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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.01.2024

Hoffnung liegt auf Band 2

Solartopia – Am Anfang der Welt
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Solartopia verfolgt einen spannenden Ansatz. Die Menschheit scheint verloren, vergiftet durch gefährlichen Smog, der sich überall in der Welt ausgebreitet hat. Als dieser auch das Hochhaus von Finn und ...

Solartopia verfolgt einen spannenden Ansatz. Die Menschheit scheint verloren, vergiftet durch gefährlichen Smog, der sich überall in der Welt ausgebreitet hat. Als dieser auch das Hochhaus von Finn und Nova zu erreichen droht, entscheiden sie, ihr Zuhause retten zu wollen, wobei sie auf die futuristische Stadt Solartopia treffen. Auf den ersten Blick scheint hier alles perfekt, doch für die pflanzenliebende Nova stellt sich schnell heraus, dass nicht alles gold ist, was glänzt.

Wir finden zwischen den Seiten ein eindringliches Plädoyer für Umweltschutz und nachhaltiges Miteinander, was für die junge Nova selbstverständlich scheint. Sie ist aufgewachsen in dem Glauben, dass es für alle Menschen ebenso normal ist, die Natur zu achten, was sie, trotz der wichtigen Message, in Solartopia angekommen erst einmal anstrengend naiv wirken lässt. Sie versteht die grundlegendsten Dinge wie Eigentum anderer Menschen und Straßen nicht, Regeln für den Alltag sind ihr fremd. Das hat sie oft jünger scheinen lassen, als sie ist, was die aufkommende Love Story für mich leider nicht nachvollziehbar gemacht hat.

Ich habe mich wegen der mangelnden Sympathie zu Nova erst etwas durch das Buch gezwungen, aber als es dann einen für mich wirklich unvorhersehbaren Plot Twist gab, wurde ich aufmerksamer und habe das Buch gespannt durchgezogen. Das Ende war zufriedenstellend, nicht zu offen aber dennoch mit dem klaren Ziel auf eine Fortsetzung. Ich werde auch dem Folgeband gern noch eine Chance geben, selbst wenn ich anfangs mit Nova echt zu kämpfen hatte. Dafür bin ich einfach zu gespannt, wie es wohl weitergeht.

Veröffentlicht am 02.01.2024

Gern direkt Band 2

Lucid Night – Was, wenn wir nicht träumen?
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Lucid Night hat mich sehr überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das Phänomen luzides Träumen mal so spannend finden würde, was aber vielleicht daran liegt, dass das Ganze hier noch komplett andere ...

Lucid Night hat mich sehr überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das Phänomen luzides Träumen mal so spannend finden würde, was aber vielleicht daran liegt, dass das Ganze hier noch komplett andere Ausmaße annimmt, als im „echten“ Leben. Die beiden Protagonistinnen Selena und Ria jedenfalls können in Träumen wandeln und sie verändern, was ich enorm spannend zu betrachten fand.

Die verschiedenen Perspektiven ermöglichen einem, gleich in die Köpfe beider Hauptfiguren zu schauen, was ich immer besonders gelungen finde. Man ist viel näher an den Handelnden, kann das Geschehen besser nachvollziehen und ganz in die Geschichte eintauchen. Es hat etwas gedauert, bis ich mich mit beiden zur Gänze angefreundet hatte, denn mit Ria hatte ich anfangs ein paar Schwierigkeiten. Mit der Zeit habe ich aber in alles gut hineingefunden und schlussendlich das große Finale in vollen Zügen genossen, was einen mit dem Wunsch nach mehr zurücklässt.

Der Schreibstil passt zur jugendlichen Zielgruppe, sehr flüssig und packend. Ich habe Teile des Buches gehört und dann wieder gelesen, wobei ich hier seit langem mal wieder Lust hatte, mehr zu lesen als zu hören, und das will schon was heißen.

Für mich war das Buch ein sehr gelungener Auftakt und ich freue mich auf die Fortsetzung!

Veröffentlicht am 27.12.2023

Liebe auf den ersten Keks

Spekulatius, der Weihnachtsdrache, und das Lebkuchenwunder
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Spekulatius ist eine DER Reihen, die ich für die (Vor-)Weihnachtszeit empfehlen würde. Uneingeschränkt und auch allen Lesenden, die Kinderbüchern zugetan sind, denn hier bekommt man süße, weihnachtliche ...

Spekulatius ist eine DER Reihen, die ich für die (Vor-)Weihnachtszeit empfehlen würde. Uneingeschränkt und auch allen Lesenden, die Kinderbüchern zugetan sind, denn hier bekommt man süße, weihnachtliche Lektüre der Extraklasse.

Band drei der Reihe für die älteren Lesenden, also nicht die Bilderbücher, hat mir wieder extrem gut gefallen. Spekulatius lernt gezwungenermaßen backen, aber mit der Zeit merkt man richtig, wie er darin aufgeht. Die Geschichte ist wieder mit viel Herz geschrieben, es gibt verschiedene Probleme, die die Kiddies mit Bravour meistern, und am Ende löst sich alles in festliches Wohlgefallen auf, genau wie man es sich für ein Buch wie dieses wünscht.

Mats und Matilda sind wirklich erstaunliche Kinder, so kreativ und mutig, dass sich Specki kaum bessere Freunde wünschen könnte. Ich habe alles an dieser Geschichte geliebt, die Story, die Illustrationen, die Rezepte! Denn natürlich darf nicht nur Specki backen, sondern wir Lesenden bekommen auch die Möglichkeit dazu.

Von mir bekommt das Buch von Herzen 5 von 5 Sternen und ich hoffe auf noch viel mehr Nachschub von dem zuckersüßen Drachen und seinen Freunden.

Veröffentlicht am 27.12.2023

Unerwartet gut!

Die Sonnenfeuer-Ballade 1: A Song to Raise a Storm
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A Song to raise a Storm hat mich mehr als positiv überrascht. Julia Dippel wird ja von vielen gehyped und auch ich mag ihre Bücher, aber daran, so richtig geflasht worden zu sein, erinnere ich mich nicht ...

A Song to raise a Storm hat mich mehr als positiv überrascht. Julia Dippel wird ja von vielen gehyped und auch ich mag ihre Bücher, aber daran, so richtig geflasht worden zu sein, erinnere ich mich nicht (mehr). Daher war ich umso glücklicher, dass dieses Buch es geschafft hat, mich zu sehr großen Teilen von den Füßen zu reißen.

Am besten gefallen haben mir die allgegenwärtigen Whodunnit-Vibes, die das Buch so richtig spannend machen. Man ist stets mit den Protagonisten auf der Hut vor anderen und auch vor einander, die Hinweise verdichten sich in alle Richtungen. Ich für meinen Teil wäre natürlich wie immer tausend Mal auf der falschen Fährte gewesen.

Das Ganze gepaart mit einer Fantasy-Welt ist schon mega. Leider empfand ich anfangs den Info-Dump als etwas erschlagend, gefühlt gab es da tausend neue Begriffe für Wesen, Völker, Orte und was nicht alles. Das hat mich etwas aus dem Konzept gebracht, hielt aber zum Glück nicht so lange an, dass es ernsthaft stören würde.

Die Truppe, die Sintha im Gasthaus, was im Klappentext schon erwähnt wird, begegnet, hat eine sehr coole Dynamik. Ich liebe es, wenn so ein eingespieltes Team mit grundverschiedenen Charakteren auf die Protagonisten trifft und sich dann eine Einheit ergibt, derer man selbst gern ein Teil wäre.

Das Abenteuer, was die Figuren zusammen erleben, wird nie langweilig, was ich Schreibenden immer sehr hoch anrechne. Am Ende war ich dann wegen der typischem Fehlkommunikation und des auch nur deshalb entstandenen Dramas etwas genervt, weil auch der Cliffhanger genau darauf baut. Für mich kein ganz runder Abschluss eines faszinierenden Buches, aber ich hoffe hier auf eine zufriedenstellende Auflösung im zweiten Band.

Veröffentlicht am 27.12.2023

Für mich ein gutes Buch

Hundert Klassiker
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Steffen Henssler kennen viele ja aufgrund seiner umstrittenen und recht aufbrausenden TV-Auftritte und seiner Ausdrucksweise. Wenn er mal nicht flucht, ist das schon ein Wunder, aber in diesem Fall hat ...

Steffen Henssler kennen viele ja aufgrund seiner umstrittenen und recht aufbrausenden TV-Auftritte und seiner Ausdrucksweise. Wenn er mal nicht flucht, ist das schon ein Wunder, aber in diesem Fall hat mich der Mensch hinter dem Buch überhaupt nicht interessiert. Ich bin selbst keine große Köchin, aber häufig auf der Suche nach simplen Gerichten für die typischen Klassiker, die man so kennt. Dieses Buch ist vielleicht nichts für blutige Anfänger, dennoch fand ich, dass sich auch Nicht-Profis hier sehr gut zurechtfinden können.

Die Auswahl an Rezepten ist genial, gut sortiert nach Kategorien. Hier werden vermutlich fast alle fündig, je nach Vorlieben mit oder ohne Fleisch, Vor-, Haupt- oder Nachspeisen, Kleinigkeiten und Magenfüllendes. An den Rezepten, die ich ausprobiert habe, hatte ich nichts auszusetzen, die Mengen haben gut gepasst und auch in der Zubereitungsweise gab es keine Fragezeichen. Ich habe mich hier rundum gut aufgehoben gefühlt.

Da wir in unserem Haushalt keine Unverträglichkeiten haben, sondern höchstens etwas krüsch sind, kann ich nichts dazu sagen, wie es zum Beispiel aussieht, wenn jemand kein Gluten oder keine Laktose verträgt. So genau habe ich die einzelnen Rezepte nicht alle studiert, muss ich gestehen.

Mein Fazit:
Für meinen Geschmack ein wertvolles Kochbuch, was mich definitiv die nächsten Jahre begleiten wird, bis ich meine eigenen Lieblings-Variationen der Gerichte gefunden habe.