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Veröffentlicht am 19.07.2020

'The Passengers' ist genial, spannend, erschreckend und gar nicht so realitätsfern

The Passengers
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Das Cover:
Das Cover von John Marrs zweitem Buch ist diesmal ganz in Schwarz gehalten. Es zeigt in der Mitte einen blauen Power-Knopf, den die autonomen Autos haben, um gestartet zu werden. Ein sehr passendes ...

Das Cover:
Das Cover von John Marrs zweitem Buch ist diesmal ganz in Schwarz gehalten. Es zeigt in der Mitte einen blauen Power-Knopf, den die autonomen Autos haben, um gestartet zu werden. Ein sehr passendes Cover, das schlicht ist, mir aber sehr gut gefällt.

Die Geschichte:
Als die schwangere Claire Arden in ihr autonomes Auto steigt, ahnt sie nicht, dass dies der schlimmste Tag ihres Lebens wird. Gemeinsam mit sieben anderen Menschen muss sie feststellen, dass ihr Auto sich nicht mehr steuern oder kontrollieren lässt! Der Grund: Ihre Autos wurden gehackt und steuern auf eine große, tödliche Kollision zu! Zu diesen sieben weiteren Menschen zählen die ältere Schauspieldiva Sofia Bradbury, das Ehepaar Heidi und Sam Cole (je in einem Auto), die indische Ehefrau Shabana, Kriegsveteran Victor, die Asylbewerberin Bilquis und der Obdachlose Jude. Währenddessen wird die Untersuchungskommission für Unfälle mit autonomen Fahrzeugen ebenfalls gehackt, in dem die Krankenschwester Libby unfreiwillig Mitglied ist. Von da an wird alles, was in den Fahrzeugen und in der Kommission geschieht, live im Internet gestreamt. Schon bald kommt heraus, dass jeder Passagier ein Geheimnis verbirgt, das nun ans Licht kommt, und die Zuschauer entscheiden dabei online über Leben und Tod der Passagiere...

Meine Meinung:
Ich war sehr gespannt auf das neueste Werk von John Marrs, in dem es um die Entführung von acht autonom fahrende Autos geht. Autonome Autos sind schon jetzt Realität, die Entwicklung ist zwar erst am Anfang, aber in den nächsten 10 oder 20 Jahren werden viele autonome Fahrzeuge auf den Straßen fahren, so dass die Geschichte zwar jetzt noch Fiktion ist, doch in einigen Jahren genau so passieren könnte. Die Geschichte beginnt mit der schwangeren Claire, die schnell mitbekommt, dass ihr Auto nicht das macht, was es soll, und nicht mehr unter ihrer Kontrolle steht. So geht es auch dem Obdachlosen Jude Harrison, der über 80-jährigen Schauspielerin Sofia Bradbury, dem Ehepaar Heidi und Sam Cole, dem Kriegsveteran Victor, der gedemütigten Ehefrau Shabana und der Asylbewerberin Bilquis. Irgendwie witzig ist dabei übrigens, dass Sophia denkt, das Ganze wäre eine Reality-TV-Show, in der sie nun mitspielt. Und für Sam und Heidi Cole ist es eigentlich der 10. Hochzeitstag, doch die beiden führen keine ehrliche Ehe mehr miteinander.

All diese Personen haben ihre Geheimnisse, die nach und nach live im Internet herauskommen, was wirklich krass ist. Und dann ist da ja noch Libby. Libby, die ihren Bruder verloren hat. Libby, die ungewollt in diese Situation geraten ist. Sie wurde für die Untersuchungskommission ausgewählt und durfte mit niemandem darüber reden. Doch nun sieht und erfährt das Internet alles. Libby ist Single, hat jedoch vor einer Weile einen Mann in einem Club kennengelernt, der ihr nicht aus den Kopf geht. Und der ist bei dieser grauenvollen Entführung live dabei! Ihr seht, es ist wirklich sehr viel los in dieser Geschichte, und es gibt so viele Geheimnisse. Der Hacker verknüpft diese acht Fahrzeuge und ihre Personen mit dem Untersuchungsausschuss, zu dem auch der rücksichtslose, egoistische Verkehrsminister Jack Larrson gehört, der ohne zu zögern Opfer bringt, um seine Ziele durchzusetzen.

So verläuft die Geschichte auf jeder Seite spannend und nach fast jedem Kapitel war ich geschockt über das, was da diesmal herausgekommen ist. Ich verrate hier natürlich (leider) keines der Geheimnisse, aber sie sind echt unerwartet und schockierend! John Marrs versteht es sehr gut, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten und seine Leser zu schocken, sodass sie beim Lesen den Atem anhalten. So ging es mir zumindest. Es ist euch bestimmt klar, dass nicht alles gut ausgehen kann, und das tut es auch nicht. Es steckt viel mehr hinter all dem, als anfangs angenommen. Das Schöne ist, dass das alles im Verlauf der Geschichte aufgedeckt und erklärt wird. Übrigens findet sich auch ein Hinweis auf John Marrs erstes Buch, 'The One – Finde dein perfektes Match' in in der Geschichte, das fand ich echt toll.

Der Schreibstil war für mich wieder sehr angenehm und flüssig zu lesen. Es wird aus der Erzählperspektive geschrieben, was ich sehr gut finde. John Marrs hat sich wieder einem aktuellen Thema gewidmet, und eine einzigartige, atemberaubend spannende Geschichte daraus gemacht. Und in der heutigen Zeit, in der so gut wie jeder ein Smartphone (mit Internet) hat, ist das Szenario mit dem Streamen und live abstimmen gar nicht so fern. Stellt euch nur mal kurz in eurem Kopf vor, das Entführungsszenario aus dem Buch würde Realität. Natürlich wäre jeder interessiert an dem Ausgang der Entführung, würde sich das anschauen, mit abstimmen und seine Meinung kundtun. Das ist unsere heutige Realität. Das Internet macht es möglich. Irgendwie erschreckend, oder nicht? Und auch die Gewissensfrage, ob ein Leben mehr wert ist als ein anderes wird hier thematisiert. Und jeder darf sich selbst fragen, ob er oder sie genauso entschieden hätte...

Alles in allem ist 'The Passengers - Du entscheidest über Leben und Tod' mit seinem treffenden deutschen Titel, seinem tollen Cover und seiner Geschichte ein wirklich geniales Buch, dass mich mit jeder Seite unterhalten und mitfiebern lassen hat. Deshalb kann ich jedem, der einen spannenden Thriller liebt, dieses Buch wirklich nur empfehlen.

Meine Bewertung:
Mir hat 'The Passengers - Du entscheidest über Leben und Tod' wieder sehr gut gefallen. Mit seinen gut durchdachten Geschichten und Ideen und seinem angenehmen Schreibstil hat er mich als Fan gewonnen. 'The Passengers' ist einfach spannend, erschreckend und gar nicht so realitätsfern, wie man anfangs vielleicht denken könnte. Ich vergebe fünf Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.04.2020

Geniales, krasses, brutales & schockierendes Buch über Menschen, die Menschen essen

Wie die Schweine
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Das Cover:
Das Cover zeigt ein unter Folie abgepacktes Stück rotes Fleisch. Als Aufkleber auf der Verpackung sind der Titel und der Name der Autorin zu lesen. Ebenso Verlag, Gewicht (des Buches, nehme ...

Das Cover:
Das Cover zeigt ein unter Folie abgepacktes Stück rotes Fleisch. Als Aufkleber auf der Verpackung sind der Titel und der Name der Autorin zu lesen. Ebenso Verlag, Gewicht (des Buches, nehme ich mal an), ISBN und Preis. Über dem Preis steht noch die Zahl 100 % und daneben ist die Silhouette eines Menschen abgebildet. Das Cover passt unheimlich gut zur Geschichte und erregt erst einmal Aufmerksamkeit. Und wenn man eben genau hinsieht, entdeckt man Hinweise auf die Geschichte. Ich finde die Coveridee sehr gut und auch den Titel 'Wie die Schweine' klasse. Denn Menschen werden hier 'wie die Schweine' behandelt.

Die Geschichte:
Marcos hat eine große Verantwortung in der Schlachterei, in der er arbeitet. Er sorgt dafür, dass gute Ware geliefert wird, dass die Schlachtung ordnungsgemäß und ohne Probleme verläuft und dass der Firma nie die Mitarbeiter ausgehen. Doch das Besondere an Marcos Arbeit ist, dass er in einer Schlachterei arbeitet, in der Menschen geschlachtet werden. Durch ein unbekanntes Virus konnten Schweine, Rinder und andere Tiere nicht mehr zum Verzehr geschlachtet werden. Also haben die Menschen nach anderen Alternativen gesucht: Menschenfleisch. Sie züchten also Menschen heran, die gemästet, geschlachtet und gegessen werden, um die Fleischgier zu befriedigen. Als Marcos dann ein eigenes 'Weibchen' geschenkt bekommt, verändert sich für Marcos alles ...

Meine Meinung:
Ich war mir am Anfang nicht sicher, ob ich zu diesem Buch eine Rezension schreiben soll. Letztendlich habe ich mich doch dazu entschieden, weil mir die Geschichte nicht aus dem Kopf geht und ich so viel dazu und darüber sagen bzw. schreiben möchte. Für alle, die sich nicht sicher sind, ob sie das Buch interessiert oder abkönnen, empfehle ich einen Blick in die Leseprobe (aber Achtung, es ist schon sehr krass beschrieben). Schon gleich am Anfang wird einiges erklärt, da bekommt ihr einen guten Einblick in die Geschichte und den Schreibstil. Und so geht es noch über 200 Seiten weiter. Da dieses Buch nichts für schwache Nerven (und Mägen) ist, empfehle ich das wirklich dringend, denn es ist meiner Meinung nach harte Kost.

Nun aber zum Inhalt: Die Geschichte spielt in einer Welt, in der ein unbekanntes Virus alle Tiere tötet bzw. fast alle. Es gibt keine Schweine mehr, keine Rinder, Schafe oder Ähnliches. So sucht sich die Menschheit einen Ersatzstoff, und kommt auf die 'glorreiche' Idee, Menschen zum schlachten zu züchten. Wer bis hier gelesen hat, sollte nicht zimperlich sein. Es wird echt krass ekelig und brutal, und darauf möchte ich eingehen. Ich möchte da nur noch einmal vorwarnen. Also, weiter im Text. Es werden Menschen gezüchtet, die dann geschlachtet und als Premiumfleisch gegessen werden. Dies wird der 'Übergang' genannt. Es ist so krass, das zu lesen und zu wissen, dass es bei Tieren, z. B. den bereits angesprochenen Schweinen oder Rindern, genau so gemacht wird.

Die Geschichte dreht sich um Marcos, der in der Schlachterei arbeitet. Früher hat er in der Tierschlachterei seines nun dementen und verwirrten Vaters gearbeitet, nun ist er Angestellter in einer Menschenschlachterei. Er hat vor kurzem einen Schicksalsschlag erlitten, und seinen kleinen Sohn Leo verloren. Seine Frau konnte dies nicht verkraften und ist vorübergehend zu ihrer Mutter gezogen, um von Marcos und dem Haus Abstand zu bekommen. Marcos scheint seine Tätigkeit und die Tatsache, dass Menschen zum Verzehr gezüchtet werden, übrigens nicht zu gefallen. Er hegt Zweifel an dem System, an dem, was er tut. Er isst selbst kein Fleisch mehr, was schon so ein Zeichen ist, und von anderen kritisch gesehen wird. Aber Marcos weiß eben, wo das Fleisch herkommt, wie es mal aussah und wie es getötet wurde.

Geschrieben ist das Buch aus der Erzählerperspektive, also nicht aus Marcos Sicht oder in der Ich-Form. Es sind meist kurze Sätze. Auch den Titel 'Wie die Schweine' finde ich sehr passend gewählt. Menschen werden wie die Schweine gezüchtet und geschlachtet. Ihnen werden die Stimmbänder entfernt, damit sie nicht schreien können. Sie werden zur Fortpflanzung gezwungen, um neues Premiumfleisch zu produzieren. Es ist so krank und krass und ekelig. Aber das Schlimme ist, dass es mir persönlich bei Menschen abartig und grausam vorkommt. Bei Tieren allerdings ... ist es 'normal'. Jedenfalls fühlt es sich (für mich) natürlicher an. Genau so, wie es hier mit Menschen oder Stücken gemacht wird, ergeht es täglich vielen Millionen Tieren. Die Grausamkeit der Menschen, die Brutalität ... Es ist einfach schockierend.

Ich finde, jeder, der Fleisch konsumiert, sollte dieses Buch mal gelesen haben. Warum? Weil es auf die perverse Maschinerie hinter dem Schnitzel, der Bratwurst oder dem Braten hinweist. Weil wir nur das Stück Fleisch sehen, namenlos, ohne daran zu denken, dass ein Schnitzel nicht am Schnitzelbaum wächst, sondern von einem lebenden Tier stammt, das vermutlich vor seinem Tod gelitten hat. Sei es durch den Transport oder die gewaltsame Tötung. Auch wenn mit 'von glücklichen Kühen/Schweinen' irgendwo geworben wird, ist das Tier trotzdem tot. Denkt daran, wenn ihr das nächste Mal Fleisch esst. Esst verantwortungsbewusst, nicht jeden Tag Fleisch. So kann auch der kleine Betrieb überleben, denn gerade in der industriellen Fleischherstellung geht es so grausam zu. Das ist Massenabfertigung und Haltung in viel zu kleinen Ställen, sprich Tierquälerei oder hart an dessen Grenze. Schaut euch die Dokus an, die es darüber gibt. Sie werden euch die Augen öffnen.

Entschuldigt, ich schweife ab. Das Buch ist definitiv ein sehr gutes und lesenswertes Buch für alle, die an dem Thema interessiert sind und/oder (viel) Fleisch essen. Und die Geschichte nimmt einen Verlauf, mit dem ich so nicht gerechnet habe. Es zeigt die Abgründe der Menschen, wozu sie in extremen Situationen fähig sind. Sie verzehren Menschen, halten sich Menschen, jagen Menschen. Menschen gehen für ihren Fleischkonsum über Leichen, nur sind es hier keine Tierleichen, sondern Menschenleichen. Das ist Kannibalismus. Die Geschichte lässt die Gefühle der Menschen (oder 'Stücke', wie sie häufig genannt werden) häufig erahnen. Die Welt, in der Marcos lebt, kann einen Verbrecher auch zur Bestrafung in die Schlachterei schicken: als Opfer. Ich meine, wie krass ist das denn?

Und auch Tiere haben Gefühle, können Schmerzen spüren und leiden. Das sollte den Tieren erspart bleiben. Ein verantwortungsbewusster Fleischkonsum kann den Tieren viel Leid und Qualen ersparen. Denn je wenige Fleisch gegessen wird, desto weniger Tiere werden gezüchtet und somit geschlachtet. Die Industrie reagiert auf die (große) Nachfrage mit einem entsprechend großen Angebot. Jedes Umdenken, jede positive Verhaltensänderung hilft, dass Tiere besser behandelt werden, und nicht so viele Tiere gezüchtet werden müssen. Kauft, wenn möglich, Fleisch bei einem lokalen Fleischer, nicht beim Supermarkt zum Schleuderpreis. Auch wenn es teurer ist, ihr tut etwas fürs Tierwohl. Esst weniger Fleisch, es gibt heutzutage schon so gute Alternativen.

Zusammengefasst ist 'Wie die Schweine' ein wirklich geniale dystopische Geschichte, die noch lange nachwirkt und mir definitiv im Gedächtnis bleiben wird. Ich werde mein Fleischverhalten auf jeden Fall überdenken und auch ändern. Und das ist meiner Meinung nach schon ein großer Erfolg des Buches.

Meine Bewertung:
'Wie die Schweine' ist ein wirklich geniales, krasses, brutales und schockierendes Buch über Menschen, die für den Verzehr gezüchtet und geschlachtet werden. Menschen vergessen, von wo das Fleisch herkommt, und was dafür getan werden muss. Es geht um Kannibalismus, denn Menschen essen hier Menschen. Von mir gibt es fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.04.2020

Band 2 der Belles dreht sich um Camelias Flucht und Sophias Plänen - spannend und erschreckend, aber unglaublich gut!

The Belles 2: Königreich der Dornen
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Das Cover:
Das Cover des zweiten Bandes zeigt wieder eine dunkelhäutige Frau mit hochgesteckten Haaren in einem wunderschönen blumigen Kleid. Diesmal ist das Kleid jedoch lilafarben. Um sie herum sind ...

Das Cover:
Das Cover des zweiten Bandes zeigt wieder eine dunkelhäutige Frau mit hochgesteckten Haaren in einem wunderschönen blumigen Kleid. Diesmal ist das Kleid jedoch lilafarben. Um sie herum sind auch hier wieder weitere Blumen zu sehen. Sie hält die Hände an ihre Hüften und man sieht Adern/Baumwurzeln verlaufen. Diese haben jedoch jetzt Dornen, was sehr gut zum Titel des Buches passt. Wieder ein super schönes Cover, das sehr gut zum ersten Band passt.

Die Geschichte:
Nach dem Ende des ersten Bandes ist Camelia zusammen mit Edel, Ambra und Rémy auf der Flucht vor Sophia. Die Königin ist tot und Prinzessin Charlotte verschwunden, weshalb Prinzessin Sophia nun die neue Königin werden soll. Während Camelia und Co. Charlotte suchen, hält Sophia die anderen Belles als Geiseln. Hilfe bei der Suche erhält Camelia von einer früheren Belle, die ihr jedoch auch die Wahrheit über die Belles mitteilt. Camelia merkt, dass Sophia einen grauenvollen Plan hat, den sie verhindern muss. Doch Camelia muss auch feststellen, dass sie nicht jeder Person in ihrem näheren Umfeld vertrauen kann...

Meine Meinung:
Ich war sehr gespannt, wie es im zweiten Band der Belles weitergeht, und war wieder sofort in der Geschiche drin. Diesmal geht es hauptsächlich um Camelias Flucht, nicht um die Welt der Belles. Camelia ist also auf der Flucht, zusammen mit ihren Belle-Schwestern Edel und Ambra sowie mit dem jungen Wachmann Rémy. Sie fliehen vor der grausamen und irren Prinzessin Sophia, die schon im ersten Band gezeigt hat, wie irre sie wirklich ist. Sie hält die anderen Belles als Geiseln und hat einen grauenvollen Plan, der im Laufe der Geschichte enthüllt wird. Camelia hat ihre eigene Methode um zu verhindern, dass sie für Sophias Ideen benutzt wird. So besorgt sie sich ein Elixir, das die Belle-Kräfte unterbinden soll. Eine mutige Entscheidung, wie ich finde.

Was ich jedoch etwas verwirrend fand war, dass Camelia mal mit Camelia und mal mit Camille angesprochen wird. Ich konnte mich nicht dran erinnern, dass sie auch im ersten Band mit beiden Namen angesprochen wurde. Aber es ist auch schon eine Weile her, dass ich Band 1 gelesen habe. Natürlich kommt es so weit, dass sie entdeckt werden und eine von ihnen gefangengenommen wird. Doch dann wird sie von einer früheren Belle kontaktiert und erhält wertvolle und schockierende Informationen: Camelia soll dazu benutzt werden, neue Belles zu erschaffen. Und Sophia schreckt vor nichts zurück, um ihr Ziel zu erreichen. Denn wie sie selbst sagt: sie bekommt immer, was sie will. Und ihre Methoden sind wirklich erschütternd und absolut grausam. Das was sie tut zu lesen, war nicht immer leicht zu lesen und sehr traurig. Sie ist eine verwöhnte Göre, die einfach absolut bösartig ist.

Nun mal zu was anderem: Ich mag die Verbindung, die zwischen Camelia und Rémy entsteht. Am Anfang, im ersten Band, konnten sie sich nicht ausstehen, doch dann fliehen sie gemeinsam vor Sophia. Auf ihrer Flucht lernen die beiden, sich gegenseitig zu vertrauen und kommen sich näher. Und Camelia merkt auch, dass sie weitere Verbündete hat, die ihr gegen Sophia helfen. Doch dieser Weg ist gepflastert mit Leichen. Der Showdown zwischen Camelia und Sophia war für mich wirklich unerwartet, überraschend und spannend. Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und fesselnd. Geschrieben ist die Geschichte weiterhin aus Camelias Sicht. Ein wirklich sehr guter zweiter Band, bei dem ich mich frage, ob noch ein dritter folgen wird, oder ob dies das Ende sein wird. Wir dürfen gespannt sein.

Meine Bewertung:
Auch wenn es in diesem Band nicht um die 'wundervolle Welt der Belles' geht, wird die Geschichte nicht langweilig. Diesmal geht es um Camelias Flucht und Sophias grausamen Taten und Plänen. Es ist spannend und erschreckend, so anders als der erste Band, und doch auch wieder so gut, weshalb es auch für diesen Band von mir fünf Sterne gibt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.04.2020

Band 2 der Tasyar-Chroniken bietet mehr Tiefgang, Spannung und Überraschungen

Die Tasyar-Chroniken
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Das Cover:
Das Cover des zweiten Bandes der Tasyar-Chroniken zeigt wieder die junge Frau mit den dunklen Haaren, diesmal jedoch von der Seite. Der Hintergrund ist braun/gelb. Um sie herum sind diesmal ...

Das Cover:
Das Cover des zweiten Bandes der Tasyar-Chroniken zeigt wieder die junge Frau mit den dunklen Haaren, diesmal jedoch von der Seite. Der Hintergrund ist braun/gelb. Um sie herum sind diesmal hellblaue Farbspritzer und Blumen zu sehen. Es ist wieder ein super schönes Cover, das super zum ersten Band passt.

Die Geschichte:
Sanya ist nach den Geschehnissen aus dem ersten Band nun Literaturstudentin in New York. Auch ihr Zwillingsbruder Greg und ihre Freunde Casey und Ray studieren in New York. Auch wenn Sanya nicht an den Frieden geglaubt hat, ist sie doch schockiert, als plötzlich Vadim vor ihr steht und ihr Herz will. Sie wird gerettet und reist wieder nach Tasyar, um Kenneth von Vadims grauenvollen Plänen zu berichten. Und dieser entscheidet, dass sie sich erneut Verbündete suchen müssen. Als dann jedoch viele Verbrecher aus dem Gefängnis in Landure entkommen, ist klar, dass sie sich Vadim angeschlossen haben. Mit ihnen hat er eine starke Armee, die nicht vom Töten Unschuldiger zurückgeschreckt ...

Meine Meinung:
Da ich den zweiten Band gleich nach dem ersten gelesen habe, war ich gleich wieder in der Geschichte drin und hatte einen guten Anschluss an die Geschichte. Sanya studiert also mit Greg, Casey und Ray in New York, dank Derek übrigens. Schnell wird es spannend, als Vadim auftaucht und Rache an Sanya üben will: er will ihr das Herz herausreißen. Sie kann sich mit Dereks Hilfe retten und von Vadims Vorhaben an Kenneth weitergeben. Dann geht es los: die Vereinigung muss such wieder zusammenfinden. Doch nicht nur zusammenfinden, sie muss auch noch stärker werden. Und das finde ich super, denn endlich lernen wir die Weiten von Tasyar kennen, zusammen mit ihren unterschiedlichen Wesen: Elfen, Einhörner und Nixen kreuzen Sanyas Weg.

Doch Sanya und ihre Verbündeten stoßen nicht nur auf Verbündete, sondern auch auf Absagen und Verräter, was mich mal mehr, mal weniger überrascht hat. In diesem Band geht es mehr um Sanya und Greg und ihre Abstammung, die noch sehr wichtig für den Verlauf der Geschichte ist. Die Story enthüllt nicht nur Geheimes über Sanya und Greg, sondern beleuchtet auch die Nebencharaktere endlich etwas mehr. So gibt es Rückblicke in Rominas, Hilarias, Andrews und Milans Vergangenheiten, die ich wirklich sehr sehr toll fand. So lernt man die Charakter viel besser kennen und versteht sie besser. Und ich finde, dass gerade Casey sich in diesem Buch sehr verändert und entwickelt. Sie ist mutiger, aber auch aggressiver. Sie lässt sich nichts mehr gefallen, was ich stark finde,

Auch Milan verändert sich vom einem Bösewicht zu einem so liebevollen Charakter, dass ich ihn in mein Herz geschlossen habe. Er hat es nicht leicht gehabt und hat es immer noch nicht, denn er hat mit seiner Verbindung kein gutes Los gezogen. Zwischen ihm und Sanya gibt es dann noch eine besondere Verbindung, die sich mehr und mehr entwickelt. Es wird noch mal sehr interessant, wenn es um die Liebe geht. Mehr kann ich euch dazu nicht verraten, um euch nicht zu spoilern. Sehr interessant war Gregs Entwicklung, die mich zum Ende hin echt schockiert und mich mit einem Fragezeichen im Gesicht zurückgelassen hat. Und dann das so krasse, actionreiche Ende ... ich war so schockiert und auch traurig, dass ich mich unglaublich auf den dritten und letzten Band der Reihe freue.

Meine Bewertung:
Mir hat Band 2 einen Ticken besser gefallen als Band 1, weil es hier mehr um die Vergangenheiten der Charaktere geht. Der Band hat meiner Meinung nach mehr Tiefgang und auch der Schreibstil ist besser geworden. Ich habe das Buch innerhalb weniger Tage durchgelesen, und das sagt schon einiges. Von daher vergebe ich fünf Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.04.2020

Auftakt der Tasyar-Chroniken mit Romantik, Magie und guter Spannung

Die Tasyar-Chroniken
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Das Cover:
Das Cover des ersten Bandes der Tasyar-Chroniken zeigt eine junge entschlossene Frau mit dunklen Haaren und einem brauen Kleid. Um sie herum sind sowas wie große goldene Farbspritzer und Blumen ...

Das Cover:
Das Cover des ersten Bandes der Tasyar-Chroniken zeigt eine junge entschlossene Frau mit dunklen Haaren und einem brauen Kleid. Um sie herum sind sowas wie große goldene Farbspritzer und Blumen zu sehen, was das Cover irgendwie ... majestätisch aussehen lässt. Ich finde das Cover super schön, es ist eine echte Augenweide. Und viel hübscher als die alte Auflage.

Die Geschichte:
Sanya Taylor lebt mit ihrem Zwillingsbruder Greg und ihren Eltern in den Monterey, Kalifornien. Aktuell sind ihre Eltern jedoch gerade bei ihrer Großmutter in Rumänien. Eines Tages besucht sie mit Greg, ihrer besten Freundin Casey und Gregs bestem Freund Ray eine alte Hütte auf einem Hügel, dessen Tür nie jemand aufbekommen hat. Bis jetzt, denn Sanya schafft es, die Tür zu öffnen und so gelangen die vier Freunde nach Tasyar, einem vergessenen Reich, in der alles anders ist als in der 'normalen' Welt, aus der sie kommen. Sie werden in Empfang genommen und dem König Kenneth vorgestellt. Der Magier Derek verrät ihnen, dass Sanya und ihr Bruder keine normalen Menschen sind. Schon bald erfahren sie, was sie wirklich sind. Durch einen fiesen Komplott eines mächtigen Magiers wird Sanya vorgeworfen, den König stürzen zu wollen. So wird sie zu Tasyars größtem Feind, und muss der Verschwörung selbst aufdecken ...

Meine Meinung:
Im ersten Band der Reihe um die 'Tasyar Chroniken' geht es um die fast volljährige Sanya, die von mysteriösen, unheimlichen Träumen geplagt wird. Genauso geht es ihrem Zwillingsbruder Greg. Ihre Eltern sind diesmal ohne die beiden nach Rumänien gefahren, um sich 'reinigen' zu lassen. Mit Sanyas bester Freundin Casey und Gregs bestem Freund Ray gelangen sie nach Tasyar, einem vergessenen Reich, dass von König Kenneth regiert wird. Dort werden sie von dem Ritter Sir Andrew begrüßt und in Gewahrsam genommen und verhört, da sie Fremde und vielleicht eine Gefahr sind. So lernt Sanya den Magier Derek kennen, der eine besondere Anziehung auf sie ausübt, und ihnen enthüllt, dass sie anders sind. In der realen Welt zeigt sich dann, dann Sanya und ihr Bruder wirklich nicht normal sind. Sie haben plötzlich besondere Kräfte, sind stärker als sonst.

Nun wollen die beiden natürlich wissen, zu welcher Gattung sie wirklich gehören, und reisen zurück nach Tasyar. Es kommt heraus, dass sie Strigoi sind, und wieso sie sich ihre Kräfte nicht früher gezeigt haben. Immer an Sanyas Seite ist der Magier Derek, der sich ihr annähert, doch sie schützen und deshalb keinen engeren Kontakt zu ihr will. Doch die beiden können die Finger nicht von einander lassen, denn auch Derek wird von Sanya magisch angezogen. Mehr möchte ich darüber auch nicht verraten. Es wird sehr spannend und abenteuerlich, aber auch romantisch und dramatisch. Die ganze Welt von Tasyar ist fantastisch und fantasiereich aufgebaut. Vorne im Buch ist eine Karte von Tasyar, zu der ich häufig geblättert habe, um zu sehen, wo sich die Protagonisten gerade befinden. Die Welt, in der es Waldmenschen, Magier, Strigoi und andere Wese gibt, ist wirklich sehr schön und beschrieben.

Der Schreibstil gefällt mir leider nicht ganz so gut. Es gibt viele, zum Teil unnötige Absätze, die für mich nicht wirklich Sinn ergeben haben und dem Lesefluss nicht helfen, sondern ihn eher stören. Die Geschichte ist ausschließlich aus Sanyas Sicht geschrieben. Sie ist eine starke junge Frau, die jedoch auch sehr eigensinnig und starrköpfig ist. Das bringt sie auch manchmal in brenzlige Situationen. Es gibt mehrere Szenen, in denen ich ihre Aktionen und Reaktion nicht nachvollziehen konnte. Dafür hat sie einen wundervollen Bruder und in Casey und Ray sehr gute und loyale Freunde, die mich beide sehr überrascht haben. Denn sie ziehen sich nicht aus der Sache raus, sondern helfen Sanya und Greg. Sie wollen dazugehören und ein Teil der Wet sein. Das fand ich sehr schön und mutig.

Die Storyidee einer verborgenen/vergessenen Welt finde ich wirklich gut. Auch wenn der Einstieg für mich etwas schwierig war, es etwas gedauert hat, bis ich in die Geschichte reinkam, wurde sie danach besser und besser. Das Worldbuilding war ziemlich gut durchdacht und detailliert, und hat mir gut gefallen. Der Showdown und das Ende haben mich ziemlich überrascht, und ich bin sehr gespannt, wie es mit Sanya und Co. im nächsten Band weiter geht.

Meine Bewertung:
Mit 'Vergessenes Reich' beginnt die Reihe der Tasyar-Chroniken. Die Geschichte ist voll mit Romantik, Magie und Spannung. Auch wenn ich die Protagonistin nicht immer verstanden habe, war sie wenigstens mal eine junge Frau, die sich nicht alles gefallen lässt, und ihren eigenen Kopf hat und diesen auch durchsetzt. Von mir gibt es vier Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere