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Veröffentlicht am 21.04.2025

Eine Geschichtenerzählerin gegen den Erlkönig

Gilded – Die Versuchung des Goldes (Gilded 1)
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Für Serilda ist es leicht, sich spontan eine spannende Geschichte einfallen zu lassen, dabei weiß sie oft selbst nicht, wie sie ausgehen werden. Sie gilt aber leider als verflucht und wird generell eher ...

Für Serilda ist es leicht, sich spontan eine spannende Geschichte einfallen zu lassen, dabei weiß sie oft selbst nicht, wie sie ausgehen werden. Sie gilt aber leider als verflucht und wird generell eher ausgegrenzt; nur ein paar Kinder lauschen ihren Geschichten. Eines nachts lügt sie den Erlkönig an und behauptet, sie könne Stroh zu Gold spinnen. Aber da hat sie sich mit dem Falschen angelegt und muss nun etwas Unmögliches schaffen, wenn sie nicht sterben will.

Serilda lebt ein wenig in ihrer eigenen Welt, immer umgeben von ihren Geschichten, sodass sie auch oft einfach lügt, damit die Wahrheit etwas unterhaltsamer wird. Das ist manchmal auch anstrengend, weil ich fand, dass sie ziemlich grundlos gelogen hat, was höchstens witzig war, die Situationen aber öfter unnötig komplizierter gemacht hat. Ihre Liebesgeschichte fand ich schon sehr nett, aber sie konnte mich auch nicht richtig packen, weil ich mit Serilda nicht richtig warm wurde. Ich hatte zwar Mitleid mit ihr, aber ich fand sie einfach anstrengend. Mal ist sie einigermaßen clever und weiß, dass sie lügen muss, aber dabei ist sie auch unbeholfen.

Es ist eine Neuerzählung eines bekannten Märchens, aber es erschafft aus einem kleinen Märchen eine große Welt rund um den bedrohlichen Erlkönig und seine Wilde Jagd. Das rückt die verschiedenen Elemente des Märchens in ein ganz neues Licht und das fand ich auch spannend und sehr kreativ umgesetzt. Aber es gab auch einige Momente, an denen ich es etwas zu erzwungen fand. Dann fand ich das Buch oft märchenhaft oberflächlich aus Serildas eher naiver Perspektive, aber auch ziemlich oft blutig und brutal. Die Gegensätze waren für meinen Geschmack etwas zu stark und das hat mir nicht so gut gefallen.

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Veröffentlicht am 18.04.2025

Interessante Ideen, oberflächliche Charaktere

A City of Flames
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Nara hasst Drachen und freut sich über die unglaubliche Gelegenheit, den Venatoren beizutreten, die Jagd auf Drachen machen. Doch schon bald merkt sie, dass deren Regeln nicht mit ihren Überzeugungen übereinstimmen.

Seit ...

Nara hasst Drachen und freut sich über die unglaubliche Gelegenheit, den Venatoren beizutreten, die Jagd auf Drachen machen. Doch schon bald merkt sie, dass deren Regeln nicht mit ihren Überzeugungen übereinstimmen.

Seit dem Tod ihres Vaters will Nara Rache, aber als sie wirklich Drachen gegenübersteht, fühlt sie eine unerklärliche Verbindung und das sät den Samen des Zweifels. Naras innerer Konflikt ist schon spannend, aber auf Dauer auch etwas ermüdend.

Die Handlung ist auf verwirrende Weise oberflächlich. Es gibt so viele offene Geheimnisse, die keine Konsequenzen haben. Normalerweise fragt man sich ja, wie die Charaktere wohl reagieren, wenn sie etwas herausfinden. Aber hier passiert irgendwie gar nichts, daher gibt es bei mir eher Enttäuschung und Verwirrung und weniger Spannung. Dann ist es oft unlogisch, wie die Charaktere reagieren und das macht sie weniger interessant, sympathisch oder bedrohlich, je nachdem. Dadurch sind sie dann auf schlechte Art unberechenbar und ihre Positionen unglaubwürdiger.

Auf einige der Zufälle zum Ende hin hätte ich auch verzichten können, es war mir zu viel des Guten und hat der oberflächlichen Geschichte noch den Rest gegeben. Ich fand es schon schade, da ich die Ideen an sich nicht schlecht fand, aber der Schreibstil war nicht nach meinem Geschmack.

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Veröffentlicht am 18.04.2025

Wenig Spannung durch zu viele Zeitsprünge

Jade Legacy - Ehre ist alles
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Schon im zweiten Teil der Reihe war ich kein großer Fan der Zeitsprünge, aber hier war es dann noch viel schlimmer. Es geht hier viel mehr um Entwicklungen außerhalb Kekons und um viele verschiedene Parteien, ...

Schon im zweiten Teil der Reihe war ich kein großer Fan der Zeitsprünge, aber hier war es dann noch viel schlimmer. Es geht hier viel mehr um Entwicklungen außerhalb Kekons und um viele verschiedene Parteien, die auch irgendwie miteinander verknüpft sind. Durch die Zeitsprünge gab es aber nur ein paar kleine Einblicke hier und da und dadurch kam mir das meiste viel weniger bedeutend vor als es aus der Perspektive der Protagonisten klang. Es war mir einfach zu viel los und man hat sich kaum lange genug auf ein Thema konzentriert, sodass dann einfach alles belangloser schien.

Gleichzeitig hat mich an den Zeitsprüngen auch gestört, dass man dann öfter mal eine spannende, vielversprechende Handlung hat, da fragt man sich, was das für Folgen haben wird und wie es die Charaktere beeinflusst. Aber dann kommt auch fast sofort ein kleiner oder großer Sprung und man hört fast eher nachträglich davon, was die Protagonisten erlebt und gefühlt haben.

Ich weiß schon kaum, was ich über die Charaktere sagen soll, da so viel Zeit vergeht und sich dabei auch viel verändert. Beziehungen und Familie, Tod und Geburt, Bündnisse und Feindschaften, und zuletzt das fortschreitende Alter der Charaktere, was die Menschen auch verändern kann. Für unsere Protagonisten sind besonders ihre Familien und ihre Traditionen wichtig, aber auch Macht spielt immer noch eine sehr große Rolle und im Mittelpunkt wie immer: die magische Jade aus Kekon.

Am Ende fand ich es einfach schade, dass der große Konflikt zwischen No Peak und dem Bergvolk, der lange vor den Ereignissen der Bücher existierte, hier so in den Hintergrund gerückt ist. Dafür gab es viele kleine Konflikte mit Gegnern, von denen ich nur so wenig gesehen habe, dass es sich für mich einfach wie eine Ablenkung angefühlt hat.

Große Teile des Buches kamen mir vor wie ein langer Epilog. Ich hatte das Gefühl, dass man viel zu viel gewollt hat, nur um dann alles nur halbherzig umzusetzen. Einige Stellen haben mich schon emotional mitgenommen und ich fand auch vieles spannend, aber durch die Sprünge oder auch Perspektivwechsel wird man dann auch wieder aus der Handlung gerissen und muss sich erstmal neu orientieren. Wirklich schade um die schöne Reihe.

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Der spannende Kampf um Jade und Macht geht weiter

Jade War - Magie ist Macht
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Anden muss mit den Konsequenzen seiner Entscheidungen leben und Kekon verlassen. In Espenia lernt er eine ganz andere Kultur kennen und es fällt ihm nicht leicht, sich dort anzupassen, denn hier gilt kein ...

Anden muss mit den Konsequenzen seiner Entscheidungen leben und Kekon verlassen. In Espenia lernt er eine ganz andere Kultur kennen und es fällt ihm nicht leicht, sich dort anzupassen, denn hier gilt kein Ehrenkodex wie in Kekon und selbst andere Grünblute haben die Traditionen ihrer Heimat hinter sich gelassen. In der Fremde muss Arden herausfinden, wo sein Platz ist und ob er nach vorne schauen mag oder seinen Wurzeln treu bleibt.

Hilo und Shae machen in ihren Positionen immer noch Fehler, doch durch ihre ungewöhnlichen Umstände bringen sie auch ganz neue Perspektiven mit. Sie müssen ihre Stellung aber auch verteidigen, denn der feindliche Clan ist entschlossen, die Insel für sich zu haben. Durch große Intrigen, kleine Gangster und Streitigkeiten innerhalb des Clans haben sie alle Hände voll zu tun. Auch Wen fand ich wieder sehr stark, weil sie das Beste aus ihrer Situation macht und Hilo unglaublich gut unterstützt, während sie von vielen unterschätzt wird.

Mich hat das Tempo immer wieder etwas aus der Geschichte geworfen, weil so oft Wochen und Monate vergingen und bei so etwas fällt es mir dann manchmal etwas schwer, die Entwicklungen nachzuvollziehen. Ansonsten fand ich die Handlung aber durchgehend spannend. Es hätte gern noch ein bisschen mehr Magie geben können, aber die Clanangelegenheiten, die persönlichen Entwicklungen der Protagonisten sowie ihre Beziehungen konnten mich an die Seiten fesseln.

Es müssen schwierige Entscheidungen getroffen werden, es steht immer viel auf dem Spiel und auch wenn die Geschichte hauptsächlich auf der Insel Kekon spielt, ist die Welt größer und hat noch viel zu bieten. Ich bin schon sehr gespannt, wie der Kampf um Jade und Macht ausgeht!

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Veröffentlicht am 05.04.2025

Nette, spannende Spionage-Action mit jungen Agenten

Stars and Smoke
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Winter ist zwar ein erfolgreicher Sänger, aber er hat auch das Gefühl, den Ruhm nicht zu verdienen, und sehnt sich danach, mehr zu leisten. Da wird ihm ein gefährlicher Auftrag angeboten, wo er seine Karriere ...

Winter ist zwar ein erfolgreicher Sänger, aber er hat auch das Gefühl, den Ruhm nicht zu verdienen, und sehnt sich danach, mehr zu leisten. Da wird ihm ein gefährlicher Auftrag angeboten, wo er seine Karriere als Tarnung nutzen soll, um einem großen Verbrecher das Handwerk zu legen. Natürlich ist er schon nervös, aber im Rampenlicht hat er bereits gelernt, wie man überzeugend schauspielert und seine wahren Gefühle verbirgt.

Auch Sydney ist ein Profi darin, ihre Gefühle für sich zu behalten, denn sie ist schon seit einer Weile Agentin und schon davor war sie es gewohnt, auf sich allein gestellt zu sein. Nun muss sie mit Winter zusammenarbeiten und das bringt ihre professionelle Fassade schon etwas zum bröckeln. Natürlich gibt es da auch eine Liebesgeschichte, aber da lässt man sich eher Zeit. Es geht zwar um die Gefühle und Entwicklung der Charaktere, aber ihre Liebesgeschichte steht nicht so sehr im Vordergrund.

Am Ende ist es ein kleines Action-Spionage-Abenteuer mit jungen Erwachsenen als Protagonisten und daher ist es manchmal schon eher unglaubwürdig, aber das weiß man ja schon, wenn man sich auf das Buch einlässt und es war auch so, wie ich erwartet habe. Ein bisschen oberflächlich war es manchmal trotzdem und ich fand es etwas enttäuschend, wie gering die Konsequenzen ausfielen. Aber dafür fand ich die Handlung ganz gut gelungen, es gibt spannende Action und unerwartete Wendungen, die insgesamt ganz gut unterhalten können. So richtig packen konnte es mich zwar nicht, aber ich fand das Buch doch ganz nett.

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