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Veröffentlicht am 14.01.2021

Packender historischer Roman, der die letzten fünf Jahren im Leben von Richard Löwenherz schildert

Der englische Löwe
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In diesem packenden historischen Roman erzählt der Autor Mac P. Lorne die Geschichte der letzten 5 Jahre im Leben von Richard Löwenherz und bietet dabei eine perfekte Ergänzung zur 5-teiligen Saga um Robin ...

In diesem packenden historischen Roman erzählt der Autor Mac P. Lorne die Geschichte der letzten 5 Jahre im Leben von Richard Löwenherz und bietet dabei eine perfekte Ergänzung zur 5-teiligen Saga um Robin Hood, in der der berühmteste Herrscher des Mittelalters ja auch bereits eine tragende Rolle gespielt hat. Der Zeitraum von 1194 bis 1199 wird im zweiten Band der Saga aber nur oberflächlich behandelt und erhält hier nun seine verdiente Beachtung und Würdigung.

Man braucht hier aber keine Vorkenntnisse aus der Saga um Robin Hood, um das Buch lesen und verstehen zu können. Alle hierfür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. So kann man das Buch sowohl als Teil 2b der Saga als auch als Einzelroman lesen. Beste Unterhaltung ist in beiden Fällen garantiert.

Als Richard Löwenherz im Jahr 1194 nach England zurückkehrt, ist er entsetzt, was in der Zeit des Kreuzzuges und seiner anschließenden Gefangenschaft aus seinem Reich geworden ist. Unter der Herrschaft seines Bruders John sind in der Normandie und Aquitanien zahlreiche Gebiete an den französische König Philipp II. gefallen. Und so bricht Richard mit einem kleinen Heer auf, um sich zurückzuholen, was nach seinem Selbstverständnis ihm gehört. Das dies 5 Jahre in Anspruch nehmen wird und er nie wieder englischen Boden betreten wird, kann er zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen.

Mac P. Lorne legt hier wieder eine atmosphärisch dichte und ausgesprochen gut recherchierte Geschichte vor, die er mit einem packenden Schreibstil und einem hohen Erzähltempo vorantreibt. Mit einer ausgefeilten Mischung aus fiktiven und historisch verbürgten Protagonisten, die durchgehend sehr vielschichtig angelegt sind, hält er sich dabei zwar eng an die tatsächlichen Begebenheiten der damaligen Zeit, nutzt die durchaus vorhandenen Lücken aber auch geschickt aus, füllt sie mit zahlreichen Spannungmomenten und lässt dabei seiner schriftstellerischen Freiheit ziemlich freien Lauf, ohne dabei das Gesamtbild zu verfälschen.

Ein Personenregister, der Stammbaum der Familie Plantagenet, eine Karte sowie eine Zeittafel und ein Glossar am Ende des Buches runden das Ganze noch überzeugend ab und sind auch äußerst hilfreich, um sich im ab und an doch etwas unübersichtlichen Geschehen zurechtzufinden.

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Veröffentlicht am 12.01.2021

Facettenreicher Psycho-Thriller, der seine packende Geschichte mit einer ordentlichen Portion Gesellschaftskritik verknüpft

Wachzustand
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Bei seinem Debüt legt der Autor Stephan Reschke gleich einen packenden Psycho-Thriller vor, der seine spannende Geschichte mit einer ordentlichen Portion an Gesellschaftskritik verknüpft und daher zum ...

Bei seinem Debüt legt der Autor Stephan Reschke gleich einen packenden Psycho-Thriller vor, der seine spannende Geschichte mit einer ordentlichen Portion an Gesellschaftskritik verknüpft und daher zum Nachdenken anregt und noch länger nachhallt.

Bei einer Psychologin aus Hamburg taucht ein zunächst psychotisch anmutender Mann auf und äußert einen seltsamen Wunsch: Sie soll ihm die Wirklichkeit beweisen, da er befürchtet, in einem neuartigen Hypnoseverfahrens zur Erzeugung heilsamer Erlebnisse gefangen zu sein. Unterdessen untersucht die rumäniendeutsche Kommissarin Renate Popescu in Heidelberg den brutalen Mord an einem Personal Coach und erkennt schnell, das sie es hier mit einer Mordserie zu tun hat, die schließlich sogar den Verfassungsschutz auf den Plan ruft. Doch warum taucht in den Albträumen der Kommissarin neben den üblichen Bildern aus ihrer sozialistischen Jugend auf einmal auch das Phantombild des Killers auf ?

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute und ziemlich komplexe Geschichte voran, Dabei treibt er ein ordentliches Verwirrspiel, bei dem man schon sehr aufmerksam lesen muss, um den Überblick über die unterschiedlichen Handlungsstränge nicht zu verlieren. Erst zum Ende hin zeigt sich das erschreckende Gesamtbild mit seiner überzeugenden Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Die immer wieder eingestreute Gesellschaftskritik, die sich vor allem mit dem seit einiger Zeit grassierenden Optimierungswahn auseinandersetzt, aber auch andere Bereiche des politischen bzw. täglichen Lebens umfasst, bildet dabei einen gelungenen Kontrast zu den Spannungsmomenten.

Wer auf anspruchsvolle Psycho-Thriller mit gesellschaftspolitischer Note steht, wird hier bestens bedient und unterhalten. Man muss sich dabei aber voll und ganz auf die Geschichte einlassen, zum Nebenbei- oder Zwischendurchlesen ist sie nicht unbedingt geeignet.

Mich konnte dieses Buch auf jeden Fall auf ganzer Linie überzeugen und noch weit über sein Ende hinaus beschäftigen.

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Veröffentlicht am 12.01.2021

Auch bei ihrem sechsten Job muss Karen Muldoon wieder einen perfiden Anschlag verhindern

Schabernack
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Mit diesem Buch legt der Autor Erich H. Franke den sechsten Band seiner inzwischen bereits auf 9 Bände angewachsenen Thriller-Reihe um Karen C. Mulladon, der Agentin einer Behörde des US-amerikanischen ...

Mit diesem Buch legt der Autor Erich H. Franke den sechsten Band seiner inzwischen bereits auf 9 Bände angewachsenen Thriller-Reihe um Karen C. Mulladon, der Agentin einer Behörde des US-amerikanischen Geheimdienstes, vor.

Man kann diesen Band aber grundsätzlich auch ohne Vorkenntnisse aus den ersten Bänden lesen und verstehen, da alle erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte gut in die laufende Handlung eingebunden werden, ohne dabei den Lesefluss zu stören.

Als in den Wäldern zwischen Tschechien und Deutschland Menschen aufgegriffen werden, die behaupten, von Insekten angegriffen worden zu sein, sind die deutschen Behörden besorgt, da sie einen Zusammenhang mit einer längst verfallenen Forschungseinrichtung der ehemaligen Wehrmacht befürchten. So wird Martin Weilmann auf den mysteriösen Fall angesetzt. Derweil untersucht Karen den Diebstahl einer streng geheimen Technologie zur psychischen Beeinflussung von Menschen. Als die Spuren des Diebes nach Deutschland führen ergibt sich schnell ein Zusammenhang zu den Ermittlungen von Martin.

Obwohl dieser Thriller mit seinen knapp 200 Seiten einen für das Genre doch eher ungewöhnlich geringen Umfang hat, gelingt es dem Autoren dennoch, eine komplexe und atmosphärisch dichte Geschichte mit einer schlüssigen Auflösung zu erzählen. Mit einem packenden Schreibstil und einem hohen Erzähltempo treibt er das Geschehen voran und lässt es schlussendlich in einem furiosen Showdowns münden, der in Sachen Spannung keine Wünsche offen lässt. Bei der Figurenzeichnung hätte ich mir an der einen oder anderen Stelle vielleicht etwas mehr Tiefe gewünscht, um die Handlungsweisen der Akteure besser nachvollziehen zu können, am Ende überwiegen dann aber doch die positiven Leseeindrücke bei weitem.

Wer auf spannende Agenten-Thriller mit Verschwörungen und überraschenden Wendungen steht, wird hier gut bedient und bestens unterhalten.

Nach inzwischen fünf gelesenen Bänden der Reihe ist meine Neugierde auf die weiteren Bände auf jeden Fall noch einmal verstärkt worden.

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Veröffentlicht am 12.01.2021

Gelungener Auftakt einer neuen Reihe mit einer Mischung aus Science-Fiction und Dystopie

Lumera Expedition
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Mit diesem Buch legt die Autorin Jona Sheffield den ersten Band ihrer Reihe "Lumera Expedition" vor, die eine gelungene Mischung aus Science-Fiction und Dystopie liefert und die Messlatte für die nachfolgenden ...

Mit diesem Buch legt die Autorin Jona Sheffield den ersten Band ihrer Reihe "Lumera Expedition" vor, die eine gelungene Mischung aus Science-Fiction und Dystopie liefert und die Messlatte für die nachfolgenden Bücher gleich mächtig hoch legt.

Im Jahr 2042 ist der Klimawandel deutlich schneller vorrangeschritten wie vorher vermutet. Die Lage auf der Erde, die nur noch die Jahreszeit Sommer kennt, wird immer bedrohlicher, die Versuche der Menschen, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen, immer verzweifelter. In dieser Situation entwickelt die Regierung der USA einen perfiden Plan, um die Versorgungsengpässe der Bevölkerung in den Griff zu bekommen. Zugleich starten Raumschiffe, um im Weltall neue Lebensräume zu erschließen. Im Jahr 2384 erreicht das erste Schiff, die Platon, den Planeten Lumera, der scheinbar geeignete Lebensumstände für die Menschheit bietet.

Die Autorin erzählt ihre gut aufgebaute Geschichte auf zwei Zeitebenen und aus der Perspektive von 3 Hauptfiguren. Peter Jennings hat sich nach einer unheilbaren Krebserkrankung einfrieren lassen und erwacht über 300 Jahre später an Bord der Platon, wo er sich erst einmal mit den neuen Gegebenheiten zurechtfinden muss. Seine Tochter Julia gehört 2042 zu einer Widerstandsbewegung, die sich gegen die Pläne der Regierung auflehnt und dadurch ins Visier den FBI-Agenten John Stanhope gerät, der sie trotz eigener Zweifel an den Methoden der Regierung, gnadenlos verfolgt.

Mit einem packenden Schreibstil, einem hohen Erzähltempo und einigen überraschenden Wendungen treibt Jona Sheffield die komplexe und atmosphärisch dichte Geschichte voran und entwirft dabei ein mehr als gelungenes Setting, das auch noch reichlich Potential für die nachfolgenden Bände aufweist. Gleiches gilt für die gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten, mit denen man beim Lesen gerne mitfiebert.

Ein überzeugender Start, der nicht nur beste Unterhaltung bietet, sondern zugleich auch schon Lust auf die weiteren Bände macht.

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Veröffentlicht am 12.01.2021

Auch Band 2 der Trilogie bietet wieder viel Spannung und eine atmosphärisch dichte Geschichte voller Überraschungen

Lumera Expedition
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Auch im zweiten Band der als Trilogie angelegten Reihe "Lumera Expedition" bietet die Autorin Jona Sheffield wieder eine spannende und atmosphärisch dichte Geschichte voller Überraschungen, die mich erneut ...

Auch im zweiten Band der als Trilogie angelegten Reihe "Lumera Expedition" bietet die Autorin Jona Sheffield wieder eine spannende und atmosphärisch dichte Geschichte voller Überraschungen, die mich erneut auf ganzer Linie überzeugen konnte.

Man kann das Buch grundsätzlich auch ohne Vorkenntnisse aus dem ersten Band lesen und verstehen, alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Geschichte und der Figuren in Gänze genießen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigern Reihenfolge zu lesen.

Standen im ersten Band noch die Ausgangssituation auf der Erde und die Reise der ersten Weltraumarchen zum Planeten Lumera im Mittelpunkt des Geschehens, beginnen die Neuankömmlinge hier nun damit, auf dem Planeten Fuß zu fassen und ihn in ihren Besitz zu nehmen. Doch werden sie auf Lumera wirklich eine neue Heimat finden, wenn sie dabei die gleichen Fehler wiederholen, die der Menschheit schon auf der Erde zum Verhängnis geworden sind ?

Die aus der Kolonie der Menschen Außgestoßenen um Julia Jennings, ihrem Vater Peter und dem FBI-Ermittler John Stanhope sind derweil von den Kidj’Dan, einem telepathisch begabten Alienvolk, aufgenommen worden. Doch nun drohen sie zwischen die Fronten eines sich anbahnenden Krieges zu geraten.

Mit einem packenden Schreibstil und vielen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran, bis sich der immer mehr zuspitzende Konflikt schlußendlich in einen fulminaten Showdown entlädt. Die meisten der gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten sind schon aus Band 1 bekannt, die neuen Figuren fügen sich zudem nahtlos in das gut aufeinander abstimmte Ensemble ein.

Und auch wenn das dramatische Geschehen auf Lumera eindeutig im Mittelpunkt der Geschichte steht, beleuchtet ein Nebenstrang um Julias ehemalige Mitstreiterin Fay Oliver zusätzlich noch die weitere Entwicklung auf der Erde.

Wer auf spannende Science-Fiction steht, wird hier erneut bestens bedient und unterhalten. Auf das große Finale der Trilogie, das unter dem Titel "Return" angekündigt ist, bin ich schon sehr gespannt.

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