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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.06.2026

Hat mich etwas enttäuscht

Crown of War and Shadow
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Anathos mit seinen vier Königreichen, Dämonen und magischen Wesen ist ein Setting, das sofort zieht. Besonders das Fulcrum, eine nebelartige Mauer, die den dunklen König und seine Dämonen einschließt, ...

Anathos mit seinen vier Königreichen, Dämonen und magischen Wesen ist ein Setting, das sofort zieht. Besonders das Fulcrum, eine nebelartige Mauer, die den dunklen König und seine Dämonen einschließt, sorgt für eine bedrohliche Spannung.
Die Idee, dass Sorrel und Merc versuchen, das Auflösen dieser magischen Barriere zu verhindern, gibt der Geschichte einen starken Sog, der mich durch die zäheren Passagen getragen hat.
Sorrel ist eine Figur, bei der ich lange Zeit kein Bild vor Augen hatte, was wohl auch von der Autorin bezweckt wurde. Ihre Gabe, beim Blick in die Augen den Tod eines Menschen zu sehen, und ihre Verbindung zur Lebenskraft anderer, machen sie zu einer empathischen, aber gefährlichen Protagonistin.
Ihre Entwicklung ist langsam, aber stetig und irgendwann hatte ich das Gefühl, sie endlich klarer zu sehen. Merc ist ein Söldner, er wirkt geheimnisvoll und kühl, aber fasziniert von Sorrel. Die Dynamik zwischen den beiden hat Potenzial allerdings braucht die Beziehung zwischen den beiden sehr lange um voran zu kommen, Emotionen und die spicy Szenen kamen bei mir nicht so wirklich an. Hier hätte ich mir mehr Intensität gewünscht.
Der Schreibstil ist grundsätzlich klar und flüssig, aber die Übersetzung hat mich mehrfach aus den Lesefluss gerissen. Verwirrende Satzkonstruktionen, kleine Ungereimtheiten und Wiederholungen haben dafür gesorgt, dass meine Gedanken öfter abgeschweift sind. Das ist schade, denn der Plot hat mir richtig gut gefallen.
Ein Reihenauftakt mit Potenzial, welches hoffentlich in den Folgebänden besser genutzt wird.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.05.2026

Humorvolle Cowboy-Romance

Fever Dream
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In Fever Dream werden zwei Welten miteinander verwebt, das bodenständige Ranchleben und die grelle, inszenierte Welt einer Reality Show. Genau diese Mischung sorgt für eine spannende Dynamik.
Im Zentrum ...

In Fever Dream werden zwei Welten miteinander verwebt, das bodenständige Ranchleben und die grelle, inszenierte Welt einer Reality Show. Genau diese Mischung sorgt für eine spannende Dynamik.
Im Zentrum steht Julia, klug, selbstbewusst und sensibel durch einen prägenden Vorfall in ihrer Vergangenheit. Sie wirkt stark und verletzlich zugleich, eine Kombination, die sie sofort sympathisch macht. Emmett dagegen ist der klassische Bad Boy, stur, nach außen hart, aber mit einem weichen Kern. Eigentlich will er keine Beziehung, doch Julia bringt ihn schneller ins Wanken, als ihm lieb ist.
Der Schreibstil ist klar, flüssig und mitreißend. Man fliegt regelrecht durch die Seiten, weil die Szenen so lebendig wirken, besonders gefallen haben mir die Landschaftsbeschreibungen und das Ranchleben.
Ein echtes Highlight ist Emmetts Chaos-Familie, liebevolle Sticheleien, Humor, Wärme sind hier an der Tagesordnung und verleihen der Story zwischen den emotionalen Passagen immer wieder Leichtigkeit.
Für zusätzliche Spannung sorgen die Abschnitte rund um die Bachelor Show. Sie bringen Drama, Druck und emotionale Konflikte ins Spiel. Besonders gelungen ist, was das Ganze mit Emmett macht, seine Gefühle werden hierfür gut transportiert.
Zum Ende hin wird es spicy, für meinen Geschmack etwas zu sehr, diese Geschichte wäre auch mit weniger heißen Szenen ausgekommen. Trotzdem, mein erstes, aber ganz sicher nicht mein letztes Buch von Elsie Silver.

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Spannender Cold Case

Ungelöst – Die erste Zeugin
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Dieser Thriller lebt für mich besonders durch seine wechselnden Perspektiven, die den Fall dynamisch und atmosphärisch wirken lassen. Die Cold‑Case‑Thematik bringt eine düstere Grundspannung mit, die sich ...

Dieser Thriller lebt für mich besonders durch seine wechselnden Perspektiven, die den Fall dynamisch und atmosphärisch wirken lassen. Die Cold‑Case‑Thematik bringt eine düstere Grundspannung mit, die sich perfekt mit der akribischen Ermittlungsarbeit verbindet. Vor allem Luisa Menkhoff hat mich fasziniert, ihr fotografisches Gedächtnis macht sie zu einer außergewöhnlichen Figur, die sich sofort von typischen Thrillerprotagonistinnen abhebt. Aber auch Ramin Brunner und Sebastian Grohmann sind starke Charaktere, die als Team erstaunlich gut harmonieren und sich an die Spuren von einem menschlichen Monster heften.

Besonders gelungen fand ich, wie sauber die verschiedenen Handlungsstränge ineinandergreifen. Der Spannungsbogen baut sich stetig auf, und mit jedem Kapitel rückt die Auflösung ein Stück näher, ohne dass die Spannung verloren geht. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, mitten im Geschehen zu stehen, die Ermittlungsarbeit ist so greifbar beschrieben, dass man fast selbst Teil des Teams wird.

Nicht ganz überzeugen konnte mich der Schreibstil, einige Dialoge wirkten etwas gestelzt, und manche Wiederholungen hätten nicht sein müssen. Dennoch bleibt der Roman insgesamt fesselnd und atmosphärisch dicht. Der Fall ist in sich abgeschlossen, aber das sympathische Ermittlerteam hat so viel Potenzial, dass man sofort neugierig auf weitere Bände wird.

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Veröffentlicht am 20.05.2026

Der Pakt mit dem Teufel

Lucifer Ascending – One Sinful Secret
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Edinburgh als Schauplatz verleiht der Geschichte eine kühle, mystische Grundstimmung, die perfekt zur Akademie der Dämonenjäger passt. Die Atmosphäre ist durchgehend düster und oft bedrohlich. Spannend ...

Edinburgh als Schauplatz verleiht der Geschichte eine kühle, mystische Grundstimmung, die perfekt zur Akademie der Dämonenjäger passt. Die Atmosphäre ist durchgehend düster und oft bedrohlich. Spannend ist auch der Kontrast zwischen der magischen Welt und ganz normalen Dingen wie Handys, Waschmaschinen oder Fahrrädern, dadurch wird das Setting greifbar.
Der Roman lebt von einer permanenten unterschwelligen Gefahr, die sich durch jede Szene zieht. Es geht um Rache, Macht, Kontrolle und Verführung. Auch die Figuren und ihre Entscheidungen sind moralisch nicht ganz einfach, was die Geschichte besonders reizvoll macht. Wer morally grey Charaktere liebt, kommt hier voll auf seine Kosten.
Lilian ist eine unglaublich sympathische Protagonistin. Trotz ihrer Herkunft und ihres schmerzhaften Weges zeigt sie Stärke, Widerstandskraft und eine Entwicklung, die man gern verfolgt. Die Dynamik zwischen ihr und Jupiter ist ein echtes Highlight, seine Fürsorge, seine Loyalität und seine ruhige Präsenz sorgen für emotionale Momente, die beim Lesen richtig warm machen.
Und dann kommt Lucifer ins Spiel – und plötzlich kippt die Stimmung. Er bringt Knistern, Versuchung und schwerwiegende Entscheidungen mit sich. Die Dreiecks Dynamik bleibt dabei nie oberflächlich, sondern intensiv und vielschichtig.
Der Schreibstil ist absolut fesselnd, spannende Szenen, unterschwellige Bedrohung und humorvolle Dialoge, die die Düsternis auflockern. Diese Mischung sorgt dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legt und definitiv Lust auf die Fortsetzung macht.

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Veröffentlicht am 19.05.2026

Sehr gelungene Suspence-Romance

Firewatch
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Firewatch ist von der ersten Seite an fesselnd, ein perfekter Mix aus Thriller, Suspense und einer queeren Lovestory, die mich mit Feingefühl und Atmosphäre überzeugt hat.
Der Roman lebt von seinem starken ...

Firewatch ist von der ersten Seite an fesselnd, ein perfekter Mix aus Thriller, Suspense und einer queeren Lovestory, die mich mit Feingefühl und Atmosphäre überzeugt hat.
Der Roman lebt von seinem starken Aufbau: Durch die Rückblenden lernen wir Aaron kennen, während der Gegenwartspart Robin gehört. Dieser Wechsel zwischen Zeitebenen und Perspektiven sorgt für eine permanent steigende Spannung. Jede Szene öffnet neue Fragen, jede Enthüllung zieht die nächste nach sich.
Die Liebesgeschichte ist queer, sensibel erzählt und emotional vielschichtig. Sie wirkt nie aufgesetzt, sondern ist perfekt in die Handlung eingebettet. Besonders gelungen ist die dort geschaffene Atmosphäre, die ein ständiges Knistern erzeugt, aber den Suspense nicht in den Hintergrund drängt.
Der Mix aus Thriller und Lovestory hat mir unglaublich gut gefallen, das hat der Autor gewöhnlich gut umgesetzt. Die Spannung bleibt klar im Vordergrund, aber die emotionalen Momente geben der Geschichte Tiefe und Menschlichkeit.
Die Charaktere sind komplex. Robin hat mir hier am besten gefallen, von Trauer, Wut und innerer Zerrissenheit geprägt, aber gleichzeitig stark und berührend authentisch. Kian bleibt lange undurchsichtig, was ihn unglaublich spannend macht. Auch die Nebenfiguren wirken lebendig und tragen zur Dichte der Handlung bei.
Ein Buch, das man kaum aus der Hand legt und das noch lange nachhallt.

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