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Veröffentlicht am 12.12.2025

Hatte leider einige Schwächen

Rabid
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Cover:
Das Cover finde ich richtig hübsch. Es sticht aus der Romantasy Masse heraus, bietet jedoch durch den blutüberströmten Wolf guten Einblick, was man in diesem Roman erwarten kann. Es wurde von der ...

Cover:
Das Cover finde ich richtig hübsch. Es sticht aus der Romantasy Masse heraus, bietet jedoch durch den blutüberströmten Wolf guten Einblick, was man in diesem Roman erwarten kann. Es wurde von der englischen Originalausgabe übernommen.

Meine Meinung:
Ich habe die „The Darkest Gold“-Reihe und die „Heart Hassle“-Reihe von Raven Kennedy beide absolut geliebt und musste daher auch dieses Buch der Autorin unbedingt lesen. Daher habe ich mich sehr gefreut, dass ich das Buch vorablesen durfte. Jedoch muss ich sagen, dass dieses Buch für mich leider nicht an die anderen beiden Reihen herankommt.
Der Schreibstil ist ganz in Ordnung. Man kann ihn schnell lesen, jedoch sind einige Dinge etwas seltsam und cringe aus dem Englischen übersetzt worden, weshalb ich eindeutig empfehlen kann, dass Buch in der Originalsprache zu lesen.
Seneca ist eine Wölfin, die im Laufe der ersten Seiten des Buches ihre Wolfgestalt erhält. Dies geschieht in dieser Geschichte durch ein Ritual, bei dem ein Wolfsgeist sich mit der jeweiligen Person verbindet und sich die beiden dann gemeinsam in einen Körper befinden. Jedoch wird dieser Prozess durch den Alpha ihres Rudels gestört (ACHTUNG Triggerwarnung beachten, es wird nämlich auch auserzählt, was er versucht zu tun und könnte für manche Personen retraumatisierend wirken!). Dadurch kann der Prozess sich komplett abgeschlossen werden und Seneca wird aus ihrem Rudel verband und dem „wildesten“ Wolfsrudel ausgesetzt.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich die etwas wilde / „Savage“ Seite von Seneca und ihre damit einhergehenden Innerenkonflikten interessant fand, jedoch wurde mir ihre Sicht nie verständlich genug nähergebracht. Sie wollte nämlich von Anfang an fliehen, aber weshalb genau das so ist wird - neben ihren Problemen mit ihrem Alpha - nicht wirklich erklärt und auch, wie sie sich ein Leben unter Normalsterblichen vorstellt und vor allem, was das für sie bedeuten würde, ist in dem Roman nie näher erklärt worden. Auch wie genau diese Innerenkonflikte sich nun wirklich legen, wird in dem Roman nie näher erklärt außer, dass sie ihren „Wolf akzeptieren soll“.
Auch war für mich der Loveinterest etwas undurchsichtig. Es wird zwar erklärt, weshalb er und sein Rudel als so gefährlich und wild gesehen wird, aber eigentlich sieht man in diesem Buch nicht viel davon. Außerdem scheint Tyran auf mentaler Ebene einige Einschränkungen zu haben, da er Seneca oftmals missversteht, obwohl sie eigentlich recht klar formuliert, was ihr Problem ist. Und das, obwohl er eigentlich als so toller Alpha dargestellt wird. Und diese Konflikte der beiden werden dann innerhalb eines Gespräches gelöst, wo eigentlich nur festgestellt wird, dass beide Wölfe sich gewählt haben und deshalb passen sie ja zusammen (Ich übertreibe nicht). Dass die beiden aber null miteinander über ihre Gefühle reden können und Missverständnisse absolut nicht aufgeklärt werden, passiert nicht (Beispiele Denkt Tyran, dass Seneca bereits vor Jahren ihre Wolfgestalt erhalten hat, was jedoch im Kompletten Konflikt damit steht, was Seneca ihm erzählt, und man erfährt als Leser nie wirklich, wie er nun darauf gekommen ist. Außer vielleicht, dass Seneca sich bereits ganz gut kontrollieren kann - aber auch das steht im Kontrast dazu, wie Seneca sieht verhält)
Die Geschichte an sich hatte eine interessante Grundlage, die auch spannend zu verfolgen war, jedoch war der Spannungsbogen dafür einfach nicht gut genug aufgebaut und auch die Liebesgeschichte hat viel zu wenig Raum erhalten. Ich glaube diesem Buch hätten 200 Seiten mehr echt gutgetan und man merkt meiner Meinung nach, dass an diesem Buch zwei Autorinnen zusammengearbeitet haben, die ihre Plotpoints aber nicht komplett übereinstimmen konnten, weshalb ein Mischmasch aus Liebesgeschichte und Wolfs-Geschichte entstehen, die nicht gut miteinander harmonieren.
Es ist wirklich schade, denn das Buch hätte besser ausgereift wirklich gut werden können, so kann ich es aber leider nicht wirklich empfehlen. Auch wenn ich es in einem Rutsch durchgelesen habe, weil ich es schon eine interessante Thematik fand.

Fazit:
Insgesamt weist das Buch leider auf vielen Ebenen Schwächen auf, weshalb ich dem Buch 2-2,5 von 5 Sternen gebe.

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Veröffentlicht am 29.11.2025

Eine interessante Prison Break Story

To Cage a Wild Bird
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Cover:

Das Cover finde ich recht schön, auch wenn es meiner Meinung nach den Inhalt nicht zu seiner Gänze darstellen kann. Jedoch scheint das derzeit in diesem Genre Trend geworden zu sein. Das Cover ...

Cover:

Das Cover finde ich recht schön, auch wenn es meiner Meinung nach den Inhalt nicht zu seiner Gänze darstellen kann. Jedoch scheint das derzeit in diesem Genre Trend geworden zu sein. Das Cover wurde auch aus dem Amerikanischen übernommen.



Meine Meinung:

Ich habe als Jugendliche super gerne dystopische Romane gelesen und freue mich, dass es nun wieder in den Hype kommt, daher musste ich natürlich dieses Buch lesen, da es genau nach den Romanen klingt, jedoch etwas Erwachsener. Ob nun aber die Umsetzung genauso gut gelungen ist, wie beispielsweise „Die Tribute von Panem“, werdet ihr nun in meiner Rezension erfahren.

Man wird direkt auf die ersten Seiten in die Geschichte geworfen und in eine dystopische Welt eingeführt, in der die Gesellschaft in mehreren Sektoren eingeteilt wird. Unsere Protagonistin Raven lebt in untersten Sektor und verdient ihr Geld als Kopfgeldjägerin. Als ihr Bruder jedoch verhaftet wird, schleust sie sich in das Gefängnis „Endlock“ ein, das den Ruf hat, dass von dort niemand wieder herauskommt, um gemeinsam mit ihrem Bruder doch einen Weg hinauszufinden und zu fliehen.

Durch den schnellen Einstieg und den sehr leichten zu lesenden und rasanten Schreibstil der Autorin, kommt man super schnell in die Geschichte und will das Buch in einem Rutsch durchlesen, da auch dauerhaft neue Plottwists und Entwicklungen entstehen und man natürlich wissen will, ob Raven mit ihrem Bruder aus diesem Gefängnis fliehen kann. Auch die Übersetzerin hat einen richtig guten Job gemacht, ich habe nämlich auch in das englische Hörbuch immer wieder hineingehört, wenn ich weiterlesen wollte, aber gerade keine Zeit hatte zu lesen (z.b. auf den Weg der Arbeit) und man hat vom Schreibstil her fast keinen Unterschied zwischen der Übersetzung und dem Original gespürt.

Durch die Welt in der Raven aufgewachsen ist, wirkt sie wie ein total skrupellose Person, die zwar ihrem Bruder loyal ist, aber keine Probleme hat andere dafür leiden zu lassen, was sie zu einer sehr interessanten morally-grey Protagonistin macht, man merkt jedoch auch im Buch, wie sie sich weiterentwickelt trotz der noch schlimmeren Umstände im Buch mehr an Menschlichkeit gewinnt. Trotzdem ist sie nicht naiv oder lässt sich leicht um den Finger wickeln, was mir gerade in diesem Setting gut gefallen hat und die Geschichte auch spannender gemacht hat.

Das Setting fand ich auch sehr interessant. Endlock ist zwar zum einen ein Gefängnis, dient aber auch als „Vergnügungspark“ für Reichere Leute, die dafür bezahlen, dort die Gefangenen jagen und töten zu dürfen. Dadurch wusste man nicht, wer der Charaktere weiter überlebt, weil dauerhaft die Möglichkeit bestand, dass sie bei einen dieser Jagden sterben. Leider muss man aber auch sagen, dass das abgeschottete Setting sehr wenig über das Land und wie es überhaupt zu den Umständen in dem Land kam, zwar wird immer wieder Information eingestreut, jedoch wirkt dieses noch sehr lückenhaft und unausgegreift. Dadurch habe ich mich auch immer wieder gefragt, ob ich dieses Buch wirklich als Dystopie bezeichnen würde. Zwar spielt es in einer eindeutig Dystopien Welt, aber wirklich viel der typischen Plotpoints erfüllt die Geschichte nicht. Wer also eine Geschichte ala Tribute von Panem oder Hüter der Erinnerung erwartet, ist hier nicht bedient. Ich kann mir aber vorstellen, dass sich das im Laufe der Reihe noch entwickeln könnte.

Auch finden wir hier eine Liebesgeschichte, die ebenfalls im Fokus steht. Denn Raven entwickelt eine kleine Romance mit einem der Gefägniswärter, was der Geschichte einen zusätzlichen enemies-to-lovers Trope gibt, wobei man hier sagen muss, dass es nicht unbedingt die Dynamik von Hass/Bedrohungen oder Ähnliches geht sondern sich wirklich nur daraus zusammensetzt, dass sie an unterschiedlichen Seiten der Gitter im Gefägnis stehen.



Fazit:

Von meinem Entertainment hat dieses Buch alle Punkte erfüllt, die ich an einer Geschichte mag, jedoch frage ich mich, ob die Vermarktung zutreffend ist, dass es wirklich eine Dystopie ist oder doch eher eine Prison Break Geschichte. Auch die Liebesgeschichte hoffe ich, dass sich weiter entwickelt, da sie für mich noch nicht ganz ausgereift ist. Daher vergebe ich für den ersten Teil der Geschichte 3,5-4 Sterne, hoffe aber das sich die weiteren Teile dann im 4-5 Sterne Spektrum befinden.

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Schöne cozy fantasy

The Deadly Side of Love
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Cover:
Das Cover finde ich wunderschön und passt perfekt zum Inhalt. Man sieht darauf die beiden Protagonisten Dee und Ydril. Es zeigt schon direkt, dass wir uns hier auf eine cozy Fantasy Reihe einstellen ...


Cover:
Das Cover finde ich wunderschön und passt perfekt zum Inhalt. Man sieht darauf die beiden Protagonisten Dee und Ydril. Es zeigt schon direkt, dass wir uns hier auf eine cozy Fantasy Reihe einstellen können!

meine Meinung:
Als ich das Buch zum ersten Mal entdeckt habe, wusste ich direkt, dass ich es unbedingt lesen muss, weil es einfach nach dem perfekten Buch für den Herbst klingt. Daher habe ich mich nach dem Kauf auch direkt hingesetzt und es innerhalb von 2 Tagen verschlungen.
Der Schreibstil ist leicht zu lesen, jedoch meint es die Autorin oftmals etwas gar gut mit den Anglizismen und der Jugendsprache, weshalb manche Sätze dann doch etwas seltsam gewirkt haben. Beispielweise wird an einem Punkt anstatt „Hörbuch“ „audiobook“ geschrieben, was ich persönlich nicht so gut fand, weil es ja ein deutsches Wort dafür gibt und es mich so im Lesefluss etwas gestört hat. Gott sei Dank, waren diese Dinge nicht zu übermäßig ausgeprägt, weshalb ich mich trotzdem noch in die Geschichte fallen lassen konnte.
Dee fand ich als Protagonistin auch sehr interessant, sie ist eine nicht sehr mächtige Hexe die dadurch von ihrem Zirkel nicht besonders angesehen wird und durch einen Unfall Ydril - einen Dämonen - beschwört. Dee ist sehr sympathisch und quirky, was mich jedoch etwas gestört ist, war, WIE oft ihr Gewicht erwähnt wird, ohne, dass es wesentlich relevant für die Geschichte war. Sie findet sich hübsch, Ydril findet sie hübsch, - also die beiden einzigen Personen, für die es wichtig sein könnte- aber trotzdem wird immer wieder erwähnt, dass sie übergewichtig ist. Das fand ich irgendwann dann doch etwas anstrengend.
Ydril ist der typische lustige, aber trotzdem morally-grey Loveinterest, der mich sehr gut unterhalten hat und für mich insgesamt die Geschichte sehr aufgewertet hat.
Auch ansonsten waren die Liebesgeschichte und die restliche Storyline zwar cozy, aber trotzdem spannend zu lesen. Wenn man cozy Fantasy mag, wird man sicherlich seinen Spaß mit dem Buch haben!
Auf den letzten 100 Seiten wurde es dann noch einmal richtig spannend und ich habe total mit Dee und Ydril mitgefiebert. Auch der Cliffhänger hat mich richtig mitgenommen, vor allem, da ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste, dass dies Teil einer Reihe ist. Ich bin daher aber trotzdem richtig gespannt auf die Fortsetzung und werde sie auf jeden Fall zu Erscheinen lesen!
Fazit:
Insgesamt ein richtig guter Einstieg in diese Reihe, der mich von Anfang bis zum Ende toll unterhalten konnte, auch wenn mich 2-3 minimale Dinge etwas gestört habe, kann ich das Buch gerade jetzt im Herbst nur empfehlen. Daher vergebe ich 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Eine interessante Fortsetzung

Icon and Inferno
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Cover:

Das Cover gefällt mir wieder gut. Es passt sehr gut zum ersten Band der Cover und ist von der Farbgebung sehr toll gestaltet. Jedoch kann man vom Cover her nicht unbedingt auf den Inhalt schließen, ...

Cover:

Das Cover gefällt mir wieder gut. Es passt sehr gut zum ersten Band der Cover und ist von der Farbgebung sehr toll gestaltet. Jedoch kann man vom Cover her nicht unbedingt auf den Inhalt schließen, was ich im Amerikanischen besser gelungen finde.



Meine Meinung:

Nachdem mir der erste Band der Reihe gut gefallen hat und ich generell ein großer Marie Lu Fan bin, konnte ich natürlich auch an „Icon und Inferno“ nicht vorbeilaufen. Weshalb ich das Buch beim Bloggerportal angefragt habe und mich sehr gefreut habe, als mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde. Dies schränkt mich jedoch nicht ein, ehrlich meine Meinung zu diesem Buch zu äußern.

Nach Band 1 der Reihe steigt Marie Lu ein Jahr später wieder in die Geschichte ein, in dem sich die Protagonisten Winter und Sydney nicht begegnet sind. Die Geschichte wird wieder in einem sehr leichten und gut zu lesenden Ton erzählt, der einen gut durch die Erlebnisse kommen lässt. Durch die Erzählung aus der 3. Person hatte ich jedoch das Gefühl, mich nicht ganz in die Charaktere und vor allem ihre Gefühle zueinander hineinversetzen können.

Schon in Band 1 war ersichtlich, dass sich Winter und Sydney zueinander hingezogen fühlen und in diesem Band verstärkt sich diese Anziehung weiter und wird auch auf die nächste Ebene gebracht, dadurch, dass dieses Buch aber sehr actionreich ist und auf jeder Seite etwas passiert, wurde der Fokus meiner Meinung nach viel zu wenig auf die Charakterentwicklung und Beziehungsentwicklung der Protagonisten gelegt, wodurch ich nicht ganz nachvollziehen konnte, wie die beiden sich nun schlussendlich ineinander verlieben. Außerdem sehe ich es als etwas fragwürdig, wie explizit die körperliche Intimität von Sydney und Winter beschrieben wird. An sich bin ich immer dafür, dass eine Geschichte auch spicy wird, jedoch handelt es sich hierbei um eine Jugendbuchreihe und da hat für mich expliziter Content nichts verloren. Daher verschwimmen in diesem Buch die Grenzen zwischen Young und New Adult stark und ich kann nicht mit der Leseempfehlung ab 14 Jahren mitgehen, sondern würde diese eher auf 16 Jahre hochsetzen.

Ansonsten werden wir in diesem Band wieder in eine aktionreiche Story hineingeworfen, die sehr spannend zu lesen war und bei der jeder Suspense-Fan auf seine Kosten kommt, auch wenn ich teilweise Szenen etwas unrealistisch fand, aber das ist zu erwarten, bei einer Geschichte über eine junge Frau, die bei einer Geheimorganisation angestellt ist.



Fazit:

Insgesamt hat mir die Fortsetzung gut gefallen, auch wenn es mich nicht komplett auf die Liebesgeschichte einlassen konnte, daher vergebe ich 3,5 von 5 Sternen.




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Veröffentlicht am 26.10.2025

Hatte Leider Schwächen

Say My Name
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meine Meinung:

Ich liebe die „Atlanta-Hartwell“-Reihe der Autorin und musste daher natürlich auch ihr neues Buch lesen, da auch Say my Name richtig gut geklungen hat und ich wissen wollte, wie Francis ...

meine Meinung:

Ich liebe die „Atlanta-Hartwell“-Reihe der Autorin und musste daher natürlich auch ihr neues Buch lesen, da auch Say my Name richtig gut geklungen hat und ich wissen wollte, wie Francis diese Geschichte umsetzt.

Francis Schreibstil ist, wie immer sehr leicht und schnell lesbar. Er hat sich auch im Vergleich zu ihrer Debut-Reihe verbessert, wodurch die Emotionen und die Spannung nur noch besser transportiert worden sind. Insgesamt ist er locker leicht zu lesen und passt daher sehr gut zum Genre.

Wir verfolgen in dieser Geschichte 3 Hauptpersonen.

Zum einen Vida. Sie wird am Anfang des Buches 25 Jahre alt und arbeitet in einer Notrufzentrale. Vida ist eine sehr lebensfrohe und typische „querky“ Persönlichkeit, wodurch es innerhalb des Buches zu einigen lustigen Momenten kommt. Jedoch musste ich mich auch stellenweise fragen, ob sie nicht etwas dumm und/oder naiv ist. Sie ist zwar in den ersten Szenen etwas skeptisch gegenüber Krystian. Nachdem dieser jedoch mehrmals abblockt und sie 2 Mal zum Höhepunkt bringt, akzeptiert sie seine verschlossene Art erstmals für 30% des Buches und „schaut wo das Ganze hinführt.“ So kommt es, dass sie erst bei über der Hälfte des Buches überhaupt daran DENKT, dass Krystian möglicherweise nicht einfach nur verschlossen ist (hust nachdem er sie gestalkt hat hust), sondern ob er nicht auch ein Krimineller sein könnte und das obwohl sie in einer Notrufzentrale arbeitet und demnach täglich mit solchen Situationen und Personen konfrontiert wird. Sollte man da nicht zumindest etwas Bewusstsein für gefährliche Siutationen erlangen?

Ein weiteres Beispiel wäre, dass sie nach einer 12 Stundenschicht selbst für mehrere Stunden hinterm Steuer ihres Autos sitzen möchte, um zu ihren Eltern zu kommen. Zwar hat sie dafür einen guten Grund, aber trotzdem sollte man doch irgendwie einschätzen können, dass das massiv fahrlässig ist und man nicht nur sich sondern auch alle anderen Verkehrsteilnehmer in Gefahr bringt! Es braucht das Zureden ihre beste Freundin, ihrer Eltern UND das Angebot von Krystian sie zu ihren Eltern zu fahren, damit sie diese Idee verwirft.

Krystian ist etwa gleich alt wie Vida und über den größten Teil des Buches sehr verschlossen. Zwar hilft er Vida in vielen Situationen, ist aber im nächsten Moment sehr abweisend, wodurch man als Leser nicht genau weiß, wie man ihn einschätzen soll. Gerade als man erfährt, dass er Vida nach ihrem ersten Treffen online gestalkt hat und alle ihre Gewohnheiten herausgefunden hat. Trotzdem merken Vida und Krystian schnell, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen, weshalb sie trotzdem anfangen zu daten.

Die letzte Hauptperson ist Clarissa. Ihre Geschichte spielt 5 Jahre vor der Haupthandlung. Sie ist eine 16 jährige Schülerin, die sich in den 5 Jahre älteren Nox verliebt, der der beste Freund ihres Bruders ist. Trotz des Altersunterschieds beginnen sie eine heimliche Beziehung, die wir als Leser mitverfolgen. Ich muss sagen, dass mir Clarissas Zeitstrang am besten gefallen hat. Zwar ist er düsterer als die Geschichte von Vida und Krystian, aber man wusste anfangs überhaupt nicht, was Clarissa überhaupt mit der Haupthandlung zu tun hat, wodurch man mehr erfahren will. Zum anderen zeigt ihre Geschichte wichtige Problematiken von Jugendlichen und Mobbing auf. Lest daher auch unbedingt die Triggerwarnungen bevor ich das Buch beginnt, da teilweise wirklich heftige Themen behandelt werden.

Durch diese Themen, war ich jedoch direkt in der Geschichte gefangen, da wir bereits in den ersten Kapiteln mit einer der wahrscheinlich größten Ängste von Frauen in Clubs konfrontiert werden und dadurch auch Krystian und Vida aufeinander treffen. Ich war dadurch direkt sehr skeptisch gegenüber Krystian, weil sehr eindeutig war, dass er sehr viel zu verbergen hat.

Die Annäherungen der beiden, waren aber trotzdem witzig und süß gleichzeitig und ich habe gerne gelesen, wie Krystian und Vida sich durch Gemeinsamkeiten aneinander herantasten und Krystian durch seine kleine Stalking-Session immer genau wusste, was Vida braucht. Was ich etwas weird fand, war dass die beiden es als Insider verwendet haben, dass er sie gestalkt hat und auch ein paar andere Dinge sind mir in ihrer Story sehr aufgestoßen, dieser spoilern jedoch so sehr, dass sie sie in einem eigenen Abschnitt unter dem Fazit bespreche (markiert mit einem **).

Es gab viele Stellen, in denen das Buch etwas dahin geplätschert hat und vor allem durch Krystians Erkundungen von Vidas Körper gefüllt wurden. Mich hat dies jedoch ansich nicht gestört. Trotzdem war ich froh, als es auf den letzten 20% dann an Fahrt zugenommen hat und Vida auch mal wieder aktiv etwas getan hat (auch wenn ich da ebenfalls Dinge zu kritisieren habe, wie ihr im Spoiler-Teil erfahren könnt).

Das Ende war mir dann jedoch viel zu schnell abgehandelt. Nicht nur was mit Clarissa nun schlussendlich passiert ist, sondern auch ein wichtiges klärendes Gespräch der beiden war einfach viel zu kurz gefasst. Ich hätte mir gewünscht, dass diese Szene viel ausführlicher besprochen wird, da es eigentlich einen Hauptpunkt des Buches auflöst und ich daher die genauen Reaktionen beider Seiten mitbekommen hätte, auch das behandle ich etwas mehr im Spoiler-Teil.

Fazit:

Ich muss ehrlich sagen, dass ich durch diese Auflösungen im letzten Teil des Buches nicht genau weiß, was ich von der Geschichte halten soll. Einerseits finde ich das das Buch sehr wichtige Themen bespricht und irgendwie fand ich Vida und Krystian auch süß. Gleichzeitig fand ich einige Aspekte einfach SO WEIRD, dass sie für mich die positiven Aspekte etwas überschatten. Ganz kann ich euch das Buch also leider nicht empfehlen. Daher vergebe ich auch 3 von 5 Sternen.



* Spoiler Teil => Lest NICHT weiter, wenn ihr das Buch noch lesen wollt!**

Ich möchte hier etwas mehr erklären, weshalb ich viele Auflösungen in diesem Buch seltsam fand und mich nicht wirklich überzeugen konnten. Da diese jedoch weit über einen kleinen Spoiler hinausgehen und gleichzeitig essentiell für meine Rezension sind, möchte ich sie hier in einem eigenen Spoiler-Teil erwähnen.

1. Wir erfahren im Laufe des Buches, dass Vida der 16-jährigen Clarissa wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Nur ihre Locken und ihre „kleineren Brüste“, sowie ein Muttermal setzen sie von Claris

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