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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.08.2018

Spannender und stimmungsvoller historischer Kriminalroman aus dem Jahr 1895

Mord im Balkanexpress
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Mit diesem historischem Kriminalroman entführen uns die Autoren Matthias Wittekindt und Rainer Wittkamp in das Wien und später dann in das Belgrad des Jahres 1895 und erzählen vor diesem stimmungsvollen ...

Mit diesem historischem Kriminalroman entführen uns die Autoren Matthias Wittekindt und Rainer Wittkamp in das Wien und später dann in das Belgrad des Jahres 1895 und erzählen vor diesem stimmungsvollen Hintergrund eine spannende Geschichte rund um ein geplantes Attentat auf den österreichischen Kaiser Franz Joseph I. und seine Frau Elisabeth.
Kommt die äußere Aufmachung des Buches mit seiner goldenen Schrift auf dem Cover und einem liebevoll gestalteten Lesezeichen in Form einer Zugfahrkarte schon sehr gelungen und edel rüber, konnte mich dann auch der Inhalt des Buches überzeugen und gut unterhalten.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die österreichische Schauspielerin Christine Mayberger und ihr Geliebter, der deutsche Agent Albrecht Prinz von Schwarzburg-Rudolstadt, die auf die Spur der Verschwörung gegen den Kaiser kommen und alles daransetzen, das Attentat zu verhindern. Doch wem kann man in dieser undurchsichtigen Gemengelage noch vertrauen ?

Die beiden Autoren fangen die Stimmung des Jahres 1895 sehr gut ein und treiben ihre actiongeladene Geschichte mit einem packenden Schreibstil und einem hohen Erzähltempo voran. Die gut charakterisierten und vielschichtig angelegten Protagonisten transportieren diese Stimmung zudem auf gelungene Art und Weise. Abgerundet wird das Ganze noch durch einige Auftritte von historisch verbürgten Persönlichkeiten wie z.B. Arthur Schnitzler und Adele Sandrock.

Auch wenn an einigen Stellen meiner Meinung nach noch etwas an Potential verschenkt wird (z. B. im Strang um Albrechts Freund Hendrik von Liebenbach), fällt das Gesamturteil dennoch absolut positiv aus.

Veröffentlicht am 15.08.2018

Und wieder eine mehr als gelungene Kurzkrimisammlung vom Meister der überraschenden und bösen Schlusspointe

Haken dran!
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Der Autor Klaus Stickelbroeck, im wahren Leben Polizeibeamter in Düsseldorf, beweist schon in seinen Kriminalromanen, die er entweder solo oder im Verbund mit den anderen Krimi-Cops verfasst, das er die ...

Der Autor Klaus Stickelbroeck, im wahren Leben Polizeibeamter in Düsseldorf, beweist schon in seinen Kriminalromanen, die er entweder solo oder im Verbund mit den anderen Krimi-Cops verfasst, das er die Mischung zwischen Spannung und Humor perfekt beherrscht.

In den 24 Kurzkrimis, die in diesem Buch zusammengestellt sind, kommt diese Kunst nun sogar noch besser zum Tragen und der Autor erweist sich als wahrer Meister in Sachen überraschender und böser Schlusspointe.
Und so begegnen wir hier einer ganzer Riege an skurrilen Gestalten und einer großen Menge an (fast) perfekten Verbrechen und herrlich absurden Momenten.
Auch der Privatdetektiv Christian Hartmann aus den Solo-Romanen des Autoren hat hier in der einen oder anderen Geschichte seinen Auftritt.

Perfekt geeignet für den kurzen Krimispaß mit Ablachgarantie.

Veröffentlicht am 15.08.2018

14 spannende Kurzkrimis von der Insel Norderney - perfekte Urlaubslektüre für den Strandkorb

Im Schatten des Leuchtturms
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In 14 spannenden Kurzkrimis zeigt uns die Autorin Irene Scharenberg hier die dunklen Seiten der ansonsten doch eigentlich so schönen Insel Norderney.

Mit viel Einfallsreichtum, einem flotten Schreibstil ...

In 14 spannenden Kurzkrimis zeigt uns die Autorin Irene Scharenberg hier die dunklen Seiten der ansonsten doch eigentlich so schönen Insel Norderney.

Mit viel Einfallsreichtum, einem flotten Schreibstil und reichlich krimineller Energie präsentiert uns die Autorin ihre gut aufgebauten Geschichten, die sich neben zahlreichen überraschenden Wendungen zudem noch durch gelungene und bisweilen auch böse Schlußpointen auszeichnen.
In zwei der Geschichten darf dann auch der aus ihren Kriminalromanen bekannte Kommissar Pielkötter mit an Bord, der sonst eigentlich im Ruhrgebiet beheimatet ist, aber auch im Urlaub nicht vom Ermitteln lassen kann.

Wer spannende und kurzweilige Lektüre für den Strandkorb oder ähnliche Gelegenheiten sucht, wird mit diesem Buch bestens bedient und unterhalten.

Veröffentlicht am 10.08.2018

Äußerst unterhaltsamer Ratgeber zum Umgang mit den typischen Alltagsproblemen unserer Zeit

Die Kunst, einfache Lösungen zu finden
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Wer hat nicht schon einmal den Wunsch verspürt, für die mitunter komplexen Probleme unserer globalen Welt einfache und zugleich wirksame Lösungen zu finden ?

Der Autor Christian Ankowitsch versucht ...

Wer hat nicht schon einmal den Wunsch verspürt, für die mitunter komplexen Probleme unserer globalen Welt einfache und zugleich wirksame Lösungen zu finden ?

Der Autor Christian Ankowitsch versucht nun in seinem Buch, diesem Ziel zumindestens bei den großen und kleinen Alltagsproblemen unserer Zeit einen Schritt näher zu kommen.
In einem lockeren Plauderton führt er uns an das Thema heran und versucht mit anschaulichen Beispielen in erster Linie die Herangehensweise bei der Lösungsfindung zu ändern oder zumindestens positiv zu beeinflussen.

Wichtig ist dabei der Hinweis in der Einleitung des Buches, das es hier in erster Linie um die typischen Alltagsprobleme des täglichen Lebens geht und nicht etwa um tiefsitzendere Probleme, mit denen man in die Hände von Experten gehört, die dann auch professionelle Hilfestellung leisten können.

Ein roter Faden, der sich durch das gesamte Buch zieht, ist der Hinweis, doch einfach mal die altbekannten Denkstrukturen bzw. die festgefahrenden Standardreaktionen zu durchbrechen und statt dessen mal auf eher unkonventionelle Art und Weise auf Dinge bzw. äußere Einflüsse zu reagieren, die uns stören oder vielleicht sogar belasten.
Warum sollte z. B. ein Elternteil, wenn das Kind wieder einmal in einem Wutanfall tobend und schreiend durch die Wohnung zieht, statt der üblichen Strafpredigt, die sowieso schnell wieder vergessen ist und die Wut oft sogar nur noch steigert, nicht einfach eine Wasserpistole zücken und das Kind damit beschießen. Im günstigsten Fall bekommen dabei beide einen Lachanfall, der die Wut dann schnell vergessen lässt.

Ein Buch, das kein klassischer Ratgeber sein will, sondern eher auf unterhaltsame Art und Weise an das Thema herangeht und es dennoch schafft, zum Nachdenken anzuregen und dabei vielleicht auch das eine oder andere festgefahrende Denkmuster aufzureißen und nachhaltig zu ändern.

Veröffentlicht am 09.08.2018

Fesselnder Psychothriller um eine Mutter, die von den Sünden ihrer Vergangenheit eingeholt wird

Wähle den Tod
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In ihrem neuesten Buch liefert die Autorin Jutta Maria Herrmann einen fesselnden Psychothriller um das alte Thema Schuld und Sühne ab, der mich nicht nur bestens unterhalten, sondern sogar auf ganzer Linie ...

In ihrem neuesten Buch liefert die Autorin Jutta Maria Herrmann einen fesselnden Psychothriller um das alte Thema Schuld und Sühne ab, der mich nicht nur bestens unterhalten, sondern sogar auf ganzer Linie überzeugen konnte.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Jana Langenfeld, die vor vielen Jahren ihr altes Leben komplett hinter sich zurückgelassen hat und sich inzwischen mit ihrem Mann Hannes, einem aufstrebenden Politiker, und den gemeinsamen Kindern Kim und Max vor den Toren von Berlin ein neues Leben aufgebaut hat.
Mehrere mysteriöse Vorfälle und der brutale Mord am Hund der Familie lassen in ihr einen schrecklichen Verdacht aufkommen. Sind die Geister der Vergangenheit wieder erwacht und wird Jana nun doch noch von ihren früheren Sünden eingeholt ?

In kurzen Kapiteln mit ständigen Perspektivwechseln treibt die Autorin ihre Geschichte voran und ließ mir beim Lesen mit ihrem packenden Schreibstil, einem hohem Erzähltempo und den zahlreichen überraschenden Wendungen kaum Zeit zum Luftholen.
Der zweite Teil des Buches ist dann ein einziger großer Showdown, der die Spannung immer weiter auf die Spitze treibt und die Geschichte schließlich in einem furiosen Schlußakt mit insgesamt überzeugender Auflösung enden lässt.
Die Charaktere sind dabei durchgehend ziemlich vielschichtig angelegt. Insbesondere bei der Hauptfigur Jana schwingt immer ein gewisser Restzweifel mit, der besonders zum Tragen kommt, wenn mal wieder eine ihre zahlreichen Lebenslügen aufgedeckt wird.

Mein erstes Buch der Autorin wird mit Sicheheit nicht mein letztes bleiben.