Ich habe gerade vorher den "Kaiserwald" von Anja Jonuleit gelesen und war davon begeistert.
meiner Meinung nach sollte man auch beide Bände lesen, um die "Sonnenwende" richtig von Grund auf zu verstehen ...
Ich habe gerade vorher den "Kaiserwald" von Anja Jonuleit gelesen und war davon begeistert.
meiner Meinung nach sollte man auch beide Bände lesen, um die "Sonnenwende" richtig von Grund auf zu verstehen und zu würdigen.
Dieses Buch hat mich wiederum von der ersten bis zur letzten Seite ergriffen. Die Handlung ist hochinteressant und sehr brisant, aber natürlich will ich nicht viel davon verraten.
Wir begleiten Mathilda, eine Ex-Soldatin, die das Verschwinden ihrer Mutter aufzuklären versucht. Sie ist schön und tough und verstrickt sich ungewollt in eine tiefgehende Liebesgeschichte und in eine düstere Familienstory mit hochaktuellem politischen und gesellschaftlichen Hintergrund.
Das Ganze wird auf verschiedenen Zeitebenen und aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, hochspannend und lebendig, sehr emotional und bewegend.
Dies ist eines der besten Bücher, das ich im letzten Jahr gelesen habe, und ich würde gerne noch mehr als fünf Sterne vergeben.
Dass ich Katja Keweritsch als Autorin bisher noch nicht kannte, kann ich ...
Dies ist eines der besten Bücher, das ich im letzten Jahr gelesen habe, und ich würde gerne noch mehr als fünf Sterne vergeben.
Dass ich Katja Keweritsch als Autorin bisher noch nicht kannte, kann ich kaum fassen - ich werde aber alles von ihr Geschriebene nachholen!
Die Geschichte von Alice hat mich tagelang völlig in ihren Bann gezogen, und es war so leicht und hat so viel Freude gemacht, sie in ihrer Zeit auf Guernsey zu begleiten, auch wenn es für sie eine schwere Zeit war.
Ganz wunderbar finde ich die Sprache der Autorin, voller toller Metaphern, ungewöhnlicher Wörter, wunderschöner Landschaftsbeschreibungen, philosophischer Betrachtungen und Poesie, dabei lebendig, klar, und leicht zu lesen. Das ist für mich wahre Schreibkunst.
Sehr schön und glaubhaft beschrieben sind die Entwicklungsschritte von Alice, durchaus nicht geradlinig, sondern auch mal im Zickzack, vor und zurück oder im Kreis, aber letztlich eben doch sich positiv verändernd zu einem anderen Ich, mehr Selbstliebe, einem guten Weg in eine andere Zukunft.
Das Buch hat mir nicht nur kluge Gedanken und supergute Unterhaltung beschert, sondern auch Hoffnung mit gegeben und das Bewusstsein von Gutem.
Das Cover vom schönen romantischen französischen Strand führt einen in die Irre. Wenn man daraufhin einen Wohlfühlroman erwartet und den Klappentext nicht ausführlich liest, wird man enttäuscht sein.
Die ...
Das Cover vom schönen romantischen französischen Strand führt einen in die Irre. Wenn man daraufhin einen Wohlfühlroman erwartet und den Klappentext nicht ausführlich liest, wird man enttäuscht sein.
Die Autorin ist für mich ganz neu.
Ich hatte anfänglich Probleme, mich in das Buch hinein zu finden. Auch wenn die einzelnen Charaktere gut eingeführt und geschildert werden, sind sie mir zunächst fremd geblieben.
Es herrscht zunächst eine beklemmende Atmosphäre, voller Unverständnis, Distanz und sogar Hass.
Erst im Verlauf der Geschichte werden Emotionen und Annäherungen deutlich, eine Liebesgeschichte wird eingewoben, und es schimmert Hoffnung zwischen den Zeilen auf.
Auch wenn ich so viele Details über das Minenräumen gar nicht wirklich wissen wollte, so hat mich das Buch vor allem nach der zweiten Hälfte gepackt, und ich fand es insgesamt wertvoll zu lesen.
Mir gefällt das Cover supergut, ich liebe dieses üppige Blumenarrangement, aus dem das Wort "Trost" ganz schlicht und glatt heraus ragt oder aufsteigt. Ich finde, es hat viel Symbolcharakter. Witzigerweise ...
Mir gefällt das Cover supergut, ich liebe dieses üppige Blumenarrangement, aus dem das Wort "Trost" ganz schlicht und glatt heraus ragt oder aufsteigt. Ich finde, es hat viel Symbolcharakter. Witzigerweise habe ich gerade eine Krimi ausgelesen mit einem ganz ähnlichen Cover, "The Florist" von C.L. Patterson, da habe ich mit den Blumen automatisch etwas Bedrohliches assoziiert....Interessant, was die Erwartungshaltung im Kopf so rum spielt...
Das Buch hat mich insgesamt sehr berührt und ergriffen. Die Autorin versteht es auf sehr gute Weise, ihre eigene "trostlose" Situation nach der Krebsdiagnose zu beschreiben, das Vorher-Nachher-Gefühl, die oft hilflosen Kommentare von Freunden und Familie, die Situation, dass man vor lauter Organisieren-Müssen gar nicht dazu kommt, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Sie wechselt aber auch von dieser persönlichen Situation zu allgemeineren trosterfordernden Themen.
Neben den sehr persönlichen Erzählungen der Autorin, Beschreibung ihrer Therapie, Reaktionen von Freunden und Familie, berichtet sie auch viel über alle möglichen Formen des Trostes, die Menschen finden können, weit gefächert, Kulinarisches, Sinnliches, Komisch-Lächerliches, Musik, politisches Engagement, Arbeit... Besonders gut hat mir der Abschnitt gefallen mit den hilflosen Kommentaren, Sätze, die lächerlich bis grotesk wirken, obwohl sie gut gemeint sind. Und auch schön, dass sie schreibt, was SIE sich statt dessen gewünscht hätte.
Ich wollte, ich hätte dieses Buch schon gehabt, als letzes Jahr eine liebe Freundin von mir durch die letzten Monate ihrer - leider unheilbaren - Krebserkrankung ging. Ich wusste oft nicht, was ich sagen oder tun soll, und ein paar Antworten hätte ich hier gefunden.
Auch gut geschildert, dass nicht jede Art von Trost für jeden gut ist - z.B. das Schminken nach oder während der Chemo. Dass eben jeder auch seinen eigenen Weg finden muss. Oder dss sich ganz Unerwartetes auftut, was man gar nicht gesucht hat.
Trost über Religion ist hier ebenfalls ein Thema. Aber hochinteressant finde ich den Aspekt der psychologisch fundierten Seelsorge. Dass es da inzwischen sogar Master Studiengänge gibt, wusste ich nicht. Es ist sicher auch sehr sinnvoll, dass diese Absolventen das abdecken könnten, was Ärzte und Pflegepersonal aufgrund ihrer ohnehin völligen Überlastung und auch mangels entsprechender Ausbildung nicht leisten können. Und für das es auch nicht genug ausgebildete Psychologen gibt.
Fazit für mich ist, dass das Buch einerseits ein sehr berührender Erfahrungsbericht ist, andererseits auch viele gute Anregungen enthält, die aus den Erfahrungen der Autorin resultieren, sich aber auch mit allgemeinen gesellschaftlichen, Trost fordernden Situationen und eventuellen Möglichkeiten, damit umzugehen, beschäftigt.
Ich hatte vorher noch nie etwas von Gabriel Rolón gelesen. Zum ersten zog mich mein Faible für Argentinien zu diesem Buch, zum zweiten mein Interesse für Psychologie, das sich seit dem entsprechenden Studium ...
Ich hatte vorher noch nie etwas von Gabriel Rolón gelesen. Zum ersten zog mich mein Faible für Argentinien zu diesem Buch, zum zweiten mein Interesse für Psychologie, das sich seit dem entsprechenden Studium meines Sohnes noch vergrößert hat.
Dieser Krimi oder Thriller hat mich nicht enttäuscht. Der Protagonist, gleichermaßen Psychologe wie Ermittler, kommt sukzessive mit Hilfe seines etherapeutischen Wissens einem Verbrechen auf die Spur.
Dabei werden die Leser gekonnt und spannedn auf verschiedene falsche Fährten geschickt, bis es zur Auflösung kommt.
Die Charaktere finde ich gut geschildert, die Sprache / Übersetzung ist flüssig, die Auflösung schlüssig.