Gefühlvoller Abschluss der Knightsbridge-Dilogie
Knightsbridge UnitedNach Offsided habe ich mich sehr auf den zweiten Teil der Dilogie gefreut, in dem die Nebenfiguren aus Band 1 – Boulevardjournalistin Rosie und Knightsbridge-Teamkapitän Trent – nun im Mittelpunkt stehen.
Durch ...
Nach Offsided habe ich mich sehr auf den zweiten Teil der Dilogie gefreut, in dem die Nebenfiguren aus Band 1 – Boulevardjournalistin Rosie und Knightsbridge-Teamkapitän Trent – nun im Mittelpunkt stehen.
Durch Zufall trifft Rosie auf einem Charity-Event eine ältere Dame namens Abigail, der sie von ihren beruflichen Schwierigkeiten erzählt. Wenige Tage später stellt sich heraus, dass es sich bei Abigail um Lady Richmond handelt, um die sich seit Jahrzehnten zahlreiche Gerüchte ranken: Sie ließ einst den damaligen Prince of Wales vor dem Altar stehen. Lady Richmond möchte Rosies Karriere unterstützen und lädt sie auf ihr Anwesen ein, um ihr ein Interview über ihre Charity-Organisation zu geben. Rosies Chefin erkennt sofort die Chance, im Zuge dessen auch die Geschichte rund um die aufgelöste Verlobung aufzuklären.
Trent hat sich nach seiner Verletzung während eines Fußballspiels zu seiner Großmutter Abigail aufs Land zurückgezogen. Aufgrund der Familiengeschichte und seiner eigenen negativen Erfahrungen mit der Presse ahnt er Schwierigkeiten, als Rosie anreist, und begegnet ihr entsprechend abweisend.
Doch das Engagement für Lady Richmonds Charity-Organisation und der Tod des Königs setzen eine Reihe von Ereignissen in Gang…
Wie bereits im ersten Band ist Marina Neumeiers Schreibstil angenehm und leicht zugänglich. Obwohl die Figuren aus Band 1 bekannt sind, lässt sich das Buch problemlos unabhängig lesen.
Der Perspektivwechsel zwischen den beiden Protagonisten sorgt dafür, dass beide facettenreich und nahbar dargestellt werden. Rosies Zerrissenheit zwischen ihrer Integrität und dem Pflichtbewusstsein gegenüber ihrem Beruf ist durchgängig spürbar. Auch Trents Misstrauen gegenüber der Presse sowie seine innere Distanz sind nachvollziehbar. Seine ausgeprägten Schuldgefühle gegenüber seinem Team infolge seiner Verletzung überzeugend hingegen nicht vollumfänglich.
Beide Hauptfiguren bringen persönliche Konflikte mit, die im Verlauf der Handlung schlüssig aufgearbeitet werden. Besonders gelungen ist die emotionale Entwicklung zwischen den beiden.
Fazit:
Sidelined bietet mit den Tropes „Enemies to Lovers“ und „Grumpy x Sunshine“ unterhaltsame und zugleich gefühlvolle Lesestunden und bildet einen stimmigen Abschluss der Dilogie.