück in Helsingborg werden Fabian und seine Kollegen mit einigen Fällen konfrontiert, die sich rund um den Blackout ereignet haben. Als die Ermittler erkennen, dass es zwischen dem Einbruch in eine Bank, dem vermeintlichen Schlaganfall einer Frau und dem Verschwinden eines Kindes einen Zusammenhang gibt, geraten sie ins Visier eines einflussreichen und skrupellosen Netzwerks, dass einen perfiden Plan verfolgt und vor nichts zurückschreckt, um diesen zum Erfolg zu führen.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine komplexe und gut aufgebaute Geschichte voran. Ständige Perspektivwechsel zwischen den Hauptprotagonisten sorgen für ein hohes Erzähltempo, bei dem man aber doch sehr aufmerksam lesen muss, damit einem kein wichtiges Detail entgeht. Und obwohl der Autor eine ganze Reihe an aktuellen Themen in die Geschichte einbaut, wirkt diese zu keinem Zeitpunkt überfrachtet. Nach und nach fügt sich alles zusammen und präsentiert am Ende ein überzeugendes Gesamtbild, das keine wesentlichen Fragen offenlässt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Dass die Hintermänner des Komplotts doch recht früh bekannt sind, nimmt der Geschichte nichts von seiner Spannung, ganz im Gegenteil. Konsequent führt der Autor das Geschehen zu einem fulminanten Showdown, der Fabian Risk und seinen Kollegen einiges abverlangt.

Etwas verwirrend ist hier allerdings der Titel der deutschen Ausgabe gewählt, der keinerlei Bezug zum Inhalt aufweist. Dieser Umstand konnte meinen Lesegenuss allerdings in keinster Weise trüben.

Wer auf komplexe Kriminalromane zu aktuellen Themen steht, wird hier bestens bedient und spannend unterhalten.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Abwechslungsreiche Sammlung von kriminellen Kurzgeschichten

Krinifiminifis
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In dieser Anthologie versammelt die Autorin Karin Jäger 24 kriminelle Kurzgeschichten und konnte mich dabei gut und spannend unterhalten.

Eine der Geschichte kommt dabei komplett in Gedichtform daher, ...

In dieser Anthologie versammelt die Autorin Karin Jäger 24 kriminelle Kurzgeschichten und konnte mich dabei gut und spannend unterhalten.

Eine der Geschichte kommt dabei komplett in Gedichtform daher, zudem finden sich am Ende vieler Geschichten kleine Gedichte, die in wenigen Zeilen den Kern der jeweiligen Story noch einmal auf den Punkt bringen.

Wie immer kann in einer solchen Sammlung nicht jeder Beitrag den persönlichen Lesegeschmack zu 100 Prozent treffen, insgesamt bieten die abwechslungsreichen Geschichten aber doch gute Krimiunterhaltung. Zudem eignen sich die Geschichten aufgrund ihrer Länge perfekt für den kleine Krimispaß für zwischendurch.

Meine Favoriten hier waren die Beiträge „Arrangiert“ „Alles für die Katz“, „Wut“ und „Gute Nachbarschaft“, aber auch die anderen Geschichten hatten ihren ganz eigenen Reiz und bieten einen hohen Unterhaltungswert, echte Ausreißer nach unten gab es für mich eigentlich nicht. Und als Liebhaber von bösen Schlusspointen bin ich zudem in einigen der Beiträge bestens bedient worden.

Hier sollte jeder Fan von spannenden Kurzkrimis den einen oder anderen Beitrag ganz nach seinem Geschmack finden.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Grandioser und facettenreicher Polit-Thriller mit einem brisanten Thema

Die Praktikantin
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Mit diesem Buch gelingt dem Autor Horst Eckert erneut ein spannender und äußerst facettenreiche Polit-Thriller zu einem brisanten Thema, der diesmal allerdings nicht im Umfeld der Düsseldorfer Kriminalpolizei ...

Mit diesem Buch gelingt dem Autor Horst Eckert erneut ein spannender und äußerst facettenreiche Polit-Thriller zu einem brisanten Thema, der diesmal allerdings nicht im Umfeld der Düsseldorfer Kriminalpolizei angesiedelt ist, sondern in die Redaktionsräume einer großen Zeitung führt.

Carla Bergmann tritt ihr Praktikum in der Lokalredaktion der Düsseldorfer Morgenpost voller Ehrgeiz und Idealismus an und ist so zunächst ein wenig ernüchtert, als sie erst einmal nur den aktuellen Polizeibericht sichten soll. Dabei stößt sie allerdings auf die Meldung zu einem mysteriösen Einbruch in ein Bürogebäude, in dem regimekritische Exilrussen untergekommen sind, und wundert sich über die seltsamen Reaktionen auf ihre Nachfragen. Steckt etwa der russische Geheimdienst hinter der Aktion und soll dies von den deutschen Behörden vertuscht werden ? Als sich ein geheimnisvoller Informant bei ihr meldet und dann vor ihren Augen ermordet wird, erhält Carla Unterstützung von Jan Koller, Hauptstadtkorrespondent der Morgenpost und einmaliger gefeierter Investigativjournalist. Bei ihren Recherchen, die nach Kiew führen, stoßen die beiden in ein Wespennest voller politischer Verstrickungen.

Mit einem packenden Schreibstil und einem hohen Erzähltempo, dass einem beim Lesen kaum Zeit zum Luftholen lässt, treibt der Autor das atmosphärisch dichte Geschehen voran und treibt es gekonnt immer weiter auf die Spitze, ohne dabei den Bogen zu sehr zu überspannen und den Boden der Realität zu verlassen. Obwohl er dabei eine Vielzahl von weiteren Themen in das Geschehen einfließen lässt, besteht zu keinem Zeitpunkt die Gefahr einer möglichen Überfrachtung der Geschichte. Am Ende führt er alle Erzählstränge gekonnt zusammen und präsentiert eine überzeugende Auflösung, bei der keine wesentlichen Fragen offenbleiben. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Mit Carla Bergmann schafft er dabei eine Figur, die mit ihrer Hintergrundgeschichte, die hier aber zunächst nur angerissen wird, durchaus eine Menge Potential für weitere Auftritte aufweist.

Wer bereits Bücher aus der Feder von Horst Eckert kennt, wird hier zudem mit dem einen oder anderen gelungenen Gastauftritt belohnt. So tauchen z.B. Melia Adan und Vincent Veih vom Düsseldorfer KK11 auf und auch die Fernsehjournalistin Sarah Wolf war bereits als Hauptfigur in „Der Preis des Todes“ dabei. Vorwissen aus den früheren Büchern von Horst Eckert benötigt man hier aber nicht, es handelt es eher um kleine Easter Eggs für seine Stammleser. Zudem passen diese Figuren gut in die Geschichte und so wirken die Auftritte auch keineswegs aufgesetzt oder gewollt.

Wer auf packende und atmosphärisch dichte Polit-Thriller steht, wird hier bestens bedient und spannend unterhalten.

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