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Veröffentlicht am 06.08.2020

Ein mit Humor, Magie und Fantasie unverwechselbar von Ralf Schmitz gelesenes Unterwasserabenteuer!

Kuschelflosse - Der verhexte Blubberblitz-Besuch
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Inhalt:

Ein wunderbarer Tag, den Kuschelflosse gemeinsam mit seinen Freunden und mit Emmis köstlicher Schleckermäulchen-Mango-Limonade verbringen möchte, wir plötzlich unterbrochen.

Padotz! Ein seltsam ...

Inhalt:

Ein wunderbarer Tag, den Kuschelflosse gemeinsam mit seinen Freunden und mit Emmis köstlicher Schleckermäulchen-Mango-Limonade verbringen möchte, wir plötzlich unterbrochen.

Padotz! Ein seltsam murmelndes Geschöpf, das wie ein gelber Seestern aussieht, kracht in den Zuckerwatte baum und purzelt anschließend mitten in Emmis Garten.

Die Freude kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus, denn das sonderbare Wesen kann zaubern - wenn auch momentan nicht sehr gut - und stellt sich als Wasserhexe Pupsigunde Gänseblümia Blubberblitz vor.

Durch einen unglücklichen Zufall ist sie in Fischhausen gelandet und möchte zurück in den Wasserhexenwald. Doch wo dieser liegt und wie sie dorthin zurückkehren kann, weiß sie nicht.

Kuschelflosse und seine Freunde sind natürlich sofort helfend zur Stelle und ein magisches Abenteuer beginnt.


Altersempfehlung:

ab 4 Jahre


Mein Eindruck zum Hörbuch:

Die Umsetzung des Buches hat Dank Ralf Schmitz wie immer sehr, sehr gut gefallen.

Ralf Schmitz verleiht jedem der Freunde durch unterschiedliche Stimmlage oder Sprachfehler eine eigene Marke (Sebrillchen Sebi lispelt ein wenig, Herr Kofferfisch dröhnt dumpf usw.) und sorgt so für ein kurzweiliges Hörvergnügen!

Auch die Unterwasser-/Hintergrundgeräusche empfinde ich als angenehm, denn sie begleiten und sind nicht zu penetrant.

Ein schönes Hörbuch für Groß und Klein, herrlich lustig und abwechslungsreich vorgetragen.


Mein Eindruck zum Inhalt der Geschichte:

"Der verhexte Blubberblitz-Besuch" ist das sechste Abenteuer der Kuschelflosse-Reihe.

Mit welchem man beginnt oder ob man Kuschelflosse bereits kennt, ist aber nicht ausschlaggebend, die vier Hauptpersonen innerhalb des Abenteuers ausreichend vorgestellt werden. Auch im Booklet findet sich eine Übersicht mit Bild und Steckbrief, so dass der Hörer auch etwas für's Auge hat.

Dieses Abenteuer ist erneut spannend und kindgerecht erzählt und es finden sich neben den vier Hauptakteuren allerlei phantastische Geschöpfe wie Sebis Findefisch Krawallo, der in einer Glaskugel sitzt, und Kuschels Haustier Flauschi, welches nur aus langen rosa Haaren mit einer kleinen Schleife auf dem Kopf besteht oder die einem Seestern ähnelnde Wasserhexe mit ihrem Zauberkugelfisch.

Fantasievolle Wortschöpfungen oder auf die Unterwasser-Welt angepasste Begriffe wie "Wellensekunde", "Wellenmillimeter" und andere kleine Details bringen auch große Hörer zum Schmunzeln.

Die Charaktere sind liebevoll und detailliert gestalten. Neben Kuschelflosse gefällt mir Sebi das Seepferdchen am besten: er liebt das Lesen und hat zu Hause ein Regal so groß wie ein Leuchtturm voller Bücher. Wann immer die Freunde nicht weiterwissen, zückt Sebi ein Buch und liest nach.
Auch für das Problem der Wasserhexe wird die Lösung zunächst in einem seiner Bücher gesucht.

Herr Kofferfisch ist wegen seines "Fassungsvermögens" sehr außergewöhnlich, denn allerlei Krimskrams findet ihn ihm Platz z.B. Stinkesocken, Blümchenunterhosen und Käsebrote. Und sein Aufruf "Donnerkofferblitz!" wird zum geflügelten Wort. Seine Schimpftiraden und Begrüßungen sind irre komisch: "Hallöchen, Popöchen!". Sein Plan B soll der Wasserhexe Pupsigunde Gänseblümia Blubberblitz den Weg nach Hause weisen. Die beiden sind sich sehr ähnlich, denn sie verbindet die Liebe zum Krimskrams und zum Fluchen "Stinkepups und Hasenrülps!".

Liebste und lustigste Stelle ist neben dem Raketenstart der Dialog mit dem verrückt gewordenen und völlig egoistischen Waldmeister, der wahrscheinlich der einen oder anderen größenwahnsinnigen Person nachempfunden ist
Auch die missglückten Zaubersprüche der Wasserhexe sorgen immer wieder für großes Gelächter.

Ein zauberhaftes, fantasievolles und magisches Abenteuer und wir hoffen, dass noch weitere folgen werden!


Fazit:

Ein kurzweiliges Abenteuer voller Fantasie und Humor und bereits der sechste Hörbuch der Serie.

Mit viel Wortwitz und Kreativität helfen die Unterwasserfreunde der verirrten Hexe und begeben sich auf eine bunte und magische Reise.

Wieder irre lustig und unterhaltsam vorgetragen von Ralf Schmitz.

Donnerkofferblitz!
Blu-Blu-Blubberblitz!

...
Rezensiertes Hörbuch: „Kuschelflosse - Der verhexte Blubberblitz-Besuch" gelesen von Ralf Schmitz aus dem Jahr 2020


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.08.2020

Eine düstere Reise in die Vergangenheit und ein Wiedersehen mit Chief Tolliver!

Die verstummte Frau
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Inhalt:

Junge Frauen werden brutal attackiert, betäubt und geschunden zum Sterben im Wald zurückgelassen.

Der Täter scheint gefunden und landet im Gefängnis. Der Inhaftierte beteuert seine Unschuld und ...

Inhalt:

Junge Frauen werden brutal attackiert, betäubt und geschunden zum Sterben im Wald zurückgelassen.

Der Täter scheint gefunden und landet im Gefängnis. Der Inhaftierte beteuert seine Unschuld und sinnt auf Rache.

Acht Jahre später taucht erneut ein Opfer nach gleichem Schema auf. Wurde der Falsche verurteilt? Oder handelt es sich um einen Trittbrettfahrer?

Will Trent erhält bei der Suche nach der Wahrheit Unterstützung von Sara Linton, die bereits bei den Ermittlungen vor fast einem Jahrzehnt dabei war.

Was wurde übersehen? Viele der damaligen Spuren sind inzwischen kalt und Will und Sara geraten nicht nur beruflich an ihre Grenzen.


Mein Eindruck:
Ich habe schon einige Thriller von Karen Slaughter gelesen bzw. verschlungen.

Dies ist der achte Teil der Georgia-Serie. Die zunächst separat gestartete Reihe mit Sara Linton wurde mit der von Will Trent verwoben. Es empfiehlt sich, die Bücher in chronologischer Reihenfolge zu lesen.

Der Fall "verstummte Frau" ist in sich abgeschlossen. Jedoch liegt ein großer Schwerpunkt auf den Beziehungen der verschiedenen Haupt- und Nebencharaktere untereinander und auch auf deren Entwicklung, was bei Quereinsteigern zu Verständnisproblemen führen könnte.

Unter anderem steht die Beziehung zwischen dem damaligen (Ex-)Ehepaar Kinderärztin/Pathologin Sara Linton und Chief Jeffrey Tolliver vor acht Jahren und dem jetzigen Paar Sara Linton und Will Trent im Focus. Die Konfrontation mit der Vergangenheit, dem alten Ich und die Zerrissenheit ist spannend und die Unterschiede/persönlichen Schicksalsschläge sorgen zusätzlich für Sprengstoff.

Immer wieder wechseln sich die Zeitschienen ab, was nicht nur für eine durchgehende Spannung sorgt und die Entwicklung der Charaktere verdeutlicht, sondern auch für den Fall eine große Rolle spielt. Der Buchtitel - auf den ersten Blick nichtssagend - ist genial gewählt, warum erschließt sich erst relativ spät.

Der Erzählstil ist atmosphärisch, bildhaft und fesselnd. Wortwitz sowie sympathische Charaktere lockern den oft düsteren und brutalen Handlungsstrang der Ermittlung auf. Eine gelungene Mischung und - wie immer - sind die Beschreibung der Tat/der Obduktion trotz ihrer medizinischen Distanz nichts für schwache Nerven.

Zudem aufgrund der Charaktere eine Thriller-Serie, deren Fortsetzung ich immer mit Hochspannung erwarte. Wer einmal Blut geleckt hat, versteht was ich meine.

Auch das Nachwort (welches Spoiler enthält, auf die die Autorin vorab extra hinweist) verdient Beachtung. Ein Thriller mit Liebesroman (ohne kitschig zu wirken) oder umgekehrt? Karin Slaughter lässt zudem auf weitere Thriller mit Will und Sara hoffen.


Fazit:

Auch der achte Teil der Georgia-Reihe mit Will Trent und Sara Linton ist wie erwartet spannend und eine gelungene Weiterentwicklung der Charaktere wird deutlich.

Eventuell schwierig für Quereinsteiger, obwohl der Fall selbst in sich abgeschlossen.

Ein fesselnder Pageturner und nichts für schwache Nerven.


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Rezensiertes Buch: "Die verstummte Frau" aus dem Jahr 2020

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.07.2020

Langatmig und wenig Spannung. Ein düsterer, ruhiger Roman mit Charakterstudie statt fesselnder Psychothriller.

Ich will dein Leben
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Inhalt:

Cornwall im Sommer 1986:

Die jugendliche Tamsyn beobachtet täglich fasziniert die luxuriöse Villa auf den Klippen und deren Bewohner, das Ehepaar Davenport.

Sie weiß, dass das Haus unter der ...

Inhalt:

Cornwall im Sommer 1986:

Die jugendliche Tamsyn beobachtet täglich fasziniert die luxuriöse Villa auf den Klippen und deren Bewohner, das Ehepaar Davenport.

Sie weiß, dass das Haus unter der Woche leer steht und schleicht sich eines Tages hinein, um Teil des Luxus' zu sein.

Durch Zufall wird sie jedoch von deren Tochter Edie entdeckt und die ungleichen Mädchen freunden sich an.

Doch die scheinbare Familienidylle der Davenports bröckelt und es kommt zu Streit, Eifersuchtsszenen und Neid.


Mein Eindruck:

Der Einstieg in die Geschichte fällt leicht. Die vielen Perspektiven sorgen für Abwechslung und man lernt die Charaktere besser kennen.
Erzählt wird in der Ich-Form, im Imperfekt und jeweils zum Kapitelanfang findet man einen Hinweis auf die Person z. B. "Tamsyn - Juli 1986". Zwischendurch erfolgt ein Wechsel zu "Heute" (Ich-Erzählung im Präsens und Kursivschrift). Wer hier Tamsyns Gesprächspartner ist, bleibt allerdings bis kurz vor Schluss ein Geheimnis.

Die Protagonisten sind zwar interessant ausgearbeitet, aber wenig sympathisch und einige Nebenfiguren bleiben oberflächlich.

Tamsyn ist Halbwaise, trauert um ihren tödlich verunglückten Vater und sehnt sich nach einem anderen Leben. Die benachbarte Villa der Davenports zeigt ihr eine heile Welt im unerreichbaren Luxus, denn die eigene Familie hat mit Arbeitslosigkeit, Mangel an Alternativen und finanziellen Problemen zu kämpfen.

Die Tochter der Davenports, Edie, dagegen hat alles wovon Tamsyn nur träumt, ist aber ein gelangweiltes und einsames Kind reicher Eltern, abgeschoben ins Internat und rebellisch.

Trotzdem zeigen sich immer wieder Parallelen zwischen den beiden Mädchen und trotz ihrer Unterschiede freunden sie sich an.

Der Großteil der Story plätschert vor sich hin und die immer wieder gestreuten "Grusel"-Elemente z. B. unheilbringende Raben wirken zu aufgesetzt und zu gewollt.

Titel und Klappentext in Verbindung mit dem atmosphärischen Cover versprechen Spannung, die die Story nicht halten kann. Man darf hierbei nicht vergessen, dass das Buch als "Roman" bezeichnet ist, aber fast überall als (Psych Thriller eingeordnet wird. Wobei auch das englische Original mit "Obsession" und "Suspense" beworben wird.

Der Original-Titel "The Cliff House" hätte defensiv besser zu diesem Roman gepasst und keine falschen Erwartungen geweckt, denn die Obsession Tamsyns umfasst die Villa auf den Klippen als Symbol für das unerreichbare - vermeintlich - glücklichere Luxusleben.

Das Ende kommt dafür überraschend und etwas abrupt, denn die Ereignisse überschlagen sich plötzlich. Hier hätte man die Handlung tatsächlich etwas ziehen können.

Es bleibt eine interessante Charakterstudie aber kein Pageturner. Ein Roman, der suggeriert ein Thriller zu sein.


Fazit:

Leider versprechen Titel und Klappentext etwas, das nicht eingehalten wird.
Die Story ist oft langatmig und wenig spannend. Eine düstere und beklemmende Atmosphäre fehlt gänzlich.
Den Leser erwartet eine interessante Charakterstudie aber keinen fesselnden Thriller.

Der gelungene Schreibstil und das Setting können hier leider wenig retten.


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Rezensiertes Buch: "Ich will dein Leben" aus dem Jahr 2020

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Handlung
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.07.2020

Zum Großteil langatmig, wenig Spannung und unsympathische Protagonistin. Aber atmosphärisch gelungen und mit Überraschung zum Schluss.

Missing - Niemand sagt die ganze Wahrheit
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Inhalt:

Die Freundinnen Francesca - Frankie genannt - und Sophie leben in einer idyllischen Kleinstadt an der Küste. Von allen werden sie aufgrund ihrer Verbundenheit nur als siamesische Zwillinge bezeichnet.

Doch ...

Inhalt:

Die Freundinnen Francesca - Frankie genannt - und Sophie leben in einer idyllischen Kleinstadt an der Küste. Von allen werden sie aufgrund ihrer Verbundenheit nur als siamesische Zwillinge bezeichnet.

Doch ein tragischer Schicksalsschlag trennt die beiden für einige Jahre und als sich die zwei nach Frankies Rückkehr 1997 wieder annähern, verschwindet Sophie eines Nachts plötzlich spurlos.

Frankie versucht ihre Vergangenheit hinter sich zu bringen und verlässt ihre Heimat endgültig für einen Neuanfang in London.

2016 erhält Frankie die Nachricht, man habe Sophies sterbliche Überreste gefunden. Trotz aller Zweifel und Ängste kehrt sie in das Küstenstädtchen Oldcliff zurück.

Aber um endgültig die Wahrheit und inneren Frieden zu finden, muss sie sich mit den Dämonen der Vergangenheit und mit sich selbst auseinandersetzen.


Mein Eindruck:

Der Einstieg in die Geschichte fällt leicht. Der Schreibstil und die Gliederung der Story sind einfach gehalten. Zwei Zeitebenen wechseln sich ab:
Frankie 2016 (Ich-Erzählung im Präsens) und
Sophie bzw. Frankie im Jahr 1997 (teilw. Tagebucheinträge, Ich-Erzählung im Imperfekt).

So erfährt man aus der Sicht der beiden ungleichen Freundinnen immer mehr über das Gefühlsleben der beiden Mädchen und über die tragischen Ereignisse, die Frankie 1993 zu ihrer ersten "Flucht" aus der Stadt und 1997 schlussendlich zu Sophies Verschwinden geführt haben.

Frankie (als Erwachsene will sie Fran genannt werden) ist als Protagonistin wenig sympathisch. Sie ist egoistisch, manipulativ, oberflächlich und eifersüchtig, denn sie will immer das bzw. den, den sie nicht haben kann. Im gedanklichen Zwiegespräch mit ihrer toten Freundin versucht sie sich immer wieder selbst gut darzustellen. Da helfen auch ihre Zerrissenheit und ihre Probleme, die sie von ihrer verletzlichen Seite zeigen, kaum.

Man stellt sich daher schnell auf Sophies Seite. Als Teenager noch das schüchterne Mauerblümchen mit Zahnspange und Kassengestell ist sie (dank Frankies Verschwinden) im Jahr 1997 in eine selbstbewusstere und lebenslustigere junge Frau. Frankies Rückkehr aber lässt sie schnell in alte Rollenmuster zurückfallen. Es kommt wie vor vier Jahren erneut zum Gerangel um einen Kerl. Bei Jason endete das Ganze tragisch und man hofft, dass Leon mehr Glück hat.

Es kommen zwar immer weitere Geheimnisse und Verwicklungen hinzu, denn jeder scheint etwas zu verbergen und Frankie kann niemanden vertrauen, aber oft plätschert die Story nur vor sich hin. Der Schreibstil ist gelungen, die Schilderung der Landschaft, des Küstenortes und der Atmosphäre sind detailliert und man fühlt sich immer wieder in die Welt der 1990er Jahre hineinversetzt. Trotzdem fehlt das gewisse Etwas, das den Thriller zum Pageturner werden lässt.

Ich habe zuvor die beiden anderen Thriller von Claire Douglas gelesen und vielleicht lag die Messlatte deshalb für diesen einfach zu hoch.

Erst der Twist im Finale hat mich überrascht, halbwegs überzeugt und für einen weiteren Stern in der Bewertung gesorgt.


Fazit:

Die Story ist stellenweise langatmig und die Protagonistin wenig sympathisch. Die Gliederung der Handlung und die Schaffung einer düsteren und beklemmenden Atmosphäre ist aber gelungen. Und auch das Ende punktet mit Überraschungen.
Wer ruhige, unblutige Psychothriller, Freundinnenzwist und Familiendramen liebt, kommt hier vermutlich auf seine Kosten.


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Rezensiertes Buch: "Missing - Niemand sagt die ganze Wahrheit" aus dem Jahr 2018

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.07.2020

Ein neues Abenteuer aus Fischhausen: zauberhaft und farbenfroh illustriert und mit viel Witz und Fantasie erzählt!

Kuschelflosse - Der verhexte Blubberblitz-Besuch
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Inhalt:

Ein wunderbarer Tag, den Kuschelflosse gemeinsam mit seinen Freunden und mit Emmis köstlicher Schleckermäulchen-Mango-Limonade verbringen möchte, wir plötzlich unterbrochen.

Padotz! Ein seltsam ...

Inhalt:

Ein wunderbarer Tag, den Kuschelflosse gemeinsam mit seinen Freunden und mit Emmis köstlicher Schleckermäulchen-Mango-Limonade verbringen möchte, wir plötzlich unterbrochen.

Padotz! Ein seltsam murmelndes Geschöpf, das wie ein gelber Seestern aussieht, kracht in den Zuckerwatte baum und purzelt anschließend mitten in Emmis Garten.

Die Freude kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus, denn das sonderbare Wesen kann zaubern - wenn auch momentan nicht sehr gut - und stellt sich als Wasserhexe Pupsigunde Gänseblümia Blubberblitz vor.

Durch einen unglücklichen Zufall ist sie in Fischhausen gelandet und möchte zurück in den Wasserhexenwald. Doch wo dieser liegt und wie sie dorthin zurückkehren kann, weiß sie nicht.

Kuschelflosse und seine Freunde sind natürlich sofort helfend zur Stelle und ein magisches Abenteuer beginnt.



Altersempfehlung:

ab 4 Jahre


Illustrationen/Covergestaltung:

Das Cover gibt einen tollen ersten Blick in eine bunte Unterwasserwelt. Neben Kuschelflosse "Kuschel" sind auch seine drei besten Freunde zu sehen und der Blubberblitz-Besuch.

Die Stadt und auch die Protagonisten sind sehr schön gezeichnet und da auf jeder Seite - mal groß mal kleiner - Illustrationen enthalten sind, gibt es beim Vorlesen für den Zuhörer viel zu entdecken. Immer wieder schauen neugierige Seeigel mit großen Glubschaugen aus Löchern und Höhlen.

Dennoch wirken die Abbildungen nicht überladen und das Gelesene wird in vielen Details widergespiegelt.

Unsere Lieblingsszenen sind die missglückten Zauberversuche, denn man sieht Kuschelflosse und seine Freunde plötzlich mit ganz anderen Augen.



Mein Eindruck:
"Der verhexte Blubberblitz-Besuch" ist das sechste Abenteuer dieser Serie.

Mit welchem man beginnt oder ob man Kuschelflosse bereits kennt, ist nicht ausschlaggebend, da vor Beginn jeder Geschichte die vier Hauptpersonen in kurzen Steckbriefen vorgestellt werden.

Dieses Abenteuer ist erneut spannend und kindgerecht erzählt und es finden sich neben den vier Hauptakteuren allerlei phantastische Geschöpfe wie Sebis Findefisch Krawallo, der in einer Glaskugel sitzt, und Kuschels Haustier Flauschi, welches nur aus langen rosa Haaren mit einer kleinen Schleife auf dem Kopf besteht, oder die einem Seestern ähnelnde Wasserhexe mit ihrem Zauberkugelfisch.

Fantasievolle Wortschöpfungen oder auf die Unterwasser-Welt angepasste Begriffe wie "Wellensekunde", "Wellenmillimeter" und andere kleine Details bringen auch große Leser zum Schmunzeln.

Die Charaktere sind liebevoll und detailliert gestalten. Neben Kuschelflosse gefällt mir Sebi das Seepferdchen am besten: er liebt das Lesen und hat zu Hause ein Regal so groß wie ein Leuchtturm voller Bücher. Wann immer die Freunde nicht weiterwissen, zückt Sebi ein Buch und liest nach.
Auch für das Problem der Wasserhexe wird die Lösung zunächst in einem seiner Bücher gesucht.

Herr Kofferfisch ist wegen seines "Fassungsvermögens" sehr außergewöhnlich, denn allerlei Krimskrams findet ihn ihm Platz z.B. Stinkesocken, Blümchenunterhosen und Käsebrote. Und sein Aufruf "Donnerkofferblitz!" wird zum geflügelten Wort. Seine Schimpftiraden und Begrüßungen sind irre komisch: "Hallöchen, Popöchen!". Sein Plan B soll der Wasserhexe Pupsigunde Gänseblümia Blubberblitz den Weg nach Hause weisen. Die beiden sind sich sehr ähnlich, denn sie verbindet die Liebe zum Krimskrams und zum Fluchen "Stinkepups und Hasenrülps!".

Liebste und lustigste Stelle ist neben dem Raketenstart der Dialog mit dem verrückt gewordenen und völlig egoistischen Waldmeister, der wahrscheinlich der einen oder anderen größenwahnsinnigen Person nachempfunden ist
Auch die missglückten Zaubersprüche der Wasserhexe sorgen immer wieder für großes Gelächter.

Ein zauberhaftes, fantasievolles und magisches Abenteuer und wir hoffen, dass noch weitere folgen werden!

Das zeitgleich erschienene Hörbuch können wir ebenfalls empfehlen, denn Ralf Schmitz erweckt (begleitet von Musik und Meeresgeräuschen) auf seine ganz besondere Art Kuschelflosse und dessen Freunde akustisch zum Leben. Schmunzeln und Lacher sind garantiert.


Fazit:

Ein neues aufregendes Abenteuer voller Fantasie und Humor und bereits der sechste Band der Serie.
Donnerkofferblitz!

Mit viel Wortwitz und Kreativität helfen die Unterwasserfreunde der verirrten Hexe und begeben sich auf eine bunte und magische Reise.

Zauberhafte Illustrationen voller Details runden das Gelesene ab und laden zum Entdecken ein.

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Rezensiertes Buch: „Kuschelflosse - Der verhexte Blubberblitz-Besuch" aus dem Jahr 2020

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere