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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2025

Nein, so ist die Liebe nicht!

Vielleicht ist die Liebe so
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Meine Meinung

Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war mir sofort klar, das Buch muss ich lesen. Das hat man schließlich nicht alle Tage, dass eine Mutter ihrer Tochter beim ...

Meine Meinung

Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war mir sofort klar, das Buch muss ich lesen. Das hat man schließlich nicht alle Tage, dass eine Mutter ihrer Tochter beim gemeinsamen Mittagessen den genauen Zeitpunkt ihres Ablebens nennt. Der Schreibstil liest sich wie Butter und ich war sofort mitten im Geschehen.

Anja ist Anfang vierzig und kommt mit ihrer dominanten Mutter nicht klar. Die Schauspielerei hat sie an den Nagel gehängt und kellnert leidenschaftlich gerne in einer Bar. Ihre Mutter interessieren die Gründe für diese Entscheidung nicht. Sie gibt stets ihrer Tochter an allem Schuld.

Anja ringt um Liebe und ein selbstbestimmtes Leben; packt aber leider vieles falsch an. Jetzt soll sie auch noch anwesend sein, wenn ihre Mutter den genehmigten Suizid begeht.

Der sympathischen, gutherzigen Frau bleibt wirklich nichts erspart. Muss sie wirklich mit dabei sein, wenn die Mutter ihren kerngesunden Hund einschläfern lässt? Da war ich ehrlich gesagt richtig glücklich darüber, dass die Tierärztin diesen Auftrag verweigert hat. Anja musste ihrer Mutter versprechen, dass sie einen Tierarzt findet, der den Hund einschläfert. Natürlich hatte Anja eine bessere Lösung und versteckte den süßen Vierbeiner bei einem Freund.

Die Geschichte spielt in Zürich. In der Schweiz darf man, nach genauen Überprüfungen, sein Leben selbst beenden. Das Thema selbstbestimmtes Leben und Sterben nimmt eine große Rolle in dem Geschehen ein und bietet Zündstoff für Diskussionen.

Anjas Mutter möchte ihr Leben beenden, bevor sie krank und dement ist und nicht auf Pflege angewiesen sein. Anja fühlt sich in Gegenwart ihrer Mutter klein und unbedeutend. Das ist nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, wie beleidigend diese sich ihr gegenüber verhält.

Mir hat diese Mutter schier den Atem geraubt; ob der vielen Gemeinheiten ihrer eigenen Tochter gegenüber. Die gesamte Aufmerksamkeit der attraktiven Witwe galt früher ihrem Mann, einem berühmten Dirigenten. Die Tochter war von jeher eine Randfigur.

Der Mutter und Tochterkonflikt sitzt tief und wirkt unlösbar. Glück und ein Gefühl von Geborgenheit empfindet Anja ausschließlich bei ihrem Chef und den Kunden in der Bar, die zum Teil richtige Freunde geworden sind. Sie fühlt sich dort getragen und darf sie selbst sein. Die Wertschätzung stärkt sie für alles, was noch kommen wird. Ihr dürft mir glauben, es kommt noch sehr, sehr viel.



Fazit
Echte Freunde sind Retter in der Not. Die waren für Anja eine große Notwendigkeit; denn, wer so eine Mutter hat, braucht keine Feinde mehr.

Ob sich die Mutter tatsächlich das Leben genommen hat? Ich empfehle euch, das selbst zu erkunden.

Von mir eine klare Empfehlung. Der Inhalt hält, was der Klappentext verspricht.

Herzlichen Dank, Katja Früh. Ich habe jedes einzelne Wort genossen.

Ein Dankeschön an den Diogenes Verlag. Das war wieder mal ein literarisches Sahneschnittchen.

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Veröffentlicht am 06.11.2025

Wenn Kleider töten

Das Korsett
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Zum Inhalt

Ich bin, seit ich "Die stillen Gefährten" und "Moonstone"gelesen habe, ein absoluter Laura Purcell - Fan. Mit "Das Korsett" hat sie eine phänomenale Geschichte geschrieben, die spannend, emotional ...

Zum Inhalt

Ich bin, seit ich "Die stillen Gefährten" und "Moonstone"gelesen habe, ein absoluter Laura Purcell - Fan. Mit "Das Korsett" hat sie eine phänomenale Geschichte geschrieben, die spannend, emotional und sehr, sehr traurig ist. Sie zeigt, wie wenig Frauen im viktorianischen Zeitalter zu sagen hatten.

Dorothea Truelove ist eine verwöhnte und vermögende Frau, die mit großem Engagement gemeinnützige Arbeit im Oakgate-Gefängnis verrichtet. Es gibt ihr ein gutes Gefühl, für die armen Seelen da zu sein, denen das Leben übel mitgespielt hat. Phrenologie zu erforschen ist ihr sehr wichtig, da sie der Meinung ist, über die Kopfform den Charakter eines Menschen bestimmen zu können. Sie meint, daraus ließe sich auch die Gewaltbereitschaft ableiten.

Ihre Mutter ist qualvoll gestorben. Ihr Vater möchte sie gut verheiraten; ihr Herz gehört jedoch längst einem anderen. Durch die große Mitgift, die ihr die Mutter hinterlassen hat, kann sie es sich leisten ihrem Ehrenamt nachzugehen. Das ist ihrem Vater ein Dorn im Auge. Eine Dame ihres Standes hat in einem Gefängnis nichts verloren. Noch dazu möchte er sich wieder vermählen.

Als sie die 25-jährige Schneiderin Ruth Butterham im Gefängnis kennenlernt, hat sie Probleme, deren Kopfform zu erkennen, da das Mädchen über einen sehr üppigen Haarwuchs verfügt. Ihre Geschichte macht Dorothea total fassungslos. Ruth ist der Meinung, mit ihren Näh- und Stickarbeiten, Menschen getötet zu haben. Können ihre Kreationen wirklich Menschen töten? Sie ist eine Meisterin im Erstellen von Korsetts ...

Meine Meinung

Wenn Kleider töten

Mit Ruth hat die Autorin eine Hauptfigur gezeichnet, die mich unendlich berührt hat. In der Schule wurde sie verspottet, da sie stets ärmliche Klamotten trug. Doch nicht nur verbal griff man sie an.
Sie wurde von einem schönen reichen Mädchen dermaßen verprügelt, dass sogar ihr Korsett großen Schaden nahm. Daheim wollte sie ihre Mutter mit ihren schlimmen Erlebnissen nicht belasten. Die Mutter nähte und stickte für die reichen Damen und die Schneiderei Metyard. Der Vater, einst berühmt für seine Gemälde, spricht dem Alkohol stark zu und kann nur noch selten eins seiner Werke verkaufen.

Ruth repariert auf besondere Art und Weise ihr Korsett. Es vermittelt ihr Schutz und Standhaftigkeit. Als der Vater stirbt, müssen sie ihre Wohnung verlassen. Ruth bleibt nichts anderes übrig, als bei den Metyards zu arbeiten, da sie dort Schulden haben und Ruth ihre Mutter vor dem Schuldengefängnis bewahren möchte.

Wie viel Leid kann ein Mensch verkraften? Was das junge Mädchen mitmachen musste, lässt mit Sicherheit niemanden kalt. Alle Personen wirken authentisch und ich hatte das Gefühl, in der Schneiderei zu arbeiten. Die Ängste der Angestellten sind zwischen den Zeilen spürbar. Der Wahnsinn dort nimmt Ausmaße an, die mir Gänsehaut beschert haben. Ruth erlebt bei den Metyards Dinge, die den Namen Horror verdient haben.

Bei Dorothea wusste ich nicht, was ich von ihr halten soll. Ich wurde stellenweise das Gefühl nicht los, dass ihr ihre Studien zu Phrenologie wichtiger waren, als die junge Frau vor dem Galgen zu retten. Dabei hat die junge Ruth vollstes Vertrauen zu Dorothea gefasst.
Das eine oder andere habe ich geahnt, dennoch hat mich das Ende fassungslos zurückgelassen. Ich habe die letzten Seiten zweimal gelesen.

Fazit

Wem kann man trauen? Wer hilft einem wirklich in der größten Not? Diese Fragen musste sich Ruth mehr wie einmal stellen. Auch Dorothea wird mit dem Wahnsinn in der eigenen Familie konfrontiert ...

Eine klare Empfehlung, für diesen Wahnsinns - Thriller, der mich wie eine Achterbahnfahrt durch die Geschichte gejagt und das Fürchten gelehrt hat.

Ein Geschehen mitten aus dem Leben? Hoffentlich nicht ...

Ein großes Dankeschön an Laura Purcell. Ich hatte wieder ein tolles Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Spannender, stellenweise trauriger 13. Fall

Apfelstrudel-Alibi
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Zum Inhalt
🏔🏔🏔
Mei, der Franz tut mir wirklich total leid. Er ist zwar auch manchmal ein richtiger Hans Wurst; aber die Susi-Maus kann schon gewaltig nerven. Jetzt, wo sie Bürgermeisterin von Niederkaltenkirchen ...

Zum Inhalt
🏔🏔🏔
Mei, der Franz tut mir wirklich total leid. Er ist zwar auch manchmal ein richtiger Hans Wurst; aber die Susi-Maus kann schon gewaltig nerven. Jetzt, wo sie Bürgermeisterin von Niederkaltenkirchen ist, weil der alte nicht mehr mag oder darf. Ist eigentlich egal. Fakt ist: Susi-Maus nervt den einfach gestrickten Dorfpolizist Franz. Zu allem Übel merkt die Oma ihr Alter jetzt ganz gewaltig. Die Panida versorgt jetzt alle mit Hühnchen und Reis, weil die Oma viel zu müde zum Kochen ist. Dem Franz sein Vater hat jetzt, wegen des neuen Gesetzes, freie Fahrt beim Bioanbau!

Ups, bevor ich es total vergesse, dem Richter Moratschek seine Patentochter Letitia ist bei einem Bergunfall tödlich verunglückt. Der Moratschek glaubt absolut nicht an einen Unfall. Da hatte sie diesen Schönling, der auch noch dazu Schöneberger heißt, geheiratet, der einen Campingplatz betreibt. Der ist aus heiterem Himmel in die Apotheke von der Letitia geschneit. Ein Grippemittel hat er gebraucht. Nur, die Nebenwirkungen vom Mittel hatte anscheinend die Letitia gehabt; nicht der Campingplatzplatzbetreiber. Irgendwas hat bei der, ansonsten vernünftigen jungen Frau, das Hirn aussetzen lassen. Sonst hätte sie den doch nicht schon nach drei Monaten geheiratet. Oder?

Um den kniffligen Fall zu lösen, fährt der Franz nach Südtirol. Die Letitia ist da nämlich mit ihrem Göttergatten in den Bergen unterwegs gewesen und tödlich verunglückt.

Meine Meinung

🏔🏔🏔


Das war wirklich Lesegenuss pur, der 13. Fall vom Eberhofer. Auch diese Geschichte punktet wieder mit der Lebendigkeit der Figuren. Natürlich geht's nicht ohne den Rudi der den Franz wieder mal nervt. Aber, so unnütz ist er gar nicht. Er trägt schon maßgeblich dazu bei, den Fall aufzulösen.

🏔🏔🏔

Hut ab Franz. Hätte nicht gedacht, dass du tatsächlich einen Berg hinauf gehst und dich direkt an den eventuellen Tatort traust. Mit anseilen und so. Aber, das kommt vielleicht von deiner neuen Liebe zum Joggen. (An der Stelle darf gerne gelacht werden.)

🏔🏔🏔

Der Pauli hat sich ganz schön gut entwickelt. Susi ist richtig stolz auf ihren gescheiten Buben, der lieber im Ballett tanzt, statt Fußball spielt. Der Franz mag seinen Sohn trotzdem. Verbringt eine tolle Zeit mit ihm, auf dem Schönebergerischen Campingplatz. Da machen sich der Pauli und sein neu gewonnener Freund ganz super beim Mitermitteln.

🏔🏔🏔

Überhaupt hat sich viel geändert auf dem Hofe Eberhofer. Die Tochter von der Panida ist mittlerweile ein aufmüpfiger Teenager und wohnt jetzt im Franz seinem Saustall. Wehmütig denkt der Franz an die schöne Zeit zurück, die er darin hatte. Da kann der Neubau, in dem er jetzt wohnen muss, nicht so ganz mithalten.

🏔🏔🏔

Aber genug erzählt! Entdeckt den Fall vom Eberhofer am besten selbst. Ach ja, und fremd gegangen wird auch ...

Fazit
🏔🏔🏔
Mich hat diese spannende, humorvolle Geschichte bestens unterhalten. Ich hoffe, die Oma bleibt uns noch eine Zeit lang erhalten.

🏔🏔🏔

Erwähnenswert sind die Rezepte im Anhang. Das vom Rudi ist eine Wucht und schnell zubereitet. 😂

🏔🏔🏔

Eine klare Empfehlung. Danke, Rita Falk. Ich freue mich auf den 14. Fall in Niederkaltenkirchen.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Ich habe mich sehr wohl gefühlt, in der Hütte am See

Drei Tage im Schnee
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Meine Meinung

Ich habe mich sehr wohlgefühlt, in der Hütte am See.

"Drei Tage im Schnee" ist eine Geschichte, bei der man die Seele baumeln lassen kann. Selten habe ich ein Buch gelesen, bei dem ich ...

Meine Meinung

Ich habe mich sehr wohlgefühlt, in der Hütte am See.

"Drei Tage im Schnee" ist eine Geschichte, bei der man die Seele baumeln lassen kann. Selten habe ich ein Buch gelesen, bei dem ich so viele AHA Effekte hatte. Dabei erzählt uns die Autorin nichts Neues, da wir eigentlich wissen, was uns guttut.

Hannah nimmt sich drei Tage Auszeit vom Großstadtlärm und mietet ein kleines Holzhaus an einem See. Ihr stressiger Job lässt sie vergessen, was im Leben wirklich wichtig ist. Hatte sie früher nicht gerne gute Bücher gelesen? Warum fällt es ihr so schwer, Freundschaften zu pflegen und ihre Mutter öfter mal zu besuchen? Die Antworten darauf liefert ihr die kleine Sophie, mit der sie Schneeengel macht und lustige Schneeballschlachten. Das Mädchen im roten Schneeanzug besucht sie und hält ihr vor Augen, wie sie früher einmal war und betrachtet Hannah als neue Freundin. Dabei gibt das kleine Mädchen Hannah keine Tipps in Form von Ratschlägen; vielmehr bringt Sophies Verhalten wieder Hannahs Kindheit zum Vorschein. Eigentlich war glücklich und zufrieden sein früher ganz einfach. Sie musste sich nur die Leichtigkeit und Zufriedenheit, die Kindern eigen sind, wieder verinnerlichen. Nicht alles muss perfekt sein.

>>Perfekt ist manchmal der größte Feind von Gut. <<

Ich habe das Knistern der Holzscheite im Kamin gehört und genüsslich mit Hannah und Sophie weiße heiße Schokolade getrunken. Die kleine Hütte ist urgemütlich und enthält nur Dinge, die man wirklich braucht.

Anfangs war Hannah die Ruhe unangenehm, doch schon bald spürt sie die heilende Kraft, die von ihr ausgeht. Sie nimmt alles bewusster wahr und findet Freude daran, sich leckeres Essen zuzubereiten. Hinterher das Geschirr von Hand zu spülen, hat eine meditative Wirkung.

Die drei Tage im Schnee sind schnell vorbei. Hannah nimmt das gleiche Glücksgefühl mit nach Hause, das ich beim Lesen verspürt habe.

Ein kleiner Tipp von mir lest das Büchlein nicht auf einmal. Gönnt Euch jeden Tag ein paar Seiten. Auch langsam Lesen kann entschleunigen.
Eine klare Empfehlung, für dieses stimmige Büchlein.

Danke, Ina Bhatter. Ich habe jedes Wort genossen.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Einfühlsame Geschichte, die abwechselnd in Kanada und Kalifornien spielt

Falling Like Snow
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Zum Inhalt

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Weiß, wie Schnee ist diese herzerwärmende Liebesgeschichte nicht durchgehend, da sie nicht immer im winterlichen Kanada spielt.

Ivy ist ein introvertiertes Mädchen, das das einsame ...


Zum Inhalt

🌨🌨🌨

Weiß, wie Schnee ist diese herzerwärmende Liebesgeschichte nicht durchgehend, da sie nicht immer im winterlichen Kanada spielt.

Ivy ist ein introvertiertes Mädchen, das das einsame Leben in Kanada sehr liebt. Nachdem ihr Vater an einem Krebsleiden verstirbt, nimmt ihr Patenonkel John sie in seinem prächtigen Haus im sonnigen Kalifornien auf.

Ich konnte mir gut vorstellen, dass dieser Ortswechsel sehr hart für das Mädchen, mit dem ungewöhnlichen Namen, ist. In den Wäldern Kanadas hat sie die grenzenlose Freiheit genossen und ist mit ihrem Vater auf die Jagd gegangen. Feuerholz hacken und mit einem Gewehr umgehen, waren für sie selbstverständliche Dinge.

Eigentlich wäre die Eingewöhnung in Kalifornien gar nicht so schlimm, wenn Johns Sohn Marson sie nicht so vehement ablehnen würde. Der attraktive Junge, mit seinen eiskalten Augen, ignoriert sie. John gibt Ivy als Nichte aus, weil die Vergangenheit ihres Vaters gefährlich für sie werden könnte ....

Meine Meinung

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Ich habe diese märchenhafte Geschichte gerne gelesen. Besonders in Kanada hätte ich sehr gerne länger verweilt. Die Umgebungsbeschreibungen laden zum Träumen ein. Die urgemütliche Holzhütte in Kanada, in der Ivy ihre Kindheit verbracht hatte, konnte ich mir bildlich vorstellen. Ihre Mutter verlor sie schon sehr früh, aber ihr liebevoller Vater hatte ihr viel Geborgenheit gegeben und mit ihr den Sternenhimmel betrachtet. Der Schmerz über seinen Verlust ist in der gesamten Handlung präsent.

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In Kalifornien habe ich Urlaubsfeeling am Meer verspürt. John verhält sich liebe- und verständnisvoll und in der Schule begegnet man Ivy aufgeschlossen. Sie findet Freunde und wird zu Partys eingeladen, was Marson gar nicht gefällt.

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Es handelt sich hier um Young Adult. Klar, Mason und Ivy kommen zusammen und machen sich das Leben mit Schweigen und Missverständnissen erst mal schwer. Nicht alles erschien mir logisch, was eventuell an der Übersetzung liegen könnte.

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Die Geschichte enthält auch Ereignisse, die zarte Seelen triggern könnten. Dazu zählt ein Anschlag, der auf die Schule in Kalifornien verübt wurde.

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Die Geheimnisse um Ivys Vater enthalten sensible Inhalte, die sehr fesselnd sind und stellenweise einen richtigen Pageturner aus der Story machen.

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Die Figuren sind wunderbar gezeichnet und haben mir, besonders Marson und Ivy, nahegebracht. Es gab ein paar Personen in der Handlung, deren Sinn sich mir nicht ganz erschloss. Ihr Fehlen hätte der Geschichte nicht geschadet.

Fazit

🌨🌨🌨

Ivys und Masons Liebesgeschichte hat mich sehr berührt. Die Ereignisse aus ihrer Vergangenheit sind spannend und sehr emotional. Einige Passagen sind wirklich nur für junge Leser*innen gedacht, aber insgesamt dürfte das Buch auch die reiferen Bücherfreunde gut unterhalten.



Trotz Kritikpunkte gibt es von mir eine klare Empfehlung.


Danke, Erin Doom.

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