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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.06.2025

Warme Familienwelt, gekonnt gemischt mit düsterer Vergangenheit und heller Romantik

Zypressensommer
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Dieses Buch lebt für mich tatsächlich davon, dass die Autorin es in unnachahmlicher Weise versteht, Helles und Dunkles so zu mischen, dass man als Leser abwechselnd in ein düsteres Kapitel der historischen ...

Dieses Buch lebt für mich tatsächlich davon, dass die Autorin es in unnachahmlicher Weise versteht, Helles und Dunkles so zu mischen, dass man als Leser abwechselnd in ein düsteres Kapitel der historischen Vergangenheit taucht, dann wieder hautnah eine sehr romantische Liebesgeschichte mit erlebt. Und alles ist verbunden durch zwei Familien, die zusammen gehören und doch nicht, die überleben wollen und glücklich sein, die kämpfen müssen dafür in vielerlei Hinsicht.

Das alles ist großartig geschildert, auf verschiedenen Zeitebenen und aus unterschiedlichen Perspektiven in einer leicht verständlichen flüssigen Sprache, mit wunderbaren Landschaftsbeschreibungen und einem Spannungsbogen, der wirklich bis zum Ende hält.

Besonders hervorheben möchte ich die zugrundeliegenden akribischen historischen und kulturellen Recherchen der Autorin, durch die man als Leser auch "ganz nebenbei" viel erfährt und lernt.

Supergute Unterhaltung mit Tiefgang und unbedingte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 05.06.2025

Spannung mit viel Lokalkolorit und glaubwürdigen Ermittlern

Die dunkle Villa
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Dies war mein erstes Buch von Wolfgang Burger und somit auch mein erstes aus der Alexander-Gerlach-Reihe. Dass es schon der 10. Band ist, finde ich beachtlich, vielleicht wäre ich dem Ermittler noch näher ...

Dies war mein erstes Buch von Wolfgang Burger und somit auch mein erstes aus der Alexander-Gerlach-Reihe. Dass es schon der 10. Band ist, finde ich beachtlich, vielleicht wäre ich dem Ermittler noch näher gekommen, wenn ich auch die Vorgängerbände kennen würde. So war es doch nicht so ganz einfach, sein Familien- und Beziehungsgeflecht komplett zu verstehen, das ja nicht ganz einfach ist.

Das Cover finde ich sehr schön gestaltet, es ist dunkel, aber nicht im üblichen Krimi-Schwarz-Rot-Weiss gehalten. Trotz der Düsternis wirken die Türksi-und Grüntöne regelrecht frisch. Einzig was die Katze für eine Rolle spielt, hat sich auch nach kompletter Lektüre noch nicht erschlossen.

Die Geschichte spielt im Raum Heidelberg-Mannheim-Ludwigshafen. Hierdurch wurde ich auf das Buch aufmerksam, da ich auch in dieser Region lebe, und ich finde das Lokalkolorit gut getroffen.

Der Krimi ist gut erzählt, spannend, mit viel Hin und Her und falschen Verdächtigungen und einer Überraschung gegen Ende, die man nicht ahnen konnte - zumindest ich nicht -.

Hat mir sehr gut gefallen.

Ich würde wieder zu einem Alexander-Gerlach-Fall greifen.

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Veröffentlicht am 02.06.2025

Ein Buch und ein Dorf zum Wohlfühlen

Highland Happiness – Die Bücherstube von Kirkby
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Dies ist mein erstes Buch der Kirkby-Reihe, aber da jedes für sich abgeschlossen ist, war das für mich kein Problem. Ich finde, dass die Personen gut eingeführt werden und dass auch die, die in den vergangenen ...

Dies ist mein erstes Buch der Kirkby-Reihe, aber da jedes für sich abgeschlossen ist, war das für mich kein Problem. Ich finde, dass die Personen gut eingeführt werden und dass auch die, die in den vergangenen Bänden wohl größere Rollen gespielt haben, gut erklärt werden. Trotzdem lobe ich sehr das ausführliche Personenverzeichnis am Schluss des Buches, um notfalls nachschlagen zu können.

Das Cover finde ich hübsch gestaltet, sehr romantisch, aber meiner Meinung nach authentisch, vom Gebäudestil her, dem Fachwerk, den Steinen, dem Wald. Wirklich wunderschön finde ich den Buchrücken in dem Karomuster in Violetttönen. Da stelle ich mir alle Bücher der Reihe nebeneinander vor, wahrscheinlich jedes in einer anderen Farbe - eine schöne Idee!

Das geschilderte Dorf ist einfach herrlich, man möchte sofort dort wohnen, mit all den netten und interessanten Menschen, die trotzdem ihre Geheimnisse und Macken haben. Ein richtiger Wunsch-Ort....

Die Geschichte ist lebendig geschrieben und liest sich flüssig und spannend. Eine gelungene Mischung aus Liebe, Neuanfang, Selbstbehauptung, Sich-Zusammenraufen, Leben.

Hat mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 30.05.2025

Widerwillig spannend

Verbrenn all meine Briefe
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Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen und war sehr skeptisch, nachdem ich den großen Hype für die "Überlebenden" damals nicht recht nachvollziehen konnte.

Dies hier ist erklärtermaßen ein Roman, aber ...

Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen und war sehr skeptisch, nachdem ich den großen Hype für die "Überlebenden" damals nicht recht nachvollziehen konnte.

Dies hier ist erklärtermaßen ein Roman, aber wohl deutlich an das Leben von Personen angelehnt, die tatsächlich existiert haben. Wären Sven Stolpe und seine Frau Karin frei erfundene Menschen, würde ich denken, der Mensch Stolpe ist völlig überzeichnet in seiner Egozentrik, seinem Wahn, seinem Machtanspruch. Unvorstellbar, dass eine intelligente Frau wie Karin bei ihm bleibt und - nach allem was passiert ist - vier Kinder mit ihm großzieht. Selbst in den 30er Jahren.

Die Figuren konnten mich nicht wirklich berühren, was sicherlich an dem beabsichtigt distanzierten Schreibstil liegt.

Dennoch fand ich die Geschichte - fast widerwillig - spannend.

Ist das jetzt Schreibkunst? Es hat mich ratlos zurück gelassen.

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Veröffentlicht am 30.05.2025

Witzig, selbstironisch, voller guter Tipps und Ermunterungen

Reisefieber
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Dies ist das erste Buch, das ich von Julia Finkernagel gelesen habe, aber es wird sicher nicht das letzte sein.

Ich bin zwar in meinem Leben schon viel gereist, aber die richtig abenteuerlichen Sachen, ...

Dies ist das erste Buch, das ich von Julia Finkernagel gelesen habe, aber es wird sicher nicht das letzte sein.

Ich bin zwar in meinem Leben schon viel gereist, aber die richtig abenteuerlichen Sachen, den Aufbruch in exotische Länder oder Losfahren ohne exakt vorzubuchen - das habe ich mich nie so richtig getraut, nur in einer kurzen Lebensphase mal ansatzweise.

Es hat mir viel Spaß gemacht, über Julias Erfahrungen und Erlebnisse zu lesen. Vor allem begeistert mich ihre Art, über sich selbst zu lachen und sehr offen auch über Fettnäpfchen zu reden, in die sie getreten ist, durchaus aber auch über Gefahren, innere Nicht-Wohlfühl-Momente und Peinlichkeiten. Ich finde, dass Julia ihre Ratschläge außerordentlich humorvoll und selbstironisch verpackt - man fühlt sich nie bevormundet. Herrlich, wie sie sich immer wieder über ihr eigenes "fail better" oft lustig machen kann.

Ich habe auf vielen Seiten irgendwelche Tipps mit genommen - ob es um das Thema richtig packen, Wettervorhersagen, Kleidungsüberlegungen, Fitness oder sonst etwas geht. Und ich habe - sehr ermutigt - Überlegungen angestellt, doch mal wieder "anders" zu reisen, mit weniger Komfortzone.

Nicht zuletzt bin ich durch das Buch auf die "Ostwärts" Serien aufmerksam geworden, die ich mir jetzt sukzessive anschaue. Durch die Filme "hört" man beim Lesen des Buches richtig gehend Julias Stimme und ihr Lachen - sehr schön.

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