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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.05.2024

Trash TV in Buchform

Bad Summer People
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Gleich vorweg kann ich schon sagen, wer aufgrund des Klappentextes einen super ausgeklügelten Spannungsroman erwartet, der ist hier an der falschen Adresse. Ja, es gibt eine Leiche, aber die ist eher nebensächlich ...

Gleich vorweg kann ich schon sagen, wer aufgrund des Klappentextes einen super ausgeklügelten Spannungsroman erwartet, der ist hier an der falschen Adresse. Ja, es gibt eine Leiche, aber die ist eher nebensächlich und kommt auch erst spät zum Einsatz. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich das Buch auch sehr gerne gelesen, habe mich wunderbar unterhalten gefühlt und die Handlung gespannt verfolgt. Der Aufbau der Geschichte hat mir besonders gut gefallen. Die einzelnen Kapitel tragen die Namen der verschiedenen Bewohner des Sommerdomizils Salcombe. In den einzelnen Abschnitten erfahren wir immer wieder neue Geheimnisse, Abgründe und auch Hintergründe zu den Charakteren, die die anderen Bewohner nicht kennen. Die ach-so-perfekte Welt ist nämlich gar nicht so perfekt. Affären, wer mit wem und wieso, Freundschaft und Feindschaft und ganz viel Tennis - so könnte man grob den Inhalt des Buchs zusammenfassen.

Ein bisschen hat es sich gelesen wie Trash TV. Alle leben ihr Leben und versuchen dabei sich selbst und das bestmögliche Licht zu rücken. Dazu ist ihnen jedes Mittel recht. Das hat auch dazu geführt, dass wir in der Geschichte keinen wirklichen Sympathieträger haben, aber das war mit Sicherheit so gewollt und hat mich auch überhaupt nicht gestört. Die Sogwirkung war vorhanden und bis zu einem gewissen Punkt wollte ich immer wissen, wie es weitergeht.

Recht schnell zu Beginn werden ein paar heikle Geheimnisse bekannt, die sich dann im Laufe der Geschichte immer weiter aufbauen. Für mich war dann aber irgendwann auch die Luft raus, denn es kam nichts neues mehr dazu.

So konnte ich zwar noch gut folgen, aber mit der Zeit ist dann auch ein bisschen die Leselust verloren gegangen. Die Auflösung am Ende fand ich leider eher schwach und die „Eskalation“ auch eher unspektakulär. Da hätte ruhig noch ein wenig mehr passieren können.

Das Buch hat sich wunderbar lesen lassen und sehr stark angefangen. Leider hat es etwas nachgelassen und die Auflösung war mir etwas zu einfallslos. 3⭐️


@gedanken.buecher

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Veröffentlicht am 31.05.2024

So schön!

The Things we leave unfinished
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Ich habe beide Liebesgeschichten sehr gerne gelesen und trotz ellenlanger Kapitel, anfänglicher Abneigung (zumindest zwischen Georgia und Noah) und sich nur langsam entwickelnder Beziehungen, bin ich nur ...

Ich habe beide Liebesgeschichten sehr gerne gelesen und trotz ellenlanger Kapitel, anfänglicher Abneigung (zumindest zwischen Georgia und Noah) und sich nur langsam entwickelnder Beziehungen, bin ich nur so durch die Seiten geflogen, was nicht zuletzt an Rebecca Yarros’ fesselndem Schreibstil liegt. Ich habe mir so viele schöne Zitate markiert, die Liebe zwischen den Zeilen war zum Greifen nah. Von mir aus hätte es auch noch ewig weitergehen können. Noah und Georgia waren ziemlich coole Charaktere und die sich langsam entwickelnde Dynamik zwischen den beiden hat mir sogar fast noch mehr gefallen, als die herzzerreißende, emotionale Liebesgeschichte zwischen Jameson und Scarlet. Diese entfaltet sich vor der Kulisse des zweiten Weltkriegs und jeden Tag muss Scarlet bangen, dass Jameson nicht mehr von seinem Einsatz zurückkehrt. Ich habe mitgefühlt, mitgelitten, mitgezittert.

In der Gegenwart versucht Noah, ein berühmter Autor, die wahre Geschichte Scarlets und Jamesons auf Papier zu bringen und vor allem zu vollenden, nachdem Scarlet gestorben ist und ihre eigene Geschichte, nicht mehr zu Ende schreiben konnte.

Noah orientiert sich an Briefen zwischen den Liebenden und versucht den großen Gefühlen gerecht zu werden. Was sich vor allem dadurch schwierig gestaltet, dass ihm Georgia als Scarlets Enkelin, jeden Stein in den Weg legen kann, den sie sich ausdenkt. Ich habe die Geschichte der beiden auch sehr gerne gelesen und auch wenn es kein absolutes Highlight war, habe ich nichts zu Meckern und spreche eine ganz dicke Leseempfehlung aus! 5⭐️



@gedanken.buecher

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Veröffentlicht am 31.05.2024

Empfehlung!

Girls Night - Nur eine kennt die ganze Wahrheit
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Wie auch die Vorgänger ist „Girl’s Night“ ein eher ruhigerer Thriller. Wer hier auf rasante Action hofft, sollte nicht zu dem Buch greifen. Die Story baut sich langsam auf, aber trotzdem war ich durchweg ...

Wie auch die Vorgänger ist „Girl’s Night“ ein eher ruhigerer Thriller. Wer hier auf rasante Action hofft, sollte nicht zu dem Buch greifen. Die Story baut sich langsam auf, aber trotzdem war ich durchweg gefesselt, was nicht zuletzt an dem Schreibstil der Autorin liegt. Unsere beiden Protagonistinnen Jenna und Olivia bekommen beide ihre Erzählperspektiven und wechseln sich ab. Das macht die Geschichte dynamisch und nach den jedem relativ kurzen Kapitel wollte ich wissen, wie es weitergeht. Außerdem gibt es immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit und hier tappt man als Leser lange Zeit im Dunkeln, was es damit auf sich hat und wie das Erzählte mit der Story zusammenhängt.

Unterschwellig begleitet uns ständig eine gewisse Spannung, eher schon eine gewisse Anspannung, da alle Beteiligten so ihre kleinen und großen Geheimnisse haben. Dadurch habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt, schließlich wollte ich herausfinden, was hier die einzelnen Charaktere wohl zu verheimlichen haben. Die Atmosphäre, die die Autorin schafft, hat zu meinem Lesevergnügen beigetragen. Wir befinden uns großteils in einem düsteren Wald, in dem es spuken soll und in dem auch hin und wieder merkwürdige Dinge geschehen. Jenna haust dort in einer einsamen Ferienhütte und die eine oder andere Szene hat schon auch für Gänsehaut gesorgt.

Ein klein wenig Abzug gibt es hier nur wegen der Auflösung, die mich nicht komplett überzeugen konnte. Am Ende war schon alles schlüssig, aber mir kam das Ganze doch etwas banal vor. Da hätte ich mehr erwartet. Trotzdem eine klare Leseempfehlung von mir! 4⭐️

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Veröffentlicht am 31.05.2024

Hat mir ganz gut gefallen

Das Gegenteil von Erfolg
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Die gesamte Handlung spielt sich an einem Tag ab. Dabei wird abwechselnd aus der Sicht von Lorrie und ihrer besten Freundin Alex erzählt. Immer wieder gibt es Rückblenden aus ihrer Vergangenheit. Der Handlungstag ...

Die gesamte Handlung spielt sich an einem Tag ab. Dabei wird abwechselnd aus der Sicht von Lorrie und ihrer besten Freundin Alex erzählt. Immer wieder gibt es Rückblenden aus ihrer Vergangenheit. Der Handlungstag ist wohl der wichtigste bisher in Lories Karriere - ihr Projekt „Green Cities“ wird gestartet und eine Veranstaltung soll den Start einläuten. Lorrie hat viel Arbeit und Herzblut reingesteckt, außerdem versucht sie währenddessen noch eine gute Ehefrau zu sein und ihr Gewicht unter Kontrolle zu halten, strebt eine längst überfällige Beförderung an und sieht sich am Tag der Veranstaltung auch noch mit ihrem Exfreund konfrontiert, der ihr einst das Herz brach. Zudem kommt auch noch, dass ihre beste Freundin Alex mit der Frau dieses Exfreunds eine Affäre hat. Ganz schön viel für einen Tag und wie anhand der Schilderungen zu vermuten ist, kann das Ganze nur in einer Katastrophe enden.

Wir Leser*innen bekommen die Geschichte von Lorries und Alex’ Freundschaft präsentiert. Die beiden sind grundverschieden und zunächst ist auch nicht so ganz ersichtlich, was sie eigentlich verbindet. Lorrie hat den Weg der perfekten und glücklichen Familie eingeschlagen, während Alex eher die Einzelgängerin ist und ihr eigenes Ding macht. Wir bekommen vor allem Lorries Geschichte präsentiert, die vom Scheitern geprägt ist. Das alles aber auf eine humorige Art und Weise und trotz der Wichtigkeit der Themen, hatte ich das Gefühl, die Protagonistin würde sich selbst nicht so ernst nehmen. Auf der einen Seite führte das zu superlustigen Situationen, verlieh der Geschichte eine gewisse Leichtigkeit, gleichzeitig wusste ich aber auch nicht so ganz, ob ich Lorries Umgang mit einigen Situationen und ihre Gedanken dazu wirklich gutheißen soll.

Zum einen behandelt der Roman das Konzept der berufstätigen Mutter, wie Lorrie damit umgeht fand ich an sich ganz realistisch. Sie sieht sich selbst als gute Mutter und macht einen tollen Job. Trotzdem scheint es nicht genug zu sein. Dann nimmt das Thema Figur und Gewicht einen großen Raum ein und hier hat mir Lorries Sichtweise nicht immer zugesagt.

Die Erzählweise ist lockerleicht, mit einem tollen Humor, der sich nicht zu sehr in den Vordergrund drängt. Die Handlung spitzt sich immer weiter zu, ein Fettnäpfchen jagt das Nächste und das Ende mündet dann in einer sehr überspitzten Situation - aber gerade das hat mir gut gefallen, da es hier einfach gepasst hat und die Geschichte abgerundet hat. Wenn ich das Buch kurz zusammenfassen soll, würde ich es als einen unterhaltsamen Roman bezeichnen, der wichtige Themen auf leichte Art und Weise näher bringt. Die Rückblicke fand ich aber wesentlich interessanter als die eigentliche Handlung und meinem Gefühl nach, haben sie auch mehr Raum eingenommen. Mir hat die Geschichte durchaus gefallen, allerdings hat mir an einigen Stellen Tiefgang gefehlt und die Handlungen der beiden Protagonistinnen waren nicht immer nachvollziehbar. 3,5⭐️

@gedanken.buecher

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Veröffentlicht am 31.05.2024

Leider gar nicht meins

Insight – Dein Leben gehört mir
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Zuerst mal muss ich sagen, dass das keine Anti-Empfehlung ist. Ich fand nämlich, dass sich das Buch gut lesen ließ. Der Schreibstil war einfach und ich bin flüssig durch die Seiten gekommen, wollte auch ...

Zuerst mal muss ich sagen, dass das keine Anti-Empfehlung ist. Ich fand nämlich, dass sich das Buch gut lesen ließ. Der Schreibstil war einfach und ich bin flüssig durch die Seiten gekommen, wollte auch wissen, wie es weitergeht. Anfangs war ich auch noch positiv gestimmt, fand die Eindrücke in das Influencer-Leben unserer Protagonistin Valerie interessant und auch die ersten „Stalking-Aktionen“ haben mir gut gefallen (in dem Kontext darf ich das wohl sagen 😅). Leider nimmt das nach einer Weile rapide ab. Die Protagonistin ist mir immer unsympathischer geworden und ihr ständiges Gejammer über ihren Job ist mir irgendwann auf die Nerven gegangen. Klar, hat das Influencer-Dasein auch seine Schattenseiten und obwohl sie die ganze Zeit betont, dass sie den Job trotz allem liebt, habe ich das nicht ein einziges Mal gespürt.

Dann tritt ihr Bekannter Paul wieder in ihr Leben, den sie über Facebook kontaktiert, da er ganz zufällig Polizist ist und ihr mit diesem Stalker bestimmt helfen kann. Und klar kann Paul, Paul macht nämlich alles, sobald Valerie nur schnipst. Ich fand ihn leider unglaublich charakterlos und blass. Auch wenn er absolute Boyfriend-Qualitäten besitzt (er kann zum Beispiel Nudeln kochen und ist ohne T-Shirt heiß), war ich leider kein Fan. Deshalb war die Liebesgeschichte für mich auch nur unglaubwürdig.

Die Protas haben mir also beide nicht gefallen, die Story an sich war bis zu einem gewissen Punkt ganz gut. Und dieser gewisse Punkt war leider die Auflösung, die sich nach und nach entfaltet. Häppchenweise kommen wir immer mehr hinter die ganze Angelegenheit und ich fand leider ein Ding blöder als das andere. Da haben sich bei mir so viele Fragen ergeben, die nicht geklärt wurden und am Ende sollte ich dann spekulieren, wie das alles jetzt gemeint war? Wir hatten dann letztendlich Vermutungen, wie die Autorin dieses und jenes wohl gemeint haben könnte, aber das hat mir leider nicht gereicht. 2,5 ⭐️

@gedanken.buecher

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